TY - THES A3 - Gust, Peter AB - Neben dem voranschreitenden Klimawandel sind steigender Konsum von Produkten und damit verbunden, steigende Mengen an Abfällen, eines der Hauptprobleme unserer Zeit. Um diese Probleme zu lösen sind eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft und nachhaltigere Produkte notwendig. Sowohl für Endkunden als auch für Hersteller ist es wichtig bewerten zu können, welche Produkte im Sinne der Nachhaltigkeit gut gestaltet sind. Durch einen Vergleich von verschiedenen Produkten kann so die beste Lösung ausgewählt werden. Aber wie wird die Nachhaltigkeit von Produkten bewertet und sind diese Bewertungen überhaupt vergleichbar?Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine umfassende Datenbasis aufgebaut, die Smartphones, Notebooks, Waschmaschinen, Kühlschränke, PKW, Pedelecs und Fahrräder beinhaltet. Diese Produktgruppen wurden in drei Hauptgruppen unterteilt. Für alle Produktgruppen wurden zehn Hauptmerkmale in der Datenbasis aufgenommen und analysiert, bspw. Stoffliche Zusammensetzung, LCAs nach Phasen und EOL Strategien.Ausgehend von der aufgebauten Datenbasis und der Forschungsfrage, wie vergleichbar Ergebnisse von Ökobilanzen aufgrund der Unschärfe von Ein- und Ausgangsdaten sind, wurden drei Hypothesen abgeleitet und validiert. Es wurde getestet, ob die Daten bei einem deskriptiven Vergleich statistisch bedeutsame Unschärfen aufweisen und ob innerhalb und über Hauptgruppen hinweg klar identifizierbare Merkmalscluster bestehen.Für die Bewertung der Unschärfe wurde ein Kriterium aufgestellt, welches in 89,67 % der Fälle (295 Fälle) verletzt wurde und somit eine signifikante Unschärfe aufzeigt. Die Identifikation von Merkmalsclustern wurde mithilfe einer Clusteranalyse der Daten durchgeführt. Die Analyse zeigte, dass keine strikte Trennung der Merkmalscluster innerhalb und über Hauptgruppen hinweg möglich ist. Dabei konnte sowohl beim deskriptiven Vergleich als auch den Clusteranalysen eine Unterscheidung in kurz- und langlebige Produkte ermittelt werden. In den Ergebnissen der Clusteranalyse konnte dieses Verhalten für bestimmte Produktgruppen zudem in den Eingangs- wie auch in den Ausgangsdaten nachgewiesen werden.Die Vergleichbarkeit beschränkt sich im Ergebnis also darauf, ob ein Produkt kurz oder langlebig gestaltet ist. Eine weitere Vergleichbarkeit anderer Merkmale ist nicht möglich, was an verschiedenen erläuterten Faktoren liegt, wie z.B. Berechnungsgrundlage und Datenbasis oder die Wahl des Life Cycle Inventorys. Aus den Ergebnissen abgeleitet, konnten Lösungsansätze formuliert werden, um Nachhaltigkeitsbewertungen zu verbessern. AU - Schmidtseifer, Karsten CY - Wuppertal DO - 10.25926/BUW/0-1043 DP - Bergische Universität Wuppertal KW - Nachhaltigkeit KW - Lebenszyklusanalyse KW - Produktdesign KW - Ökobilanz KW - Sustainability KW - Life-cycle-analysis KW - product design KW - eco measurement LA - ger N1 - Bergische Universität Wuppertal, Dissertation, 2026 PB - Bergische Universität Wuppertal PY - 2026 SP - 1 Online-Ressource (XIII, 260 Seiten) : Illustrationen T2 - Maschinenbau TI - Potentialevaluation aktueller Lebenszyklusanalysen: ein Beitrag zur produktübergreifenden Nachhaltigkeitsbewertung UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:468-2-7294 Y2 - 2026-09-16T21:21:01 ER -