<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Albrecht Dieterich, Heidelberg, 25.11.1905, 2 S., hs. (lat. Schrift), UA Heidelberg, H-IV-102/137 (Philosophische Fakultät 1905/06, Dekan: Albrecht Dieterich), Bl. 22</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000460-2"/><style type="text/css">
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Diese entschied aufgrund der Gutachten der philosophischen Fakultät Heidelberg, da es ein Fach beträfe, das an der Technischen Hochschule nicht vertreten sei (laut Schreiben vom 3.8.1905 des Ministeriums der Justiz, des Kultur und Unterrichts an die Heidelberger philosophische Fakultät vom 3.8.1905). Vgl. Windelbands Gutachten vom 5.2.1906 im Abschnitt Dokumente der vorliegenden Edition. Vgl. zum ganzen Vorgang Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 193–223 u. 283–287.&#xD;&#xA;">Hellpach</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Hellpach’sche Habilitationsangelegenheit ] vgl. in derselben Akte Bl. 19–28 Habilitationsverfahren Dr. med. et phil. Willy Hellpach an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Diese entschied aufgrund der Gutachten der philosophischen Fakultät Heidelberg, da es ein Fach beträfe, das an der Technischen Hochschule nicht vertreten sei (laut Schreiben vom 3.8.1905 des Ministeriums der Justiz, des Kultur und Unterrichts an die Heidelberger philosophische Fakultät vom 3.8.1905). Vgl. Windelbands Gutachten vom 5.2.1906 im Abschnitt Dokumente der vorliegenden Edition. Vgl. zum ganzen Vorgang Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 193–223 u. 283–287.&#xD;&#xA;">’sche Habilitationsangelegenheit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Hellpach’sche Habilitationsangelegenheit ] vgl. in derselben Akte Bl. 19–28 Habilitationsverfahren Dr. med. et phil. Willy Hellpach an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Diese entschied aufgrund der Gutachten der philosophischen Fakultät Heidelberg, da es ein Fach beträfe, das an der Technischen Hochschule nicht vertreten sei (laut Schreiben vom 3.8.1905 des Ministeriums der Justiz, des Kultur und Unterrichts an die Heidelberger philosophische Fakultät vom 3.8.1905). Vgl. Windelbands Gutachten vom 5.2.1906 im Abschnitt Dokumente der vorliegenden Edition. Vgl. zum ganzen Vorgang Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 193–223 u. 283–287.">[1]</a> formell und sachlich einer in letzterer Hinsicht für mich recht mühsamen und unbequemen Prüfung unterzogen habe, beehre ich mich, der philosophischen Fakultät den Antrag zu unterbreiten, sie wolle etwa <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="folgende Antwort erteilen ] Zustimmung im Fakultätsumlauf erteilt, vgl. Bl. 21 in derselben Akte. Windelbands Entwurf dient als Antwort an den Engeren Senat der Universität Heidelberg und an das vorgesetzte Unterrichts-Ministerium.&#xD;&#xA;">folgende Antwort erteilen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="folgende Antwort erteilen ] Zustimmung im Fakultätsumlauf erteilt, vgl. Bl. 21 in derselben Akte. Windelbands Entwurf dient als Antwort an den Engeren Senat der Universität Heidelberg und an das vorgesetzte Unterrichts-Ministerium.">[2]</a>:</p><p class="ED-p">„Die philos<span class="ED-add">[ophische]</span> Fakultät ist an sich gern bereit, dem Wunsche des hohen Ministeriums gemäss der technischen Hochschule durch ein Gutachten in Bezug auf ein an dieser selbst nicht besetztes Fach behilflich zu sein, und die Fakultät ist angesichts der Ungewöhnlichkeit und principiellen Wichtigkeit des Falles dem hohen Ministerium besonders dankbar dafür, dass es als Bedingung dafür eine vorherige Festlegung der Kompetenzen in Aussicht genommen hat. Gerade in dieser Hinsicht nämlich muss die Fakultät Bedenken tragen, ein Gutachten abzugeben, wenn die Entscheidung nachher noch bei der Habilitationskommission der techn<span class="ED-add">[ischen]</span> Hochschule liegen soll: denn nachdem diese im Uebrigen auf das Habilitationsgesuch des Herrn <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name">Hellpach</span> einzugehen sich bereit erklärt hat, können für die Entscheidung, so weit wir sehen, keine andern Gesichtspunkte mehr massgebend sein, als eben die, für welche unser Gutachten eingeholt werden soll, nämlich die der wissenschaftlichen Qualifikation des Habilitanden.</p><p class="ED-p">Diese Schwierigkeit wäre zu heben, wenn die Habilitationskommission der T<span class="ED-add">[echnischen]</span> H<span class="ED-add">[ochschule]</span> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="vorher ] unterstrichen&#xD;&#xA;">vorher</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="vorher ] unterstrichen">[a]</a> die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Erklärung abgäbe ] nicht ermittelt&#xD;&#xA;">Erklärung abgäbe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Erklärung abgäbe ] nicht ermittelt">[3]</a>, dass sie nach Prüfung der sonstigen persönlichen und sachlichen Verhältnisse entschlossen sei, die Habilitation des <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Herrn ] Hrn.&#xD;&#xA;">Herrn</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Herrn ] Hrn.">[b]</a> <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name">Hellpach</span> bei dem hohen Ministerium zu beantragen, sobald das Gutachten der Fakultät über seine wissenschaftliche Qualification zu seinen Gunsten ausgefallen sei.</p><p class="ED-p">Unter dieser Voraussetzung erklärt sich die Fakultät <span class="ED-pb">|</span> zur <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Beurteilung der Habilitationsleistungen ] vgl. in derselben Akte Bl. 23: am 8.1.1906 übermittelt der Engere Senat die Unterlagen der Technischen Hochschule über Hellpach an die philosophische Fakultät; am 12.1.1906 bittet der Dekan um das Gutachten (Windelband notiert auf der Aufforderung: Mein Gutachten liegt bei. | 5/2 06 Windelband); Bl. 28: Dankschreiben des Rektors der Technischen Hochschule vom 17.4.1906. Am 16.2.1906 fand die Probevorlesung statt, das Ministerium erteilte die venia legendi am 21.2.1906.&#xD;&#xA;">Beurteilung der Habilitationsleistungen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Beurteilung der Habilitationsleistungen ] vgl. in derselben Akte Bl. 23: am 8.1.1906 übermittelt der Engere Senat die Unterlagen der Technischen Hochschule über Hellpach an die philosophische Fakultät; am 12.1.1906 bittet der Dekan um das Gutachten (Windelband notiert auf der Aufforderung: Mein Gutachten liegt bei. | 5/2 06 Windelband); Bl. 28: Dankschreiben des Rektors der Technischen Hochschule vom 17.4.1906. Am 16.2.1906 fand die Probevorlesung statt, das Ministerium erteilte die venia legendi am 21.2.1906.">[4]</a> des <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name">Hellpach</span> bereit, nachdem ihr <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Referent für die philosophischen Fächer ] d. i. Windelband&#xD;&#xA;">Referent für die philosophischen Fächer</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Referent für die philosophischen Fächer ] d. i. Windelband">[5]</a> sich zur Uebernahme eines Berichtes darüber anheischig gemacht hat. Auch dieser aber konnte das nur mit einer gewissen Reserve übernehmen. Die Arbeiten des Habilitanden und auch seine Habilitationsschrift betreffen psychopathologische Gebiete, deren besondere Materien dem Referenten fern liegen und über die er sich, wie namentlich über eigentlich psychiatrische Fragen kein Urteil zutrauen kann. Nur der ausgesprochen wissenschaftstheoretische Gesamtcharakter der Habilitationsschrift und der allgemeiner methodologische Zug, den die Arbeiten des Habilitanden zeigen, wird es dem Referenten erlauben, sich in diesen Grenzen ein Urteil über die wissenschaftliche Befähigung des Habilitanden zu bilden.“</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">vorher</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herrn</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Hrn.</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Hellpach</span>’sche Habilitationsangelegenheit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> in derselben Akte <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 19–28 Habilitationsverfahren Dr. med. et phil. <span class="ED-name">Willy Hellpach</span> an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Diese entschied aufgrund der Gutachten der philosophischen Fakultät Heidelberg, da es ein Fach beträfe, das an der Technischen Hochschule nicht vertreten sei (laut Schreiben vom 3.8.1905 des Ministeriums der Justiz, des Kultur und Unterrichts an die Heidelberger philosophische Fakultät vom 3.8.1905). <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> Windelbands Gutachten vom 5.2.1906 im Abschnitt Dokumente der vorliegenden Edition. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> zum ganzen Vorgang Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 193–223 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 283–287.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">folgende Antwort erteilen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Zustimmung im Fakultätsumlauf erteilt, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 21 in derselben Akte. Windelbands Entwurf dient als Antwort an den Engeren Senat der Universität Heidelberg und an das vorgesetzte Unterrichts-Ministerium.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Erklärung abgäbe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Beurteilung der Habilitationsleistungen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> in derselben Akte <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 23: am 8.1.1906 übermittelt der Engere Senat die Unterlagen der Technischen Hochschule über Hellpach an die philosophische Fakultät; am 12.1.1906 bittet der Dekan um das Gutachten (Windelband notiert auf der Aufforderung: <span class="ED-rdg">Mein Gutachten liegt bei. | 5/2 06 Windelband</span>); <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 28: Dankschreiben des Rektors der Technischen Hochschule vom 17.4.1906. Am 16.2.1906 fand die Probevorlesung statt, das Ministerium erteilte die venia legendi am 21.2.1906.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Referent für die philosophischen Fächer</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="das ist" class="ED-abbr">d. i.</abbr> Windelband</div></div></body></html>