<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Paul Siebeck, Straßburg, 18.4.1889, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000174-5"/><style type="text/css">
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Laut telefonischer Auskunft von Roland Klein, Referat für Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vom 21.11. und 2.12.2016 ist die Erfassung des Nachlasses 488 (Verlagsarchiv Mohr-Siebeck) noch nicht abgeschlossen.&#xD;&#xA;">Transkription von Klaus Christian Köhnke</span></span><span class="ED-note"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Transkription von Klaus Christian Köhnke ] Kollation derzeit nicht möglich. Der Transkription liegt die Datei Manuskript: Windelband Briefe | herauszugeben von K. C. Köhnke | Ausdruck vom 1.3.2012 zugrunde, die den Herausgebern zur Verfügung steht. Ein Ausdruck dieser Datei befindet sich in öffentlichem Besitz (Universität Leipzig, Nachlass Klaus Christian Köhnke NL 330/3/1/2). Die Signatur des Originals ist mit Stichtag 14.5.2018 noch nicht bekannt. Laut telefonischer Auskunft von Roland Klein, Referat für Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vom 21.11. und 2.12.2016 ist die Erfassung des Nachlasses 488 (Verlagsarchiv Mohr-Siebeck) noch nicht abgeschlossen.">[1]</a>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</span>, <span class="ED-pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Strassburg <abbr title="im Elsaß" class="ED-abbr">i/E.</abbr> 18.4.89</p><p class="ED-salute">Sehr verehrter Herr Siebeck,</p><p class="ED-p">Fürchten Sie nicht, daß ich Ihnen alle meine Doctoren aufhängen will, wenn ich Ihnen heut schon wieder mit einem ähnlichen Antrage komme, wie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="in Betreff Rickert’s ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 11.6.1888&#xD;&#xA;">in Betreff </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="in Betreff Rickert’s ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 11.6.1888&#xD;&#xA;">Rickert</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="in Betreff Rickert’s ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 11.6.1888&#xD;&#xA;">’s</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="in Betreff Rickert’s ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 11.6.1888">[2]</a>! Wenn aber eine Arbeit vorliegt, die mir wirklichen Werth zu haben scheint, so kommt es mir wie eine Art von Verpflichtung vor, das Meinige dazu zu thun, daß sie unter gute Flagge geräth.</p><p class="ED-p">Es handelt sich in diesem Falle um eine <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Arbeit von Wilh. Enoch ] die Dissertation von Wilhelm Enoch aus Hannover erschien Ende 1889 mit eingedruckter Jahreszahl 1890 bei H. Carly in Hamburg u. d. T.: Der Begriff der Wahrnehmung. Eine Studie zur Psychologie und Erkenntnistheorie. Das Widmungsexemplar mit hs. Widmung an Windelband befindet sich im Besitz der Universitätsbibliothek Köln (Signatur P7/288): Seinem hochverehrten Lehrer | Herrn | Professor Dr W. Windelband | in dankbarer Ergebenheit | überreicht | vom Verfasser. | Strassburg October 1889.&#xD;&#xA;">Arbeit von Wilh. </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Arbeit von Wilh. Enoch ] die Dissertation von Wilhelm Enoch aus Hannover erschien Ende 1889 mit eingedruckter Jahreszahl 1890 bei H. Carly in Hamburg u. d. T.: Der Begriff der Wahrnehmung. Eine Studie zur Psychologie und Erkenntnistheorie. Das Widmungsexemplar mit hs. Widmung an Windelband befindet sich im Besitz der Universitätsbibliothek Köln (Signatur P7/288): Seinem hochverehrten Lehrer | Herrn | Professor Dr W. Windelband | in dankbarer Ergebenheit | überreicht | vom Verfasser. | Strassburg October 1889.&#xD;&#xA;">Enoch</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Arbeit von Wilh. Enoch ] die Dissertation von Wilhelm Enoch aus Hannover erschien Ende 1889 mit eingedruckter Jahreszahl 1890 bei H. Carly in Hamburg u. d. T.: Der Begriff der Wahrnehmung. Eine Studie zur Psychologie und Erkenntnistheorie. Das Widmungsexemplar mit hs. Widmung an Windelband befindet sich im Besitz der Universitätsbibliothek Köln (Signatur P7/288): Seinem hochverehrten Lehrer | Herrn | Professor Dr W. Windelband | in dankbarer Ergebenheit | überreicht | vom Verfasser. | Strassburg October 1889.">[3]</a> „Der Begriff der Wahrnehmung. Eine psychologische Studie“. Im <span class="ED-name">Rickert</span>-Format etwa gute 4 Bogen. Feinsinnige Analyse, wirklich reife, sehr langsam ausgereifte Gedankenarbeit. Verfasser seit fünf Jahren in still grüblerischer Weise hier bei mir darüber thätig. Eine Sache, an der <abbr title="meines Erachtens" class="ED-abbr">m. E.</abbr> kein Psychologe wird vorübergehen können.</p><p class="ED-p">Doctor-Arbeit. Wünsche analog dem Fall <span class="ED-name">Rickert</span>.</p><p class="ED-p">Meine Anfrage ist natürlich ganz unvorgreiflich. Ich bitte ausdrücklich, Ihre Entscheidung nicht durch persönliche Rücksicht auf mich zu bestimmen. Wenn es Ihnen paßt, so würde ich mich sehr freuen, wenn nicht, so weiß ich ja, daß Sie genug in Anspruch genommen sind. Dem Mann und der Arbeit wünschte ich es.</p><p class="ED-p">Mit <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Natorp’s Einleitung ] vgl. Natorp: Einleitung in die Psychologie nach kritischer Methode. Freiburg i. B.: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1888.&#xD;&#xA;">Natorp</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Natorp’s Einleitung ] vgl. Natorp: Einleitung in die Psychologie nach kritischer Methode. Freiburg i. B.: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1888.&#xD;&#xA;">’s Einleitung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Natorp’s Einleitung ] vgl. Natorp: Einleitung in die Psychologie nach kritischer Methode. Freiburg i. B.: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1888.">[4]</a> berührt sich die Dissertation an einigen Punkten, ohne dadurch ihre Selbständigkeit einzubüßen (sie ist ihrer Anlage nach älter), oder damit in starken Widerspruch zu treten. Beide sind sachlich sehr gut neben einander möglich; in gewissem Sinn ist auch <span class="ED-name">Enoch</span>’s Arbeit eine Einarbeitung in die Psychologie.</p><p class="ED-p">Sollten Sie also nicht <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="a limine ] lat. von vornherein („an der Schwelle“)&#xD;&#xA;">a limine</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="a limine ] lat. von vornherein („an der Schwelle“)">[5]</a> abgeneigt sein, so schreiben Sie mir gütigst, ob ich den Herrn anweisen darf, Ihnen das Manuskript zu schicken, – was Sie ja noch nicht binden würde.</p><p class="ED-p">Wollte der gütige Himmel, auch <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="mein Manuskript ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 28.1.1889&#xD;&#xA;">mein Manuskript</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="mein Manuskript ] vgl. Windelband an Paul Siebeck vom 28.1.1889">[6]</a> wäre so weit! Es stecken verteufelte „Tücken“ in diesem „Objekt“. Aber die Hauptsache liegt jetzt seit Wochen klar und fest geordnet vor mir, und so wird denn wohl das Fleisch und Blut um dies Gerippe so schnell wachsen können, wie ich es voraussetzte. Ich hoffe es wenigstens.</p><p class="ED-p">Mit hochachtungsvollem Gruße Ihr treulich ergebner</p><p class="ED-signed">Windelband.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-note">Transkription von Klaus Christian Köhnke</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Kollation derzeit nicht möglich. Der Transkription liegt die Datei <span class="ED-rdg">Manuskript: Windelband Briefe | herauszugeben von K. C. Köhnke | Ausdruck vom 1.3.2012</span> zugrunde, die den Herausgebern zur Verfügung steht. Ein Ausdruck dieser Datei befindet sich in öffentlichem Besitz (Universität Leipzig, Nachlass Klaus Christian Köhnke NL 330/3/1/2). Die Signatur des Originals ist mit Stichtag 14.5.2018 noch nicht bekannt. Laut telefonischer Auskunft von Roland Klein, Referat für Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vom 21.11. und 2.12.2016 ist die Erfassung des Nachlasses 488 (Verlagsarchiv Mohr-Siebeck) noch nicht abgeschlossen.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">in Betreff <span class="ED-name">Rickert</span>’s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Paul Siebeck</span> vom 11.6.1888</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Arbeit von Wilh. <span class="ED-name">Enoch</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die Dissertation von <span class="ED-name">Wilhelm Enoch</span> aus Hannover erschien Ende 1889 mit eingedruckter Jahreszahl 1890 bei H. Carly in Hamburg <abbr title="unter dem Titel" class="ED-abbr">u. d. T.</abbr>: Der Begriff der Wahrnehmung. Eine Studie zur Psychologie und Erkenntnistheorie. Das Widmungsexemplar mit <abbr title="handschriftlich" class="ED-abbr">hs.</abbr> Widmung an Windelband befindet sich im Besitz der Universitätsbibliothek Köln (Signatur P7/288): <span class="ED-rdg">Seinem hochverehrten Lehrer | Herrn | Professor Dr W. Windelband | in dankbarer Ergebenheit | überreicht | vom Verfasser. | Strassburg October 1889</span>.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Natorp</span>’s Einleitung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Natorp: Einleitung in die Psychologie nach kritischer Methode. Freiburg i. B.: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1888.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">a limine</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> von vornherein („an der Schwelle“)</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">mein Manuskript</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Paul Siebeck</span> vom 28.1.1889</div></div></body></html>