<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Heinrich Rickert, Heidelberg, 18.6.1911, 9 S., hs. (lat. Schrift), UB Heidelberg, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_87-89</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000678-9"/><style type="text/css">
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(lat. Schrift)</span>, <span class="ED-pubPlace">UB Heidelberg, </span><span class="ED-link"><a href="http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_87-89">http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_87-89</a></span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Heidelberg, 18 Juni 1911</p><p class="ED-salute">Lieber Freund und Kollege,</p><p class="ED-p">Es ist schade, dass der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Brief an Sie ] nicht überliefert&#xD;&#xA;">Brief an Sie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Brief an Sie ] nicht überliefert">[1]</a>, von dem ich heute vor drei Wochen gerade fünf Zeilen geschrieben hatte, als ich unterbrochen wurde, damals nicht fertig werden konnte: er hätte Ihnen ungeteilt nur meinen herzlichen Dank für die Freude gebracht, die Sie mir durch Ihren Brief zu <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="meinem Geburtstag ] am 11.5.1911, Windelbands 63.&#xD;&#xA;">meinem Geburtstag</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="meinem Geburtstag ] am 11.5.1911, Windelbands 63.">[2]</a> gemacht hatten. Für den freundlichen Ausdruck Ihrer Gesinnung war ich ja in diesem Jahre ganz besonders empfänglich; und ich freute mich Ihrer Berichte über den Fortgang Ihrer logischen Arbeiten. ich bin jetzt recht begierig auf Ihren <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Beitrag für das nächste Logos-Heft ] vgl. Rickert: Das Eine, die Einheit und die Eins. In: Logos 2 (1911/12), Heft 1, S. 27–79. Enthält keine ausdrückliche Auseinandersetzung mit Lask.&#xD;&#xA;">Beitrag für das nächste Logos-Heft</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Beitrag für das nächste Logos-Heft ] vgl. Rickert: Das Eine, die Einheit und die Eins. In: Logos 2 (1911/12), Heft 1, S. 27–79. Enthält keine ausdrückliche Auseinandersetzung mit Lask.">[3]</a>, insbesondre auch darauf, wie Sie darin etwa zu <span class="ED-name">Lask</span> Stellung nehmen werden. Mir ist <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="dessen Buch ] vgl. Emil Lask: Die Logik der Philosophie und die Kategorienlehre. Eine Studie über den Herrschaftsbereich der logischen Form. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1911 (eingegangen in: Gesammelte Schriften Bd. 2 1923, S. 1–282; vgl. dort S. 143–146 die Auseinandersetzung über den reflexiven Charakter der Kategorien). Ein Exemplar befand sich in Windelbands Besitz.&#xD;&#xA;">dessen Buch</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="dessen Buch ] vgl. Emil Lask: Die Logik der Philosophie und die Kategorienlehre. Eine Studie über den Herrschaftsbereich der logischen Form. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1911 (eingegangen in: Gesammelte Schriften Bd. 2 1923, S. 1–282; vgl. dort S. 143–146 die Auseinandersetzung über den reflexiven Charakter der Kategorien). Ein Exemplar befand sich in Windelbands Besitz.">[4]</a>, das übrigens ganz vorzüglich geschrieben ist, ausserordentlich interessant, wenn ich auch die Dreischichtung von Sinnlich, Uebersinnlich und Geltung nicht für aufrechthaltbar und die Durchführung von drei gesonderten Kategoriensystemen nicht für ausführbar halte: aber ich freue mich der Bewegung, die in die principiellen Probleme gekommen ist, in der Hoffnung, dass aus allen diesen Praeliminarien schliesslich doch einmal eine fertige Logik <span class="ED-pb">|</span> herauskommen wird. Wie deren ganzes mir vorschwebt, werden Sie aus meinem <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aufsatz für die „Encyclopaedie“ ] vgl. Windelband: Die Prinzipien der Logik. In: Encyclopädie der philosophischen Wissenschaften. Hg. v. W. Windelband u. A. Ruge, 1. Bd. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1912, S. 1–60.&#xD;&#xA;">Aufsatz für die „Encyclopaedie“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Aufsatz für die „Encyclopaedie“ ] vgl. Windelband: Die Prinzipien der Logik. In: Encyclopädie der philosophischen Wissenschaften. Hg. v. W. Windelband u. A. Ruge, 1. Bd. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1912, S. 1–60.">[5]</a> sehen, der nun hoffentlich bald druckfertig ist. Er hat ja, wie vieles Andre bei mir, darunter gelitten, dass ich Monate lang kaum mit halbem Dampf gearbeitet habe. Und es liegt so viel Unfertiges auf mir! und ich leide so unter den neuen Auflagen. Die antike Philosophie habe ich abgegeben, die bearbeitet jetzt <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Bonhöffer ] vgl. Windelband: Geschichte der antiken Philosophie. 3. Aufl. bearb. v. Adolf Bonhöffer. München: C. H. Beck 1912 (Handbuch der klassischen Altertums-Wissenschaft in systematischer Darstellung mit besonderer Rücksicht auf Geschichte und Methodik der einzelnen Disziplinen. In Verbindung mit … hg. v. Iwan Müller. Bd. 5, 1. Abt. , 1. Teil). Davon ein Exemplar in Windelbands Besitz.&#xD;&#xA;">Bonhöffer</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Bonhöffer ] vgl. Windelband: Geschichte der antiken Philosophie. 3. Aufl. bearb. v. Adolf Bonhöffer. München: C. H. Beck 1912 (Handbuch der klassischen Altertums-Wissenschaft in systematischer Darstellung mit besonderer Rücksicht auf Geschichte und Methodik der einzelnen Disziplinen. In Verbindung mit … hg. v. Iwan Müller. Bd. 5, 1. Abt. , 1. Teil). Davon ein Exemplar in Windelbands Besitz.">[6]</a></span>; für die Praeludien, die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="völlig vergriffen ] vgl. Siebeck an Windelband vom 30.5.1911&#xD;&#xA;">völlig vergriffen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="völlig vergriffen ] vgl. Siebeck an Windelband vom 30.5.1911">[7]</a> sind, stelle ich jetzt das neue Manuskript zusammen; von der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Neueren Philosophie ] vgl. Windelband: Die Geschichte der neueren Philosophie in ihrem Zusammenhange mit der allgemeinen Cultur und den besonderen Wissenschaften. 2 Bde. 5., durchgesehene Aufl. Leipzig: Breitkopf u. Härtel 1911.&#xD;&#xA;">Neueren Philosophie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Neueren Philosophie ] vgl. Windelband: Die Geschichte der neueren Philosophie in ihrem Zusammenhange mit der allgemeinen Cultur und den besonderen Wissenschaften. 2 Bde. 5., durchgesehene Aufl. Leipzig: Breitkopf u. Härtel 1911.">[8]</a> korrigiere ich jetzt am 30. Bogen des I. Bandes, und ich will alles daran setzen, dass im Winter der Satz des <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="dritten Bandes ] kam nicht zustande&#xD;&#xA;">dritten</span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="dritten Bandes ] kam nicht zustande&#xD;&#xA;"> Bandes</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="dritten Bandes ] kam nicht zustande">[9]</a> beginnen kann. Davon fällt dann wohl der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="„Comte“ ] geplant für Frommanns Klassiker der Philosophie; erschien nicht&#xD;&#xA;">„</span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="„Comte“ ] geplant für Frommanns Klassiker der Philosophie; erschien nicht&#xD;&#xA;">Comte</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="„Comte“ ] geplant für Frommanns Klassiker der Philosophie; erschien nicht&#xD;&#xA;">“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="„Comte“ ] geplant für Frommanns Klassiker der Philosophie; erschien nicht">[10]</a> ab, und dann geht es an die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Einleitung in die Philosophie ] vgl. Windelband: Einleitung in die Philosophie. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1914 (Grundriss der philosophischen Wissenschaften. In Verbindung mit Karl Joël, Erich Kaufmann, Eugen Kühnemann, Heinrich Maier, Adolfo Ravà, Heinrich Rickert, Wilhelm Windelband und anderen Fachgenossen hg. v. Fritz Medicus).&#xD;&#xA;">Einleitung in die Philosophie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Einleitung in die Philosophie ] vgl. Windelband: Einleitung in die Philosophie. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1914 (Grundriss der philosophischen Wissenschaften. In Verbindung mit Karl Joël, Erich Kaufmann, Eugen Kühnemann, Heinrich Maier, Adolfo Ravà, Heinrich Rickert, Wilhelm Windelband und anderen Fachgenossen hg. v. Fritz Medicus).">[11]</a>. Und erst dahinter steht leider die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Logik ] kam nicht zustande&#xD;&#xA;">Logik</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Logik ] kam nicht zustande">[12]</a>, – wenn ich es dann nicht vorziehe, lieber erst an die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Ethik ] kam nicht zustande&#xD;&#xA;">Ethik</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="Ethik ] kam nicht zustande">[13]</a> zu gehen. Denn ich habe – Gottseidank! – noch Einiges auf dem Herzen, und ich muss sehr sorgsam mit meiner Zeit umgehen. Denn nach der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="Erfahrung des vorigen Winters ] womöglich eines Herzinfarktes, vgl. Windelband an Max Weber vom 12.12.1910 und den Kommentar zu Windelband an Hans Vaihinger vom 16.3.1911.&#xD;&#xA;">Erfahrung des vorigen Winters</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-14" id="app-editorial-14-ref" title="Erfahrung des vorigen Winters ] womöglich eines Herzinfarktes, vgl. Windelband an Max Weber vom 12.12.1910 und den Kommentar zu Windelband an Hans Vaihinger vom 16.3.1911.">[14]</a> muss ich anfangen, meine physischen Kräfte zu schonen, und das setzt meine Leistungsfähigkeit erheblich herab. ich arbeite Abends und nachts nicht mehr, und das war das halbe Leben <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="„und die bessere Hälfte zwar“ ] als Zitat nicht ermittelt&#xD;&#xA;">„und die bessere Hälfte zwar“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-15" id="app-editorial-15-ref" title="„und die bessere Hälfte zwar“ ] als Zitat nicht ermittelt">[15]</a>. Im Uebrigen darf ich mit der Art, wie ich mich durch unerfreulich lange Schonung er<span class="ED-pb">|</span>holt habe, namentlich auch jetzt wieder mit den Pfingstferien, die ich auf zwölf Tage ausgedehnt und mit bodenlosem Wetterglück auf <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-16" title="Hundseck ] Kurhaus an der Schwarzwald-Hochstraße, südlich von Baden-Baden&#xD;&#xA;">Hundseck</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-16" id="app-editorial-16-ref" title="Hundseck ] Kurhaus an der Schwarzwald-Hochstraße, südlich von Baden-Baden">[16]</a> zugebracht habe, ausserordentlich zufrieden sein. Freilich erkaufe ich das auch durch eine psychische Diät, die des Alterns würdig ist. Was mir die Aerzte hauptsächlich verbieten, ist jede Aufregung; ich darf mich nicht ärgern. Da nun die Menschen und die Dinge nicht aufhören, Aergernis zu bringen, so bleibt mir nur übrig, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="ihnen ] ihm&#xD;&#xA;">ihnen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="ihnen ] ihm">[a]</a> die <span class="ED-span-el"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17" title="συγκατάϑεσις ] gr. sygkatáthesis: Zustimmung&#xD;&#xA;">συγκατάϑεσις</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-17" id="app-editorial-17-ref" title="συγκατάϑεσις ] gr. sygkatáthesis: Zustimmung">[17]</a> zu verweigern und mich mit stoischer <span class="ED-span-el"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-18" title="ἀπάϑεια ] gr. apátheia: Gelassenheit&#xD;&#xA;">ἀπάϑεια</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-18" id="app-editorial-18-ref" title="ἀπάϑεια ] gr. apátheia: Gelassenheit">[18]</a> zu wappnen. In diesem hygienischen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-19" title="Sensus farciminitatis ] vgl. Meyers Konversations-Lexikon 1888: der von [Karl Gustav] Schwetschke in Küchenlatein übertragene scherzhafte Ausdruck Bismarcks: „Stimmung (oder Gefühl) gänzlicher Wurschtigkeit“ (d. h. Gleichgültigkeit), kommt zuerst 1853 in einem Brief Bismarcks an seine Schwester über den Frankfurter Bundestag vor (www.peter-hug.ch; 9.7.2018).&#xD;&#xA;">Sensus farciminitatis</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-19" id="app-editorial-19-ref" title="Sensus farciminitatis ] vgl. Meyers Konversations-Lexikon 1888: der von [Karl Gustav] Schwetschke in Küchenlatein übertragene scherzhafte Ausdruck Bismarcks: „Stimmung (oder Gefühl) gänzlicher Wurschtigkeit“ (d. h. Gleichgültigkeit), kommt zuerst 1853 in einem Brief Bismarcks an seine Schwester über den Frankfurter Bundestag vor (www.peter-hug.ch; 9.7.2018).">[19]</a> habe ich es denn auch in diesem Frühjahr ziemlich weit gebracht, und ich hatte mehr als einen Anlass dazu, mich darin erfolgreich zu üben. Unter Anderm auch die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-20" title="Ruge-Weber-Angelegenheit ] vgl. für das Folgende Windelband an Max Weber vom 12.12.1910&#xD;&#xA;">Ruge-Weber-Angelegenheit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-20" id="app-editorial-20-ref" title="Ruge-Weber-Angelegenheit ] vgl. für das Folgende Windelband an Max Weber vom 12.12.1910">[20]</a>. In dieser bin ich mit einer <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-21" title="spinozistischen Betrachtung ] Anspielung auf Baruch de Spinoza: Ethica ordine geometrico demonstrata, 1677.&#xD;&#xA;">spinozistischen Betrachtung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-21" id="app-editorial-21-ref" title="spinozistischen Betrachtung ] Anspielung auf Baruch de Spinoza: Ethica ordine geometrico demonstrata, 1677.">[21]</a> menschlicher Affekte und Leidenschaften „als ob“ sie Linien und Flächen wären, allmählich so weit gekommen, dass ich mich nur so weit darum kümmere, als ich dazu gezwungen werde, und dass ich <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> auf die letzten Zuschriften von beiden Seiten, worauf ich doch nichts <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="tun ] unterstrichen&#xD;&#xA;">tun</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="tun ] unterstrichen">[b]</a> konnte, nicht mehr geantwortet habe, um mir unnötige Erregung, die sich doch einstellen könnte zu ersparen. Ihnen aber, lieber Freund, schreibe ich natürlich darüber, schon aus dem Grunde, dass ich Ihnen in keiner Weise zürne, und dass <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-22" title="Ihr Brief ] nicht ermittelt&#xD;&#xA;">Ihr Brief</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-22" id="app-editorial-22-ref" title="Ihr Brief ] nicht ermittelt">[22]</a> mich zwar betrübt, aber ebensowenig verletzt <span class="ED-pb">|</span> wie überrascht hat. ich habe es vorausgesehen, dass Sie wie Andre aus der leider nicht mehr zu heilenden Lage der Dinge die Konsequenz ziehen würden, den Rest von Beziehung, den Sie etwa noch zu R<span class="ED-add">[uge]</span> hatten, abzuschneiden. ich verstehe das vollständig, und ich verstehe auch dankbar Ihre Absicht, mich über Ihre Auffassung der Person und der Sache nicht im Zweifel zu lassen. Sie haben deshalb auch ein Recht, zu erfahren, weshalb ich (bei mancher Uebereinstimmung, in der Beurteilung des Einzelnen) Ihrer Auffassung im letzten Ergebnis nicht beitreten kann. Aber das zu begründen bedürfte es einer längeren Auseinandersetzung, als sie schriftlich möglich und mir zuträglich ist: ich muss mich begnügen, einige Hauptpunkte kurz zu bezeichnen, dabei aber bitten, ganz offen sein zu dürfen.</p><p class="ED-p">Der Anlass des Streits, das <span class="ED-name">Ruge</span>ʼsche Inserat, war, zumal in der Form, eine unerhörte Torheit und Taktlosigkeit; darüber habe ich mich sofort R<span class="ED-add">[uge]</span> selbst und andern gegenüber auf das Schärfste geäussert. Aber die Psychologie dieser Entgleisung war nicht ganz einfach: gewiss war darin Grosstuerei, Skandalsucht, vielleicht selbst der bittere Cynismus, den das Leben in dem unglücklichen Menschen herangebildet hat: aber doch auch ein Stück ehrlicher Entrüstung. Er meinte, er müsse den Mut haben, den er bei andern vermisste, der weit und tiefgehenden Missstimmung Ausdruck zu geben, die in Heidelberg gegen das Treiben einzelner Frauenvereine tatsächlich besteht. Das war <span class="ED-pb">|</span> natürlich Unsinn: er hatte nicht im geringsten Beruf dazu, umgekehrt war er mir verpflichtet, jeden öffentlichen Skandal zu vermeiden. Doch davon sehe ich hier ab: viel schlimmer war, was er sagte. Wir wollen nicht untersuchen, wieweit er sich sachlich vergriff, – genug, dass er in der Form (es ist nicht festzustellen, wieweit er sich dessen bewusst war) eine Rohheit beging, die ihm niemals hätte passieren dürfen. ich habe ihm sogleich gesagt, dass er, was auch geschehen möge, bei mir nicht Hilfe noch Rückhalt finden werde. Es kam denn auch, was vorauszusehen war: er musste sich öffentlich und namentlich stärkste Dinge sagen lassen, so deutlich und scharf, dass man juridisch die Beleidigungen für ausgeglichen ansehen konnte. Dann kam das zweite: das Einspringen <span class="ED-name">Max Weber</span>s. Ob es nötig war, darüber gehen ja wohl die Ansichten auseinander: ich urteile darüber nicht; denn einem Manne, der sich in und mit seiner Frau beleidigt fühlt, soll man nicht hineinreden in das, was er zur Abwehr nötig findet. In diesem Stadium habe ich zu vermitteln versucht, nicht um <span class="ED-name">Ruge</span>s willen und nicht um Webers willen, sondern wegen des der Universität drohenden Skandals, – freilich vermittelt ohne Hoffnung auf Erfolg und ohne Erfolg. Darauf kam die Klage. Es scheint mir, dass Sie darüber nicht genau unterrichtet sind, wenn ich Ihre Wendung richtig verstehe, Sie müssten es darauf ankommen lassen, dass R<span class="ED-add">[uge]</span> Ihnen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-23" title="„oeffentlich … droht.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts&#xD;&#xA;">„oeffentlich wie M</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-23" title="„oeffentlich … droht.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts&#xD;&#xA;">[ax]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-23" title="„oeffentlich … droht.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts&#xD;&#xA;"> W</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-23" title="„oeffentlich … droht.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts&#xD;&#xA;">[eber]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-23" title="„oeffentlich … droht.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts&#xD;&#xA;"> mit einer Klage – droht.“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-23" id="app-editorial-23-ref" title="„oeffentlich … droht.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts">[23]</a> <span class="ED-name">Ruge</span> hat die Klage <span class="ED-pb">|</span> tatsächlich eingereicht, und er hat sie nur zurückgezogen unter dem Druck von <span class="ED-name">Krehl</span>, der mit Rücksicht auf meinen damaligen Gesundheitszustand eine Verhandlung, in die ich hätte hineingezogen werden müssen, durchaus vermieden haben wollte. Mir ist diese Tatsache, die ich selbst erst vor wenigen Wochen aus <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-24" title="meinem Sohn ] Wolfgang Windelband&#xD;&#xA;">meinem Sohn</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-24" id="app-editorial-24-ref" title="meinem Sohn ] Wolfgang Windelband">[24]</a> herausgefragt habe, ganz ausserordentlich peinlich. <span class="ED-name">Ruge</span> hat tatsächlich aus diesem Motive zurückgezogen, dabei Geld geopfert <abbr title="et cetera" class="ED-abbr">etc.</abbr>: und es hat ja doch nichts geholfen! Den Vorgang werden Sie des Genaueren von M<span class="ED-add">[ax]</span> W<span class="ED-add">[eber]</span> erfahren: der meint zwar, R<span class="ED-add">[uge]</span> habe diese gute Gelegenheit zum Rückzug gern ergriffen, weil er die Enthüllungen fürchtete, mit denen W<span class="ED-add">[eber]</span> seine Behauptung der Unwürdigkeit R<span class="ED-add">[uge]</span>ʼs zum akademischen Lehramt substanziieren wollte. ich weiss nicht, ob er damit Recht hat. ich persönlich habe nicht den Eindruck, dass R<span class="ED-add">[uge]</span> sich vor Enthüllungen fürchtete: er sprach damals zu mir sehr unglücklich darüber, dass er „um des Ansehens der Universität willen“ (das gab man mir als Grund an) verzichten müsse. Und andrerseits, was M<span class="ED-add">[ax]</span> W<span class="ED-add">[eber]</span> in der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-25" title="Unterredung ] Datum nicht ermittelt&#xD;&#xA;">Unterredung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-25" id="app-editorial-25-ref" title="Unterredung ] Datum nicht ermittelt">[25]</a>, die ich mit ihm hatte, und in der er kein Hehl daraus machte, dass er mit den rücksichtlosesten Enthüllungen vorgehen würde, – was er damals auf meine Frage <span class="ED-pb">|</span> beispielsweise anführte, das ist ja alles recht unerquicklich, aber es ist doch durchaus unzulänglich, um jene Behauptung der Unwürdigkeit zu substanziieren. Da waren die Stänkereien mit der Freien Studentenschaft, die zu disciplinarischen Dingen geführt haben, da war die <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-26" title="Horneffer-Affaire ] 1909 war Ruge anläßlich eines Vortrages des Nietzsche-Forschers Ernst Horneffer (1871–1954) öffentlich ausfällig geworden. Die daran anschließend disziplinarisch durch die Universität ausgeprochene Rüge diente Ruge noch 1941 als Meilenstein in seiner nationalsozialistischen Broschüre: Einige Kampfdaten aus meinem Leben. Ein Rückblick an meinem 60. Geburtstag. Karlsruhe 1941.&#xD;&#xA;">Horneffer</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-26" title="Horneffer-Affaire ] 1909 war Ruge anläßlich eines Vortrages des Nietzsche-Forschers Ernst Horneffer (1871–1954) öffentlich ausfällig geworden. Die daran anschließend disziplinarisch durch die Universität ausgeprochene Rüge diente Ruge noch 1941 als Meilenstein in seiner nationalsozialistischen Broschüre: Einige Kampfdaten aus meinem Leben. Ein Rückblick an meinem 60. Geburtstag. Karlsruhe 1941.&#xD;&#xA;">-Affaire</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-26" id="app-editorial-26-ref" title="Horneffer-Affaire ] 1909 war Ruge anläßlich eines Vortrages des Nietzsche-Forschers Ernst Horneffer (1871–1954) öffentlich ausfällig geworden. Die daran anschließend disziplinarisch durch die Universität ausgeprochene Rüge diente Ruge noch 1941 als Meilenstein in seiner nationalsozialistischen Broschüre: Einige Kampfdaten aus meinem Leben. Ein Rückblick an meinem 60. Geburtstag. Karlsruhe 1941.">[26]</a>, wo R<span class="ED-add">[uge]</span> seine Kunst, sich da, wo er sachlich im Recht sein mag, formell ins Unrecht zu setzen, so glänzend bewies, dass er <abbr title="unter anderem; und andere" class="ED-abbr">u. A.</abbr> dem aus <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="Bildungstigern ] so wörtlich&#xD;&#xA;">Bildungstigern</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="Bildungstigern ] so wörtlich">[c]</a> beiderlei Geschlechts bestehenden Publicum die Liebenswürdigkeit ins Gesicht warf, sie verstünden ja alle nichts davon, – da sollte ein Journalist behaupten, er habe dem R<span class="ED-add">[uge]</span> einmal Ohrfeigen angeboten – und solcher Klatsch vielleicht noch mehr. Sollte endlich M<span class="ED-add">[ax]</span> W<span class="ED-add">[eber]</span> den <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-27" title="Zank um die Logos-Redaktion ] vgl. den Briefwechsel Windelband/Rickert u. a. seit 8.3.1910&#xD;&#xA;">Zank um die Logos-Redaktion</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-27" id="app-editorial-27-ref" title="Zank um die Logos-Redaktion ] vgl. den Briefwechsel Windelband/Rickert u. a. seit 8.3.1910">[27]</a> hereinziehen wollen, so ist der ja durch die Erklärung, die beide Teile vor mir unterschrieben haben, formell durchaus erledigt: und moralisch ist R<span class="ED-add">[uge]</span> darin durch den Eindruck gedeckt, den seine ganze persönliche Haltung damals in der leidenschaftlichen Scene, die er Ihnen machte, auf Sie gemacht hat. Das Alles somit begründet, soweit ich sehe, jene schwere Beleidigung M<span class="ED-add">[ax]</span> W<span class="ED-add">[eber]</span>ʼs nicht in einer objektiven Weise. Und hierin liegt für mich der Schwerpunkt der gegenwärtigen Lage. Es würde gewissenlos von mir sein, wenn ich den Mann, der sich selbst wahrlich genug und in nicht wieder gut zu machender <span class="ED-pb">|</span> Weise geschadet hat, jetzt von mir stiesse, ehe mir der Beweis erbracht ist, dass jene Behauptung seiner Unwürdigkeit objektiv begründet ist. Dazu bedarf es neuer, mir bisher nicht bekannter Tatsachen. Ob M<span class="ED-add">[ax]</span> W<span class="ED-add">[eber]</span> solche noch in petto hat, weiss ich nicht. Die gerichtliche Verhandlung würde es ja wohl erwiesen haben. Jetzt schien es, als ob die neueste Wendung, die durch die Einmischung des Vorstandes der Nicht-Ordinarien-Vereinigung herbeigeführt wurde, eine disciplinäre Untersuchung nach sich ziehen würde, sie ja dann auch wohl Klarheit schaffen müsste. Aber ganz neuerdings höre ich, das sei zweifelhaft geworden, weil jene Herren vom Vorstand sich doch nicht dazu verstehen, die Angelegenheit zur öffentlichen Verhandlung in dem Verein zu bringen. Sollte also schliesslich keine der bisher zu erwartenden Möglichkeiten amtlicher Feststellung eintreten, so bliebe nur übrig, mir auf privatem Wege mir darüber Klarheit zu verschaffen, ob denn wirklich gegen R<span class="ED-add">[uge]</span> noch andre, mir bisher unbekannte und begründete Beschuldigungen vorliegen, die M<span class="ED-add">[ax]</span> W<span class="ED-add">[eber]</span>s Behauptung rechtfertigen. Danach erst könnte ich meine Entscheidung treffen. Sie verstehen, dass ich eine amtliche – richterliche oder disciplinäre – Feststellung abwarten musste und dass ich es auch heute noch vorziehen würde, wenn ich <span class="ED-pb">|</span> durch sie einer persönlichen Prüfung enthoben würde. Dass ich aber diese Enthüllungen abwarte, ist einfach eine Sache der Gerechtigkeit. Das werden Sie um so mehr zugeben, je höher Sie für R<span class="ED-add">[uge]</span> den Wert davon veranschlagen, dass er <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-28" title="„bei … darf.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts&#xD;&#xA;">„bei mir noch verkehren darf.“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-28" id="app-editorial-28-ref" title="„bei … darf.“ ] offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts">[28]</a> Diese Gerechtigkeit ist mein Grundmotiv: was hinzukommt, wird durch „Mitleid“ nicht ganz adaequat ausgedrückt. Es handelt sich um Individuelleres. ich habe mit vollem Bewusstsein den Versuch gemacht, einer Seele, die, vom Leben und von den Menschen ins Dunkel gestossen, leidenschaftlich emporrang, ins Klare und Feste zu helfen. ich wusste, dass ich von Niemand verlangen konnte, mir dabei zu helfen, und dass ich keinen schlimmeren Gegner dabei hatte, als ihn selbst. Es schien gelingen zu wollen, – und wenn er nun doch wieder sich selbst den schlimmsten Streich gespielt hat, so wäre es feig von mir, abstehen zu wollen, ehe es absolut moralisch nötig ist.</p><p class="ED-p">Doch es ist genug; die Wurschtigkeit hört doch schliesslich auf: ich glaube, es ist besser, ich schicke dies eingeschrieben; also erst morgen früh!</p><p class="ED-p">Aber immer mit derselben alten Gesinnung und herzlichem Gruss!</p><p class="ED-p">Der Ihrige</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">ihnen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">ihm</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">tun</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Bildungstigern</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Brief an Sie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht überliefert</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">meinem Geburtstag</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am 11.5.1911, Windelbands 63.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Beitrag für das nächste Logos-Heft</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Rickert: Das Eine, die Einheit und die Eins. In: Logos 2 (1911/12), Heft 1, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 27–79. Enthält keine ausdrückliche Auseinandersetzung mit <span class="ED-name">Lask</span>.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">dessen Buch</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. Emil Lask: Die Logik der Philosophie und die Kategorienlehre. Eine Studie über den Herrschaftsbereich der logischen Form. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1911 (eingegangen in: Gesammelte Schriften <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 2 1923, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1–282; <abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. dort <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 143–146 die Auseinandersetzung über den reflexiven Charakter der Kategorien). Ein Exemplar befand sich in Windelbands Besitz.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Aufsatz für die „Encyclopaedie“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband: Die Prinzipien der Logik. In: Encyclopädie der philosophischen Wissenschaften. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> W. Windelband <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> A. Ruge, 1. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1912, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1–60.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Bonhöffer</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband: Geschichte der antiken Philosophie. 3. <abbr title="Auflage" class="ED-abbr">Aufl.</abbr> <abbr title="bearbeitet" class="ED-abbr">bearb.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> Adolf Bonhöffer. München: C. H. Beck 1912 (Handbuch der klassischen Altertums-Wissenschaft in systematischer Darstellung mit besonderer Rücksicht auf Geschichte und Methodik der einzelnen Disziplinen. In Verbindung mit … <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> Iwan Müller. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 5, 1. <abbr title="Abteilung" class="ED-abbr">Abt.</abbr> , 1. Teil). Davon ein Exemplar in Windelbands Besitz.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">völlig vergriffen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Siebeck an Windelband vom 30.5.1911</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Neueren Philosophie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vgl. Windelband: Die Geschichte der neueren Philosophie in ihrem Zusammenhange mit der allgemeinen Cultur und den besonderen Wissenschaften. 2 <abbr title="Bände" class="ED-abbr">Bde.</abbr> 5., durchgesehene <abbr title="Auflage" class="ED-abbr">Aufl.</abbr> Leipzig: Breitkopf <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Härtel 1911.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">dritten Bandes</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kam nicht zustande</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„<span class="ED-name">Comte</span>“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>geplant für Frommanns Klassiker der Philosophie; erschien nicht</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Einleitung in die Philosophie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband: Einleitung in die Philosophie. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1914 (Grundriss der philosophischen Wissenschaften. In Verbindung mit Karl Joël, Erich Kaufmann, Eugen Kühnemann, Heinrich Maier, Adolfo Ravà, Heinrich Rickert, Wilhelm Windelband und anderen Fachgenossen <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> Fritz Medicus).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Logik</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kam nicht zustande</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ethik</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kam nicht zustande</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-14"><span class="ED-app-num">14</span><a href="#app-editorial-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Erfahrung des vorigen Winters</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>womöglich eines Herzinfarktes, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Max Weber vom 12.12.1910 und den Kommentar zu Windelband an Hans Vaihinger vom 16.3.1911.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-15"><span class="ED-app-num">15</span><a href="#app-editorial-15-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„und die bessere Hälfte zwar“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>als Zitat nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-16"><span class="ED-app-num">16</span><a href="#app-editorial-16-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Hundseck</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Kurhaus an der Schwarzwald-Hochstraße, südlich von Baden-Baden</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-17"><span class="ED-app-num">17</span><a href="#app-editorial-17-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-span-el">συγκατάϑεσις</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="griechisch" class="ED-abbr">gr.</abbr> sygkatáthesis: Zustimmung</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-18"><span class="ED-app-num">18</span><a href="#app-editorial-18-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-span-el">ἀπάϑεια</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="griechisch" class="ED-abbr">gr.</abbr> apátheia: Gelassenheit</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-19"><span class="ED-app-num">19</span><a href="#app-editorial-19-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Sensus farciminitatis</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Meyers Konversations-Lexikon 1888:<span class="ED-rdg"> der von [Karl Gustav] Schwetschke in Küchenlatein übertragene scherzhafte Ausdruck Bismarcks: „Stimmung (oder Gefühl) gänzlicher Wurschtigkeit“ (d. h. Gleichgültigkeit), kommt zuerst 1853 in einem Brief Bismarcks an seine Schwester über den Frankfurter Bundestag vor</span> (<span class="ED-link">www.peter-hug.ch</span>; 9.7.2018).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-20"><span class="ED-app-num">20</span><a href="#app-editorial-20-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ruge-Weber-Angelegenheit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> für das Folgende Windelband an <span class="ED-name">Max Weber</span> vom 12.12.1910</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-21"><span class="ED-app-num">21</span><a href="#app-editorial-21-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">spinozistischen Betrachtung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Anspielung auf Baruch de Spinoza: Ethica ordine geometrico demonstrata, 1677.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-22"><span class="ED-app-num">22</span><a href="#app-editorial-22-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihr Brief</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-23"><span class="ED-app-num">23</span><a href="#app-editorial-23-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">„oeffentlich … droht.“</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-24"><span class="ED-app-num">24</span><a href="#app-editorial-24-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">meinem Sohn</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Wolfgang Windelband</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-25"><span class="ED-app-num">25</span><a href="#app-editorial-25-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Unterredung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Datum nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-26"><span class="ED-app-num">26</span><a href="#app-editorial-26-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Horneffer</span>-Affaire</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>1909 war Ruge anläßlich eines Vortrages des <span class="ED-name">Nietzsche</span>-Forschers <span class="ED-name">Ernst Horneffer</span> (1871–1954) öffentlich ausfällig geworden. Die daran anschließend disziplinarisch durch die Universität ausgeprochene Rüge diente Ruge noch 1941 als Meilenstein in seiner nationalsozialistischen Broschüre: Einige Kampfdaten aus meinem Leben. Ein Rückblick an meinem 60. Geburtstag. Karlsruhe 1941.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-27"><span class="ED-app-num">27</span><a href="#app-editorial-27-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Zank um die Logos-Redaktion</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den Briefwechsel Windelband/Rickert <abbr title="unter anderem; und andere" class="ED-abbr">u. a.</abbr> seit 8.3.1910</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-28"><span class="ED-app-num">28</span><a href="#app-editorial-28-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">„bei … darf.“</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> offenbar Zitat aus dem zuvor angesprochenen Schreiben Rickerts</div></div></body></html>