<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Heinrich Rickert, Heidelberg, 23.3.1904, 4 S., hs. (lat. Schrift), UB Heidelberg, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_46</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000414-6"/><style type="text/css">
.ED-TEI {
font-family: serif;
line-height: 1.2em;
}
.ED-text {
border: 1px solid LightGray;
padding: 1em;
}
.ED-titleStmt,
.ED-app-title {
font-size: 1.1em;
font-family: serif;
font-style: italic;
font-weight: normal;
margin: 2em 0em 1em;
}
.ED-dateline {
text-align: right;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-title,
.ED-p,
.ED-salute,
.ED-signed,
.ED-docAuthor {
text-indent: 0em;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-p + .ED-p {
text-indent: 1em;
margin: 0em;
}
.ED-title + .ED-title,
.ED-dateline  + .ED-dateline,
.ED-salute    + .ED-salute,
.ED-signed    + .ED-signed,
.ED-docAuthor + .ED-docAuthor {
margin: 0em;
}
.ED-back,
.ED-postscript {
border: 1px solid LightGray;
margin: 1em 0em;
}
.ED-add,
.ED-pb {
color: Gray;
}
.ED-label-formprint {
font-family: sans-serif;
}
sup {
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
a.ED-anchor {
font-style: normal;
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
.ED-text-lem {
text-decoration: underline dotted;
}
.ED-app-philological,
.ED-app-editorial {
position: relative;
margin: .3em 0em;
margin-left: 2.5em;
font-style: italic;
}
.ED-app-num {
left: -2.5em;
}
.ED-app-corresp {
left: -.8em;
}
.ED-app-num,
.ED-app-corresp {
position: absolute;
text-indent: 0em;
font-style: normal;
}
.ED-lem,
.ED-lem-sep,
.ED-rdg {
font-style: normal;
}</style></head><body><div class="ED-TEI"><p class="ED-titleStmt"><span class="ED-persName-sent">Windelband</span> an <span class="ED-persName-received">Heinrich Rickert</span>, <span class="ED-location-sent">Heidelberg</span>, <span class="ED-date">23.3.1904</span>, <span class="ED-note">4 S., hs. (lat. Schrift)</span>, <span class="ED-pubPlace">UB Heidelberg, </span><span class="ED-link"><a href="http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_46">http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2740IIIA-224_46</a></span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Heidelberg, 23.3.04</p><p class="ED-salute">Lieber Freund und College,</p><p class="ED-p">Auf mehreren Wegen, durch den lebhaften Ferienverkehr der Philosophen, sind mir zu meiner Freude die günstigsten Nachrichten über <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Ihr Befinden ] vgl. Windelband an Sophie Rickert vom 26.2.1904&#xD;&#xA;">Ihr Befinden</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Ihr Befinden ] vgl. Windelband an Sophie Rickert vom 26.2.1904">[1]</a> zugegangen und haben den erfreulichen Eindruck bestätigt, den ich <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="neulich ] d. h. nach dem 26.2.1904&#xD;&#xA;">neulich</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="neulich ] d. h. nach dem 26.2.1904">[2]</a> bei meinem Besuche hatte: so wünsche ich denn den heilkräftigsten Fortgang und die volle Wiederherstellung Ihrer Gesundheit zum Semester!</p><p class="ED-p">Dieselben Besuche haben mir frohe Aussichten für zukünftige hiesige Lehrgemeinsamkeit erweckt, und über diese möchte ich <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> Ihre Ansicht hören. Zuerst sprach mir vor etwa acht Tagen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Herr ] Hr.&#xD;&#xA;">Herr</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Herr ] Hr.">[a]</a> <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Alfred Schmid ] Friedrich Alfred Schmid [Noerr], vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 14.1.1904.&#xD;&#xA;">Alfr</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Alfred Schmid ] Friedrich Alfred Schmid [Noerr], vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 14.1.1904.&#xD;&#xA;">[ed]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Alfred Schmid ] Friedrich Alfred Schmid [Noerr], vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 14.1.1904.&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Alfred Schmid ] Friedrich Alfred Schmid [Noerr], vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 14.1.1904.&#xD;&#xA;">Schmid</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Alfred Schmid ] Friedrich Alfred Schmid [Noerr], vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 14.1.1904.">[3]</a>, auf den ja neulich auch unsre Unterredung kam, von der Absicht, sich ev<span class="ED-add">[entuell]</span> hier zu habilitieren; und zwar schien er schon auf eine baldige Ausführung des Gedankens eingerichtet zu sein. Er erwähnt jedoch <span class="ED-pb">|</span> selber, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="von sich aus ] unterstrichen&#xD;&#xA;">von sich aus</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="von sich aus ] unterstrichen">[b]</a>, dass er natürlich zurücktreten würde, wenn einer der älteren darauf Anspruch mache. Nun wusste ich damals weder von <span class="ED-name">Lask</span> noch von <span class="ED-name">Baensch</span> mit einiger Bestimmtheit, wann sie etwa, falls überhaupt, aus dem Privatgelehrtentum in die Lehrtätigkeit überzugehen Lust hätten. Da aber <span class="ED-name">Schmid</span> wenigstens mit <span class="ED-name">Baensch</span> in persönlichen Beziehungen steht, so kamen wir dahin überein, dass er sich mit diesem zunächst auseinandersetzen sollte: er versprach, sich brieflich von Freiburg aus an ihn zu wenden, und das Ergebnis dieser Correspondenz sollte mir mitgeteilt werden. Nun wurde ich gestern durch einen Besuch von <span class="ED-name">Lask</span> überrascht, der, während er vor vierzehn Tagen noch keinerlei Absichten geäussert, sondern nur von seinen weitschichtigen Arbeitsplänen gesprochen hatte, jetzt, ohne von <span class="ED-name">Schmid</span>ʼs Absichten etwas <span class="ED-pb">|</span> zu wissen, mich fragte, ob mir seine Habilitation hier genehm sein würde. Das bejahte ich natürlich auf das Energischste, sah mich jedoch für berechtigt an, ihm von <span class="ED-name">Schmid</span> und dessen Absicht der Verständigung mit <span class="ED-name">Baensch</span> Kenntnis zu geben: er will nun in einigen Tagen mit <span class="ED-name">Baensch</span> in Berlin persönlich Rücksprache nehmen und mir dann schreiben.</p><p class="ED-p">Dies ist der Stand der Sache, den ich Ihnen bekannt wünsche. Mir ist die Aussicht auf solche Mitarbeit sehr erfreulich; nur würden drei, vielleicht schon zwei sich doch etwas im Wege sein, – namentlich solange <span class="ED-name">Elsenhans</span> hier noch dociert. Wie lange das gehen wird, weiss ich nicht: es ist ja möglich, dass er bald <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="in das Pfarramt zurückkehrt ] Theodor Elsenhans, seit 1902 PD in Heidelberg, zuvor Stadtpfarrer in Riedlingen, ging 1908 als o. Prof. an die Technische Hochschule Dresden (Rektor 1916/17; BEdPh).&#xD;&#xA;">in das Pfarramt zurückkehrt</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="in das Pfarramt zurückkehrt ] Theodor Elsenhans, seit 1902 PD in Heidelberg, zuvor Stadtpfarrer in Riedlingen, ging 1908 als o. Prof. an die Technische Hochschule Dresden (Rektor 1916/17; BEdPh).">[4]</a>; seine hiesigen Aussichten sind – dies bitte unter uns! – auf alle Fälle gering. Zunächst muss ich nun abwarten, was die jungen Herrn miteinander ausmachen. Jedenfalls aber möchte ich, dass <span class="ED-name">Schmid</span> (dessen Adresse ich nicht habe) darüber <span class="ED-pb">|</span> nicht in Zweifel wäre, dass, wenn <span class="ED-name">Lask</span> nach seiner Besprechung mit <span class="ED-name">Baensch</span> die Absicht äussert, sich hier zu habilitieren, ich <span class="ED-name">Schmid</span> bitten müsste, solange zu warten: denn auch Sie werden der Ansicht sein, dass ich es nicht verantworten könnte, <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).&#xD;&#xA;">Lask</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).&#xD;&#xA;"> in der akademischen Anciennität hinter </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).&#xD;&#xA;">Schmid</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).&#xD;&#xA;"> kommen zu lassen. Daneben ist zu erwägen, was auch </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).&#xD;&#xA;">Lask</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).&#xD;&#xA;"> mit </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).&#xD;&#xA;">Baensch</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Lask … Schmid … Baensch ] Emil Lask habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer Bd. 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung fand am 11.1.1905 statt (www.leo-bw.de). Zu Friedrich Alfred Schmid siehe oben. Otto Baensch (1878–1936), Spinoza-Forscher u. Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei Clemens Baeumker oder Theobald Ziegler (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 PD, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-Vlg. 2002, S. 670).">[5]</a> besprechen will, ob nicht einer der Herrn in die Strassburger philosophische Wüste ziehen will; und falls <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Tübingen wirklich mit einer zweiten Mediocrität besetzt ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 27.3.1904&#xD;&#xA;">Tübingen wirklich mit einer zweiten Mediocrität besetzt</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Tübingen wirklich mit einer zweiten Mediocrität besetzt ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 27.3.1904">[6]</a> werden sollte, käme schliesslich auch das in Betracht. Es wäre doch ein schöner Gedanke, wenn wir die südwestdeutsche Ecke wenigstens einigermassen gegen die trüben Fluten aufrecht erhalten könnten.</p><p class="ED-p">Mit herzlichem Gruss von Haus zu Haus der Ihrige</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herr</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Hr</span>.</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">von sich aus</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihr Befinden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Sophie Rickert vom 26.2.1904</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">neulich</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="das heißt" class="ED-abbr">d. h.</abbr> nach dem 26.2.1904</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Alfred Schmid</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <span class="ED-name">Friedrich Alfred Schmid</span> [Noerr], <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Heinrich Rickert vom 14.1.1904.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">in das Pfarramt zurückkehrt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Theodor Elsenhans</span>, seit 1902 <abbr title="Privatdozent" class="ED-abbr">PD</abbr> in Heidelberg, zuvor Stadtpfarrer in Riedlingen, ging 1908 als <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> an die Technische Hochschule Dresden (Rektor 1916/17; <abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Lask … Schmid … Baensch</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <span class="ED-name">Emil Lask</span> habilitierte im WS 1904/05 in Heidelberg bei Windelband mit einer Schrift über Rechtsphilosophie (vgl. Lask: Rechtsphilosophie. In: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrhunderts. Festschrift für Kuno Fischer <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 2. Heidelberg: C. Winter 1905). Der Habilitationsvortrag über das Thema <span class="ED-rdg">Hegel und sein Verhältnis zur Weltanschauung der Aufklärung</span> fand am 11.1.1905 statt (<span class="ED-link">www.leo-bw.de</span>). Zu <span class="ED-name">Friedrich Alfred Schmid</span> siehe oben. <span class="ED-name">Otto Baensch</span> (1878–1936), Spinoza-Forscher <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Schüler Windelbands in Straßburg, habilitierte sich 1906 in Straßburg vermutlich bei <span class="ED-name">Clemens Baeumker</span> oder <span class="ED-name">Theobald Ziegler</span> (eine separate Schrift ist nicht ermittelt), blieb dort bis 1918 <abbr title="Privatdozent" class="ED-abbr">PD</abbr>, seit 1919 Privatgelehrter in München, im März 1936 Vertretungsauftrag für Philosophie in Breslau, im selben Jahr verstorben (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1. Berlin: Akademie-<abbr title="Verlag" class="ED-abbr">Vlg.</abbr> 2002, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 670).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Tübingen wirklich mit einer zweiten Mediocrität besetzt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Paul Siebeck</span> vom 27.3.1904</div></div></body></html>