<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Franz Böhm, Heidelberg, 5.5.1909, 4 S., hs. (lat. Schrift), Generallandesarchiv Karlsruhe, Abt. 52 Nr. 673</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000554-6"/><style type="text/css">
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Böhm an Windelband vom 2.5.1909&#xD;&#xA;">neuliche Anfrage</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="neuliche Anfrage ] vgl. Böhm an Windelband vom 2.5.1909">[1]</a> beantworte, drängt es mich, Ihnen die grosse und herzliche Freude auszusprechen, mit der ich aus der Zeitung eben die sichere Nachricht vernehme, dass nunmehr das gesamte <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Dezernat über die Unterrichtsangelegenheiten ] Franz Alexander Böhm (1861–1915) war 1899–1911 Ministerialrat im badischen Ministerium für Justiz-, Kultus und Unterricht, 1910 Ministerialdirektor. 1911–15 Minister des Kultus und Unterrichts (www.leo-bw.de).&#xD;&#xA;">Dezernat über die Unterrichtsangelegenheiten</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Dezernat über die Unterrichtsangelegenheiten ] Franz Alexander Böhm (1861–1915) war 1899–1911 Ministerialrat im badischen Ministerium für Justiz-, Kultus und Unterricht, 1910 Ministerialdirektor. 1911–15 Minister des Kultus und Unterrichts (www.leo-bw.de).">[2]</a> in Ihrer Hand vereinigt werden wird. Wir wissen aus der Erfahrung der Hochschulen am besten, in wie hohem und edlem Sinne Sie diese wichtigsten und schwierigsten Fragen des modernen Staates auffassen und behandeln, – wir haben an keiner Stelle ein wärmeres Interesse und ein tieferes Verständnis unserer Aufgaben gefunden, als bei Ihnen, und wir können es deshalb nur mit den freudigsten Hoffnungen begrüssen, dass Ihre segens<span class="ED-pb">|</span>reiche Wirksamkeit sich auf den ganzen Umfang unseres badischen Schulwesens ausdehnen wird. Denn ich hoffe, dass Sie trotz der gesteigerten Arbeitslast uns Ihr Interesse und Ihre stets bereite Mitwirkung weiter bewahren werden: unseres aufrichtigen und herzlichen Dankes werden Sie stets gewiss sein dürfen! Und so wünsche ich Ihnen – und uns Glück zu dieser Wendung der Dinge!</p><p class="ED-p">Die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Absicht des Korps Suevia ] Stiftung nicht ermittelt, vgl. Böhm an Windelband vom 2.5.1909.&#xD;&#xA;">Absicht des Korps Suevia</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Absicht des Korps Suevia ] Stiftung nicht ermittelt, vgl. Böhm an Windelband vom 2.5.1909.">[3]</a> zu seinem Jubiläum eine Stiftung in dem von Ihnen mitgeteilten Sinne zu machen, wird gewiss an der Universität freudig aufgenommen werden, zumal mit der von <abbr title="Eure" class="ED-abbr">Ew. </abbr>Hochwohlgeboren vorgeschlagenen Erweiterung, dass die geschichtliche Arbeit, zu deren Auszeichnung die Zinsen des Fonds verwendet werden sollen, der „deut<span class="ED-pb">|</span>schen Geschichte“ im Allgemeinen angehören soll. Eine Beschränkung entweder auf die Zeit der Freiheitskriege oder andrerseits auf die Geschichte des Korps schiene auch mir unzweckmässig, doch stünde ja nichts im Wege, wenn die Stifter die Bevorzugung solcher Gegenstände eigens erwähnen wollten. Jedenfalls wird doch wohl vorauszusehen sein, dass die Preisarbeit wissenschaftlichen Charakters sein muss und dass, wenn es eine Stiftung für die Universität sein soll, die Entscheidung den akademischen Behörden zusteht. – Dies sind jedoch, wie ich hervorheben möchte, nur meine persönlichen Gedanken: ich hatte nach Empfang Ihres Briefes zuerst die Absicht, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="den Senat ] als des höchsten Gremiums der Universität&#xD;&#xA;">den Senat</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="den Senat ] als des höchsten Gremiums der Universität">[4]</a> bei nächster Sitzungsgelegenheit persönlich darüber zu befragen, überlegte mir dann aber, dass <span class="ED-pb">|</span> dieser für den Senat des nächsten Jahres keine bindende Antwort geben kann. ich bitte also <abbr title="Eure" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Hochwohlgeboren, Herrn Wirkl<span class="ED-add">[ichen]</span> Geheimerat v<span class="ED-add">[on]</span> <span class="ED-name">Chelius</span> zunächst meine persönliche Meinung in diesem Sinne zu vermitteln; ich habe, wenn er damit einverstanden ist, vor, vertraulich mich weiter darüber zu informieren und Ihnen nähere Auskunft zu geben.</p><p class="ED-p">In der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="grossen Frage ] der Akademiegründung, vgl. Böhm an Windelband vom 2.5.1909.&#xD;&#xA;">grossen Frage</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="grossen Frage ] der Akademiegründung, vgl. Böhm an Windelband vom 2.5.1909.">[5]</a> die uns bewegt, hat Herr Koll<span class="ED-add">[ege]</span> <span class="ED-name">Endemann</span> Sie davon in Kenntnis gesetzt, wie er hofft, dass die Bedenken <abbr title="Seiner" class="ED-abbr">Sr.</abbr> Excellenz des Herrn Staatsministers in der einfachsten und schnellsten Weise gehoben werden können: ich hoffe daher zunächst, dass es nicht nötig werden wird, den von <abbr title="Eure" class="ED-abbr">Ew. </abbr>Hochwohlgeboren <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="erwähnten Ausweg ] vgl. Böhm an Windelband vom 2.5.1909&#xD;&#xA;">erwähnten Ausweg</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="erwähnten Ausweg ] vgl. Böhm an Windelband vom 2.5.1909">[6]</a> in Betracht zu ziehen, von dem ich nicht verschweigen will, dass er mir sehr starke Bedenken gegen sich zu haben schien.</p><p class="ED-p">Genehmigen Sie, hochgeehrter Herr Geheimrat, den Ausdruck der vorzüglichsten Hochachtung, mit der ich verbleibe <abbr title="Eure" class="ED-abbr">Ew. </abbr>Hochwohlgeboren ergebenster</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">5 Mai 1909</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>darunter Vermerk von anderer Hand: <span class="ED-rdg">E[rhalten] 6.5.09.</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">neuliche Anfrage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Böhm an Windelband vom 2.5.1909</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Dezernat über die Unterrichtsangelegenheiten</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Franz Alexander Böhm</span> (1861–1915) war 1899–1911 Ministerialrat im badischen Ministerium für Justiz-, Kultus und Unterricht, 1910 Ministerialdirektor. 1911–15 Minister des Kultus und Unterrichts (<span class="ED-link">www.leo-bw.de</span>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Absicht des Korps Suevia</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Stiftung nicht ermittelt, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Böhm an Windelband vom 2.5.1909.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">den Senat</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>als des höchsten Gremiums der Universität</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">grossen Frage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>der Akademiegründung, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Böhm an Windelband vom 2.5.1909.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">erwähnten Ausweg</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Böhm an Windelband vom 2.5.1909</div></div></body></html>