<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Heinrich Rickert, Heidelberg, 16.1.1909, 3 S., Ts. (hs. von Windelband korigiert), eigenhändige Unterschrift, Wasserzeichen R. DIEFFENBACHER (geteilter Bogen), UB Heidelberg, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_61</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000536-6"/><style type="text/css">
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Ich tue es zunächst mit dem Ausdruck meines herzlichen Bedauerns darüber, dass es noch immer gesundheitliche Rücksichten sind, die Ihnen bei der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Uebernahme der Prüfungen ] vgl. für das Folgende Windelband an Heinrich Rickert vom 23.6.1908.&#xD;&#xA;">Uebernahme der Prüfungen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Uebernahme der Prüfungen ] vgl. für das Folgende Windelband an Heinrich Rickert vom 23.6.1908.">[1]</a> im Wege stehen. Es ist das umsomehr zu beklagen, als in der Tat alles geschehen muss, um die Gefahr der Uebertragung auf die von Ihnen genannte <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Persönlichkeit ] wahrscheinlich Johannes Uebinger, vgl. Windelband an Rickert vom 23.6.1908.&#xD;&#xA;">Persönlichkeit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Persönlichkeit ] wahrscheinlich Johannes Uebinger, vgl. Windelband an Rickert vom 23.6.1908.">[2]</a> unter allen Umständen zu vermeiden. Schon mit Rücksicht darauf, habe ich im Allgemeinen auch für diesmal mich zur Uebernahme des Heidelberger Teils der Kandidaten prinzipiell bereit erklärt, und ich würde Ihnen zuliebe auch noch mehr übernehmen, wenn ich nicht durch die Prorektoratswahl in die allerschlimmste Zeitbedrängnis gekommen wäre. Ich muss das <span class="ED-pb">|</span> Amt vom 15. März an hier <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="bekleiden ] von Windelband hs. korrigiert aus begleiten, Lochungsverlust am Wort&#xD;&#xA;">bekleiden</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="bekleiden ] von Windelband hs. korrigiert aus begleiten, Lochungsverlust am Wort">[a]</a> und durchaus vorher noch wenigstens <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="10 Tage in Wiesbaden ] vgl. Windelband an Karl Praechter vom 14.3.1909&#xD;&#xA;">10 Tage in Wiesbaden</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="10 Tage in Wiesbaden ] vgl. Windelband an Karl Praechter vom 14.3.1909">[3]</a> etwas verschnaufen. Ich habe deshalb einen Teil meiner Mathematiker auf den 1. März, meine Altphilologen auf den 13. März und eine andere Serie Mathematiker sowie meine Neuphilologen in die Tage vom 22. bis 24. März verlegen lassen. Die Zeit vom 2. bis zum 12. März muss ich mir auf alle Fälle freihalten. Und wenn ich nach dem 15. noch etwas dazu übernehmen sollte, so kann ich doch niemals zwei Tage hintereinander von hier fort. Innerhalb dieser Grenzen des Möglichen bin ich gern bereit, für Sie einzuspringen, wenn Ihr Antrag auf Verlegung der Prüfung nach Freiburg nicht durchgehen sollte. Damit muss freilich gerechnet werden. Denn so sehr ich Ihnen wünschte, dass die Sache sich so einrichten liesse, so sehe ich doch voraus, dass sehr starke Bedenken dagegen sein werden. Die Kandidaten müssen bei der jetzigen Einrichtung die ganze Prüfungswoche in Karlsruhe zubringen, und ob man ihnen <span class="ED-pb">|</span> zumuten wird und kann, für den einen Tag wieder nach Freiburg kommen, wo sie in den Ferien vielleicht garnicht mehr wohnen, ist doch sehr zweifelhaft. Nimmt man dazu die Schwerfälligkeit und den prinzipiellen Gegensatz, der vielleicht gegen das Präcedenz geltend gemacht werden wird, so habe ich nur geringe Hoffnung. Aber, wie gesagt, soweit ich kann, will ich im Notfall eintreten, und dass ich Ihren Wunsch, falls ich gefragt werde, ganz zu dem meinigen mache, versteht sich von selbst. Ueber die allgemeine Seite der Sache werde ich, sobald mir mein Zustand es wieder erlaubt, an <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Herrn von Below ] Georg von Below (1858–1927), Historiker, 1886 in Marburg habilitiert, 1889 ao. Prof. in Königsberg, 1891 o. Prof. in Münster, 1897 in Marburg 1897, 1901 in Tübingen, 1905 in Freiburg, 1909 Dekan (NDB).&#xD;&#xA;">Herrn </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Herrn von Below ] Georg von Below (1858–1927), Historiker, 1886 in Marburg habilitiert, 1889 ao. Prof. in Königsberg, 1891 o. Prof. in Münster, 1897 in Marburg 1897, 1901 in Tübingen, 1905 in Freiburg, 1909 Dekan (NDB).&#xD;&#xA;">von Below</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Herrn von Below ] Georg von Below (1858–1927), Historiker, 1886 in Marburg habilitiert, 1889 ao. Prof. in Königsberg, 1891 o. Prof. in Münster, 1897 in Marburg 1897, 1901 in Tübingen, 1905 in Freiburg, 1909 Dekan (NDB).">[4]</a> schreiben, der so freundlich war, mir die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Antwort Ihrer Fakultät ] vgl. Windelband an Rickert vom 23.6.1908&#xD;&#xA;">Antwort Ihrer Fakultät</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Antwort Ihrer Fakultät ] vgl. Windelband an Rickert vom 23.6.1908">[5]</a> zuzuschicken. Für heute wollte ich nur keine Verzögerung mehr eintreten lassen, um Sie über meine Stellung, wie selbstverständlich, in Kenntnis zu setzen. Alles Weitere behalte ich mir vor und verbleibe mit herzlichen Grüssen von Haus zu Haus Ihr</p><p class="ED-signed"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="W Windelband ] eigenhändige Unterschrift&#xD;&#xA;">W Windelband</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="W Windelband ] eigenhändige Unterschrift">[b]</a></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">bekleiden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>von Windelband <abbr title="handschriftlich" class="ED-abbr">hs.</abbr> korrigiert aus <span class="ED-rdg">begleiten</span>, Lochungsverlust am Wort</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">W Windelband</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>eigenhändige Unterschrift</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Uebernahme der Prüfungen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> für das Folgende Windelband an <span class="ED-name">Heinrich Rickert</span> vom 23.6.1908.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Persönlichkeit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>wahrscheinlich <span class="ED-name">Johannes Uebinger</span>, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Rickert vom 23.6.1908.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">10 Tage in Wiesbaden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Karl Praechter vom 14.3.1909</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herrn <span class="ED-name">von Below</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Georg von Below</span> (1858–1927), Historiker, 1886 in Marburg habilitiert, 1889 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Königsberg, 1891 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Münster, 1897 in Marburg 1897, 1901 in Tübingen, 1905 in Freiburg, 1909 Dekan (NDB).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Antwort Ihrer Fakultät</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Rickert vom 23.6.1908</div></div></body></html>