<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Heinrich Rickert, Heidelberg, 7.3.1913, 2 S., hs. (dt. Schrift), UB Heidelberg, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_96</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000763-8"/><style type="text/css">
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In: Frankfurter Zeitung, Nr. 63 vom 4.3.1913.&#xD;&#xA;">Artikels</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Artikels ] vgl. Rickert: Zur Besetzung der philosophischen Professuren mit Vertretern der experimentellen Psychologie. In: Frankfurter Zeitung, Nr. 63 vom 4.3.1913.">[1]</a> in der Fr<span class="ED-add">[ankfurter]</span> Z<span class="ED-add">[eitung]</span>, den ich schon mit grosser Freude gelesen hatte: wir müssen Ihnen sehr dankbar sein für die schlagfertige Antwort an <span class="ED-name">Wundt</span>; viele werden diese Abfertigung eher gelesen haben als die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Broschüre ] vgl. Wilhelm Wundt: Die Psychologie im Kampf ums Dasein. Leipzig: Kröner 1913.&#xD;&#xA;">Broschüre</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Broschüre ] vgl. Wilhelm Wundt: Die Psychologie im Kampf ums Dasein. Leipzig: Kröner 1913.">[2]</a> selbst, so <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> ich selber. <span class="ED-name">Wundt</span> habe ich mit Schmunzeln genossen: es ist wirklich <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Friedensschrift ] Wundt schreibt in seinem Vorwort: Wer die ersten Abschnitte der folgenden Schrift durchblättert, mag geneigt sein, in ihr eine Streitschrift zu sehen. Wer sich aber entschließt, sie bis zu Ende zu lesen, der wird sich überzeugen, daß sie vielmehr eine Friedensschrift genannt werden könnte.&#xD;&#xA;">Friedensschrift</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Friedensschrift ] Wundt schreibt in seinem Vorwort: Wer die ersten Abschnitte der folgenden Schrift durchblättert, mag geneigt sein, in ihr eine Streitschrift zu sehen. Wer sich aber entschließt, sie bis zu Ende zu lesen, der wird sich überzeugen, daß sie vielmehr eine Friedensschrift genannt werden könnte.">[3]</a>! Die paar <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Bosheiten gegen mich ] z. B. auf S. 5 von Wundts Broschüre: Wenn z. B. unter ihnen ein ausgezeichneter Vertreter der historischen Philosophie gelegentlich bemerkt hat, zum Besteigen eines philosophischen Katheders genüge es bisweilen, wenn jemand methodisch auf elektrische Knöpfe zu tippen gelernt habe und in langen, tabellarisch wohl geordneten Versuchsreihen zahlenmäßig beweisen könne, daß manchen Menschen langsamer etwas einfällt als andern, so stimmt das nicht recht mit der liebevollen Fürsorge zusammen, die die Erklärung gegenüber der experimentellen Psychologie bekundet; als Anspielung auf Windelband: Die Philosophie im deutschen Geistesleben des XIX. Jahrhunderts. Fünf Vorlesungen. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1909, S. 92: Es war eine Zeitlang in Deutschland beinahe so, dass der Befähigungsnachweis zum Besteigen eines philosophischen Katheders schon als erbracht galt, wenn jemand methodisch auf elektrischen Knöpfen zu tippen gelernt hatte und in langen, tabellarisch wohlgeordneten Versuchsreihen zahlenmässig beweisen konnte, dass manchen Leuten langsamer etwas einfällt, als anderen; was seinerseits ein Seitenhieb auf die Berufungen von Narziß Kaspar Ach und Karl Marbe gewesen war, vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 128.&#xD;&#xA;">Bosheiten gegen mich</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Bosheiten gegen mich ] z. B. auf S. 5 von Wundts Broschüre: Wenn z. B. unter ihnen ein ausgezeichneter Vertreter der historischen Philosophie gelegentlich bemerkt hat, zum Besteigen eines philosophischen Katheders genüge es bisweilen, wenn jemand methodisch auf elektrische Knöpfe zu tippen gelernt habe und in langen, tabellarisch wohl geordneten Versuchsreihen zahlenmäßig beweisen könne, daß manchen Menschen langsamer etwas einfällt als andern, so stimmt das nicht recht mit der liebevollen Fürsorge zusammen, die die Erklärung gegenüber der experimentellen Psychologie bekundet; als Anspielung auf Windelband: Die Philosophie im deutschen Geistesleben des XIX. Jahrhunderts. Fünf Vorlesungen. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1909, S. 92: Es war eine Zeitlang in Deutschland beinahe so, dass der Befähigungsnachweis zum Besteigen eines philosophischen Katheders schon als erbracht galt, wenn jemand methodisch auf elektrischen Knöpfen zu tippen gelernt hatte und in langen, tabellarisch wohlgeordneten Versuchsreihen zahlenmässig beweisen konnte, dass manchen Leuten langsamer etwas einfällt, als anderen; was seinerseits ein Seitenhieb auf die Berufungen von Narziß Kaspar Ach und Karl Marbe gewesen war, vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 128.">[4]</a> gönne ich ihm gern; nur illoyal ist allerdings die Anspielung darauf, dass ich keine andre Vertretung und Richtung neben mir dulde: er muss bei seiner häufigen Anwesenheit in seinem <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="hiesigen Hause ] Plöck Nr. 48, von Wundt in den Universitätsferien bewohnt (vgl. Heidelberger Zeitung, Nr. 265 vom 11.11.1905, Erstes Blatt, S. 2).&#xD;&#xA;">hiesigen Hause</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="hiesigen Hause ] Plöck Nr. 48, von Wundt in den Universitätsferien bewohnt (vgl. Heidelberger Zeitung, Nr. 265 vom 11.11.1905, Erstes Blatt, S. 2).">[5]</a> und bei dem Verkehr, den er dann hier hat, genau wissen, dass es <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="an mir nicht liegt ] vgl. dagegen die Kommentare zu Windelband an Rickert vom 6.11.1906 und an Jellinek vom 27.4.1908&#xD;&#xA;">an mir nicht liegt</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="an mir nicht liegt ] vgl. dagegen die Kommentare zu Windelband an Rickert vom 6.11.1906 und an Jellinek vom 27.4.1908">[6]</a>, wenn die zweite Professur noch nicht besetzt ist. Aber das gönne ich ihm gern: wichtiger ist, dass er <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="unsere Erklärung ] vgl. Windelband an Rickert vom 8.1.1913&#xD;&#xA;">unsere Erklärung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="unsere Erklärung ] vgl. Windelband an Rickert vom 8.1.1913">[7]</a> ruhig mit hätte unterzeichnen können, wenn er selbst eine einseitig experimentelle Vorbildung für unzulänglich erklärt. Die Zeche bezahlt <span class="ED-name">Külpe</span>, der nun gänzlich zwischen zwei Stühlen auf den Boden gerutscht <span class="ED-pb">|</span> ist. Er tut mir fast leid; denn er verdient es eigentlich persönlich garnicht, sondern nur durch die allerdings ungewöhnlich törichten und weltfremden <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Vorschläge ] die Psychologie vollkommen von der Philosophie abzukoppeln und in die medizinische Fakultät einzugliedern, vgl. Oswald Külpe: Psychologie und Medizin. Sonderdruck aus der Zeitschrift für Psychopathologie. I. Band [1912]. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1912. – Für eine weitere Gegenschrift gegen die Erklärung vgl. Karl Marbe: Die Aktion gegen die Psychologie. Eine Abwehr. Leipzig/Berlin: Teubner 1913.&#xD;&#xA;">Vorschläge</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Vorschläge ] die Psychologie vollkommen von der Philosophie abzukoppeln und in die medizinische Fakultät einzugliedern, vgl. Oswald Külpe: Psychologie und Medizin. Sonderdruck aus der Zeitschrift für Psychopathologie. I. Band [1912]. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1912. – Für eine weitere Gegenschrift gegen die Erklärung vgl. Karl Marbe: Die Aktion gegen die Psychologie. Eine Abwehr. Leipzig/Berlin: Teubner 1913.">[8]</a>, die er gemacht hat. Die auffallende Schärfung, mit der <span class="ED-name">Wundt</span> in mehrfacher Wiederholung gerade gegen ihn sich wendet, hat einen persönlichen Einschlag, über den ich nichts Näheres weiss: wie mir denn überhaupt <span class="ED-name">Wundt</span> unnötig viel geheimnisvolle Andeutungen über Personalien zu machen scheint. Verstehen Sie <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> die Sache mit den <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Marburger Vorschlägen ] für die Nachfolge Hermann Cohens waren im Gespräch: Arnold Kowalewski, Bruno Bauch, Georg Misch, Gottlob Friedrich Lipps, Stephan Witasek, Erich Rudolf Jaensch, Otto Klemm sowie Ernst Cassirer, letzterer als Favorit von Cohen (und Paul Natorp), vgl. Cohen an Cassirer vom 6.6. u. 31.8.1911 (Ernst-Cassirer-Nachlaßausgabe Bd. 17, S. 273–283).&#xD;&#xA;">Marburger Vorschlägen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Marburger Vorschlägen ] für die Nachfolge Hermann Cohens waren im Gespräch: Arnold Kowalewski, Bruno Bauch, Georg Misch, Gottlob Friedrich Lipps, Stephan Witasek, Erich Rudolf Jaensch, Otto Klemm sowie Ernst Cassirer, letzterer als Favorit von Cohen (und Paul Natorp), vgl. Cohen an Cassirer vom 6.6. u. 31.8.1911 (Ernst-Cassirer-Nachlaßausgabe Bd. 17, S. 273–283).">[9]</a>? um wen handelt es sich da? <span class="ED-name">Cassirer</span>?</p><p class="ED-p">Mir ist es jetzt sehr lieb, dass ich in den Weihnachtsferien nicht so sehr Herr meiner Nerven war, um meinen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Artikel ] in Sachen Agitation gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Experimentalpsychologen, für die Zeitschrift Logos, vgl. Windelband an Rickert vom 8.1.1913. Ein solcher Artikel ist nicht zustande gekommen, vgl. Georg Mehlis an Paul Siebeck vom 5.12.1912: Vorigen Sonntag war ich bei Windelband. Er ist jetzt wieder viel mehr für den Logos interessiert. In dieser Richtung hat, glaube ich, auch Ihr Schreiben an Windelband gewirkt. Er hat für das Januarheft einen Artikel schon ziemlich fertig gestellt; sowie Richard Kroner an Siebeck vom 20.2.1913: Schließlich schicke ich Ihnen noch an Stelle des nicht eingetroffenen Artikels von Windelband einen andern über Hamann; ferner Mehlis an Siebeck vom 21.2.1913: Windelband hat seinen Artikel nicht vollendet und will ihn nunmehr für das nächste Heft fertigstellen. […] Ich bedaure sehr, dass der Druck des Heftes so verzögert ist, aber Windelband hat sich erst jetzt für Aufschub entschieden (zitiert nach: Briefe und Dokumente zur Geschichte der Zeitschrift Logos. UB Leipzig. Nachlass Klaus Christian Köhnke, NL 330/3/1/5, Ausdruck vom 1.3.2012, S. 77–79).&#xD;&#xA;">Artikel</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Artikel ] in Sachen Agitation gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Experimentalpsychologen, für die Zeitschrift Logos, vgl. Windelband an Rickert vom 8.1.1913. Ein solcher Artikel ist nicht zustande gekommen, vgl. Georg Mehlis an Paul Siebeck vom 5.12.1912: Vorigen Sonntag war ich bei Windelband. Er ist jetzt wieder viel mehr für den Logos interessiert. In dieser Richtung hat, glaube ich, auch Ihr Schreiben an Windelband gewirkt. Er hat für das Januarheft einen Artikel schon ziemlich fertig gestellt; sowie Richard Kroner an Siebeck vom 20.2.1913: Schließlich schicke ich Ihnen noch an Stelle des nicht eingetroffenen Artikels von Windelband einen andern über Hamann; ferner Mehlis an Siebeck vom 21.2.1913: Windelband hat seinen Artikel nicht vollendet und will ihn nunmehr für das nächste Heft fertigstellen. […] Ich bedaure sehr, dass der Druck des Heftes so verzögert ist, aber Windelband hat sich erst jetzt für Aufschub entschieden (zitiert nach: Briefe und Dokumente zur Geschichte der Zeitschrift Logos. UB Leipzig. Nachlass Klaus Christian Köhnke, NL 330/3/1/5, Ausdruck vom 1.3.2012, S. 77–79).">[10]</a> abzuschliessen. Er kann jetzt viel mehr aus dem Ganzen herausgearbeitet werden und doch überall an konkret Aktuelles anknüpfen.</p><p class="ED-p">Hoffentlich treten Sie die Ferien in guter Gesundheit an! Mit den besten Wünschen dazu und Grüssen getreulich der Ihrige</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Artikels</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Rickert: Zur Besetzung der philosophischen Professuren mit Vertretern der experimentellen Psychologie. In: Frankfurter Zeitung, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 63 vom 4.3.1913.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Broschüre</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Wilhelm Wundt: Die Psychologie im Kampf ums Dasein. Leipzig: Kröner 1913.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Friedensschrift</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Wundt schreibt in seinem Vorwort: <span class="ED-rdg">Wer die ersten Abschnitte der folgenden Schrift durchblättert, mag geneigt sein, in ihr eine Streitschrift zu sehen. Wer sich aber entschließt, sie bis zu Ende zu lesen, der wird sich überzeugen, daß sie vielmehr eine Friedensschrift genannt werden könnte.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Bosheiten gegen mich</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> auf <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 5 von <span class="ED-name">Wundt</span>s Broschüre: <span class="ED-rdg">Wenn z. B. unter ihnen ein ausgezeichneter Vertreter der historischen Philosophie gelegentlich bemerkt hat, zum Besteigen eines philosophischen Katheders genüge es bisweilen, wenn jemand methodisch auf elektrische Knöpfe zu tippen gelernt habe und in langen, tabellarisch wohl geordneten Versuchsreihen zahlenmäßig beweisen könne, daß manchen Menschen langsamer etwas einfällt als andern, so stimmt das nicht recht mit der liebevollen Fürsorge zusammen, die die Erklärung gegenüber der experimentellen Psychologie bekundet</span>; als Anspielung auf Windelband: Die Philosophie im deutschen Geistesleben des XIX. Jahrhunderts. Fünf Vorlesungen. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1909, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 92: <span class="ED-rdg">Es war eine Zeitlang in Deutschland beinahe so, dass der Befähigungsnachweis zum Besteigen eines philosophischen Katheders schon als erbracht galt, wenn jemand methodisch auf elektrischen Knöpfen zu tippen gelernt hatte und in langen, tabellarisch wohlgeordneten Versuchsreihen zahlenmässig beweisen konnte, dass manchen Leuten langsamer etwas einfällt, als anderen</span>; was seinerseits ein Seitenhieb auf die Berufungen von <span class="ED-name">Narziß Kaspar Ach</span> und <span class="ED-name">Karl Marbe</span> gewesen war, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 128.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">hiesigen Hause</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Plöck <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 48, von <span class="ED-name">Wundt</span> in den Universitätsferien bewohnt (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Heidelberger Zeitung, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 265 vom 11.11.1905, Erstes Blatt, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 2).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">an mir nicht liegt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> dagegen die Kommentare zu Windelband an Rickert vom 6.11.1906 und an Jellinek vom 27.4.1908</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">unsere Erklärung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Rickert</span> vom 8.1.1913</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Vorschläge</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die Psychologie vollkommen von der Philosophie abzukoppeln und in die medizinische Fakultät einzugliedern, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Oswald Külpe: Psychologie und Medizin. Sonderdruck aus der Zeitschrift für Psychopathologie. I. Band [1912]. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1912. – Für eine weitere Gegenschrift gegen die Erklärung <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Karl Marbe: Die Aktion gegen die Psychologie. Eine Abwehr. Leipzig/Berlin: Teubner 1913.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Marburger Vorschlägen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>für die Nachfolge <span class="ED-name">Hermann Cohen</span>s waren im Gespräch: <span class="ED-name">Arnold Kowalewski</span>, <span class="ED-name">Bruno Bauch</span>, <span class="ED-name">Georg Misch</span>,<span class="ED-name"> Gottlob Friedrich Lipps</span>, <span class="ED-name">Stephan Witasek</span>, <span class="ED-name">Erich Rudolf Jaensch</span>, <span class="ED-name">Otto Klemm</span> sowie <span class="ED-name">Ernst Cassirer</span>, letzterer als Favorit von <span class="ED-name">Cohen</span> (und <span class="ED-name">Paul Natorp</span>), <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Cohen</span> an <span class="ED-name">Cassirer</span> vom 6.6. <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 31.8.1911 (Ernst-Cassirer-Nachlaßausgabe <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 17, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 273–283).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Artikel</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>in Sachen Agitation gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Experimentalpsychologen, für die Zeitschrift Logos, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Rickert vom 8.1.1913. Ein solcher Artikel ist nicht zustande gekommen, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Georg Mehlis</span> an <span class="ED-name">Paul Siebeck</span> vom 5.12.1912: <span class="ED-rdg">Vorigen Sonntag war ich bei Windelband. Er ist jetzt wieder viel mehr für den Logos interessiert. In dieser Richtung hat, glaube ich, auch Ihr Schreiben an Windelband gewirkt. Er hat für das Januarheft einen Artikel schon ziemlich fertig gestellt</span>; sowie <span class="ED-name">Richard Kroner</span> an <span class="ED-name">Siebeck</span> vom 20.2.1913: <span class="ED-rdg">Schließlich schicke ich Ihnen noch an Stelle des nicht eingetroffenen Artikels von Windelband einen andern über Hamann</span>; ferner <span class="ED-name">Mehlis</span> an <span class="ED-name">Siebeck</span> vom 21.2.1913: <span class="ED-rdg">Windelband hat seinen Artikel nicht vollendet und will ihn nunmehr für das nächste Heft fertigstellen. […] Ich bedaure sehr, dass der Druck des Heftes so verzögert ist, aber Windelband hat sich erst jetzt für Aufschub entschieden</span> (zitiert nach: Briefe und Dokumente zur Geschichte der Zeitschrift Logos. <abbr title="Universitätsbibliothek" class="ED-abbr">UB</abbr> Leipzig. Nachlass Klaus Christian Köhnke, NL 330/3/1/5, Ausdruck vom 1.3.2012, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 77–79).</div></div></body></html>