TY - THES AB - Prokrastination als der freiwilliger Aufschub intendierter Tätigkeiten trotz des Wissens um mögliche negative Konsequenzen wird mit negativen Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche assoziiert, besonders im akademischen Kontext (Steel, 2007), wobei die potentielle Leistungsrelevanz im schulischen Kontext noch zu prüfen ist. Dabei ist Prokrastination ungeprüft überwiegend als habituelles Merkmal (Trait) und mit ein (Tuckman, 1991) bis fünf (Li et al., 2021) zugrundeliegenden Dimensionen konzipiert und nicht eindeutig definiert. In Studie 1 wurde bei geringer Reliabilität der Nachweis der überwiegenden Konsistenz des Traits anhand eines aggregierten Messinstruments erbracht. Aufgrund einer Überlegenheit der TPSD in Studie 2 über die anderen verwendeten Instrumente wurde diese in Studie 3 als Basis für einen innovativen Prokrastinationstest zur simultanen Erfassung von States und Traits verwendet. Wegen Schätzproblemen konnte die Quantifizierung von verlässlichen Spezifitäten und Konsistenzen in Studie 4 nicht erfolgen. Die Korrelation der State- und Traitskala war bei guter psychometrischer Qualität und Validitätsevidenz nahezu perfekt, sodass die Unabhängigkeit der Testsituationen nicht angenommen werden konnte. Eine Validierung des gemeinsamen Kerns der Prokrastination (TPSD, API und APSI) stellte aufgrund sehr hohe Zusammenhänge zu C, insbesondere C5, die Differenzierbarkeit in Frage. Eine Betonung der Abweichung des Verhaltens von der Verhaltensintention im Rahmen der Instruktion könnte zukünftig die Überschussbedeutung im Vergleich zu C5 herausstellen, die in dieser Studie nicht offenbar wurde. Eine Leistungsrelevanz der Prokrastination im hierarchischen Regressionsmodell konnte nur tendenziell für die vom Konstruktkern zu separierenden konstruktnegativen Anteile konstatiert werden. Es werden weitere Studien zur Untersuchung der potentiellen Unterschiede von Traits und States und der konstruktnegativen Komponente benötigt. Größere Stichproben und mehr (mindestens drei) und stärker variierende Messzeitpunkte (z. B. zu verschiedenen Zeitpunkten vor und nach einer Klausur) sind erforderlich, um mögliche Verhaltensvariation im Rahmen eines LST-Modells, ggf. mit Schätzern für ordinalskalierte Variablen, weiter prüfen zu können. AU - Schüßler, Lisa CY - Wuppertal DA - 2025 DO - 10.25926/BUW/0-898 DP - Bergische Universität Wuppertal KW - Prokrastination KW - State KW - Trait KW - Schule KW - Schulischer Kontext KW - LST-Theorie KW - Latent State Trait-Theorie KW - Stabilität KW - Leistungsrelevanz KW - Kernprokrastination KW - procrastination KW - state KW - trait KW - school KW - school context KW - lst theory KW - latent state trait theory KW - stability KW - performance relevance KW - core procrastination LA - ger N1 - Bergische Universität Wuppertal, Dissertation, 2023 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 11.10.2025 SP - 1 Online-Ressource (V, 211 Seiten) : Diagramme T2 - Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften TI - Prokrastination als State und Trait im schulischen Kontext UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:468-2-6195 Y2 - 2026-01-12T01:11:15 ER -