<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Carl Neumann, Heidelberg, 25.7.1914, 1 S., hs. (lat. Schrift), UA Heidelberg, H-IV-102/140 (Philosophische Fakultät 1913–14, Dekan: C. Neumann), Bl. 358</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000841-0"/><style type="text/css">
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Umlaufvermerke der Fakultätsmitglieder">[a]</a></p><p class="ED-p">Zu dem <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Habilitationsgesuch meines Sohnes ] Wolfgang Windelbands für neuere Geschichte; vgl. in derselben Akte Bl. 352–364: Gesuch vom 29.6.1914, Gutachten Hermann Onckens vom 28.6.1914 (!), Erteilung der venia legendi am 13.8.1914, ausnahmsweise vor dem Druck der Habililationsschrift (in der Personalakte seines Vaters, UA Heidelberg, PA 2449 Bl. 51 findet sich die Anfrage des Engeren Senats an die philosophische Fakultät vom 8.5.1919 (!), ob Wolfgang Windelband inzwischen die vorgeschriebenen Abdrücke der Habilitationsschrift vorgelegt habe).&#xD;&#xA;">Habilitationsgesuch meines Sohnes</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Habilitationsgesuch meines Sohnes ] Wolfgang Windelbands für neuere Geschichte; vgl. in derselben Akte Bl. 352–364: Gesuch vom 29.6.1914, Gutachten Hermann Onckens vom 28.6.1914 (!), Erteilung der venia legendi am 13.8.1914, ausnahmsweise vor dem Druck der Habililationsschrift (in der Personalakte seines Vaters, UA Heidelberg, PA 2449 Bl. 51 findet sich die Anfrage des Engeren Senats an die philosophische Fakultät vom 8.5.1919 (!), ob Wolfgang Windelband inzwischen die vorgeschriebenen Abdrücke der Habilitationsschrift vorgelegt habe).">[1]</a> bitte ich mir folgende Bemerkung zu gestatten:</p><p class="ED-p">Im Allgemeinen halte ich es nicht für richtig und zweckmässig, dass der Sohn als Docent bei der Fakultät eintritt, der sein Vater als Ordinarius angehört, und demgemäss hatten wir ursprünglich an andre Universitäten für eine etwaige Niederlassung meines Sohnes gedacht. Da ist aber über mich <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="das Leiden ] Art der Erkrankung nicht sicher ermittelt, eine Herzerkrankung ist wahrscheinlich (vgl. Windelband an Rickert vom 27.3. u. 18.6.1911, ferner den Kommentar zu Windelband an Max Weber vom 12.12.1910). Der Totenschein (vgl. Dokumente) gibt keine Auskunft. Hinweise bei Emil Lask an Gustav Radbruch, o. D. (nach 10.3.1911, Auszug): Bitte halten Sie außer gegenüber Jaspers’ meine Äußerung von Frau Weber über Windelbands Krankheit möglichst geheim. Alle, die ich sprach, Oncken, Fleiner usw. wußten nichts von einer Herzaffektion. Frau Jaspers schien dies für bekannter zu halten als es ist. Ich habe sie um Geheimhaltung gebeten (UB Heidelberg, Hs. 3716); sowie in Max Webers Bericht vom 14.2.1911 an Rickert, daß Windelband einen Herzschwäche- und Asthmaanfall erlitten habe und sich nicht aufregen dürfe (Max-Weber-Gesamtausgabe Abt. II, Bd. 7,1, S. 96). Windelbands Arzt Ludolf Krehl war Herzspezialist. Windelband litt außerdem an den Spätfolgen einer Venenentzündung (vgl. Windelband an Leo Koenigsberger vom 7.12.1895, an Georg Jellinek vom 8.12.1895, an Karl Dilthey vom 7. u. 10.8.1896 sowie an Verlag Breitkopf &amp; Härtel vom 6.8.1906). Die Trauerrede des Heidelberger Prorektors von Bauer bestätigt (in der Zusammenfassung Arnold Ruges), daß Windelband bereits längere Zeit vor seinem Tod krank war (vgl. Arnold Ruge: Die Beisetzung Wilhelm Windelbands. In: Heidelberger Neueste Nachrichten, Nr. 250 vom 26.10.1915, S. 6). In der Vorrede zu Windelband: Geschichtsphilosophie. Eine Kriegsvorlesung. Fragment aus dem Nachlass von Wilhelm Windelband. Hg. v. Wolfgang Windelband und Bruno Bauch. Berlin 1916 (Kant-Studien Ergänzungshefte Nr. 38) heißt es: Er hat daran diktiert, solange seine Kräfte irgend ausreichten, bis der Arzt mit strengem Verbot einschritt. […] hat er für den Winter 1914/15 eine einstündige Vorlesung über Geschichtsphilosophie angezeigt, und es gelang ihm, sie, wenn auch mit durch immer wiederkehrende Krankheitsanfälle erzwungenen Unterbrechungen, zu Ende zu führen. Die letzte Stunde dieser Vorlesung ist gleichzeitig die letzte, die er überhaupt auf dem Katheder gestanden hat. Zu einer wie immer gearteten Erkrankung trat in jedem Fall eine starke Überarbeitung, die mindestens seit 1909, dem Jahr der Heidelberger Akademiegründung, in der Korrespondenz besonders mit dem Verleger Siebeck (Verlag J.C.B. Mohr, Tübingen) deutlich wird.&#xD;&#xA;">das Leiden</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="das Leiden ] Art der Erkrankung nicht sicher ermittelt, eine Herzerkrankung ist wahrscheinlich (vgl. Windelband an Rickert vom 27.3. u. 18.6.1911, ferner den Kommentar zu Windelband an Max Weber vom 12.12.1910). Der Totenschein (vgl. Dokumente) gibt keine Auskunft. Hinweise bei Emil Lask an Gustav Radbruch, o. D. (nach 10.3.1911, Auszug): Bitte halten Sie außer gegenüber Jaspers’ meine Äußerung von Frau Weber über Windelbands Krankheit möglichst geheim. Alle, die ich sprach, Oncken, Fleiner usw. wußten nichts von einer Herzaffektion. Frau Jaspers schien dies für bekannter zu halten als es ist. Ich habe sie um Geheimhaltung gebeten (UB Heidelberg, Hs. 3716); sowie in Max Webers Bericht vom 14.2.1911 an Rickert, daß Windelband einen Herzschwäche- und Asthmaanfall erlitten habe und sich nicht aufregen dürfe (Max-Weber-Gesamtausgabe Abt. II, Bd. 7,1, S. 96). Windelbands Arzt Ludolf Krehl war Herzspezialist. Windelband litt außerdem an den Spätfolgen einer Venenentzündung (vgl. Windelband an Leo Koenigsberger vom 7.12.1895, an Georg Jellinek vom 8.12.1895, an Karl Dilthey vom 7. u. 10.8.1896 sowie an Verlag Breitkopf &amp; Härtel vom 6.8.1906). Die Trauerrede des Heidelberger Prorektors von Bauer bestätigt (in der Zusammenfassung Arnold Ruges), daß Windelband bereits längere Zeit vor seinem Tod krank war (vgl. Arnold Ruge: Die Beisetzung Wilhelm Windelbands. In: Heidelberger Neueste Nachrichten, Nr. 250 vom 26.10.1915, S. 6). In der Vorrede zu Windelband: Geschichtsphilosophie. Eine Kriegsvorlesung. Fragment aus dem Nachlass von Wilhelm Windelband. Hg. v. Wolfgang Windelband und Bruno Bauch. Berlin 1916 (Kant-Studien Ergänzungshefte Nr. 38) heißt es: Er hat daran diktiert, solange seine Kräfte irgend ausreichten, bis der Arzt mit strengem Verbot einschritt. […] hat er für den Winter 1914/15 eine einstündige Vorlesung über Geschichtsphilosophie angezeigt, und es gelang ihm, sie, wenn auch mit durch immer wiederkehrende Krankheitsanfälle erzwungenen Unterbrechungen, zu Ende zu führen. Die letzte Stunde dieser Vorlesung ist gleichzeitig die letzte, die er überhaupt auf dem Katheder gestanden hat. Zu einer wie immer gearteten Erkrankung trat in jedem Fall eine starke Überarbeitung, die mindestens seit 1909, dem Jahr der Heidelberger Akademiegründung, in der Korrespondenz besonders mit dem Verleger Siebeck (Verlag J.C.B. Mohr, Tübingen) deutlich wird.">[2]</a> gekommen, das nun schon mehr als drei Jahre auf mir liegt, und als dann auch meine Frau monatelang schwer krank war, da zeigte sich, wie wertvoll es für uns war, wenigstens noch das jüngste unserer Kinder in unmittelbarer Nähe zu haben. Aus solchen Erwägungen hat sich mein Sohn entschlossen, dem Gedanken einer hiesigen Habilitation, falls er dazu würdig befunden wird, näherzutreten, und ich habe nach einigem Zögern schliesslich meine Einwilligung dazu gegeben.</p><p class="ED-p">Indem ich <abbr title="Eure" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Spectabilität und die Hohe Fakultät bitte von dieser persönlichen Seite der Angelegenheit gütigst Kenntnis zu nehmen, setze ich voraus, dass ich von der Teilnahme an ihrer geschäftlichen Behandlung dispensiert werde.</p><p class="ED-p">In vorzüglicher Hochachtung <abbr title="Eure" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Spectabilität ergebenster</p><p class="ED-signed">W Windelband</p><hr class="ED-back"/><p class="ED-p">S<span class="ED-add">[einer]</span> Spectabilität | dem Decan der philosophischen Facultät | Herrn <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> C. <span class="ED-name">Neumann</span> | hier</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Hochgeehrter Herr Decan,</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am Kopf der S. Umlaufvermerke der Fakultätsmitglieder</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Habilitationsgesuch meines Sohnes</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Wolfgang Windelband</span>s für neuere Geschichte; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> in derselben Akte <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 352–364: Gesuch vom 29.6.1914, Gutachten <span class="ED-name">Hermann Oncken</span>s vom 28.6.1914 (!), Erteilung der venia legendi am 13.8.1914, ausnahmsweise vor dem Druck der Habililationsschrift (in der Personalakte seines Vaters, UA Heidelberg, PA 2449 <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 51 findet sich die Anfrage des Engeren Senats an die philosophische Fakultät vom 8.5.1919 (!), ob <span class="ED-name">Wolfgang Windelband</span> <span class="ED-rdg">inzwischen die vorgeschriebenen Abdrücke der Habilitationsschrift vorgelegt </span>habe).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">das Leiden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Art der Erkrankung nicht sicher ermittelt, eine Herzerkrankung ist wahrscheinlich (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Rickert</span> vom 27.3. <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 18.6.1911, ferner den Kommentar zu Windelband an Max Weber vom 12.12.1910). Der Totenschein (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Dokumente) gibt keine Auskunft. Hinweise bei <span class="ED-name">Emil Lask</span> an <span class="ED-name">Gustav Radbruch</span>, <abbr title="ohne Datum" class="ED-abbr">o. D.</abbr> (nach 10.3.1911, Auszug): <span class="ED-rdg">Bitte halten Sie außer gegenüber Jaspers’ meine Äußerung von Frau Weber über Windelbands Krankheit möglichst geheim. Alle, die ich sprach, Oncken, Fleiner usw. wußten nichts von einer <u>Herz</u>affektion. Frau Jaspers schien dies für bekannter zu halten als es ist. Ich habe sie um Geheimhaltung gebeten</span> (UB Heidelberg, Hs. 3716); sowie in <span class="ED-name">Max Weber</span>s Bericht vom 14.2.1911 an <span class="ED-name">Rickert</span>, daß Windelband einen Herzschwäche- und Asthmaanfall erlitten habe und sich nicht aufregen dürfe (Max-Weber-Gesamtausgabe <abbr title="Abteilung" class="ED-abbr">Abt.</abbr> II, <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 7,1, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 96). Windelbands Arzt <span class="ED-name">Ludolf Krehl</span> war Herzspezialist. Windelband litt außerdem an den Spätfolgen einer Venenentzündung (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl. </abbr>Windelband an <span class="ED-name">Leo Koenigsberger</span> vom 7.12.1895, an <span class="ED-name">Georg Jellinek</span> vom 8.12.1895, an <span class="ED-name">Karl Dilthey</span> vom 7. <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 10.8.1896 sowie an Verlag Breitkopf &amp; Härtel vom 6.8.1906). Die Trauerrede des Heidelberger Prorektors <span class="ED-name">von Bauer</span> bestätigt (in der Zusammenfassung <span class="ED-name">Arnold Ruge</span>s), daß Windelband bereits längere Zeit vor seinem Tod krank war (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Arnold Ruge: Die Beisetzung Wilhelm Windelbands. In: Heidelberger Neueste Nachrichten, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 250 vom 26.10.1915, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 6). In der Vorrede zu Windelband: Geschichtsphilosophie. Eine Kriegsvorlesung. Fragment aus dem Nachlass von Wilhelm Windelband. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> Wolfgang Windelband und Bruno Bauch. Berlin 1916 (Kant-Studien Ergänzungshefte <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 38) heißt es: <span class="ED-rdg">Er hat daran diktiert, solange seine Kräfte irgend ausreichten, bis der Arzt mit strengem Verbot einschritt. […] hat er für den Winter 1914/15 eine einstündige Vorlesung über Geschichtsphilosophie angezeigt, und es gelang ihm, sie, wenn auch mit durch immer wiederkehrende Krankheitsanfälle erzwungenen Unterbrechungen, zu Ende zu führen. Die letzte Stunde dieser Vorlesung ist gleichzeitig die letzte, die er überhaupt auf dem Katheder gestanden hat. </span>Zu einer wie immer gearteten Erkrankung trat in jedem Fall eine starke Überarbeitung, die mindestens seit 1909, dem Jahr der Heidelberger Akademiegründung, in der Korrespondenz besonders mit dem Verleger Siebeck (Verlag J.C.B. Mohr, Tübingen) deutlich wird.</div></div></body></html>