<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Wilhelm Braune, Heidelberg, 22.6.1904, 2 S., hs. (lat. Schrift), UA Heidelberg, RA 5214 (Kuno Fischer-Preis-Stiftung 1904–1914)</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000420-8"/><style type="text/css">
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Juli d<span class="ED-add">[es]</span> J<span class="ED-add">[ahres]</span> wird S<span class="ED-add">[eine]</span> Excellenz Herr Geheimrat <span class="ED-name">Kuno Fischer</span> seinen achtzigsten Geburtstag begehen. Bei der Feier dieses Tages wird leider durch den Gesundheitszustand des Jubilars jede Form der Ehrung ausgeschlossen sein, die sein persönliches Auftreten voraussetzte. Auch der Engere Senat wird also für seine Beglückwünschung sich auf <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Zusendung einer Adresse ] vgl. UA Heidelberg, H-IV-102/136 (Philosophische Fakultät 1903–04, Dekan: Henry Thode), Bl. 229 die Adresse der philosophischen Fakultät an Kuno Fischer zum 80. Geburtstag vom 23.7.1904; Bl. 232 das Dankschreiben Fischers vom 26.7.1904, nach Diktat. Vgl. den Aufruf zur Beteiligung an einer weiteren Adresse an die Schüler und Verehrer Kuno Fischer’s in: Heidelberger Zeitung, Nr. 164 vom 16.7.1904, Zweites Blatt, S. 3 (weitere Abdrucke in Nr. 165 (18.7.1904), Nr. 167 (20.7.1904). An diesen Sammlungsaufruf schloß sich ein Prozeß gegen den Kassierer wegen Unterschlagung an, vgl. Nr. 18 vom 21.1.1905, Erstes Blatt, S. 2, mit Windelband als Zeugen.&#xD;&#xA;">Zusendung einer Adresse</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Zusendung einer Adresse ] vgl. UA Heidelberg, H-IV-102/136 (Philosophische Fakultät 1903–04, Dekan: Henry Thode), Bl. 229 die Adresse der philosophischen Fakultät an Kuno Fischer zum 80. Geburtstag vom 23.7.1904; Bl. 232 das Dankschreiben Fischers vom 26.7.1904, nach Diktat. Vgl. den Aufruf zur Beteiligung an einer weiteren Adresse an die Schüler und Verehrer Kuno Fischer’s in: Heidelberger Zeitung, Nr. 164 vom 16.7.1904, Zweites Blatt, S. 3 (weitere Abdrucke in Nr. 165 (18.7.1904), Nr. 167 (20.7.1904). An diesen Sammlungsaufruf schloß sich ein Prozeß gegen den Kassierer wegen Unterschlagung an, vgl. Nr. 18 vom 21.1.1905, Erstes Blatt, S. 2, mit Windelband als Zeugen.">[2]</a> beschränken müssen.</p><p class="ED-p">Aber es fragt sich, ob nicht ein Weg zu finden ist, um bei diesem Anlass für die Universität ein dauerndes Erinnerungszeichen an die grossartige Lehrwirksamkeit des verehrten Mannes zu gewinnen. Nach Besprechungen mit einigen Herrn Collegen bin ich zu der Ansicht gelangt, dass die beste Form dafür die Begründung einer <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Stiftung ] die Kuno-Fischer-Preisstiftung, mit staatlicher Genehmigung vom 4.2.1905 gegründet (Meldung in Hochschul-Nachrichten (Paul von Salvisberg) Heft 166/Nr. 10 von Juli 1904, S. 269); vgl. in derselben Akte die Zeichnungslisten, die Aufrufe an alle Universitäten und die Presse sowie den Statutentwurf von Windelband vor der Beratung im Senat vom 29.11.1904. Windelband selbst zeichnete 50 Mark, Wilhelm Dilthey z. B. 20 Mark, Heinrich Rickert (Rükert) 30 Mark. Der Kontostand bei der Oberrheinischen Bank Filiale Heidelberg betrug am 30.9.1904: 10575,40 Mark. Zur Vergabe des Preises vgl. die Gutachten Windelbands vom 14.7.1909 u. 9.7.1914 im Abschnitt Dokumente der vorliegenden Edition. Vgl. außerdem den Aufruf des Engeren Senats der Universität Heidelberg, unterzeichnet u. a. von Windelband, versandt im Juli 1904: Am 23. Juli vollendet Kuno Fischer sein achtzigstes Lebensjahr. Auf seinen eigenen ausdrücklichen Wunsch wird jede äußere Feier dieses Tages unterbleiben. Um so lebhafter aber ist das Bedürfnis, bei diesem Anlaß in einer für die Zukunft dauernden Gestalt den Dank und die Verehrung für den Mann zu betätigen, der als einer der geisteskräftigsten Träger der Tradition aus der großen Zeit deutscher Philosophie und Dichtung durch den Glanz seiner Vorlesungen, wie durch die eindringliche Klarheit seiner Werke eine hervorragende und bedeutsame Stellung in der Bildungsgeschichte unseres Volkes erworben hat. Als die geeignetste Form dazu erscheint es, an der Stätte seiner ersten und letzten akademischen Wirksamkeit, an der Heidelberger Universität, eine Stiftung zu begründen, aus deren Mitteln etwa alle fünf Jahre ein Kuno Fischer-Preis in Gestalt einer goldenen Medaille oder ihres Wertes für die beste wissenschaftliche Leistung erteilt werden soll, die auf dem Gebiete der Geschichte der Philosophie in Deutschland während des jeweils ablaufenden Lustrums erschienen ist. Zur Begründung einer solchen Stiftung wenden wir uns zunächst an den Lehrkörper unserer Ruperto-Carola; aber wir glauben, daß auch unter unsern Herren Kollegen an den übrigen deutschen Hochschulen, daß unter den zahlreichen Zuhörern, die seit mehr als fünfzig Jahren bewundernd zu Kuno Fischers Füßen gesessen haben, daß unter den ebenso zahlreichen Verehrern seiner Schriften vielen es willkommen sein wird, sich mit uns zu dieser Ehrung zu vereinigen, und wir hoffen damit dem Jubilar den gemeinsamen Dank aller der Kreise darzubringen, auf die er segensreich gewirkt hat. Beiträge zu der Stiftung des Kuno Fischer-Preises wolle man an die Oberrheinische Bank in Heidelberg einsenden (Deutsche Literaturzeitung, Nr. 28 v. 16.7.1904, Sp. 1748). Vgl. auch Windelband an Rickert vom 22.7.1904.&#xD;&#xA;">Stiftung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Stiftung ] die Kuno-Fischer-Preisstiftung, mit staatlicher Genehmigung vom 4.2.1905 gegründet (Meldung in Hochschul-Nachrichten (Paul von Salvisberg) Heft 166/Nr. 10 von Juli 1904, S. 269); vgl. in derselben Akte die Zeichnungslisten, die Aufrufe an alle Universitäten und die Presse sowie den Statutentwurf von Windelband vor der Beratung im Senat vom 29.11.1904. Windelband selbst zeichnete 50 Mark, Wilhelm Dilthey z. B. 20 Mark, Heinrich Rickert (Rükert) 30 Mark. Der Kontostand bei der Oberrheinischen Bank Filiale Heidelberg betrug am 30.9.1904: 10575,40 Mark. Zur Vergabe des Preises vgl. die Gutachten Windelbands vom 14.7.1909 u. 9.7.1914 im Abschnitt Dokumente der vorliegenden Edition. Vgl. außerdem den Aufruf des Engeren Senats der Universität Heidelberg, unterzeichnet u. a. von Windelband, versandt im Juli 1904: Am 23. Juli vollendet Kuno Fischer sein achtzigstes Lebensjahr. Auf seinen eigenen ausdrücklichen Wunsch wird jede äußere Feier dieses Tages unterbleiben. Um so lebhafter aber ist das Bedürfnis, bei diesem Anlaß in einer für die Zukunft dauernden Gestalt den Dank und die Verehrung für den Mann zu betätigen, der als einer der geisteskräftigsten Träger der Tradition aus der großen Zeit deutscher Philosophie und Dichtung durch den Glanz seiner Vorlesungen, wie durch die eindringliche Klarheit seiner Werke eine hervorragende und bedeutsame Stellung in der Bildungsgeschichte unseres Volkes erworben hat. Als die geeignetste Form dazu erscheint es, an der Stätte seiner ersten und letzten akademischen Wirksamkeit, an der Heidelberger Universität, eine Stiftung zu begründen, aus deren Mitteln etwa alle fünf Jahre ein Kuno Fischer-Preis in Gestalt einer goldenen Medaille oder ihres Wertes für die beste wissenschaftliche Leistung erteilt werden soll, die auf dem Gebiete der Geschichte der Philosophie in Deutschland während des jeweils ablaufenden Lustrums erschienen ist. Zur Begründung einer solchen Stiftung wenden wir uns zunächst an den Lehrkörper unserer Ruperto-Carola; aber wir glauben, daß auch unter unsern Herren Kollegen an den übrigen deutschen Hochschulen, daß unter den zahlreichen Zuhörern, die seit mehr als fünfzig Jahren bewundernd zu Kuno Fischers Füßen gesessen haben, daß unter den ebenso zahlreichen Verehrern seiner Schriften vielen es willkommen sein wird, sich mit uns zu dieser Ehrung zu vereinigen, und wir hoffen damit dem Jubilar den gemeinsamen Dank aller der Kreise darzubringen, auf die er segensreich gewirkt hat. Beiträge zu der Stiftung des Kuno Fischer-Preises wolle man an die Oberrheinische Bank in Heidelberg einsenden (Deutsche Literaturzeitung, Nr. 28 v. 16.7.1904, Sp. 1748). Vgl. auch Windelband an Rickert vom 22.7.1904.">[3]</a> wäre, aus deren Mitteln ein</p><p class="ED-p">Kuno-Fischer-Preis</p><p class="ED-p">errichtet werden könnte.</p><p class="ED-p">Ein solcher Preis wäre etwa alle fünf Jahre für die beste in dem jeweilig ablaufenden <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Lustrum ] Jahrfünft&#xD;&#xA;">Lustrum</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Lustrum ] Jahrfünft">[4]</a> erschienene deutsche Leistung aus dem Gebiet der Geschichte der Philosophie zu verleihen. Er sollte in einer Summe, deren Höhe von den Zinsen des etwa zusammenkommenden Capitals abhinge, oder in einer goldnen Medaille desselben Wertes bestehen. Wenn der Engere Senat die Initiative zur Begründung des Preises übernimmt, empfiehlt es sich wohl, die Verleihung des Preises der philosophischen Fakultät zu übertragen.</p><p class="ED-p">Mein Vorschlag geht also dahin, der Engere Senat wolle durch einen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aufruf ] vgl. z. B. den Aufruf zur Zeichnung von Stiftungsbeiträgen unter dem Titel Unter dem Protektorat seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Baden in: Heidelberger Zeitung, Nr. 153 vom 4.7.1904, Erstes Blatt, S. 2. Ein gleichlautender Aufruf in: Deutsche Literaturzeitung, Nr. 28 vom 16.7.1904, Sp. 1748.&#xD;&#xA;">Aufruf</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Aufruf ] vgl. z. B. den Aufruf zur Zeichnung von Stiftungsbeiträgen unter dem Titel Unter dem Protektorat seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Baden in: Heidelberger Zeitung, Nr. 153 vom 4.7.1904, Erstes Blatt, S. 2. Ein gleichlautender Aufruf in: Deutsche Literaturzeitung, Nr. 28 vom 16.7.1904, Sp. 1748.">[5]</a> die hiesigen Collegen und die der übrigen Universitäten, zugleich aber öffentlich alle Zuhörer und Verehrer <span class="ED-name">Kuno Fischer</span>’s zur Teilnahme an der Begründung dieser Stiftung einladen, in erster Linie aber die nötigen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Schritte | tun ] vor Seitenwechsel Adresse: An den Prorector der Universität Herrn Hofrat Dr. Braune Magnificenz hier.&#xD;&#xA;">Schritte </span><span class="ED-pb"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Schritte | tun ] vor Seitenwechsel Adresse: An den Prorector der Universität Herrn Hofrat Dr. Braune Magnificenz hier.&#xD;&#xA;">|</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Schritte | tun ] vor Seitenwechsel Adresse: An den Prorector der Universität Herrn Hofrat Dr. Braune Magnificenz hier.&#xD;&#xA;"> tun</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Schritte | tun ] vor Seitenwechsel Adresse: An den Prorector der Universität Herrn Hofrat Dr. Braune Magnificenz hier.">[a]</a>, um anzufragen, ob vielleicht S<span class="ED-add">[eine]</span> Königl<span class="ED-add">[iche]</span> Hoheit der Grossherzog die Gnade haben würde, das Protectorat über die Stiftung zu übernehmen.</p><p class="ED-signed">Wilh. Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schritte <span class="ED-pb">|</span> tun</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vor Seitenwechsel Adresse: <span class="ED-rdg">An den Prorector der Universität Herrn Hofrat Dr. Braune Magnificenz hier.</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Engeren Senat</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>höchstes Gremium der Universität Heidelberg</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Zusendung einer Adresse</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="Universitätsarchiv" class="ED-abbr">UA</abbr> Heidelberg, H-IV-102/136 (Philosophische Fakultät 1903–04, Dekan: Henry Thode), <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 229 die Adresse der philosophischen Fakultät an <span class="ED-name">Kuno Fischer</span> zum 80. Geburtstag vom 23.7.1904; <abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 232 das Dankschreiben Fischers vom 26.7.1904, nach Diktat. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> den Aufruf zur Beteiligung an einer weiteren Adresse an die <span class="ED-rdg">Schüler und Verehrer Kuno Fischer’s</span> in: Heidelberger Zeitung, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 164 vom 16.7.1904, Zweites Blatt, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 3 (weitere Abdrucke in Nr. 165 (18.7.1904), Nr. 167 (20.7.1904). An diesen Sammlungsaufruf schloß sich ein Prozeß gegen den Kassierer wegen Unterschlagung an, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Nr. 18 vom 21.1.1905, Erstes Blatt, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 2, mit Windelband als Zeugen.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Stiftung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die Kuno-Fischer-Preisstiftung, mit staatlicher Genehmigung vom 4.2.1905 gegründet (Meldung in Hochschul-Nachrichten (Paul von Salvisberg) Heft 166/<abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 10 von Juli 1904, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 269); <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> in derselben Akte die Zeichnungslisten, die Aufrufe an alle Universitäten und die Presse sowie den Statutentwurf von Windelband vor der Beratung im Senat vom 29.11.1904. Windelband selbst zeichnete 50 Mark, <span class="ED-name">Wilhelm Dilthey</span> <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> 20 Mark, <span class="ED-name">Heinrich Rickert</span> (<span class="ED-rdg">Rükert</span>) 30 Mark. Der Kontostand bei der Oberrheinischen Bank Filiale Heidelberg betrug am 30.9.1904: 10575,40 Mark. Zur Vergabe des Preises vgl. die Gutachten Windelbands vom 14.7.1909 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 9.7.1914 im Abschnitt Dokumente der vorliegenden Edition. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> außerdem den Aufruf des Engeren Senats der Universität Heidelberg, unterzeichnet <abbr title="unter anderem; und andere" class="ED-abbr">u. a.</abbr> von Windelband, versandt im Juli 1904: <span class="ED-rdg">Am 23. Juli vollendet Kuno Fischer sein achtzigstes Lebensjahr. Auf seinen eigenen ausdrücklichen Wunsch wird jede äußere Feier dieses Tages unterbleiben. Um so lebhafter aber ist das Bedürfnis, bei diesem Anlaß in einer für die Zukunft dauernden Gestalt den Dank und die Verehrung für den Mann zu betätigen, der als einer der geisteskräftigsten Träger der Tradition aus der großen Zeit deutscher Philosophie und Dichtung durch den Glanz seiner Vorlesungen, wie durch die eindringliche Klarheit seiner Werke eine hervorragende und bedeutsame Stellung in der Bildungsgeschichte unseres Volkes erworben hat. Als die geeignetste Form dazu erscheint es, an der Stätte seiner ersten und letzten akademischen Wirksamkeit, an der Heidelberger Universität, eine Stiftung zu begründen, aus deren Mitteln etwa alle fünf Jahre ein Kuno Fischer-Preis in Gestalt einer goldenen Medaille oder ihres Wertes für die beste wissenschaftliche Leistung erteilt werden soll, die auf dem Gebiete der Geschichte der Philosophie in Deutschland während des jeweils ablaufenden Lustrums erschienen ist. Zur Begründung einer solchen Stiftung wenden wir uns zunächst an den Lehrkörper unserer Ruperto-Carola; aber wir glauben, daß auch unter unsern Herren Kollegen an den übrigen deutschen Hochschulen, daß unter den zahlreichen Zuhörern, die seit mehr als fünfzig Jahren bewundernd zu Kuno Fischers Füßen gesessen haben, daß unter den ebenso zahlreichen Verehrern seiner Schriften vielen es willkommen sein wird, sich mit uns zu dieser Ehrung zu vereinigen, und wir hoffen damit dem Jubilar den gemeinsamen Dank aller der Kreise darzubringen, auf die er segensreich gewirkt hat. Beiträge zu der Stiftung des Kuno Fischer-Preises wolle man an die Oberrheinische Bank in Heidelberg einsenden</span> (Deutsche Literaturzeitung, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr. </abbr>28 <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> 16.7.1904, <abbr title="Spalte" class="ED-abbr">Sp.</abbr> 1748). <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> auch Windelband an Rickert vom 22.7.1904.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Lustrum</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Jahrfünft</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Aufruf</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> den Aufruf zur Zeichnung von Stiftungsbeiträgen unter dem Titel <span class="ED-rdg">Unter dem Protektorat seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Baden</span> in: Heidelberger Zeitung, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 153 vom 4.7.1904, Erstes Blatt, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 2. Ein gleichlautender Aufruf in: Deutsche Literaturzeitung, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 28 vom 16.7.1904, <abbr title="Spalte" class="ED-abbr">Sp.</abbr> 1748.</div></div></body></html>