TY - THES AB - Markenliebe, die intensivste positive Form der Konsumenten-Marken-Beziehung, verspricht Unternehmen einen erheblichen ökonomischen Wert. Die vorliegende Forschung untersucht die Antezedenzien und Konsequenzen von Markenliebe über die Lebensspanne der Konsument:innen hinweg und geht der Frage nach, ob ältere Erwachsene neue Markenliebesbeziehungen entwickeln – eine besonders relevante Fragestellung vor dem Hintergrund alternder Weltbevölkerungen. Auf Grundlage der Sozioemotionalen Selektivitätstheorie nimmt die Arbeit eine Lebensspannenperspektive ein und verwendet ein Mixed-Methods-Design, das halbstrukturierte Interviews, einen Between-Subjects-Vergleich von Konsument:innen, die Marken lieben, versus solchen, die Marken lediglich mögen, ein Szenarioexperiment, generalisierte additive Modelle sowie parametrische Regressionsanalysen zur Hypothesenprüfung umfasst. Die qualitativen Befunde deuten darauf hin, dass Markenliebe auch im späteren Erwachsenenalter entstehen kann; die quantitativen Ergebnisse zeigen, dass ihre Prävalenz über die Lebensspanne hinweg zunimmt und in sehr hohem Alter 50 % übersteigt. Die Studie führt Erleichterungs- und Expertenerlebnisse als formative, emotionale und persönliche Markenerlebnisse ein, die Markenliebe im späteren Leben hervorrufen können, und identifiziert zudem eine materialistische Orientierung sowie kognitive Fitness als weitere Antezedenzien. Zudem unterstützen geliebte Marken Emotionsregulation und lösen Last-Item-Effekte aus. Darüber hinaus scheinen die Motive, die dem Konsum geliebter und gemochter Marken zugrunde liegen, die typische Entwicklung persönlicher Werte über die menschliche Lebensspanne hinweg widerzuspiegeln. Zusammengefasst bleibt Markenliebe bis ins hohe Alter relevant. Markenverantwortliche sollten daher gezielt ökonomisch wertvolle Markenliebesbeziehungen mit älteren Kundinnen und Kunden aufbauen. Dazu können sie Erleichterungs- und Expertenerlebnisse nutzen sowie die Emotionsregulationsfunktion von Markenliebe und ihre emotionalen Vorteile kommunizieren. Diese Forschung erweitert die Markenliebes-Literatur um die Perspektive älterer Konsumentinnen und Konsumenten und verknüpft Markenliebe über die Lebensspanne hinweg mit Emotionsregulation. Damit leistet sie einen substanziellen theoretischen Beitrag und liefert zugleich praxisrelevante Implikationen. AU - Christ, Malte CY - Wuppertal DO - 10.25926/BUW/0-987 DP - Bergische Universität Wuppertal KW - Markenliebe KW - Markenmögen KW - Konsumenten-Marken-Beziehungen KW - Emotionsregulation KW - Ältere Konsumenten KW - Senioren KW - Brand love KW - Brand liking KW - Consumer-Brand relationships KW - Emotion regulation KW - Aging consumers KW - Older consumers LA - ger N1 - Bergische Universität Wuppertal, Dissertation, 2026 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 2026 SP - 1 Online-Ressource (XIV, 378 Seiten) T2 - Fakultät für Wirtschaftswissenschaft/Schumpeter School of Business and Economics TI - Markenliebe kennt kein Alter: ein empirischer Vergleich markenliebender und markenmögender Konsumenten über die Lebensspanne UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:468-2-6730 Y2 - 2026-04-02T03:42:17 ER -