<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Karl Dilthey, Straßburg, 15.11.1901, 4 S., hs. (dt. Schrift), Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000334-2"/><style type="text/css">
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Bruno Keil (1859–1916, 1890 ao. Prof. in Straßburg, März 1901 o. Prof., 1913 nach Leipzig; NDB), von denen Schwartz (1858–1940), seit 1897 o. Prof. in Straßburg, 1902 einen Ruf nach Göttingen annahm (NDB).&#xD;&#xA;">einen der beiden</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="einen der beiden ] die klassischen Philologen Eduard Schwartz u. Bruno Keil (1859–1916, 1890 ao. Prof. in Straßburg, März 1901 o. Prof., 1913 nach Leipzig; NDB), von denen Schwartz (1858–1940), seit 1897 o. Prof. in Straßburg, 1902 einen Ruf nach Göttingen annahm (NDB).">[1]</a> werden hergeben <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="müssen ] mit Einfügungszeichen auf dem Rand: NB! Von dieser Wahrscheinlichkeit wird hier schon ganz allgemein geredet!&#xD;&#xA;">müssen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="müssen ] mit Einfügungszeichen auf dem Rand: NB! Von dieser Wahrscheinlichkeit wird hier schon ganz allgemein geredet!">[a]</a>, – so sehr man es aus freundschaftlichem Gemüt Jedem, der es verdient, gönnen mag, daß er jetzt den Staub dieser Stadt von seinen Füßen schütteln darf!</p><p class="ED-p">Sollen wir uns nun also in diese beiden teilen, so wüßte ich nicht, was mir als das kleinere Unbill erschiene. Du hast Recht, wenn Du zwischen beiden Naturen eine Art von Contrast ansetztest.</p><p class="ED-p">Kommt es Euch auf Verve und packende Kraft an, so ist allerdings kein Zweifel, daß <span class="ED-pb">|</span> Ihr diese Vorzüge in entschieden höherem Maße bei <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Schw. ] am Kopf der S. Bleistiftnotiz von anderer Hand: Schwartz&#xD;&#xA;">Schw.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Schw. ] am Kopf der S. Bleistiftnotiz von anderer Hand: Schwartz">[b]</a> findet: mit dessen stark temperamentvollem, oft schroffem, gelegentlich burschikosem Wesen habe ich mich sehr schnell ausgesöhnt, nachdem ich seine durch und durch lautere Gesinnung und seine Zugänglichkeit für alle verständigen Interessen und Argumente nicht nur im persönlichen Verkehr, sondern gerade auch bei der vortrefflichen Art, wie er sein Dekanat geführt und die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Philologenversammlung ] vgl. Windelbands Beitrag: Zu Platon’s Phaidon. In: Strassburger Festschrift zur 46. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner. Hg. v. der Philosophischen Fakultät der Kaiser-Wilhelms-Universität. Strassburg: Trübner 1901, S. 287–297.&#xD;&#xA;">Philologenversammlung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Philologenversammlung ] vgl. Windelbands Beitrag: Zu Platon’s Phaidon. In: Strassburger Festschrift zur 46. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner. Hg. v. der Philosophischen Fakultät der Kaiser-Wilhelms-Universität. Strassburg: Trübner 1901, S. 287–297.">[2]</a> gedeichselt hat, genügend kennen gelernt habe.</p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="K. ] gemeint ist Bruno Keil&#xD;&#xA;">K.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="K. ] gemeint ist Bruno Keil">[3]</a> ist die stillere, weiblichere Natur, in der eine ungewöhnliche Gelehrsamkeit mit feiner Urteilskraft verbunden ist. In unserer <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Graeca ] geselliger Zirkel von 8–9 Mitgliedern innerhalb der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg seit den 1890er Jahren, dessen Mitglieder im privaten Rahmen zusammenkamen, um griechische Klassiker im Urtext zu lesen, daneben laut Meinecke eine Art regierende Innenzelle der philosophischen Fakultät. Mitglieder 1902: Eduard Schwartz, Harry Breslau, Friedrich Meinecke, Theobald Ziegler, Richard Reitzenstein, Adolf Michaelis, Windelband, Eduard Thämer. Platon stand auch im Mittelpunkt unserer Lektüre. Windelband hat sein Platonbuch an diesen Graecaabenden fundiert (Friedrich Meinecke: Strassburg Freiburg Berlin 1901–1919. Erinnerungen. Stuttgart: Koehler 1949, S. 35–38). Vgl. Eduard Schwartz: Am Sarge Wilhelm Windelbands. In: Ders.: Vergangene Gegenwärtigkeiten. Berlin: de Gruyter 1938 (Gesammelte Schriften Bd. 1), S. 383–385. Zuerst in: Straßburger Post, Nr. 818 vom 28.10.1915, Mittagsausgabe 2. Blatt. Vgl. die Erinnerungen Paul Hensels: Im Anfang der neunziger Jahre trat eine Vereinigung ins Leben […]. Nach dem Muster und Vorbild der berühmten Berliner Graeca traten einige Mitglieder der philosophischen Fakultät zusammen, um zweimal im Monat an einem Abend gemeinsam Griechisch, vorzugsweise Plato zu lesen. (Vgl. zur Berliner Graeca Eduard Zeller: Erinnerungen eines Neunzigjährigen. Stuttgart: Uhland 1908, S. 195.) Hensel erwähnt als Mitglieder: Georg Kaibel, Richard Heinze (Heintze), Karl Johannes Neumann, Adolf Michaelis (Elisabeth Hensel (Hg.): Paul Hensel. Sein Leben in seinen Briefen. Frankfurt a. M.; Societäts-Vlg. 1937 (identisch mit der Titelauflage Wolfenbüttel 1947), S. 415).&#xD;&#xA;">Graeca</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Graeca ] geselliger Zirkel von 8–9 Mitgliedern innerhalb der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg seit den 1890er Jahren, dessen Mitglieder im privaten Rahmen zusammenkamen, um griechische Klassiker im Urtext zu lesen, daneben laut Meinecke eine Art regierende Innenzelle der philosophischen Fakultät. Mitglieder 1902: Eduard Schwartz, Harry Breslau, Friedrich Meinecke, Theobald Ziegler, Richard Reitzenstein, Adolf Michaelis, Windelband, Eduard Thämer. Platon stand auch im Mittelpunkt unserer Lektüre. Windelband hat sein Platonbuch an diesen Graecaabenden fundiert (Friedrich Meinecke: Strassburg Freiburg Berlin 1901–1919. Erinnerungen. Stuttgart: Koehler 1949, S. 35–38). Vgl. Eduard Schwartz: Am Sarge Wilhelm Windelbands. In: Ders.: Vergangene Gegenwärtigkeiten. Berlin: de Gruyter 1938 (Gesammelte Schriften Bd. 1), S. 383–385. Zuerst in: Straßburger Post, Nr. 818 vom 28.10.1915, Mittagsausgabe 2. Blatt. Vgl. die Erinnerungen Paul Hensels: Im Anfang der neunziger Jahre trat eine Vereinigung ins Leben […]. Nach dem Muster und Vorbild der berühmten Berliner Graeca traten einige Mitglieder der philosophischen Fakultät zusammen, um zweimal im Monat an einem Abend gemeinsam Griechisch, vorzugsweise Plato zu lesen. (Vgl. zur Berliner Graeca Eduard Zeller: Erinnerungen eines Neunzigjährigen. Stuttgart: Uhland 1908, S. 195.) Hensel erwähnt als Mitglieder: Georg Kaibel, Richard Heinze (Heintze), Karl Johannes Neumann, Adolf Michaelis (Elisabeth Hensel (Hg.): Paul Hensel. Sein Leben in seinen Briefen. Frankfurt a. M.; Societäts-Vlg. 1937 (identisch mit der Titelauflage Wolfenbüttel 1947), S. 415).">[4]</a>, der beide angehören, sind sie uns beide, jeder in seiner Weise, äußerst wertvoll. Da ist auch K. höchst anregend und ausgiebig. Und nicht <span class="ED-pb">|</span> nur, wenn wir <span class="ED-name">Platon</span> gelesen haben, sondern gerade auch bei den Dichtern (<span class="ED-name">Euripides</span>, <span class="ED-name">Aristophanes</span>, <span class="ED-name">Aischylos</span>) hat er in der engsten Weise mitgetan. Daß er in den Vorlesungen ihnen „ferner zu stehen“ scheint, hat besondre Gründe, für deren Andeutung ich bitte, Dir ganz vertraulichste Aufnahme ans Herz legen zu dürfen. Wenn ich recht gehört habe, so wünschte <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Kaibel ] Georg Kaibel (1849–1901), seit 1897 Prof. für klassische Philologie an der Universität Göttingen, zuvor Straßburg (NDB).&#xD;&#xA;">Kaibel</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Kaibel ] Georg Kaibel (1849–1901), seit 1897 Prof. für klassische Philologie an der Universität Göttingen, zuvor Straßburg (NDB).">[5]</a>, solange er hier war, nicht, daß K. über Dichter lese, sodaß dieser gegen seinen Wunsch wesentlich auf die Altertümer beschränkt wurde: er war erfreut, als er bei dem Wechsel die Möglichkeit erhielt, Dichter zu lesen, hat dabei aber natürlich, um Schw. nicht zu sehr in’s Gehege zu kommen, davon nur mäßig Gebrauch gemacht, – um so mehr, als es ihm (und auch andern!) wünschenswert erschien, daß er auf dem Felde der alten Geschichte nicht <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3 app-editorial-6" title="K. J. N. ] am unteren Seitenrand Notiz mit Bleistift von anderer Hand: [N]eumann&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;K. J. N. ] Karl Johannes Neumann (1857–1917), seit 1890 Prof. für Alte Geschichte in Straßburg (DBE).&#xD;&#xA;">K. J. N.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="K. J. N. ] am unteren Seitenrand Notiz mit Bleistift von anderer Hand: [N]eumann">[c]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="K. J. N. ] Karl Johannes Neumann (1857–1917), seit 1890 Prof. für Alte Geschichte in Straßburg (DBE).">[6]</a> sich allein breit machen ließe. Dies also ganz <span class="ED-pb">|</span> unter uns! ich habe stets den Eindruck gehabt, daß er zu den Dichtern ein intimes Verhältniß hat und „Trockenheit“ würde ich in dieser Hinsicht nicht befürchten. Wenn seine Vorlesungen anfangs geringeren Anklang gefunden haben, so beruhte das wohl auf einer Eigentümlichkeit, die man auch in der Unterhaltung merkt: wenn er Einem Etwas auseinandersetzt, so reißt ihn sein großes Wissen leicht zu Exkursen fort, die zwar an sich interessant sind, aber vom Hauptthema leicht abführen. So kann ich mir leicht denken, daß die lehrhafte Beherrschung und Formulirung zumal anfangs, mit dem Umfang und der Gediegenheit seines Stoffes nicht gleichen Schritt gehalten hat; und der Student will nun einmal und braucht wohl auch, gerade das übersichtlich Geformte, das er <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="fest nachschreiben und heimtragen kann ] Anspielung auf Goethe: Faust I, Vers 1966f.: Denn was man schwarz auf weiß besitzt kann man getrost nach Hause tragen.&#xD;&#xA;">fest nachschreiben und heimtragen kann</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="fest nachschreiben und heimtragen kann ] Anspielung auf Goethe: Faust I, Vers 1966f.: Denn was man schwarz auf weiß besitzt kann man getrost nach Hause tragen.">[7]</a>. Persönlich ist K. ein sehr angenehmer Umgang; ich denke gern an ein paar Wochen zurück, die ich im letzten Frühjahr in Baden bei Zürich zu gemeinsamer <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Rheumatismus-Kur ] vgl. Windelband an Theodor Nöldeke vom 24.4.1901 sowie an Rickert vom 16.5.1901&#xD;&#xA;">Rheumatismus-Kur</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Rheumatismus-Kur ] vgl. Windelband an Theodor Nöldeke vom 24.4.1901 sowie an Rickert vom 16.5.1901">[8]</a> zubrachte, – wo man sehr aufeinander angewiesen war. – Damals stand ich 25 Jahre nach meinem Antritt in Zürich auf dem Uetli und <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;">dachte an Dich! – Wie schwer mir der Entschluss war, jetzt </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4 app-editorial-9" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Euer Fest ] zur Feier des 150-jährigen Jubiläums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen.&#xD;&#xA;">Euer Fest</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Euer Fest ] zur Feier des 150-jährigen Jubiläums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen.">[9]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;"> zu versäumen, brauche ich Dir nicht zu sagen: aber daß mich </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4 app-editorial-10" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;die Wahl ] zum korrespondierenden Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen (1901)&#xD;&#xA;">die Wahl</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="die Wahl ] zum korrespondierenden Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen (1901)">[10]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;"> sehr gefreut hat, will ich nicht verschweigen.</span></p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;">Herzlichsten Gruß – ich muß in’s Colleg eilen!</span></p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;">Dein alter</span></p><p class="ED-signed"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben&#xD;&#xA;">W Windelband</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="dachte … W Windelband ] auf den Rand der S. geschrieben">[d]</a></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">müssen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Einfügungszeichen auf dem Rand:<abbr class="ED-abbr"> </abbr><span class="ED-rdg">NB! Von dieser Wahrscheinlichkeit wird hier schon ganz allgemein geredet!</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schw.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am Kopf der S. Bleistiftnotiz von anderer Hand: <span class="ED-rdg">Schwartz</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">K. J. N.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am unteren Seitenrand Notiz mit Bleistift von anderer Hand: <span class="ED-rdg">[N]eumann</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">dachte … W Windelband</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> auf den Rand der <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> geschrieben</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">einen der beiden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die klassischen Philologen <span class="ED-name">Eduard Schwartz</span> <abbr title="und" class="ED-abbr">u. </abbr><span class="ED-name">Bruno Keil</span> (1859–1916, 1890 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Straßburg, März 1901 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr>, 1913 nach Leipzig; <abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>), von denen Schwartz (1858–1940), seit 1897 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Straßburg, 1902 einen Ruf nach Göttingen annahm (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Philologenversammlung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelbands Beitrag: Zu Platon’s Phaidon. In: Strassburger Festschrift zur 46. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> der Philosophischen Fakultät der Kaiser-Wilhelms-Universität. Strassburg: Trübner 1901, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 287–297.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">K.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name"/>gemeint ist <span class="ED-name">Bruno Keil</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Graeca</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr class="ED-abbr">geselliger Zirkel von 8–9 Mitgliedern innerhalb der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg seit den 1890er Jahren, dessen Mitglieder im privaten Rahmen zusammenkamen, um griechische Klassiker im Urtext zu lesen, daneben laut Meinecke eine </abbr><span class="ED-rdg">Art regierende Innenzelle der philosophischen Fakultät</span><abbr class="ED-abbr">. Mitglieder 1902: </abbr><span class="ED-name">Eduard Schwartz</span><abbr class="ED-abbr">, </abbr><span class="ED-name">Harry Breslau</span><abbr class="ED-abbr">, </abbr><span class="ED-name">Friedrich Meinecke</span><abbr class="ED-abbr">, </abbr><span class="ED-name">Theobald Ziegler</span><abbr class="ED-abbr">, </abbr><span class="ED-name">Richard Reitzenstein</span><abbr class="ED-abbr">, </abbr><span class="ED-name">Adolf Michaelis</span><abbr class="ED-abbr">, Windelband, </abbr><span class="ED-name">Eduard Thämer</span><abbr class="ED-abbr">. </abbr><span class="ED-rdg">Platon stand auch im Mittelpunkt unserer Lektüre. Windelband hat sein Platonbuch an diesen Graecaabenden fundiert</span><abbr class="ED-abbr"> (Friedrich Meinecke: Strassburg Freiburg Berlin 1901–1919. Erinnerungen. Stuttgart: Koehler 1949, S. 35–38). Vgl.</abbr> Eduard Schwartz: Am Sarge Wilhelm Windelbands. In: <abbr title="derselbe" class="ED-abbr">Ders.</abbr>: Vergangene Gegenwärtigkeiten. Berlin: de Gruyter 1938 (Gesammelte Schriften <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 1), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 383–385. Zuerst in: Straßburger Post, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 818 vom 28.10.1915, Mittagsausgabe 2. Blatt. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> die Erinnerungen Paul Hensels: <span class="ED-rdg">Im Anfang der neunziger Jahre trat eine Vereinigung ins Leben […]. Nach dem Muster und Vorbild der berühmten Berliner Graeca traten einige Mitglieder der philosophischen Fakultät zusammen, um zweimal im Monat an einem Abend gemeinsam Griechisch, vorzugsweise Plato zu lesen.</span> (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> zur Berliner Graeca Eduard Zeller: Erinnerungen eines Neunzigjährigen. Stuttgart: Uhland 1908, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 195.)<span class="ED-rdg"> </span><span class="ED-name">Hensel</span> erwähnt als Mitglieder: <span class="ED-name">Georg Kaibel</span>, <span class="ED-name">Richard Heinze</span> (<span class="ED-rdg">Heintze</span>), <span class="ED-name">Karl Johannes Neumann</span>, <span class="ED-name">Adolf Michaelis</span> (Elisabeth Hensel (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Paul Hensel. Sein Leben in seinen Briefen. Frankfurt <abbr title="am Main" class="ED-abbr">a. M.</abbr>; Societäts-<abbr title="Verlag" class="ED-abbr">Vlg.</abbr> 1937 (identisch mit der Titelauflage Wolfenbüttel 1947), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S. </abbr>415).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Kaibel</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Georg Kaibel</span> (1849–1901), seit 1897 <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> für klassische Philologie an der Universität Göttingen, zuvor Straßburg (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">K. J. N.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Karl Johannes Neumann</span> (1857–1917), seit 1890 <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> für Alte Geschichte in Straßburg (<abbr title="Deutsche Biographische Enzyklopädie" class="ED-abbr">DBE</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">fest nachschreiben und heimtragen kann</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Anspielung auf Goethe: Faust I, Vers 1966<abbr title="folgende" class="ED-abbr">f.</abbr>: Denn was man schwarz auf weiß besitzt kann man getrost nach Hause tragen.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Rheumatismus-Kur</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Theodor Nöldeke</span> vom 24.4.1901 sowie an <span class="ED-name">Rickert</span> vom 16.5.1901</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Euer Fest</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>zur Feier des 150-jährigen Jubiläums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">die Wahl</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>zum korrespondierenden Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen (1901)</div></div></body></html>