Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelDFG-Abschlussbericht: Der Kontext als das Metaproblem der Philosophie- und Ideengeschichte. Ein Systematisierungsversuch geistesgeschichtlicher Methodologie / Dr. Ieva Höhne, Institut für Grundlagenforschung zur Philosophiegeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal
- Weitere TitelDer Kontext als das Metaproblem der Philosophie- und Ideengeschichte. Ein Systematisierungsversuch geistesgeschichtlicher Methodologie
- Verfasser
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (18 Seiten)
- AnmerkungText deutsch ; Zusammenfassung deutsch und englisch
- AnmerkungDFG-Geschäftszeichen: MO 4007/3-1Projektnummer: 528982566Berichtszeitraum (gesamte Förderdauer): 1.4.2024-31.3.2026
- SpracheDeutsch
- DokumenttypBuch (Hochschulschrift)
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Klassifikation
Zusammenfassung
Wie kann das methodologisch in sich plurale, vielschichtige und gar chaotische Feld der philosophie- und ideengeschichtlichen Forschung so systematisch erfasst werden, dass es sowohl der Forschungspraxis gerecht würde als auch einen präzisen und handhabbaren Vergleich unterschiedlicher Ansätze ermöglichte? Das Projekt rückte das Spannungsverhältnis zwischen Text und Kontext ins Zentrum methodologischer Systematisierung: Es ging der Hypothese nach, dass die Frage nach einer (konkreten) Auffassung des Kontextes notwendig und auch genügend ist, um die methodologische Vielfalt in der Philosophie- und Ideengeschichte zu strukturieren. Um diese Hypothese zu prüfen, wurden verschiedene ex- und implizite Kontextverständnisse und Kontextualisierungspraxen herausgearbeitet, analysiert und systematisiert, die in den im westlichen Kulturkreis einflussreich gewordenen Deutungen der politischen Lehre von Thomas Hobbes im Laufe des 20. Jh. zur Geltung kamen. Zu den wichtigsten Projektergebnissen zählt die Entwicklung einer Kontextualisierungsheuristik in Form eines Fragenkatalogs und einer Kontexttypologie. Beide basieren auf der Erweiterung der Kontextkategorie zu einer multiplen-flexiblen, d. h. einer, die von der Autorin losgelöst und sowohl auf die textuelle Ebene als auch auf die Leserin selbst angewendet wird. Dadurch wird eine möglichst vollständige Erfassung der Faktoren möglich, die für die Interpretation der Texte (der Philosophie- und Theoriegeschichte) eine Rolle spielen. Hierin liegt auch die Relevanz des Projektes: die Kontextualisierungsheuristik, zusammen mit einer dreiteiligen Gliederung der Philosophiegeschichtsschreibungstendenzen des 20. Jh. (Vorkontextualismus, Kontextualismus, Postkontextualismus), ergeben einen Systematisierungsvorschlag der Philosophiegeschichtsschreibung in methodologischer Hinsicht, der den Vorzug hat, die vorhandenen (historischen und aktuellen) Ansätze zur Philosophie- und Ideengeschichtsschreibung präzise und in kritischer Distanz zu sowohl der Selbstbeschreibung jener Ansätze, als auch zu den geläufigen Narrativen über die Schulen, Traditionen und Stränge der Philosophiegeschichtsschreibung erfassen und miteinander vergleichen zu lassen. Über ein genaueres Bild der bisherigen methodologischen Angebote und Kontextualisierungspraxen hinaus trägt die multipel-flexible Kontextauffassung zum besseren Verständnis der grundsätzlichen Ambivalenz und Komplexität des Verhältnisses zwischen der Interpretationsprogrammatik und -praxis bei und ermöglicht Aussagen über die methodologische Qualität einer jeweiligen Philosophiegeschichtsschreibung.
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