<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Paul Natorp, Straßburg, 22.2.1889, 2 S., hs. (dt. Schrift), UB Marburg, Autographenslg. Hs 831:1164</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000173-9"/><style type="text/css">
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Hs 831:1164</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Strassburg <abbr class="ED-abbr">iE</abbr>, 22.2.89.</p><p class="ED-salute">Sehr geehrter Herr College,</p><p class="ED-p">Gestatten Sie mir gütigst, eine Frage an Sie zu richten, für welche ich Ihre volle Diskretion in Anspruch nehme und sicher darauf rechne.</p><p class="ED-p">Von Dorpat aus hat man mir die Ehre erwiesen, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="anzufragen ] vgl. die parallele Anfrage über Ivo Bruns durch Jan Niecislaw Baudouin de Courtenay an Wilhelm Wundt aus Dorpat vom 17.2.1889 (Auszug): Seit dem Tode Teichmüller’s ist unser einziger Lehrstuhl für Philosophie und Pädagogik vacant und wir sind gezwungen ihn zu besetzen. Der von uns zu erwählende ist einziger Repräsentant beider Fächer, müßte also ziemlich vielseitig sein. Die Hauptdisciplinen aber, in welchen er officiell am meisten thätig sein muß, sind 1) vorzugsweise die Logik und 2) die Geschichte der Philosophie. Officiell nicht so wichtig, aber ihrem Wesen nach unentbehrlich ist die Psychologie. […] Einige unserer Collegen, in erster Reihe classische Philologen, schlagen als den einzigen Candidaten den Herrn Ivo Bruns in Kiel vor und behaupten, es sei sonst kein passender Candidat zu finden. Mir aber und noch einigen anderen scheint Bruns zu einseitig philologisch zu sein […]. In Anbetracht dessen habe ich mich entschlossen, Sie, als einen der hervorragendsten Vertreter der Philosophie in Deutschland, mit der zudringlichen Bitte zu belästigen, mir baldmöglichst auf folgende Fragen zu antworten: 1) Halten Sie Bruns für einen der oben erwähnten Anforderungen vollkommen entsprechenden Candidaten? 2) Könnte man nicht für den einzigen philosophischen Lehrstuhl einen wirklichen Philosophen finden, welcher deutsch vortragen könnte und bereit wäre, einem etwaigen Rufe nach Dorpat Folge zu leisten? Er würde als Ordinarius 2400 Rubel jährlich erhalten. Von Collegiengeldern kann der Philosoph in Dorpat, wenn ich nicht irre, ungefähr 1500–2000 Rubel haben. Nach den russischen Gesetzen muß ein Professor einer der christlichen Confessionen angehören (NA Wundt/III/1001-1100/1096/453–456; https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed). Eine ähnliche Anfrage erging auch an Kuno Fischer, der Hugo Münsterberg ins Auge faßte, vgl. Münsterberg an Wundt vom 22.5.1889.&#xD;&#xA;">anzufragen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="anzufragen ] vgl. die parallele Anfrage über Ivo Bruns durch Jan Niecislaw Baudouin de Courtenay an Wilhelm Wundt aus Dorpat vom 17.2.1889 (Auszug): Seit dem Tode Teichmüller’s ist unser einziger Lehrstuhl für Philosophie und Pädagogik vacant und wir sind gezwungen ihn zu besetzen. Der von uns zu erwählende ist einziger Repräsentant beider Fächer, müßte also ziemlich vielseitig sein. Die Hauptdisciplinen aber, in welchen er officiell am meisten thätig sein muß, sind 1) vorzugsweise die Logik und 2) die Geschichte der Philosophie. Officiell nicht so wichtig, aber ihrem Wesen nach unentbehrlich ist die Psychologie. […] Einige unserer Collegen, in erster Reihe classische Philologen, schlagen als den einzigen Candidaten den Herrn Ivo Bruns in Kiel vor und behaupten, es sei sonst kein passender Candidat zu finden. Mir aber und noch einigen anderen scheint Bruns zu einseitig philologisch zu sein […]. In Anbetracht dessen habe ich mich entschlossen, Sie, als einen der hervorragendsten Vertreter der Philosophie in Deutschland, mit der zudringlichen Bitte zu belästigen, mir baldmöglichst auf folgende Fragen zu antworten: 1) Halten Sie Bruns für einen der oben erwähnten Anforderungen vollkommen entsprechenden Candidaten? 2) Könnte man nicht für den einzigen philosophischen Lehrstuhl einen wirklichen Philosophen finden, welcher deutsch vortragen könnte und bereit wäre, einem etwaigen Rufe nach Dorpat Folge zu leisten? Er würde als Ordinarius 2400 Rubel jährlich erhalten. Von Collegiengeldern kann der Philosoph in Dorpat, wenn ich nicht irre, ungefähr 1500–2000 Rubel haben. Nach den russischen Gesetzen muß ein Professor einer der christlichen Confessionen angehören (NA Wundt/III/1001-1100/1096/453–456; https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed). Eine ähnliche Anfrage erging auch an Kuno Fischer, der Hugo Münsterberg ins Auge faßte, vgl. Münsterberg an Wundt vom 22.5.1889.">[1]</a>, ob ich nicht einen Philosophen wisse, der bereit sei, dort <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Teichmüller’s Professur ] Gustav Teichmüller, seit 1871 Professor für Philosophie an der Universität Dorpat, war am 22.5.1888 verstorben (BEdPh).&#xD;&#xA;">Teichmüller</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Teichmüller’s Professur ] Gustav Teichmüller, seit 1871 Professor für Philosophie an der Universität Dorpat, war am 22.5.1888 verstorben (BEdPh).&#xD;&#xA;">’s Professur</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Teichmüller’s Professur ] Gustav Teichmüller, seit 1871 Professor für Philosophie an der Universität Dorpat, war am 22.5.1888 verstorben (BEdPh).">[2]</a> zu übernehmen, welche an Gehalt 2400 und an Collegiengeldern <abbr title="circa" class="ED-abbr">ca.</abbr> 1500–2000 Rubel eintrage.</p><p class="ED-p">Da nun für unsre <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="freiwerdenden Professuren ] vgl. z. B. die Anfrage von Alois Riehl aus Freiburg an Wilhelm Wundt vom 7.10.1889, ob Windelband in Halle vorgeschlagen sei, wo er selbst in Frage käme (NA Wundt/III/1301-1400/1386/389-392; https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed).&#xD;&#xA;">freiwerdenden Professuren</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="freiwerdenden Professuren ] vgl. z. B. die Anfrage von Alois Riehl aus Freiburg an Wilhelm Wundt vom 7.10.1889, ob Windelband in Halle vorgeschlagen sei, wo er selbst in Frage käme (NA Wundt/III/1301-1400/1386/389-392; https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed).">[3]</a> in erster Linie auch Sie in Betracht kommen, so will ich nicht versäumen, vor meiner Antwort bei Ihnen anzufragen. Zwar verberge ich mir nicht, daß der Umstand, der vorhergehenden <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Berufung Falckenberg’s ] Richard Falckenberg (1851–1920), 1889 nach Erlangen berufen (BEdPh). – Natorp war mehrfach im Gespräch für philosophische Lehrstühle, wurde jedoch nie aus Marburg wegberufen. Natorps Nähe zur Sozialdemokratie und seine kollegiale und freundschaftliche Bindung an Hermann Cohen erwiesen sich als Karrierehindernis (vgl. Helmut Holzhey: Cohen und Natorp Bd. 1/2. Basel, Stuttgart: Schwabe 1986).&#xD;&#xA;">Berufung </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Berufung Falckenberg’s ] Richard Falckenberg (1851–1920), 1889 nach Erlangen berufen (BEdPh). – Natorp war mehrfach im Gespräch für philosophische Lehrstühle, wurde jedoch nie aus Marburg wegberufen. Natorps Nähe zur Sozialdemokratie und seine kollegiale und freundschaftliche Bindung an Hermann Cohen erwiesen sich als Karrierehindernis (vgl. Helmut Holzhey: Cohen und Natorp Bd. 1/2. Basel, Stuttgart: Schwabe 1986).&#xD;&#xA;">Falckenberg</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Berufung Falckenberg’s ] Richard Falckenberg (1851–1920), 1889 nach Erlangen berufen (BEdPh). – Natorp war mehrfach im Gespräch für philosophische Lehrstühle, wurde jedoch nie aus Marburg wegberufen. Natorps Nähe zur Sozialdemokratie und seine kollegiale und freundschaftliche Bindung an Hermann Cohen erwiesen sich als Karrierehindernis (vgl. Helmut Holzhey: Cohen und Natorp Bd. 1/2. Basel, Stuttgart: Schwabe 1986).&#xD;&#xA;">’s</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Berufung Falckenberg’s ] Richard Falckenberg (1851–1920), 1889 nach Erlangen berufen (BEdPh). – Natorp war mehrfach im Gespräch für philosophische Lehrstühle, wurde jedoch nie aus Marburg wegberufen. Natorps Nähe zur Sozialdemokratie und seine kollegiale und freundschaftliche Bindung an Hermann Cohen erwiesen sich als Karrierehindernis (vgl. Helmut Holzhey: Cohen und Natorp Bd. 1/2. Basel, Stuttgart: Schwabe 1986).">[4]</a> Sie nicht geneigter machen kann, auf eine solche Anfrage einzugehen. Ebenso ist, da Sie wie ich höre verheiratet sind, <span class="ED-pb">|</span> zu bedenken, ob man einem Deutschen zumuten soll, in jetziger Lage mit Familie nach Dorpat überzusiedeln. Da ich indessen Ihre gegenwärtige Stellung nicht kenne, so möchte ich doch bei Ihnen anfragen, ob ich eventuell den Herrn dort schreiben darf, Sie seien nicht abgeneigt, in Verhandlungen einzutreten. Ein bestimmtes Versprechen habe ich natürlich nicht zu erbitten. Sondern meine Frage ist mehr negativ: – ob Sie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="a limine ] lat. von vornherein („an der Schwelle“)&#xD;&#xA;">a limine</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="a limine ] lat. von vornherein („an der Schwelle“)">[5]</a> dagegen sind? In letzterem Falle würde ich Sie nicht erst nennen.</p><p class="ED-p">Für möglichst eingehende Antwort wäre ich in Bezug auf meinen Brief dahin dankbar. Den <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Band von Kuno Fischer ] gemeintes Werk nicht ermittelt, Bezug unklar. Weitere Korrespondenz Windelbands mit Natorp ist nicht nachgewiesen.&#xD;&#xA;">Band von </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Band von Kuno Fischer ] gemeintes Werk nicht ermittelt, Bezug unklar. Weitere Korrespondenz Windelbands mit Natorp ist nicht nachgewiesen.&#xD;&#xA;">Kuno Fischer</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Band von Kuno Fischer ] gemeintes Werk nicht ermittelt, Bezug unklar. Weitere Korrespondenz Windelbands mit Natorp ist nicht nachgewiesen.">[6]</a> darf ich wohl erwarten?</p><p class="ED-p">Mit besten Gruß Ihr</p><p class="ED-signed"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Windelband ] folgen Bleistiftnotizen auf Bl. 2v, vermutlich von Natorps Hand (Gehaltsberechnungen): 4000 2,25 9000 | 2400 2,25 5400 | 4500 9900 | 2000 2.25&#xD;&#xA;">Windelband</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Windelband ] folgen Bleistiftnotizen auf Bl. 2v, vermutlich von Natorps Hand (Gehaltsberechnungen): 4000 2,25 9000 | 2400 2,25 5400 | 4500 9900 | 2000 2.25">[a]</a></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Windelband</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>folgen Bleistiftnotizen auf <abbr class="ED-abbr">Bl</abbr>. 2<abbr title="verso" class="ED-abbr">v</abbr>, vermutlich von <span class="ED-name">Natorp</span>s Hand (Gehaltsberechnungen): <span class="ED-rdg">4000 2,25 9000 | 2400 2,25 5400 | 4500 9900 | 2000 2.25</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">anzufragen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. die parallele Anfrage über <span class="ED-name">Ivo Bruns</span> durch <span class="ED-name">Jan Niecislaw Baudouin de Courtenay</span> an <span class="ED-name">Wilhelm Wundt</span> aus Dorpat vom 17.2.1889 (Auszug): <span class="ED-rdg">Seit dem Tode Teichmüller’s ist unser einziger Lehrstuhl für Philosophie und Pädagogik vacant und wir sind gezwungen ihn zu besetzen. Der von uns zu erwählende ist einziger Repräsentant beider Fächer, müßte also ziemlich vielseitig sein. Die Hauptdisciplinen aber, in welchen er officiell am meisten thätig sein muß, sind 1) vorzugsweise die Logik und 2) die Geschichte der Philosophie. Officiell nicht so wichtig, aber ihrem Wesen nach unentbehrlich ist die Psychologie. […] Einige unserer Collegen, in erster Reihe classische Philologen, schlagen als den einzigen Candidaten den Herrn Ivo Bruns in Kiel vor und behaupten, es sei sonst kein passender Candidat zu finden. Mir aber und noch einigen anderen scheint Bruns zu einseitig philologisch zu sein […]. In Anbetracht dessen habe ich mich entschlossen, Sie, als einen der hervorragendsten Vertreter der Philosophie in Deutschland, mit der zudringlichen Bitte zu belästigen, mir baldmöglichst auf folgende Fragen zu antworten: 1) Halten Sie Bruns für einen der oben erwähnten Anforderungen vollkommen entsprechenden Candidaten? 2) Könnte man nicht für den einzigen philosophischen Lehrstuhl einen wirklichen Philosophen finden, welcher deutsch vortragen könnte und bereit wäre, einem etwaigen Rufe nach Dorpat Folge zu leisten? Er würde als Ordinarius 2400 Rubel jährlich erhalten. Von Collegiengeldern kann der Philosoph in Dorpat, wenn ich nicht irre, ungefähr 1500–2000 Rubel haben. Nach den russischen Gesetzen muß ein Professor einer der <u>christlichen</u> Confessionen angehören</span> (NA Wundt/III/1001-1100/1096/453–456; <span class="ED-link"><a href="https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed">https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed</a></span>). Eine ähnliche Anfrage erging auch an <span class="ED-name">Kuno Fischer</span>, der <span class="ED-name">Hugo Münsterberg</span> ins Auge faßte, <abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. <span class="ED-name">Münsterberg</span> an <span class="ED-name">Wundt</span> vom 22.5.1889.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Teichmüller</span>’s Professur</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Gustav Teichmüller</span>, seit 1871 Professor für Philosophie an der Universität Dorpat, war am 22.5.1888 verstorben (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">freiwerdenden Professuren</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> die Anfrage von <span class="ED-name">Alois Riehl</span> aus Freiburg an <span class="ED-name">Wilhelm Wundt</span> vom 7.10.1889, ob Windelband in Halle vorgeschlagen sei, wo er selbst in Frage käme (NA Wundt/III/1301-1400/1386/389-392; <span class="ED-link"><a href="https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed">https://histbest.ub.uni-leipzig.de/content/estate_wundt.xed</a></span>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Berufung <span class="ED-name">Falckenberg</span>’s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Richard Falckenberg</span> (1851–1920), 1889 nach Erlangen berufen (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>). – <span class="ED-name">Natorp</span> war mehrfach im Gespräch für philosophische Lehrstühle, wurde jedoch nie aus Marburg wegberufen. <span class="ED-name">Natorp</span>s Nähe zur Sozialdemokratie und seine kollegiale und freundschaftliche Bindung an <span class="ED-name">Hermann Cohen</span> erwiesen sich als Karrierehindernis (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Helmut Holzhey: Cohen und Natorp <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 1/2. Basel, Stuttgart: Schwabe 1986).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">a limine</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> von vornherein („an der Schwelle“)</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Band von <span class="ED-name">Kuno Fischer</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gemeintes Werk nicht ermittelt, Bezug unklar. Weitere Korrespondenz Windelbands mit Natorp ist nicht nachgewiesen.</div></div></body></html>