TY - THES AB - Eisenbasierte Supraleiter zeichnen sich durch ein komplexes Phasendiagramm aus, in dem strukturelle, magnetische und supraleitende Ordnung eng miteinander verknüpft sind. Bei niedrigen Dotierungen tritt zunächst die nematische Phase auf, die durch eine spontane Brechung der C4-Symmetrie des Kristallgitters gekennzeichnet ist. Bereits oberhalb der Übergangstemperatur entstehen dabei nematische Fluktuationen, die als Schlüsselgröße dieser Materialklasse gelten und möglicherweise direkt mit dem Mechanismus der Cooper-Paarbildung verknüpft sind. In einem mittleren Dotierungsbereich schließt sich die supraleitende Phase an, deren Eigenschaften stark durch die Kopplung an magnetische und nematische Fluktuationen beeinflusst werden. Bei hohen Dotierungen gewinnt schließlich die orbitalselektive Mott-Physik an Bedeutung, da sich die elektronische Struktur der Eisen-3d-Orbitale zunehmend dem halbgefüllten 3d^5-Zustand annähert, in dem theoretisch ein Mott-isolierender Zustand erwartet wird. Elastowiderstandsmessungen haben sich als besonders vielseitiges Werkzeug zur Untersuchung dieser Systeme erwiesen, da sie sowohl sensitiv auf nematische Fluktuationen reagieren als auch empfindlich für elektronische Korrelationen sind. \\Vor diesem Hintergrund wurden in dieser Arbeit systematische Elastowiderstandsmessungen, also Widerstandsmessungen in Abhängigkeit einer angelegten Dehnung, an einer Serie von Ba1-xKxFe2As2-Kristallen mit 0.68