<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Friedrich Meinecke, Heidelberg, 17.5.1913, 4 S., hs. (lat. Schrift), Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA Nl Friedrich Meinecke Nr. 53, Brief 283</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000766-6"/><style type="text/css">
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(lat. Schrift)</span>, <span class="ED-pubPlace">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA Nl Friedrich Meinecke Nr. 53, Brief 283</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Heidelberg, 17.5.13.</p><p class="ED-salute">Hochgeehrter Herr Kollege,</p><p class="ED-p">Es war sehr liebenswürdig von Ihnen und ich danke Ihnen herzlich dafür, dass Sie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="meines Geburtstages ] am 11.5.1913, Windelbands 65.&#xD;&#xA;">meines Geburtstages</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="meines Geburtstages ] am 11.5.1913, Windelbands 65.">[1]</a> mit der Zusendung des feinen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Artikels über Stein ] vgl. Friedrich Meinecke: Stein und die Erhebung von 1813. In: Der Kunstwart 26 (1913), Heft von Mai, S. 185–191.&#xD;&#xA;">Artikels über </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Artikels über Stein ] vgl. Friedrich Meinecke: Stein und die Erhebung von 1813. In: Der Kunstwart 26 (1913), Heft von Mai, S. 185–191.&#xD;&#xA;">Stein</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Artikels über Stein ] vgl. Friedrich Meinecke: Stein und die Erhebung von 1813. In: Der Kunstwart 26 (1913), Heft von Mai, S. 185–191.">[2]</a> gedankt haben. Es hat mich sehr interessiert, wie Sie auch an ihm die Einflechtung geistiger Grösse in ein nicht ganz abzustreifendes <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Philistertum ] Philister: Nichtstudent (mit pejorativem Nebensinn; Studentensprache)&#xD;&#xA;">Philistertum</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Philistertum ] Philister: Nichtstudent (mit pejorativem Nebensinn; Studentensprache)">[3]</a> aufzeigen, worin ja ein gut Stück unsres deutschen Nationalgeschickes steckt – und wovon jeder im Kleinen auch seine Lebenserfahrung zu machen hat. Eine Geschichte des Philistertums hat bisher nur der Dichter geschrieben – <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Geschichte des Philistertums … Jean Paul ] Anspielung auf die Romanhelden Jean Paul Friedrich Richters&#xD;&#xA;">Jean Paul</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Geschichte des Philistertums … Jean Paul ] Anspielung auf die Romanhelden Jean Paul Friedrich Richters">[4]</a>, aber sie ist zeitlos, und sie lässt die Genesis nur ahnen: erst eine Geschichte im eigensten Sinne würde erkennen <span class="ED-pb">|</span> lassen, wieviel von diesem schicksalsmässigen Philistertum der Deutsche seiner eigensten Natur und wieviel den wechselnden Geschicken verdankt, die von aussen über ihn hereingebrochen sind. Vielleicht würde es in letzter Instanz auf eine Analyse des Verhältnisses des deutschen Nationalcharakters zum – Staat hinauslaufen.</p><p class="ED-p">Das Memento des 65<sup>tn</sup> Geburtstages galt für mich in verschiedner Richtung. Wär’ ich noch in Strassburg, so könnt’ ich mich <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="wie Bresslau mit vollem Gehalt zur Ruhe setzen ] ein Erfolg von Windelbands Straßburger Bleibeverhandlungen 1902, vgl. Windelband an Ulrich Stutz vom 23.6.1902. Harry Breslau wurde 1912 mit 65 emeritiert (NDB).&#xD;&#xA;">wie </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="wie Bresslau mit vollem Gehalt zur Ruhe setzen ] ein Erfolg von Windelbands Straßburger Bleibeverhandlungen 1902, vgl. Windelband an Ulrich Stutz vom 23.6.1902. Harry Breslau wurde 1912 mit 65 emeritiert (NDB).&#xD;&#xA;">Bresslau</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="wie Bresslau mit vollem Gehalt zur Ruhe setzen ] ein Erfolg von Windelbands Straßburger Bleibeverhandlungen 1902, vgl. Windelband an Ulrich Stutz vom 23.6.1902. Harry Breslau wurde 1912 mit 65 emeritiert (NDB).&#xD;&#xA;"> mit vollem Gehalt zur Ruhe setzen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="wie Bresslau mit vollem Gehalt zur Ruhe setzen ] ein Erfolg von Windelbands Straßburger Bleibeverhandlungen 1902, vgl. Windelband an Ulrich Stutz vom 23.6.1902. Harry Breslau wurde 1912 mit 65 emeritiert (NDB).">[5]</a>. Schöne Strassburger Zeit! <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Graeca ] vgl. Windelband an Karl Dilthey vom 15.11.1901&#xD;&#xA;">Graeca</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Graeca ] vgl. Windelband an Karl Dilthey vom 15.11.1901">[6]</a>! Wie liegt das hinter uns – weit schon als entschwundenes Glück. Und wie wehmutsvoll ruht der Blick darauf. Manchmal wurmt es mich fast; es ist mir dann, als sei ich eine der ersten von den Ratten gewesen, die das sinkende Schiff verliessen. – Und doch <span class="ED-pb">|</span> sag’ ich mir dann, dass wir Ratten doch an dem Geschick nichts hätten ändern können und dass ich jetzt kreuzunglücklich wäre, wenn ich dort wäre und <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="dies Unheil ] der doppelten philosophischen Vakanz an der Universität Straßburg nach Zieglers Emeritierung und dem Weggang Baeumkers. Erst 1914 wurde Simmel berufen (BEdPh).&#xD;&#xA;">dies Unheil</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="dies Unheil ] der doppelten philosophischen Vakanz an der Universität Straßburg nach Zieglers Emeritierung und dem Weggang Baeumkers. Erst 1914 wurde Simmel berufen (BEdPh).">[7]</a> miterleben müsste! dass solch ein Aerger doch auch die Leistungsfähigkeit auf die Dauer herabsetzen muss.</p><p class="ED-p">Freilich, die Leistungsfähigkeit zu mindern hatte Mutter Natur in diesem Alter auch andre Mittel. Das letzte Jahr hat mir daran trübe Erfahrung genug gebracht. Jetzt geht’s ja einmal wieder leidlich: ich habe nach sehr unglücklich verbrachten Ferien das Semester einigermassen erholt begonnen, und es geht gut. Freilich, der Anfang war ja diesmal besonders milde, und das dicke Ende kommt nach – 10 bis 11 Wochen hintereinander! Aber wenn ich sehr vorsichtig bin, viel Wasser in meinen Wein tue (in jedem Sinne des Worts!), dann mach’ ichs wohl noch eine Weile. Einiges würde ich gar zu gern noch fertig bringen, und drum empfinde ich es so <span class="ED-pb">|</span> schmerzlich, dass ich meine Arbeit stark einschränken muss, – und Einiges möchte ich auch gar gern noch erleben. So vor allem wünschte ich, meinen Sohn <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Wolfgang auf gesicherter Bahn ] die Laufbahn von Wolfgang Windelband (1886–1945) gestaltete sich seit seiner Habilitation 1914/16 wie folgt: 1921 ao. Prof. Heidelberg, 1922 Lehrauftrag für neuere Staatenkunde und Politik an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1925 o. Prof. für Mittlere und Neuere Geschichte in Königsberg. 1926 Ministerialrat im preußischen Unterrichtsministerium und Honorarprofessor der Universität Berlin. Seit 5.5.1933 o. Prof. in Berlin, seit 1.11.1935 in Halle. Noch im selben Monat aus „gesundheitlichen Gründen“ beurlaubt, 1936 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. 1942 für die Archivkommission des Auswärtigen Amtes in Paris tätig (Professorenkatalog Halle; https://www.lagis-hessen.de/pnd/117400149 (3.7.2018)).&#xD;&#xA;">Wolfgang</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Wolfgang auf gesicherter Bahn ] die Laufbahn von Wolfgang Windelband (1886–1945) gestaltete sich seit seiner Habilitation 1914/16 wie folgt: 1921 ao. Prof. Heidelberg, 1922 Lehrauftrag für neuere Staatenkunde und Politik an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1925 o. Prof. für Mittlere und Neuere Geschichte in Königsberg. 1926 Ministerialrat im preußischen Unterrichtsministerium und Honorarprofessor der Universität Berlin. Seit 5.5.1933 o. Prof. in Berlin, seit 1.11.1935 in Halle. Noch im selben Monat aus „gesundheitlichen Gründen“ beurlaubt, 1936 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. 1942 für die Archivkommission des Auswärtigen Amtes in Paris tätig (Professorenkatalog Halle; https://www.lagis-hessen.de/pnd/117400149 (3.7.2018)).&#xD;&#xA;"> auf gesicherter Bahn</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Wolfgang auf gesicherter Bahn ] die Laufbahn von Wolfgang Windelband (1886–1945) gestaltete sich seit seiner Habilitation 1914/16 wie folgt: 1921 ao. Prof. Heidelberg, 1922 Lehrauftrag für neuere Staatenkunde und Politik an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1925 o. Prof. für Mittlere und Neuere Geschichte in Königsberg. 1926 Ministerialrat im preußischen Unterrichtsministerium und Honorarprofessor der Universität Berlin. Seit 5.5.1933 o. Prof. in Berlin, seit 1.11.1935 in Halle. Noch im selben Monat aus „gesundheitlichen Gründen“ beurlaubt, 1936 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. 1942 für die Archivkommission des Auswärtigen Amtes in Paris tätig (Professorenkatalog Halle; https://www.lagis-hessen.de/pnd/117400149 (3.7.2018)).">[8]</a> zu sehen. Sie sind so freundlich gegen Ihn gewesen; dafür bin auch ich Ihnen dankbar; und Sie haben ihm den mir ganz einleuchtenden Rat gegeben, erst die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Verwaltungsgeschichte Karl Friedrich’s ] vgl.: Die Verwaltung der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrichs. Hg. von der Badischen Historischen Kommission. Bearbeitet von Wolfgang Windelband. Leipzig: Quelle &amp; Meyer 1916.&#xD;&#xA;">Verwaltungsgeschichte </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Verwaltungsgeschichte Karl Friedrich’s ] vgl.: Die Verwaltung der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrichs. Hg. von der Badischen Historischen Kommission. Bearbeitet von Wolfgang Windelband. Leipzig: Quelle &amp; Meyer 1916.&#xD;&#xA;">Karl Friedrich</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Verwaltungsgeschichte Karl Friedrich’s ] vgl.: Die Verwaltung der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrichs. Hg. von der Badischen Historischen Kommission. Bearbeitet von Wolfgang Windelband. Leipzig: Quelle &amp; Meyer 1916.&#xD;&#xA;">’s</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Verwaltungsgeschichte Karl Friedrich’s ] vgl.: Die Verwaltung der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrichs. Hg. von der Badischen Historischen Kommission. Bearbeitet von Wolfgang Windelband. Leipzig: Quelle &amp; Meyer 1916.">[9]</a> abzuschliessen, ehe er zur <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Habilitation ] vgl. Wolfgang Windelband: Badische Finanz- und Wirtschaftspolitik zur Zeit des Markgrafen Karl Friedrich. Erfurt: Ohlenroth 1916. Heidelberger Habilitationsschrift.&#xD;&#xA;">Habilitation</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Habilitation ] vgl. Wolfgang Windelband: Badische Finanz- und Wirtschaftspolitik zur Zeit des Markgrafen Karl Friedrich. Erfurt: Ohlenroth 1916. Heidelberger Habilitationsschrift.">[10]</a> schreitet. Er hofft nun bald das Material bewältigt zu haben, das ja wohl unerwartet umfangreich ist. Für seine Arbeitsstimmung aber bitte ich Sie folgende Anfrage mir nicht zu verübeln. Es beunruhigt meinen Sohn, dass er auf die Zusendung seiner <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Vorarbeit ] vgl. Wolfgang Windelband: Staat und katholische Kirche in der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrich. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1912.&#xD;&#xA;">Vorarbeit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Vorarbeit ] vgl. Wolfgang Windelband: Staat und katholische Kirche in der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrich. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1912.">[11]</a> über den sog<span class="ED-add">[enannten]</span> Syndicatsprocess keine Antwort von Ihnen bekommen hat, während doch an keinem Urteil ihm so viel gelegen ist wie dem Ihrigen: ist es ungünstig, so möchte er um so mehr wissen, woran es fehlt und was er besser machen könnte, – wäre es günstig, so ginge er um so freudiger an die grössere Arbeit. Er zerbricht sich den Kopf, ob etwa entweder Ihre Antwort oder seine Zusendung auf der Post verloren gegangen sein kann. Sie sehen, ein Wort darüber wäre für ihn und auch für mich eine grosse Freude! und zürnen Sie nicht, wenn ich Sie darum bitte.</p><p class="ED-p">Mit herzlichen Grüssen von Haus zu Haus der Ihrige</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">meines Geburtstages</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am 11.5.1913, Windelbands 65.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Artikels über <span class="ED-name">Stein</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Friedrich Meinecke: Stein und die Erhebung von 1813. In: Der Kunstwart 26 (1913), Heft von Mai, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 185–191.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Philistertum</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Philister: Nichtstudent (mit pejorativem Nebensinn; Studentensprache)</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Geschichte des Philistertums … Jean Paul</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> Anspielung auf die Romanhelden <span class="ED-name">Jean Paul</span> Friedrich Richters</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">wie <span class="ED-name">Bresslau</span> mit vollem Gehalt zur Ruhe setzen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>ein Erfolg von Windelbands Straßburger Bleibeverhandlungen 1902, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Ulrich Stutz vom 23.6.1902. Harry Breslau wurde 1912 mit 65 emeritiert (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Graeca</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Karl Dilthey</span> vom 15.11.1901</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">dies Unheil</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>der doppelten philosophischen Vakanz an der Universität Straßburg nach <span class="ED-name">Ziegler</span>s Emeritierung und dem Weggang <span class="ED-name">Baeumker</span>s. Erst 1914 wurde <span class="ED-name">Simmel</span> berufen (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Wolfgang</span> auf gesicherter Bahn</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die Laufbahn von <span class="ED-name">Wolfgang Windelband</span> (1886–1945) gestaltete sich seit seiner Habilitation 1914/16 wie folgt: 1921 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> Heidelberg, 1922 Lehrauftrag für neuere Staatenkunde und Politik an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1925 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> für Mittlere und Neuere Geschichte in Königsberg. 1926 Ministerialrat im preußischen Unterrichtsministerium und Honorarprofessor der Universität Berlin. Seit 5.5.1933 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Berlin, seit 1.11.1935 in Halle. Noch im selben Monat aus „gesundheitlichen Gründen“ beurlaubt, 1936 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. 1942 für die Archivkommission des Auswärtigen Amtes in Paris tätig (Professorenkatalog Halle; <span class="ED-link"><a href="https://www.lagis-hessen.de/pnd/117400149">https://www.lagis-hessen.de/pnd/117400149</a></span> (3.7.2018)).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Verwaltungsgeschichte <span class="ED-name">Karl Friedrich</span>’s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>.: Die Verwaltung der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrichs. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> von der Badischen Historischen Kommission. Bearbeitet von Wolfgang Windelband. Leipzig: Quelle &amp; Meyer 1916.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Habilitation</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Wolfgang Windelband: Badische Finanz- und Wirtschaftspolitik zur Zeit des Markgrafen Karl Friedrich. Erfurt: Ohlenroth 1916. Heidelberger Habilitationsschrift.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Vorarbeit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Wolfgang Windelband: Staat und katholische Kirche in der Markgrafschaft Baden zur Zeit Karl Friedrich. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1912.</div></div></body></html>