<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Paul Siebeck, Heidelberg, 31.7.1905, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000452-8"/><style type="text/css">
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Laut telefonischer Auskunft von Roland Klein, Referat für Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vom 21.11. und 2.12.2016 ist die Erfassung des Nachlasses 488 (Verlagsarchiv Mohr-Siebeck) noch nicht abgeschlossen.&#xD;&#xA;">Transkription von Klaus Christian Köhnke</span></span><span class="ED-note"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Transkription von Klaus Christian Köhnke ] Kollation derzeit nicht möglich. Der Transkription liegt die Datei Manuskript: Windelband Briefe | herauszugeben von K. C. Köhnke | Ausdruck vom 1.3.2012 zugrunde, die den Herausgebern zur Verfügung steht. Ein Ausdruck dieser Datei befindet sich in öffentlichem Besitz (Universität Leipzig, Nachlass Klaus Christian Köhnke NL 330/3/1/2). Die Signatur des Originals ist mit Stichtag 14.5.2018 noch nicht bekannt. Laut telefonischer Auskunft von Roland Klein, Referat für Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vom 21.11. und 2.12.2016 ist die Erfassung des Nachlasses 488 (Verlagsarchiv Mohr-Siebeck) noch nicht abgeschlossen.">[1]</a>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</span>, <span class="ED-pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Heidelberg 31.7.05</p><p class="ED-salute">Hochverehrter Herr Doctor,</p><p class="ED-p">Ihre werte <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Anfrage ] vgl. Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905&#xD;&#xA;">Anfrage</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Anfrage ] vgl. Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905">[2]</a> überrascht mich einigermassen. Zwar wusste ich, dass Herr R<span class="ED-add">[uge]</span> eine Schrift über den deutschen Studenten plant, die wesentlich eine Gegenschrift gegen die bekannten <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Vorlesungen Theobald Ziegler’s ] vgl. Theobald Ziegler: Der deutsche Student am Ende des 19. Jahrhunderts. Vorlesungen gehalten im Wintersemester 1894/95 an der Kaiser-Wilhelm-Universität Strassburg. Stuttgart: Goeschen 1895.&#xD;&#xA;">Vorlesungen </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Vorlesungen Theobald Ziegler’s ] vgl. Theobald Ziegler: Der deutsche Student am Ende des 19. Jahrhunderts. Vorlesungen gehalten im Wintersemester 1894/95 an der Kaiser-Wilhelm-Universität Strassburg. Stuttgart: Goeschen 1895.&#xD;&#xA;">Theobald Ziegler</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Vorlesungen Theobald Ziegler’s ] vgl. Theobald Ziegler: Der deutsche Student am Ende des 19. Jahrhunderts. Vorlesungen gehalten im Wintersemester 1894/95 an der Kaiser-Wilhelm-Universität Strassburg. Stuttgart: Goeschen 1895.&#xD;&#xA;">’s</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Vorlesungen Theobald Ziegler’s ] vgl. Theobald Ziegler: Der deutsche Student am Ende des 19. Jahrhunderts. Vorlesungen gehalten im Wintersemester 1894/95 an der Kaiser-Wilhelm-Universität Strassburg. Stuttgart: Goeschen 1895.">[3]</a> sein soll: ich habe ihn zur grössten Vorsicht und Zurückhaltung ermahnt, weil er heftige, leidenschaftliche und stark subjektiv gefärbte Ansichten hat, die <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> auch seinen persönlichen, etwas trüben Lebenserfahrungen entstammen. Nun haben vielleicht diese meine Aeusserungen ihn fühlen lassen, dass ich mit der Sache nichts zu tun haben möchte, und so verstehe ich es, dass er mir Nichts vom Fortgang seiner Absicht, Ihnen deren Verlag anzubieten gesagt hat.</p><p class="ED-p">Nun kann ich nur raten, das Manuskript sehr genau zu prüfen: von seinem Inhalte weiss oder ahne ich nicht ein Wort mehr, als ich eben schreibe. Wegen der Darstellung aber kann ich auch nur auf eine zur Vorsicht empfehlende Erfahrung hinweisen. <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Herr Ruge ] Hr. R.&#xD;&#xA;">Herr </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Herr Ruge ] Hr. R.&#xD;&#xA;">Ruge</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Herr Ruge ] Hr. R.">[a]</a></span> hat vor einigen Wochen in dem hiesigen Winter’schen Verlag einen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Neudruck von Fichte’s Rede über die akademische Freiheit ] vgl. Johann Gottlieb Fichte: Über die einzig mögliche Störung der Akademischen Freiheit. Als ein Beitrag zu den Zeitfragen mit einer Einleitung hg. v. Arnold Ruge. Heidelberg: C. Winter 1905.&#xD;&#xA;">Neudruck von </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Neudruck von Fichte’s Rede über die akademische Freiheit ] vgl. Johann Gottlieb Fichte: Über die einzig mögliche Störung der Akademischen Freiheit. Als ein Beitrag zu den Zeitfragen mit einer Einleitung hg. v. Arnold Ruge. Heidelberg: C. Winter 1905.&#xD;&#xA;">Fichte</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Neudruck von Fichte’s Rede über die akademische Freiheit ] vgl. Johann Gottlieb Fichte: Über die einzig mögliche Störung der Akademischen Freiheit. Als ein Beitrag zu den Zeitfragen mit einer Einleitung hg. v. Arnold Ruge. Heidelberg: C. Winter 1905.&#xD;&#xA;">’s Rede über die akademische Freiheit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Neudruck von Fichte’s Rede über die akademische Freiheit ] vgl. Johann Gottlieb Fichte: Über die einzig mögliche Störung der Akademischen Freiheit. Als ein Beitrag zu den Zeitfragen mit einer Einleitung hg. v. Arnold Ruge. Heidelberg: C. Winter 1905.">[4]</a> herausgegeben und dazu eine kleine Einleitung geschrieben. Den Entwurf dazu legte er mir vor; ich riet ihm manche Leidenschaftlichkeiten und einige Irrtümer, die darin vorkamen, zu streichen und empfahl eine weitgehende Umgestaltung. Diese hat er denn versucht, mir aber nicht mehr vorgelegt; ich war, als ich sie zu lesen bekam, nicht sehr zufrieden damit, und ich möchte anheimgeben, sich dieses <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="specimen ] lat. Probe, Probestück&#xD;&#xA;">specimen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="specimen ] lat. Probe, Probestück">[5]</a> zur Bildung Ihres Urteils anzusehen.</p><p class="ED-p">Was <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-6" title="Ruges ] R.s&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Ruges Dissertation ] vgl. Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905&#xD;&#xA;">Ruge</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-6" title="Ruges ] R.s&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Ruges Dissertation ] vgl. Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905&#xD;&#xA;">s</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Ruges ] R.s">[b]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Ruges Dissertation ] vgl. Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905&#xD;&#xA;"> Dissertation</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Ruges Dissertation ] vgl. Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905">[6]</a> anlangt, so hat das wohl noch einige Zeit; ich habe noch Nichts davon gesehen, und dafür können Sie ja nicht gut Ihre Entscheidung von meinem zukünftigen Urteil abhängig machen, während Sie mich aller Dinge verbinden würden, wenn Sie in Bezug auf die Schrift über den Studenten mich vollständig aus dem Spiele lassen wollten.</p><p class="ED-p">Inzwischen sind Sie hoffentlich von Ihrer nächsten Sorge um <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Ihren Sohn ] Paul Siebeck hatte vier Söhne: Oskar (1880–1936), Richard (1883–1965), Robert (1885–1914), Werner (1891–1934). Welcher von diesen gemeint ist, ist nicht ermittelt (NDB).&#xD;&#xA;">Ihren Sohn</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Ihren Sohn ] Paul Siebeck hatte vier Söhne: Oskar (1880–1936), Richard (1883–1965), Robert (1885–1914), Werner (1891–1934). Welcher von diesen gemeint ist, ist nicht ermittelt (NDB).">[7]</a> durch eine glücklich verlaufene Operation befreit worden und können auf seine schnelle Erholung rechnen: ich wünsche dazu von Herzen das Beste und bleibe mit den aufrichtigsten Empfehlungen und Grüssen von Haus zu Haus Ihr getreulich ergebner</p><p class="ED-signed">Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herr <span class="ED-name">Ruge</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Hr. R.</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Ruge</span>s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">R.s</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-note">Transkription von Klaus Christian Köhnke</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Kollation derzeit nicht möglich. Der Transkription liegt die Datei <span class="ED-rdg">Manuskript: Windelband Briefe | herauszugeben von K. C. Köhnke | Ausdruck vom 1.3.2012</span> zugrunde, die den Herausgebern zur Verfügung steht. Ein Ausdruck dieser Datei befindet sich in öffentlichem Besitz (Universität Leipzig, Nachlass Klaus Christian Köhnke NL 330/3/1/2). Die Signatur des Originals ist mit Stichtag 14.5.2018 noch nicht bekannt. Laut telefonischer Auskunft von Roland Klein, Referat für Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vom 21.11. und 2.12.2016 ist die Erfassung des Nachlasses 488 (Verlagsarchiv Mohr-Siebeck) noch nicht abgeschlossen.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Anfrage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Vorlesungen <span class="ED-name">Theobald Ziegler</span>’s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Theobald Ziegler: Der deutsche Student am Ende des 19. Jahrhunderts. Vorlesungen gehalten im Wintersemester 1894/95 an der Kaiser-Wilhelm-Universität Strassburg. Stuttgart: Goeschen 1895.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Neudruck von <span class="ED-name">Fichte</span>’s Rede über die akademische Freiheit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Johann Gottlieb Fichte: Über die einzig mögliche Störung der Akademischen Freiheit. Als ein Beitrag zu den Zeitfragen mit einer Einleitung <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> Arnold Ruge. Heidelberg: C. Winter 1905.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">specimen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Probe, Probestück</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Ruge</span>s Dissertation</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Paul Siebeck an Windelband vom 30.7.1905</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihren Sohn</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Paul Siebeck hatte vier Söhne: <span class="ED-name">Oskar</span> (1880–1936), <span class="ED-name">Richard</span> (1883–1965), <span class="ED-name">Robert</span> (1885–1914), <span class="ED-name">Werner</span> (1891–1934). Welcher von diesen gemeint ist, ist nicht ermittelt (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div></div></body></html>