<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Hans Vaihinger, Heidelberg, 16.3.1911, 3 S., hs. (lat. Schrift), Staats- und UB Bremen, Autographensammlung Aut. XXIII, 9</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000672-2"/><style type="text/css">
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Windelband an Max Weber vom 12.12.1910 und an Rickert vom 28.2.1911 sowie Emil Lask an Gustav Radbruch, o. D. (nach 10.3.1911): Lieber Radbruch! Bitte halten Sie außer gegenüber Jaspers’ meine Äußerung von Frau Weber über Windelbands Krankheit möglichst geheim. Alle, die ich sprach, Oncken, Fleiner usw. wußten nichts von einer Herzaffektion. Frau Jaspers schien dies für bekannter zu halten als es ist. Ich habe sie um Geheimhaltung gebeten. Herzlich Ihr Lask (UB Heidelberg, Hs. 3716).&#xD;&#xA;">Befinden</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Befinden ] vgl. Windelband an Max Weber vom 12.12.1910 und an Rickert vom 28.2.1911 sowie Emil Lask an Gustav Radbruch, o. D. (nach 10.3.1911): Lieber Radbruch! Bitte halten Sie außer gegenüber Jaspers’ meine Äußerung von Frau Weber über Windelbands Krankheit möglichst geheim. Alle, die ich sprach, Oncken, Fleiner usw. wußten nichts von einer Herzaffektion. Frau Jaspers schien dies für bekannter zu halten als es ist. Ich habe sie um Geheimhaltung gebeten. Herzlich Ihr Lask (UB Heidelberg, Hs. 3716).">[2]</a>. ich habe mich allerdings genötigt, <abbr title="das heißt" class="ED-abbr">d. h.</abbr> durch die auf meine Schonung allzu sehr bedachten Aerzte veranlasst gesehen, meine Vorlesungen für den Rest des Semesters – im Ganzen den Monat Februar – abzusagen; aber die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="törichten Zeitungen ] nicht näher ermittelt&#xD;&#xA;">törichten Zeitungen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="törichten Zeitungen ] nicht näher ermittelt">[3]</a> haben daraus viel mehr gemacht, und so sind auch die Gerüchte, dass ich <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="nicht nach Bologna ] zum IV. Internationalen Kongreß für Philosophie, 5.4.–11.4.1911 in Bologna. Windelband nahm nicht teil.&#xD;&#xA;">nicht nach Bologna</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="nicht nach Bologna ] zum IV. Internationalen Kongreß für Philosophie, 5.4.–11.4.1911 in Bologna. Windelband nahm nicht teil.">[4]</a> gehen würde, zum mindesten <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="verfrüht ] bereits am 28.3.1911 wurde Simmel als Ersatz für Windelband angefragt, dieser lehnte jedoch ab, vgl. Georg Simmel an Hermann Graf Keyserling vom 30.3.1911, in: Georg Simmel Gesamtausgabe Bd. 22, S. 957.&#xD;&#xA;">verfrüht</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="verfrüht ] bereits am 28.3.1911 wurde Simmel als Ersatz für Windelband angefragt, dieser lehnte jedoch ab, vgl. Georg Simmel an Hermann Graf Keyserling vom 30.3.1911, in: Georg Simmel Gesamtausgabe Bd. 22, S. 957.">[5]</a>; sie sind auch schon dorthin gedrungen, <span class="ED-name">Enriques</span> <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="fragte gestern bei mir an ] als Organisator des 4. Internationalen Kongresses für Philosophie in Bologna. Schreiben nicht ermittelt. Federigo Enriques (1871–1946) Mathematiker, Studium bis 1891 an der Universität Pisa, danach in Rom und Turin. 1896 Prof. für Geometrie in Bologna, 1923 in Rom (http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Biographies/Enriques.html).&#xD;&#xA;">fragte gestern bei mir an</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="fragte gestern bei mir an ] als Organisator des 4. Internationalen Kongresses für Philosophie in Bologna. Schreiben nicht ermittelt. Federigo Enriques (1871–1946) Mathematiker, Studium bis 1891 an der Universität Pisa, danach in Rom und Turin. 1896 Prof. für Geometrie in Bologna, 1923 in Rom (http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Biographies/Enriques.html).">[6]</a>. Es ist leider richtig, dass nicht nur <span class="ED-name">Eucken</span> sich zurückgezogen, sondern auch <span class="ED-name">Riehl</span> „aus Gesundheitsrücksichten“ abgesagt hat. Wenn nun auch <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Sie nicht kommen ] Vaihinger ist unter den Teilnehmern des Kongresses aufgeführt und überreichte dem Kongreß am 11.4.1911 sein Werk Philosophie des Als Ob, vgl. Atti del IV Congresso Internazionale di Filosofia Bd. 1, 1911, S. 297–309.&#xD;&#xA;">Sie nicht kommen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Sie nicht kommen ] Vaihinger ist unter den Teilnehmern des Kongresses aufgeführt und überreichte dem Kongreß am 11.4.1911 sein Werk Philosophie des Als Ob, vgl. Atti del IV Congresso Internazionale di Filosofia Bd. 1, 1911, S. 297–309.">[7]</a>, dann sind wir aller<span class="ED-pb">|</span>dings recht mässig vertreten, und das ist für mich ein starker moralischer Appell, hinzugehen, wenn ichs irgend vermag. Aber bestimmt kann ichs noch nicht sagen. <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Krehl ] Ludolf Krehl, vgl. Windelband an Max Weber vom 12.12.1910.&#xD;&#xA;">Krehl</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Krehl ] Ludolf Krehl, vgl. Windelband an Max Weber vom 12.12.1910.">[8]</a>, unser Kliniker, der mich überwacht, kommt von einer kleinen Reise erst am Sonntag zurück, und dann wird sich’s entscheiden.</p><p class="ED-p">Dass Sie die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Arbeit von Lanz annehmen ] zum Druck, vgl. Heinrich Lanz: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik [Teil] I. Kants Lehre von der Objektivität. Diss. Heidelberg 1911. 53 S. Vollständig erschienen als: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1912 (Kantstudien Ergänzungsheft Nr. 26). 163 S. Vita zur Dissertation: Als Sohn des Privatbeamten Ernst Lanz bin ich am 20. Januar 1886 zu Moskau geboren. Im August 1896 bezog ich das IV. Gymnasium zu Moskau, welches ich im Frühjahr 1894 absolviert habe. Im September 1904 wurde ich in der mathematischen Fakultät der Kaiserlichen Universität Moskau immatrikuliert. Ostern 1906 kam ich nach Heidelberg, wo ich mich dem Studium der Philosophie und Geschichte widmete. Ich hörte die Vorlesungen der Herren Professoren Windelband, Lask, Elsenhans, Marx, Cartellieri, Oncken, Jellinek und Gothein und habe an den Übungen im philosophischen Seminar teilgenommen. Am 15. Juli 1910 bestand ich die Doktorprüfung. Allen meinen Lehrern, vor allem aber dem Herrn Geh. Rat Windelband und dem Herrn Prof. Lask möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen.&#xD;&#xA;">Arbeit von </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Arbeit von Lanz annehmen ] zum Druck, vgl. Heinrich Lanz: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik [Teil] I. Kants Lehre von der Objektivität. Diss. Heidelberg 1911. 53 S. Vollständig erschienen als: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1912 (Kantstudien Ergänzungsheft Nr. 26). 163 S. Vita zur Dissertation: Als Sohn des Privatbeamten Ernst Lanz bin ich am 20. Januar 1886 zu Moskau geboren. Im August 1896 bezog ich das IV. Gymnasium zu Moskau, welches ich im Frühjahr 1894 absolviert habe. Im September 1904 wurde ich in der mathematischen Fakultät der Kaiserlichen Universität Moskau immatrikuliert. Ostern 1906 kam ich nach Heidelberg, wo ich mich dem Studium der Philosophie und Geschichte widmete. Ich hörte die Vorlesungen der Herren Professoren Windelband, Lask, Elsenhans, Marx, Cartellieri, Oncken, Jellinek und Gothein und habe an den Übungen im philosophischen Seminar teilgenommen. Am 15. Juli 1910 bestand ich die Doktorprüfung. Allen meinen Lehrern, vor allem aber dem Herrn Geh. Rat Windelband und dem Herrn Prof. Lask möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen.&#xD;&#xA;">Lanz </span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Arbeit von Lanz annehmen ] zum Druck, vgl. Heinrich Lanz: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik [Teil] I. Kants Lehre von der Objektivität. Diss. Heidelberg 1911. 53 S. Vollständig erschienen als: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1912 (Kantstudien Ergänzungsheft Nr. 26). 163 S. Vita zur Dissertation: Als Sohn des Privatbeamten Ernst Lanz bin ich am 20. Januar 1886 zu Moskau geboren. Im August 1896 bezog ich das IV. Gymnasium zu Moskau, welches ich im Frühjahr 1894 absolviert habe. Im September 1904 wurde ich in der mathematischen Fakultät der Kaiserlichen Universität Moskau immatrikuliert. Ostern 1906 kam ich nach Heidelberg, wo ich mich dem Studium der Philosophie und Geschichte widmete. Ich hörte die Vorlesungen der Herren Professoren Windelband, Lask, Elsenhans, Marx, Cartellieri, Oncken, Jellinek und Gothein und habe an den Übungen im philosophischen Seminar teilgenommen. Am 15. Juli 1910 bestand ich die Doktorprüfung. Allen meinen Lehrern, vor allem aber dem Herrn Geh. Rat Windelband und dem Herrn Prof. Lask möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen.&#xD;&#xA;">annehmen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Arbeit von Lanz annehmen ] zum Druck, vgl. Heinrich Lanz: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik [Teil] I. Kants Lehre von der Objektivität. Diss. Heidelberg 1911. 53 S. Vollständig erschienen als: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1912 (Kantstudien Ergänzungsheft Nr. 26). 163 S. Vita zur Dissertation: Als Sohn des Privatbeamten Ernst Lanz bin ich am 20. Januar 1886 zu Moskau geboren. Im August 1896 bezog ich das IV. Gymnasium zu Moskau, welches ich im Frühjahr 1894 absolviert habe. Im September 1904 wurde ich in der mathematischen Fakultät der Kaiserlichen Universität Moskau immatrikuliert. Ostern 1906 kam ich nach Heidelberg, wo ich mich dem Studium der Philosophie und Geschichte widmete. Ich hörte die Vorlesungen der Herren Professoren Windelband, Lask, Elsenhans, Marx, Cartellieri, Oncken, Jellinek und Gothein und habe an den Übungen im philosophischen Seminar teilgenommen. Am 15. Juli 1910 bestand ich die Doktorprüfung. Allen meinen Lehrern, vor allem aber dem Herrn Geh. Rat Windelband und dem Herrn Prof. Lask möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen.">[9]</a> wollen, freut mich sehr; sie verdient es <abbr title="meines Erachtens" class="ED-abbr">m. E.</abbr> wegen ihrer feinen und scharfsinnigen Behandlung des interessanten Thema’s durchaus. Uebrigens hängt er mit der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Mannheimer Millionenfamilie ] Firma Heinrich Lanz, Mannheim (Landmaschinen), vgl. Die Eröffnungsfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Stiftung Heinrich Lanz) vom 3. Juli 1909. Heidelberg: C. Winter 1909.&#xD;&#xA;">Mannheimer Millionenfamilie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Mannheimer Millionenfamilie ] Firma Heinrich Lanz, Mannheim (Landmaschinen), vgl. Die Eröffnungsfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Stiftung Heinrich Lanz) vom 3. Juli 1909. Heidelberg: C. Winter 1909.">[10]</a>, die unsre Akademie dotiert hat, ganz und garnicht zusammen, ist vielmehr ein in America geborner und dort staatsangehöriger Russe, jüdischer Deutschrusse, der irgendwo einen Zugang zur akademischen Lehrtätigkeit sucht, für die ich ihn nach seinen Vorträgen im Seminar für gut befähigt halte. <span class="ED-pb">|</span></p><p class="ED-p">Dass aus der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Berufung von Medicus nach Zürich ] Fritz Medicus (1876–1956), 1901 in Halle habilitiert, dort von 1901–11 PD und Privatsekretär von Hans Vaihinger, 1911–46 Prof. der Philosophie u. Pädagogik in Zürich (NDB).&#xD;&#xA;">Berufung von </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Berufung von Medicus nach Zürich ] Fritz Medicus (1876–1956), 1901 in Halle habilitiert, dort von 1901–11 PD und Privatsekretär von Hans Vaihinger, 1911–46 Prof. der Philosophie u. Pädagogik in Zürich (NDB).&#xD;&#xA;">Medicus</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Berufung von Medicus nach Zürich ] Fritz Medicus (1876–1956), 1901 in Halle habilitiert, dort von 1901–11 PD und Privatsekretär von Hans Vaihinger, 1911–46 Prof. der Philosophie u. Pädagogik in Zürich (NDB).&#xD;&#xA;"> nach Zürich</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Berufung von Medicus nach Zürich ] Fritz Medicus (1876–1956), 1901 in Halle habilitiert, dort von 1901–11 PD und Privatsekretär von Hans Vaihinger, 1911–46 Prof. der Philosophie u. Pädagogik in Zürich (NDB).">[11]</a> etwas geworden ist, freut mich sehr; ich habe auf Anfrage <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="lebhaft für ihn gesprochen ] Schreiben nicht ermittelt&#xD;&#xA;">lebhaft für ihn gesprochen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="lebhaft für ihn gesprochen ] Schreiben nicht ermittelt">[12]</a>. Dabei habe ich zu meinem Staunen erfahren, dass man sich dort doch ziemlich stark <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="an die Meldungen zu halten ] gemeint ist: von Regierungsseite zu berufen, wen die Fakultät vorschlägt.&#xD;&#xA;">an die Meldungen zu halten</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="an die Meldungen zu halten ] gemeint ist: von Regierungsseite zu berufen, wen die Fakultät vorschlägt.">[13]</a> scheint.</p><p class="ED-p">Das <abbr class="ED-abbr">Ms</abbr>. über die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="beabsichtigte Rede über Metaphysik der Zeit ] für den Kongreß in Bologna. Dieses Vortragsthema ist belegt in der Ankündigung des Kongresses in Kant-Studien 15 (1910), S. 545 sowie in Hugo Bergmanns Bericht aus Bologna: Der Philosophenkongreß in Bologna. In: Pester Lloyd, Nr. 89 vom 15.4.1911, Morgenblatt, S. 5–6 (ANNO). Kein Beleg im Kongreßbericht. Windelband hat unter diesem Titel nichts veröffentlicht.&#xD;&#xA;">beabsichtigte Rede über Metaphysik der Zeit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-14" id="app-editorial-14-ref" title="beabsichtigte Rede über Metaphysik der Zeit ] für den Kongreß in Bologna. Dieses Vortragsthema ist belegt in der Ankündigung des Kongresses in Kant-Studien 15 (1910), S. 545 sowie in Hugo Bergmanns Bericht aus Bologna: Der Philosophenkongreß in Bologna. In: Pester Lloyd, Nr. 89 vom 15.4.1911, Morgenblatt, S. 5–6 (ANNO). Kein Beleg im Kongreßbericht. Windelband hat unter diesem Titel nichts veröffentlicht.">[14]</a> wird erst in diesen Tagen fertig. Ob es so über Thesenhaftigkeit hinaus ausgeführt wird, dass es sich für Ihre K<span class="ED-add">[ant-]</span>St<span class="ED-add">[udien]</span> eignet, weiss ich noch nicht. Wenn es der Fall ist, schicke ichs Ihnen. Uebrigens habe ich neulich die lang versäumte <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="Anmeldung zur Kantgesellschaft ] vgl. Windelband an Rickert vom 1.6.1910. Windelbands Eintritt in die Kant-Gesellschaft wird für den Zeitraum Januar–März 1911 vermerkt in: Kant-Studien 16 (1911), S. 129.&#xD;&#xA;">Anmeldung zur </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="Anmeldung zur Kantgesellschaft ] vgl. Windelband an Rickert vom 1.6.1910. Windelbands Eintritt in die Kant-Gesellschaft wird für den Zeitraum Januar–März 1911 vermerkt in: Kant-Studien 16 (1911), S. 129.&#xD;&#xA;">Kant</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="Anmeldung zur Kantgesellschaft ] vgl. Windelband an Rickert vom 1.6.1910. Windelbands Eintritt in die Kant-Gesellschaft wird für den Zeitraum Januar–März 1911 vermerkt in: Kant-Studien 16 (1911), S. 129.&#xD;&#xA;">gesellschaft</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-15" id="app-editorial-15-ref" title="Anmeldung zur Kantgesellschaft ] vgl. Windelband an Rickert vom 1.6.1910. Windelbands Eintritt in die Kant-Gesellschaft wird für den Zeitraum Januar–März 1911 vermerkt in: Kant-Studien 16 (1911), S. 129.">[15]</a> endlich zur Ausführung gebracht.</p><p class="ED-p">Was macht <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-16" title="Ihr Buch ] Vaihinger: Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche. Berlin: Reuther u. Reichard 1911.&#xD;&#xA;">Ihr Buch</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-16" id="app-editorial-16-ref" title="Ihr Buch ] Vaihinger: Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche. Berlin: Reuther u. Reichard 1911.">[16]</a>, von dem Sie mir <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17" title="vor Jahresfrist schrieben ] nicht ermittelt&#xD;&#xA;">vor Jahresfrist schrieben</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-17" id="app-editorial-17-ref" title="vor Jahresfrist schrieben ] nicht ermittelt">[17]</a>? ich freue mich sehr darauf.</p><p class="ED-p">Mit aufrichtigen Wünschen für Ihre Gesundheit und besten Grüssen von Haus zu Haus ergebenst der Ihrige</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihren freundlichen Brief</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht überliefert</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Befinden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Max Weber vom 12.12.1910 und an Rickert vom 28.2.1911 sowie <span class="ED-name">Emil Lask</span> an <span class="ED-name">Gustav Radbruch</span>, <abbr title="ohne Datum" class="ED-abbr">o. D.</abbr> (nach 10.3.1911): <span class="ED-rdg">Lieber Radbruch! Bitte halten Sie außer gegenüber Jaspers’ meine Äußerung von Frau Weber über Windelbands Krankheit möglichst geheim. Alle, die ich sprach, Oncken, Fleiner usw. wußten nichts von einer <u>Herz</u>affektion. Frau Jaspers schien dies für bekannter zu halten als es ist. Ich habe sie um Geheimhaltung gebeten. Herzlich Ihr Lask</span> (UB Heidelberg, Hs. 3716).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">törichten Zeitungen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht näher ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">nicht nach Bologna</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>zum IV. Internationalen Kongreß für Philosophie, 5.4.–11.4.1911 in Bologna. Windelband nahm nicht teil.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">verfrüht</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>bereits am 28.3.1911 wurde <span class="ED-name">Simmel</span> als Ersatz für Windelband angefragt, dieser lehnte jedoch ab, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Georg Simmel</span> an <span class="ED-name">Hermann Graf Keyserling</span> vom 30.3.1911, in: Georg Simmel Gesamtausgabe <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 22, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 957.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">fragte gestern bei mir an</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>als Organisator des 4. Internationalen Kongresses für Philosophie in Bologna. Schreiben nicht ermittelt. <span class="ED-name">Federigo Enriques</span> (1871–1946) Mathematiker, Studium bis 1891 an der Universität Pisa, danach in Rom und Turin. 1896 <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> für Geometrie in Bologna, 1923 in Rom (<span class="ED-link"><a href="http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Biographies/Enriques.html">http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Biographies/Enriques.html</a></span>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Sie nicht kommen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Vaihinger</span> ist unter den Teilnehmern des Kongresses aufgeführt und überreichte dem Kongreß am 11.4.1911 sein Werk Philosophie des Als Ob, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Atti del IV Congresso Internazionale di Filosofia Bd. 1, 1911, S. 297–309.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Krehl</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Ludolf Krehl</span>, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Max Weber vom 12.12.1910.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Arbeit von <span class="ED-name">Lanz </span>annehmen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr class="ED-abbr">zum Druck, vgl.</abbr> Heinrich Lanz: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik [Teil] I. Kants Lehre von der Objektivität. <abbr title="Dissertation" class="ED-abbr">Diss.</abbr> Heidelberg 1911. 53 <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> Vollständig erschienen als: Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1912 (Kantstudien Ergänzungsheft <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 26). 163 <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> Vita zur Dissertation: <span class="ED-rdg">Als Sohn des Privatbeamten Ernst Lanz bin ich am 20. Januar 1886 zu Moskau geboren. Im August 1896 bezog ich das IV. Gymnasium zu Moskau, welches ich im Frühjahr 1894 absolviert habe. Im September 1904 wurde ich in der mathematischen Fakultät der Kaiserlichen Universität Moskau immatrikuliert. Ostern 1906 kam ich nach Heidelberg, wo ich mich dem Studium der Philosophie und Geschichte widmete. Ich hörte die Vorlesungen der Herren Professoren Windelband, Lask, Elsenhans, Marx, Cartellieri, Oncken, Jellinek und Gothein und habe an den Übungen im philosophischen Seminar teilgenommen. Am 15. Juli 1910 bestand ich die Doktorprüfung. Allen meinen Lehrern, vor allem aber dem Herrn Geh. Rat Windelband und dem Herrn Prof. Lask möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Mannheimer Millionenfamilie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Firma Heinrich Lanz, Mannheim (Landmaschinen), <abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. Die Eröffnungsfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Stiftung Heinrich Lanz) vom 3. Juli 1909. Heidelberg: C. Winter 1909.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Berufung von <span class="ED-name">Medicus</span> nach Zürich</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Fritz Medicus</span> (1876–1956), 1901 in Halle habilitiert, dort von 1901–11 <abbr title="Privatdozent" class="ED-abbr">PD</abbr> und Privatsekretär von <span class="ED-name">Hans Vaihinger</span>, 1911–46 <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> der Philosophie <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Pädagogik in Zürich (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">lebhaft für ihn gesprochen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Schreiben nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">an die Meldungen zu halten</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gemeint ist: von Regierungsseite zu berufen, wen die Fakultät vorschlägt.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-14"><span class="ED-app-num">14</span><a href="#app-editorial-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">beabsichtigte Rede über Metaphysik der Zeit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>für den Kongreß in Bologna. Dieses Vortragsthema ist belegt in der Ankündigung des Kongresses in Kant-Studien 15 (1910), S. 545 sowie in <span class="ED-name">Hugo Bergmann</span>s Bericht aus Bologna: Der Philosophenkongreß in Bologna. In: Pester Lloyd, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 89 vom 15.4.1911, Morgenblatt, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 5–6 (<abbr title="Australian Newspapers Online" class="ED-abbr">ANNO</abbr>). Kein Beleg im Kongreßbericht. Windelband hat unter diesem Titel nichts veröffentlicht.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-15"><span class="ED-app-num">15</span><a href="#app-editorial-15-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Anmeldung zur <span class="ED-name">Kant</span>gesellschaft</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. Windelband an <span class="ED-name">Rickert</span> vom 1.6.1910. Windelbands Eintritt in die <span class="ED-name">Kant</span>-Gesellschaft wird für den Zeitraum Januar–März 1911 vermerkt in: Kant-Studien 16 (1911), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 129.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-16"><span class="ED-app-num">16</span><a href="#app-editorial-16-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihr Buch</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Vaihinger: Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche. Berlin: Reuther <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Reichard 1911.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-17"><span class="ED-app-num">17</span><a href="#app-editorial-17-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">vor Jahresfrist schrieben</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt</div></div></body></html>