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- TitleGrenzen des Menschlichen : Topiken des Posthuman und Non-human <Postmenschlichen und Nicht-Menschlichen> in der Literatur der Gegenwart / vorgelegt von Singh, Suman
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- Description1 Online-Ressource (281 Seiten) : Illustrationen
- Institutional NoteBergische Universität Wuppertal, Dissertation, 2026
- Defended on2026-07-23
- LanguageGerman
- Document typeDissertation (PhD)
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Zusammenfassung
Die Dissertation untersucht zeitgenössische Science-Fiction-Dystopien nicht als bloße Inventare von Genrekonventionen, sondern als liminale Erzählräume, in denen anthropozentrische Annahmen formal wie ontologisch destabilisiert werden. Im Zentrum steht die Frage, wie Handlungsmacht, Wissen und Sorge neu verteilt werden, wenn Subjekt/Objekt- und Mensch/Nicht-Mensch-Differenzen nicht aufgehoben, sondern in relationale Gefüge überführt werden. Methodisch verbindet die Studie eine begriffliche Trias – Novum, Sujet und Transposition – mit einer Topoi-Matrix (Anorganisches, Tierliches, Vegetabiles, Maschinisches). Dadurch lassen sich Prozesse sichtbar machen, in denen nicht-menschliche Präsenzformen nicht als Metaphern des Menschlichen, sondern als aktive Operatoren auftreten, die narrative Ökonomien, Perspektiven und Maßstäbe rekonfigurieren. Die Analysen von Miakro, Borne, Sisyphean, Klara and the Sun, Ambiguity Machines und Jagannath zeigen, dass Affekt nicht aus Katastrophentopik, sondern aus hybriden Formen hervorgeht, dass Ordnung als Modulation statt als Befehl organisiert wird, dass Begegnungen Handlungsmacht neu zuschneiden und dass die Grenzen des Erzählbaren selbst als ästhetisches Verfahren fungieren. Damit rahmen die Werke Ethik nicht als Souveränität, sondern als Praxis geteilter Verwundbarkeit und situativer Verantwortlichkeit. Insgesamt entwickelt die Dissertation ein Modell posthumaner Poetik, das formale Verfahren, politische Implikationen und ethische Dimensionen zusammendenkt. Es versteht zeitgenössische Dystopien als ästhetische Kompositionen, die Relationen neu entwerfen und so einen wesentlichen Beitrag zu den Debatten um das Posthumane leisten.
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