<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Alfred Dove, Heidelberg, 29.11.1911, 4 S., hs. (lat. Schrift), UA Freiburg, C 0140 NL Alfred Dove: 20 Korrespondenz R–Z</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000714-4"/><style type="text/css">
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Dove an Windelband vom 6.11.1911">[1]</a> vom 6. d<span class="ED-add">[es]</span> M<span class="ED-add">[onats]</span> ist durch das lange Warten auf die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Separatabzüge ] von Windelband: Die philosophischen Richtungen der Gegenwart. In: Große Denker Bd. 2. Unter Mitwirkung v. … hg. v. Ernst von Aster. Leipzig: Quelle &amp; Meyer o. J. [1911], S. 361–377.&#xD;&#xA;">Separatabzüge</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Separatabzüge ] von Windelband: Die philosophischen Richtungen der Gegenwart. In: Große Denker Bd. 2. Unter Mitwirkung v. … hg. v. Ernst von Aster. Leipzig: Quelle &amp; Meyer o. J. [1911], S. 361–377.">[2]</a> verzögert worden, von denen ich einen mit der Bitte um freundliche Aufnahme Ihnen hierbei schicke. Zu dem <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Sammelwerk ] vgl. Sächsisches Staatsarchiv Leipzig, 21076 Quelle &amp; Meyer, Verlagsbuchhandlung, Leipzig, Nr. 108: Verlagsvertrag (Ts., von Windelband gezeichnet Heidelberg, 6.7.1909; Vermerk S. 1: Gegenvertrag gesandt am 12. Juli 1909) über den Schlussartikel des von Ernst von Aster hg. zweibändigen Werkes Große Denker (1911, 2. Aufl. 1923). Höchstumfang: 2 Bogen à 16 S. Auflage: 5000 Exemplare. Honorar: 250 Mark, 15 Freiexemplare des Artikels, 3 des ganzen Werkes. § 4 bestimmt u. a.: Das Manuskript wird der Herr Verfasser im Laufe des Jahres 1910 in vollständig druckfertigem Zustande, einseitig beschrieben, an den Herrn Herausgeber abliefern. § 6 bestimmt, daß das Honorar für Folgeauflagen an die Erben gehe, wenn die Auflage innerhalb von 10 Jahren nach dem Tode des Autors erfolge. Auf S. 1 des Vertrags ist mit Bleistift hs. vermerkt: 2. Auflage kein Honorar gez[ahlt], da nicht zu ermitteln. § 5 teilt den Erlös aus Übersetzungen zu gleichen Teilen unter den Vertragspartnern. Dem Vertrag ist ein wegen Verzug nach Unbekannt als unzustellbar zurückgesendetes Einschreiben an Wolfgang Windelband vom 28.7.1921 beigelegt, enthaltend einen Scheck über 115,80 Mark Übersetzungshonorar für eine offenbar nicht erschienene spanische Ausgabe. Die Akte enthält auch Verträge mit: (1. Bd.) Franz Brentano: Aristoteles; Paul Natorp: Plato; Raoul Richter – Die Sophisten und Sokrates; Matthias Baumgartner (Breslau): Augustinus/Thomas von Aquino; Aloys Fischer (München): Die Vorsokratiker; Max Frischeisen-Köhler: Descartes; Richard Hönigswald: Giordano Bruno; August Schmekel: Das ausgehende Altertum. (2. Bd.) Otto Braun: Schelling; Alexander Pfänder: Nietzsche; Paul Menzer: Kant; Fritz Medicus: Fichte; Rudolf Lehmann: Schopenhauer/Herbart; Walter Kinkel: Leibniz; Hugo Falkenheim: Hegel; Otto Baensch: Spinoza.&#xD;&#xA;">Sammelwerk</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Sammelwerk ] vgl. Sächsisches Staatsarchiv Leipzig, 21076 Quelle &amp; Meyer, Verlagsbuchhandlung, Leipzig, Nr. 108: Verlagsvertrag (Ts., von Windelband gezeichnet Heidelberg, 6.7.1909; Vermerk S. 1: Gegenvertrag gesandt am 12. Juli 1909) über den Schlussartikel des von Ernst von Aster hg. zweibändigen Werkes Große Denker (1911, 2. Aufl. 1923). Höchstumfang: 2 Bogen à 16 S. Auflage: 5000 Exemplare. Honorar: 250 Mark, 15 Freiexemplare des Artikels, 3 des ganzen Werkes. § 4 bestimmt u. a.: Das Manuskript wird der Herr Verfasser im Laufe des Jahres 1910 in vollständig druckfertigem Zustande, einseitig beschrieben, an den Herrn Herausgeber abliefern. § 6 bestimmt, daß das Honorar für Folgeauflagen an die Erben gehe, wenn die Auflage innerhalb von 10 Jahren nach dem Tode des Autors erfolge. Auf S. 1 des Vertrags ist mit Bleistift hs. vermerkt: 2. Auflage kein Honorar gez[ahlt], da nicht zu ermitteln. § 5 teilt den Erlös aus Übersetzungen zu gleichen Teilen unter den Vertragspartnern. Dem Vertrag ist ein wegen Verzug nach Unbekannt als unzustellbar zurückgesendetes Einschreiben an Wolfgang Windelband vom 28.7.1921 beigelegt, enthaltend einen Scheck über 115,80 Mark Übersetzungshonorar für eine offenbar nicht erschienene spanische Ausgabe. Die Akte enthält auch Verträge mit: (1. Bd.) Franz Brentano: Aristoteles; Paul Natorp: Plato; Raoul Richter – Die Sophisten und Sokrates; Matthias Baumgartner (Breslau): Augustinus/Thomas von Aquino; Aloys Fischer (München): Die Vorsokratiker; Max Frischeisen-Köhler: Descartes; Richard Hönigswald: Giordano Bruno; August Schmekel: Das ausgehende Altertum. (2. Bd.) Otto Braun: Schelling; Alexander Pfänder: Nietzsche; Paul Menzer: Kant; Fritz Medicus: Fichte; Rudolf Lehmann: Schopenhauer/Herbart; Walter Kinkel: Leibniz; Hugo Falkenheim: Hegel; Otto Baensch: Spinoza.">[3]</a> – es giebt ja jetzt kaum andre mehr! ein wahres Elend! – über die grossen Denker wollten Herausgeber und Verleger durchaus einen Schluss, von dem ich ihnen voraussagte, dass es nach allen den grossen Dramen und Tragoedien nur ein <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Satyrspiel ] Anspielung auf das antike griechische Theater: auf eine Tragödientrilogie folgt ein heiter-groteskes Nachspiel&#xD;&#xA;">Satyrspiel</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Satyrspiel ] Anspielung auf das antike griechische Theater: auf eine Tragödientrilogie folgt ein heiter-groteskes Nachspiel">[4]</a> werden könne. Sie habens trotzdem <span class="ED-pb">|</span> gewollt, und so muss es nun bleiben.</p><p class="ED-p">Sie sehen daraus <abbr title="unter anderem; und andere" class="ED-abbr">u. A.</abbr>, dass wir in unsrer Meinung über die Sphaere, in der <span class="ED-name">Dilthey</span>’s Vorzüge liegen, sehr einverstanden sind: es kann sie niemand höher anerkennen, als ich, der ich weiss, wie viel ich überall aus ihm gelernt habe; aber wo er ins eigne Philosophieren kommen wollte, da konnte ich nicht mit. Typisch bleibt darin die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Einleitung in die Geisteswissenschaften ] vgl. Wilhelm Dilthey: Einleitung in die Geisteswissenschaften. Versuch einer Grundlegung für das Studium der Gesellschaft und der Geschichte. Leipzig 1883.&#xD;&#xA;">Einleitung in die Geisteswissenschaften</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Einleitung in die Geisteswissenschaften ] vgl. Wilhelm Dilthey: Einleitung in die Geisteswissenschaften. Versuch einer Grundlegung für das Studium der Gesellschaft und der Geschichte. Leipzig 1883.">[5]</a>, die eine Fülle von feinsten und schönsten Sachen enthält und von der ich nicht sagen kann, was sie als ganzes Buch bedeu<span class="ED-pb">|</span>tet oder bedeuten will.</p><p class="ED-p">Auch Ihr Urteil über <span class="ED-name">Rickert</span> ist mir aus der Seele gesprochen, – sowohl die Freude über den neusten „populären“ <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Logos-Aufsatz ] vgl. Rickert: Lebenswerte und Kulturwerte. In: Logos 2 (1911/12), Heft 2, S. 131–166.&#xD;&#xA;">Logos-Aufsatz</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Logos-Aufsatz ] vgl. Rickert: Lebenswerte und Kulturwerte. In: Logos 2 (1911/12), Heft 2, S. 131–166.">[6]</a> als auch das, was Sie im Gegensatz dazu über die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="früheren Aufsätze ] vgl. Rickert: Vom Begriff der Philosophie. In: Logos 1 (1910/11), Heft 1, S. 1–34; ders.: Das Eine, die Einheit und die Eins. In: Logos 2 (1911/12), Heft 1, S. 27–79.&#xD;&#xA;">früheren Aufsätze</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="früheren Aufsätze ] vgl. Rickert: Vom Begriff der Philosophie. In: Logos 1 (1910/11), Heft 1, S. 1–34; ders.: Das Eine, die Einheit und die Eins. In: Logos 2 (1911/12), Heft 1, S. 27–79.">[7]</a> sagen. Es war hohe Zeit, dass der „Logos“ auch einmal wieder etwas für sein eigentliches Publicum bekam.</p><p class="ED-p">Was die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Ironie in Ihrem Festartikel ] vgl. Dove an Windelband vom 6.11.1911&#xD;&#xA;">Ironie in Ihrem Festartikel</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Ironie in Ihrem Festartikel ] vgl. Dove an Windelband vom 6.11.1911">[8]</a> anlangt, so gestehe ich Ihnen, dass ich, als ich ihn bekam, mit <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="meinem Sohn ] Wolfgang Windelband&#xD;&#xA;">meinem Sohn</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="meinem Sohn ] Wolfgang Windelband">[9]</a> darüber geredet habe, ob dies oder jenes darin wohl Ironie sein könne; namentlich der Passus über das Bauwerk selbst <span class="ED-pb">|</span> schien mir den Schalk durchblicken zu lassen. Aber ich bleib doch sehr zweifelhaft, da es der Festschrift schwer zuzumuten schien. Nun freut es mich, dass ich doch nicht ganz irre gegangen bin. Den hiesigen Kollegen, die sich <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> an dem Vergleich erregten, habe ich, seitdem Sie auch <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Schubert gegenüber ] Schreiben nicht ermittelt; Hans von Schubert, seit 1906 Prof. für Theologie an der Universität Heidelberg, 1910/11 Prorektor (Wer ist’s? 1912, S. 1451).&#xD;&#xA;">Schubert gegenüber</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Schubert gegenüber ] Schreiben nicht ermittelt; Hans von Schubert, seit 1906 Prof. für Theologie an der Universität Heidelberg, 1910/11 Prorektor (Wer ist’s? 1912, S. 1451).">[10]</a> sich ähnlich geäussert, nicht verhehlt, dass Ironie darin stecke, – den Freiburgern sage ich lieber nichts davon! Deren Gefühlsweise haben Sie glänzend imitiert!</p><p class="ED-p">Und nun, wie gehts Ihnen? hoffentlich so gut wie mir, der ich gestern sogar <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="in Karlsruhe ] über Mitleid und Mitfreude, vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 30.11.1911&#xD;&#xA;">in Karlsruhe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="in Karlsruhe ] über Mitleid und Mitfreude, vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 30.11.1911">[11]</a> ohne Schaden habe vortragen können. Tausend herzliche Grüsse von Haus zu Haus!</p><p class="ED-p">Treulich Ihr</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihre lieben Zeilen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Dove</span> an Windelband vom 6.11.1911</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Separatabzüge</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>von Windelband: Die philosophischen Richtungen der Gegenwart. In: Große Denker Bd. 2. Unter Mitwirkung <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> … <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> Ernst von Aster. Leipzig: Quelle &amp; Meyer <abbr title="ohne Jahr" class="ED-abbr">o. J.</abbr> [1911], S. 361–377.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Sammelwerk</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Sächsisches Staatsarchiv Leipzig, 21076 Quelle &amp; Meyer, Verlagsbuchhandlung, Leipzig, Nr. 108: Verlagsvertrag (<abbr title="Typoskript" class="ED-abbr">Ts.</abbr>, von Windelband gezeichnet Heidelberg, 6.7.1909; Vermerk <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1: <span class="ED-rdg">Gegenvertrag gesandt am 12. Juli 1909</span>) über den Schlussartikel des von <span class="ED-name">Ernst von Aster</span> <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> zweibändigen Werkes Große Denker (1911, 2. Aufl. 1923). Höchstumfang: 2 Bogen à 16 <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> Auflage: 5000 Exemplare. Honorar: 250 Mark, 15 Freiexemplare des Artikels, 3 des ganzen Werkes. § 4 bestimmt u. a.: <span class="ED-rdg">Das Manuskript wird der Herr Verfasser im Laufe des Jahres 1910 in vollständig druckfertigem Zustande, einseitig beschrieben, an den Herrn Herausgeber abliefern.</span> § 6 bestimmt, daß das Honorar für Folgeauflagen an die Erben gehe, wenn die Auflage innerhalb von 10 Jahren nach dem Tode des Autors erfolge. Auf S. 1 des Vertrags ist mit Bleistift hs. vermerkt:<span class="ED-rdg"> 2. Auflage kein Honorar gez[ahlt], da nicht zu ermitteln.</span> § 5 teilt den Erlös aus Übersetzungen zu gleichen Teilen unter den Vertragspartnern. Dem Vertrag ist ein wegen Verzug nach Unbekannt als unzustellbar zurückgesendetes Einschreiben an <span class="ED-name">Wolfgang Windelband</span> vom 28.7.1921 beigelegt, enthaltend einen Scheck über 115,80 Mark Übersetzungshonorar für eine offenbar nicht erschienene spanische Ausgabe. Die Akte enthält auch Verträge mit: (1. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr>) <span class="ED-name">Franz Brentano</span>: Aristoteles; <span class="ED-name">Paul Natorp</span>: Plato; <span class="ED-name">Raoul Richter</span> – Die Sophisten und Sokrates; <span class="ED-name">Matthias Baumgartner</span> (Breslau): Augustinus/Thomas von Aquino; <span class="ED-name">Aloys Fischer</span> (München): Die Vorsokratiker; <span class="ED-name">Max Frischeisen-Köhler</span>: Descartes; <span class="ED-name">Richard Hönigswald</span>: Giordano Bruno; <span class="ED-name">August Schmekel</span>: Das ausgehende Altertum. (2. Bd.) <span class="ED-name">Otto Braun</span>: Schelling; <span class="ED-name">Alexander Pfänder</span>: Nietzsche; <span class="ED-name">Paul Menzer</span>: Kant; <span class="ED-name">Fritz Medicus</span>: Fichte; <span class="ED-name">Rudolf Lehmann</span>: Schopenhauer/Herbart; <span class="ED-name">Walter Kinkel</span>: Leibniz; <span class="ED-name">Hugo Falkenheim</span>: Hegel; <span class="ED-name">Otto Baensch</span>: Spinoza.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Satyrspiel</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Anspielung auf das antike griechische Theater: auf eine Tragödientrilogie folgt ein heiter-groteskes Nachspiel</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Einleitung in die Geisteswissenschaften</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Wilhelm Dilthey: Einleitung in die Geisteswissenschaften. Versuch einer Grundlegung für das Studium der Gesellschaft und der Geschichte. Leipzig 1883.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Logos-Aufsatz</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Rickert: Lebenswerte und Kulturwerte. In: Logos 2 (1911/12), Heft 2, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 131–166.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">früheren Aufsätze</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Rickert: Vom Begriff der Philosophie. In: Logos 1 (1910/11), Heft 1, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1–34; <abbr title="derselbe" class="ED-abbr">ders.</abbr>: Das Eine, die Einheit und die Eins. In: Logos 2 (1911/12), Heft 1, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 27–79.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ironie in Ihrem Festartikel</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Dove</span> an Windelband vom 6.11.1911</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">meinem Sohn</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Wolfgang Windelband</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schubert gegenüber</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Schreiben nicht ermittelt;<span class="ED-name"> Hans von Schubert</span>, seit 1906 Prof. für Theologie an der Universität Heidelberg, 1910/11 Prorektor (Wer ist’s? 1912, S. 1451).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">in Karlsruhe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>über Mitleid und Mitfreude, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Heinrich Rickert vom 30.11.1911</div></div></body></html>