<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Friedrich Theodor Althoff, Straßburg, 7.12.1882, 8 S., hs. (dt. Schrift), Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, VI. HA Nl Althoff, F. T. Nr. 1020</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000138-5"/><style type="text/css">
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Zu der Breslauer Sache.">[a]</a> <abbr title="im Elsaß" class="ED-abbr"><sup>i</sup>/E.</abbr> <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Möllerstr. 4. ] heute Rue du Maréchal Joffre, in der Nähe der UB&#xD;&#xA;">Möllerstr. 4.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Möllerstr. 4. ] heute Rue du Maréchal Joffre, in der Nähe der UB">[1]</a> 7 Dec<span class="ED-add">[ember]</span> 1882.</p><p class="ED-salute">Verehrtester Herr Geheimerath!</p><p class="ED-p">Für Ihr ehrenvoll vertrauliches Schreiben sage ich Ihnen meinen besten Dank, und indem ich mir vorbehalte, auf meine eigne Angelegenheit nach einiger Zeit zurückzukommen, erfülle ich gern Ihren Wunsch hinsichtlich der Breslauer Angelegenheit.</p><p class="ED-p">Daß <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Paulsen ] vgl. Windelband an Althoff vom 30.11.1882&#xD;&#xA;">P</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Paulsen ] vgl. Windelband an Althoff vom 30.11.1882&#xD;&#xA;">[aulsen]</span></span><span class="ED-add"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Paulsen ] vgl. Windelband an Althoff vom 30.11.1882">[2]</a></span> seine Annahme rückgängig gemacht hat, bedaure ich nicht allzu sehr: die Thatsache zeigt, daß eine persönliche Bedürftigkeit nicht vorliegt; sachlich kann ich aber nicht umhin, meine Ansicht dahin auszusprechen: der <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Posivismus ] so wörtlich&#xD;&#xA;">Posivismus</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Posivismus ] so wörtlich">[b]</a> hat, getragen von der naturwissenschaftlichen Tendenz unserer Tage, unterstützt von den entsprechenden Elementen der in alter Weise constituirten philos<span class="ED-add">[ophischen]</span> Fakultäten, sich auf unsern deutschen Kathedern bereits in einer Ausdehnung heimisch gemacht, die zwar noch nicht eine Majorität, am wenigsten eine solche der Kapacität ist, den ich aber nicht vergrößert wünsch<span class="ED-pb">|</span>te und in die ich eine so wichtige Professur wie die Breslauer nur ungern eingeschlossen gesehen hätte. Ich muß es mir gefallen lassen, wenn Sie diese Ansicht, die auch meinen folgenden Angaben zu Grunde liegt, einen Partei-Standpunct nennen: aber das glaube ich sagen zu dürfen, daß sie gar keine persönlichen Gründe hat, sondern auf der rein sachlichen Ueberzeugung beruht: es sei die Erfüllung der akademischen Aufgabe der Philosophie, den Brod- und Fachstudien gegenüber den Idealismus des wissenschaftlichen Einheitsstrebens zu vertreten, am wenigsten von einer Richtung zu erwarten, die geneigt ist, die Philosophie mit einigen specifischen empirischen Untersuchungen zu identificiren.</p><p class="ED-p">Für Breslau würde ich Ihnen <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Liebmann ] Otto Liebmann (1840–1912), 1872–1882 in Straßburg, 1882–1911 Jena (BEdPh).&#xD;&#xA;">Liebmann</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Liebmann ] Otto Liebmann (1840–1912), 1872–1882 in Straßburg, 1882–1911 Jena (BEdPh).">[3]</a> nennen, wenn nicht gegen diesen dasselbe Argument, wie gegen mich, in Betracht käme. Neben ihm scheint mir zuerst <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Siebeck ] Hermann Siebeck (1842–1920), 1872 in Halle habilitiert, 1875 o. Prof. Basel, 1883 Gießen (BEdPh).&#xD;&#xA;">Siebeck</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Siebeck ] Hermann Siebeck (1842–1920), 1872 in Halle habilitiert, 1875 o. Prof. Basel, 1883 Gießen (BEdPh).">[4]</a> hervorzutreten, für den ich Sie um so eher zu interessiren wünschte, als er bereits, so viel ich weiß, nach mir und P<span class="ED-add">[aulsen]</span> vorgeschlagen ist. Ich bemerke, daß ich S<span class="ED-add">[iebeck]</span> persönlich von gelegentlichen Begegnungen kenne, und zwar kenne als einen sehr tüchtigen, durchaus gediege<span class="ED-pb">|</span>nen Forscher, vor Allem aber als einen sicheren, ruhigen Character, von dem eine Verletzung anderer confessioneller Standpuncte niemals zu befürchten wäre. S<span class="ED-add">[iebeck]</span> steht der völkerpsychologischen Richtung nahe, ohne ihr eigentlich anzugehören: sein „Wesen der aesthetischen Anschauung“ (Berl<span class="ED-add">[in]</span> 1873) zeigt eine selbständige Vertretung des <span class="ED-name">Herbart</span>’schen Standpunctes. Sein Hauptwerk ist die „Geschichte der Psychologie“ (I,1 Gotha 1880, I,2 im Druck) – ein sehr gediegenes, für seinen, bisher nur ganz ungenügend behandelten Gegenstand maßgebendes Werk. S<span class="ED-add">[iebeck]</span>’s Persönlichkeit ist nicht in hervorragendem Maße anregend, aber von ruhiger Solidität, und ich glaube, daß er seinen Platz ganz vortrefflich ausfüllen würde.</p><p class="ED-p">Nach ihm würde ich mir erlauben, Sie auf <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Bergmann ] Julius Bergmann (1839–1904), 1872 in Berlin habilitiert, im selben Jahr o. Prof. Königsberg, 1874 Marburg (BEdPh).&#xD;&#xA;">Bergmann</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Bergmann ] Julius Bergmann (1839–1904), 1872 in Berlin habilitiert, im selben Jahr o. Prof. Königsberg, 1874 Marburg (BEdPh).">[5]</a> in Marburg aufmerksam zu machen. Dessen Philosophiren ist nun zwar garnicht modern; er steht bei <span class="ED-name">Platon</span>, <span class="ED-name">Leibniz</span> und <span class="ED-name">Fichte</span>: aber er ist ein durchaus würdiger und ernster Denker. Die „Beurtheilung des Kriticismus“ (Berl<span class="ED-add">[in]</span> 1875), „Reine Logik“ (79), „Sein und Erkennen“ (80) und die eben erschienenen „Grundprobleme der Logik“ sind außerordentlich tüchtige, tief dringende, <span class="ED-pb">|</span> scharfsinnige Schriften. Man sagt ihm einen großen Lehrerfolg nach; und erzählt sich von seiner <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="hoch conservativen ] Lesung wegen Aktenheftung unsicher&#xD;&#xA;">hoch conservativen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="hoch conservativen ] Lesung wegen Aktenheftung unsicher">[c]</a> und kirchlich positiven Gesinnung. Gesehen habe ich ihn nie; auch nie mit ihm correspondirt: über dies persönliche Element werden Sie bessere Wege der Information haben.</p><p class="ED-p">Nach diesen beiden müßte man schon um ein gut Stück tiefer greifen. Das gälte meine Ansicht nach sowol von <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Baumann ] Julius Baumann (1837–1916), 1863 in Berlin promoviert, Schüler Lotzes, o. Prof. Göttingen (BEdPh).&#xD;&#xA;">Baumann</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Baumann ] Julius Baumann (1837–1916), 1863 in Berlin promoviert, Schüler Lotzes, o. Prof. Göttingen (BEdPh).">[6]</a> (Göttingen), dessen „Philosophie als Orientirung über die Welt“ und „Handbuch der Moral“ immerhin tüchtige und achtungswerthe Leistungen sind, als auch von <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Eucken ] Rudolf Eucken (1846–1926), seit 1874 in Jena (BEdPh).&#xD;&#xA;">Eucken</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Eucken ] Rudolf Eucken (1846–1926), seit 1874 in Jena (BEdPh).">[7]</a> (Jena), der in seinen „Grundbegriffen der Gegenwart“ und in der „Geschichte der philos<span class="ED-add">[ophischen]</span> Terminologie im Umriß“ umfassende historische Studien, wenn auch in etwas unbestimmter, schwammiger Darstellung, jedenfalls aber mit echt philosophischem Geiste bewiesen hat (von mehreren kleineren Schriftchen abzusehen), als auch weiterhin von E<span class="ED-add">[dmund]</span> <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Pfleiderer ] Edmund Pfleiderer (1842–1902), 1873 o. Prof. Kiel, 1877 Tübingen (BEdPh).&#xD;&#xA;">Pfleiderer</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Pfleiderer ] Edmund Pfleiderer (1842–1902), 1873 o. Prof. Kiel, 1877 Tübingen (BEdPh).">[8]</a> (Tübingen), der in kleineren Arbeiten über <span class="ED-name">Leibniz</span>, über <span class="ED-name">Lotze</span> über <span class="ED-name">Geulinx</span> hübsche Details geliefert hat, aber auf große Bedeutung keinen Anspruch erheben darf, als auch endlich von <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Schuppe ] Wilhelm Schuppe (1836–1913), 1860 in Berlin promoviert, seit 1861 Gymnasiallehrer, auf Empfehlung Lotzes 1873 als o. Prof. nach Greifswald berufen (BEdPh).&#xD;&#xA;">Schuppe</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Schuppe ] Wilhelm Schuppe (1836–1913), 1860 in Berlin promoviert, seit 1861 Gymnasiallehrer, auf Empfehlung Lotzes 1873 als o. Prof. nach Greifswald berufen (BEdPh).">[9]</a> (Greifswald), <span class="ED-pb">|</span> zwar einen entschiedenen Antipositivisten, dessen dickleibige Bücher jedoch („Erkenntnißtheoretische Logik“ 1878 und „System der Rechtsphilosophie“ 1881) einen etwas verschrobenen Eindruck machen und die Befürchtung nahe legen, sie seien schnell redigirte Vorlesungsabdrucke, in welchem Falle sie für die Vorlesungen auch kein günstiges Vorurtheil indiciren würden.</p><p class="ED-p">Eigenthümlich steht die Sache mit <span class="ED-name">Riehl</span>, meinem Nachfolger in Freiburg. Er war dort neben <span class="ED-name">Siebeck</span>, mit Inversion der alphabetischen Reihenfolge, vorgeschlagen und wurde als Katholik von der Regierung bevorzugt. Er bildet die eigenthümliche Erscheinung auf theoretischem Gebiete, das er bisher allein literarisch behandelt, aprioristischer Kantianer, auf dem practischen aber, wie ich erst hinterher aus einer <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Recension von ihm über Laas ] Alois Riehl rezensierte: Ernst Laas, Idealismus und Positivismus, Teil II. In: Deutsche Literaturzeitung 3 (1882), Sp. 924–925.&#xD;&#xA;">Recension von ihm über </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Recension von ihm über Laas ] Alois Riehl rezensierte: Ernst Laas, Idealismus und Positivismus, Teil II. In: Deutsche Literaturzeitung 3 (1882), Sp. 924–925.&#xD;&#xA;">Laas</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Recension von ihm über Laas ] Alois Riehl rezensierte: Ernst Laas, Idealismus und Positivismus, Teil II. In: Deutsche Literaturzeitung 3 (1882), Sp. 924–925.">[10]</a> und aus Privatgespächen erfahren habe, extremer Positivist und Utilist zu sein.</p><p class="ED-p">Soll auf die jüngeren Kräfte gegriffen werden, so nenne ich neben <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Glogau ] Gustav Glogau (1844–1895), zunächst im Schuldienst, 1878 in Zürich habilitiert (Polytechnikum), 1882 dort Prof., 1883 ao. Prof. Halle, 1884 o. Prof. Kiel (BEdPh).&#xD;&#xA;">Glogau</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Glogau ] Gustav Glogau (1844–1895), zunächst im Schuldienst, 1878 in Zürich habilitiert (Polytechnikum), 1882 dort Prof., 1883 ao. Prof. Halle, 1884 o. Prof. Kiel (BEdPh).">[11]</a> und <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Thiele ] Günther Thiele (1841–1910), 1869 in Halle promoviert, danach im Schuldienst, 1875 in Glückstadt habilitiert, 1881 ao. Prof., seit 1882 in Königsberg, 1885 o.Prof. (BEdPh).&#xD;&#xA;">Thiele</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Thiele ] Günther Thiele (1841–1910), 1869 in Halle promoviert, danach im Schuldienst, 1875 in Glückstadt habilitiert, 1881 ao. Prof., seit 1882 in Königsberg, 1885 o.Prof. (BEdPh).">[12]</a>, die Sie beide genauer kennen, zunächst <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Volkelt ] Johannes Volkelt (1848–1930), 1876 in Leipzig habilitiert, 1879 ao. Prof. Jena, 1883 o. Prof. Basel, 1889 Würzburg, 1894 Leipzig (BEdPh).&#xD;&#xA;">Volkelt</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="Volkelt ] Johannes Volkelt (1848–1930), 1876 in Leipzig habilitiert, 1879 ao. Prof. Jena, 1883 o. Prof. Basel, 1889 Würzburg, 1894 Leipzig (BEdPh).">[13]</a> (Jena), der seine an <span class="ED-name">Hartmann</span> sich anlehnenden Anfänge („Das Unbewußte <span class="ED-pb">|</span> und der Pessimismus“ und „Die Traumphantasie“) überwunden zu haben scheint und in seinem Buch über „<span class="ED-name">Kant</span>’s Erkenntnißtheorie“ sehr Tüchtiges geleistet hat, sodann, aber nur als psychologischen Specialisten, H. <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="Spitta ] Heinrich Spitta (Jg. 1849), 1878 in Tübingen habilitiert, 1883 Titel ao. Prof. Tübingen, 1887 etatsmäßig, 1902 Honorarprofessor (Wer ist’s (1912), S. 1540).&#xD;&#xA;">Spitta</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-14" id="app-editorial-14-ref" title="Spitta ] Heinrich Spitta (Jg. 1849), 1878 in Tübingen habilitiert, 1883 Titel ao. Prof. Tübingen, 1887 etatsmäßig, 1902 Honorarprofessor (Wer ist’s (1912), S. 1540).">[14]</a> (Tübingen), dessen verdienstliche Arbeit „über die Schlaf- und Traumzustände“ eben die zweite Auflage erlebt hat und dessen Schrift „Die Willensbestimmungen“ ebenfalls sehr zu loben ist, – endlich <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="Natorp ] Paul Natorp (1854–1924), seit 1880 in Marburg (BEdPh)&#xD;&#xA;">Natorp</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-15" id="app-editorial-15-ref" title="Natorp ] Paul Natorp (1854–1924), seit 1880 in Marburg (BEdPh)">[15]</a> (Marburg), dessen Arbeit über „die Erkenntnißtheorie <span class="ED-name">Descartes’</span>“ meinen vollen und ungetheilten Beifall hat.</p><p class="ED-p">Bei allen diesen habe ich zwar nicht aus persönlicher Kenntniß, wol aber aus dem Eindruck ihrer Schriften die Ueberzeugung, daß sie den entgegengesetzten Richtungen, mit denen sie in Breslau zu rechnen haben würden, nicht durch tactloses und eiferndes Auftreten Anlaß zu Verletzung geben würden; doch würde ich mich immer darauf verlassen, daß Sie Sich im besonderen Fall darüber eingehender zu orientiren vermögen würden.</p><p class="ED-p">Zuletzt möchte ich diese Gelegenheit nicht versäumen, <span class="ED-pb">|</span> Ihrem Wohlwollen einen Mann zu empfehlen, der der Bonner Fakultät ähnliche, wenn auch nicht gleiche Verlegenheit bereitet, wie uns <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-16" title="Vaihinger ] vgl. Windelband an Althoff vom 30.11.1882&#xD;&#xA;">V</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-16" title="Vaihinger ] vgl. Windelband an Althoff vom 30.11.1882&#xD;&#xA;">[aihinger]</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-16" id="app-editorial-16-ref" title="Vaihinger ] vgl. Windelband an Althoff vom 30.11.1882">[16]</a>, nämlich <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17" title="H. Witte ] gemeint ist vermutlich Johannes Heinrich Witte (* 1846), nach den Titelblättern seiner Publikationen Docent der Philosophie an der Universität Bonn (1876), 1885 dort Professor der Philosophie, 1889 Professor der Philosophie und Pädagogik – mit jeweils unklarem Status. Näheres nicht ermittelt. Witte verfaßte u. a.: Beiträge zum Verständniss Kant’s (1874), Salomon Maimon: die merkwürdigen Schicksale und die wissenschaftliche Bedeutung eines jüdischen Denkers aus der Kantischen Schule (1876), Vorstudien zur Erkenntnis des unerfahrbaren Seins. Philosophische Abhandlungen spekulativ- und historisch-kritischen Inhalts (1876), Zur Erkenntnistheorie und Ethik. Drei philosophische Abhandlungen (1877), Über Anschaulichkeit in den Sinnen und Anschaulichkeit im Denken (1879), Die Philosophie unserer Dichterheroen. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Idealismus (1880), Über Freiheit des Willens, das sittliche Leben und seine Gesetze. Ein Beitrag zur Reform der Erkenntnistheorie, Psychologie und Moralphilosophie (1882), Kantischer Kritizismus gegenüber unkritischem Dilettantismus (1885), Das Wesen der Seele und die Natur der geistigen Vorgänge im Lichte der Philosophie seit Kant und ihrer grundlegenden Theorien historisch-kritisch dargestellt (1888), Sinnen und Denken. Gesammelte Abhandlungen und Vorträge aus den Gebieten der Litteratur, Philosophie und Pädagogik sowie ihrer Geschichte (1889).&#xD;&#xA;">H. </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17" title="H. Witte ] gemeint ist vermutlich Johannes Heinrich Witte (* 1846), nach den Titelblättern seiner Publikationen Docent der Philosophie an der Universität Bonn (1876), 1885 dort Professor der Philosophie, 1889 Professor der Philosophie und Pädagogik – mit jeweils unklarem Status. Näheres nicht ermittelt. Witte verfaßte u. a.: Beiträge zum Verständniss Kant’s (1874), Salomon Maimon: die merkwürdigen Schicksale und die wissenschaftliche Bedeutung eines jüdischen Denkers aus der Kantischen Schule (1876), Vorstudien zur Erkenntnis des unerfahrbaren Seins. Philosophische Abhandlungen spekulativ- und historisch-kritischen Inhalts (1876), Zur Erkenntnistheorie und Ethik. Drei philosophische Abhandlungen (1877), Über Anschaulichkeit in den Sinnen und Anschaulichkeit im Denken (1879), Die Philosophie unserer Dichterheroen. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Idealismus (1880), Über Freiheit des Willens, das sittliche Leben und seine Gesetze. Ein Beitrag zur Reform der Erkenntnistheorie, Psychologie und Moralphilosophie (1882), Kantischer Kritizismus gegenüber unkritischem Dilettantismus (1885), Das Wesen der Seele und die Natur der geistigen Vorgänge im Lichte der Philosophie seit Kant und ihrer grundlegenden Theorien historisch-kritisch dargestellt (1888), Sinnen und Denken. Gesammelte Abhandlungen und Vorträge aus den Gebieten der Litteratur, Philosophie und Pädagogik sowie ihrer Geschichte (1889).&#xD;&#xA;">Witte</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-17" id="app-editorial-17-ref" title="H. Witte ] gemeint ist vermutlich Johannes Heinrich Witte (* 1846), nach den Titelblättern seiner Publikationen Docent der Philosophie an der Universität Bonn (1876), 1885 dort Professor der Philosophie, 1889 Professor der Philosophie und Pädagogik – mit jeweils unklarem Status. Näheres nicht ermittelt. Witte verfaßte u. a.: Beiträge zum Verständniss Kant’s (1874), Salomon Maimon: die merkwürdigen Schicksale und die wissenschaftliche Bedeutung eines jüdischen Denkers aus der Kantischen Schule (1876), Vorstudien zur Erkenntnis des unerfahrbaren Seins. Philosophische Abhandlungen spekulativ- und historisch-kritischen Inhalts (1876), Zur Erkenntnistheorie und Ethik. Drei philosophische Abhandlungen (1877), Über Anschaulichkeit in den Sinnen und Anschaulichkeit im Denken (1879), Die Philosophie unserer Dichterheroen. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Idealismus (1880), Über Freiheit des Willens, das sittliche Leben und seine Gesetze. Ein Beitrag zur Reform der Erkenntnistheorie, Psychologie und Moralphilosophie (1882), Kantischer Kritizismus gegenüber unkritischem Dilettantismus (1885), Das Wesen der Seele und die Natur der geistigen Vorgänge im Lichte der Philosophie seit Kant und ihrer grundlegenden Theorien historisch-kritisch dargestellt (1888), Sinnen und Denken. Gesammelte Abhandlungen und Vorträge aus den Gebieten der Litteratur, Philosophie und Pädagogik sowie ihrer Geschichte (1889).">[17]</a></span>, einen zwar keineswegs bedeutenden, zu alleiniger Vertretung der Philos<span class="ED-add">[ophie]</span> durchaus noch nicht geeigneten, aber durchaus strebsamen, anständigen und kenntnißreichen Mann, der nur deshalb noch nicht zu einem Extraordinariat gekommen ist, weil er in dem, auf persönlichen Gründen beruhenden Streben danach, sich durch eine Vielschreiberei zu helfen meinte, die ihm den Hals gebrochen hat. Er ist in persönlich bedauernswerther Lage; und ich wünschte ihm wol eine kleine Unterkunft.</p><p class="ED-p">Verzeihen Sie, verehrtester Herr Geheimerath, wenn ich zu ausführlich gewesen bin: ich beschließe diese, selbstverständlich nur für Ihr Auge bestimmte Revue, welche natürlich keinen andern Anspruch macht, als Ihrem Wunsche gemäß meine subjective Meinung vor Ihnen mit aller Offenheit auszubreiten, – ich beschließe sie mit dem <span class="ED-pb">|</span> Ausdruck des Dankes dafür, daß Ihr ehrenvolles Vertrauen mir dazu Gelegenheit geboten hat, und mit der Bitte, unsre besten Empfehlungen von Haus zu Haus freundlichst entgegenzunehmen, als Ihr hochachtungsvoll ergebner</p><p class="ED-signed">Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Strassburg</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>links oben von <span class="ED-name">Althoff</span>s <abbr class="ED-abbr">Hd</abbr>.: <span class="ED-rdg"><u>Windelband</u>: Philosophen, besonders in Bezug auf Breslau. Zu der Breslauer Sache.</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Posivismus</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">hoch conservativen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Lesung wegen Aktenheftung unsicher</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Möllerstr. 4.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>heute Rue du Maréchal Joffre, in der Nähe der <abbr title="Universitätsbibliothek" class="ED-abbr">UB</abbr></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Paulsen</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. Windelband an <span class="ED-name">Althoff</span> vom 30.11.1882</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Liebmann</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Otto Liebmann</span> (1840–1912), 1872–1882 in Straßburg, 1882–1911 Jena (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Siebeck</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Hermann Siebeck</span> (1842–1920), 1872 in Halle habilitiert, 1875 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> Basel, 1883 Gießen (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Bergmann</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Julius Bergmann</span> (1839–1904), 1872 in Berlin habilitiert, im selben Jahr <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> Königsberg, 1874 Marburg (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Baumann</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Julius Baumann</span> (1837–1916), 1863 in Berlin promoviert, Schüler Lotzes, <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> Göttingen (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Eucken</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Rudolf Eucken</span> (1846–1926), seit 1874 in Jena (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Pfleiderer</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Edmund Pfleiderer</span> (1842–1902), 1873 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> Kiel, 1877 Tübingen (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Schuppe</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Wilhelm Schuppe</span> (1836–1913), 1860 in Berlin promoviert, seit 1861 Gymnasiallehrer, auf Empfehlung Lotzes 1873 als <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> nach Greifswald berufen (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Recension von ihm über <span class="ED-name">Laas</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Alois Riehl</span> rezensierte: Ernst Laas, Idealismus und Positivismus, Teil II. In: Deutsche Literaturzeitung 3 (1882), Sp. 924–925.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Glogau</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Gustav Glogau</span> (1844–1895), zunächst im Schuldienst, 1878 in Zürich habilitiert (Polytechnikum), 1882 dort <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr>, 1883 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> Halle, 1884 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> Kiel (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Thiele</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Günther Thiele</span> (1841–1910), 1869 in Halle promoviert, danach im Schuldienst, 1875 in Glückstadt habilitiert, 1881 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr>, seit 1882 in Königsberg, 1885 <abbr class="ED-abbr">o.Prof.</abbr> (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Volkelt</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Johannes Volkelt</span> (1848–1930), 1876 in Leipzig habilitiert, 1879 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> Jena, 1883 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> Basel, 1889 Würzburg, 1894 Leipzig (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-14"><span class="ED-app-num">14</span><a href="#app-editorial-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Spitta</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Heinrich Spitta</span> (<abbr title="Jahrgang" class="ED-abbr">Jg.</abbr> 1849), 1878 in Tübingen habilitiert, 1883 Titel <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> Tübingen, 1887 etatsmäßig, 1902 Honorarprofessor (Wer ist’s (1912), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1540).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-15"><span class="ED-app-num">15</span><a href="#app-editorial-15-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Natorp</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Paul Natorp</span> (1854–1924), seit 1880 in Marburg (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>)</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-16"><span class="ED-app-num">16</span><a href="#app-editorial-16-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Vaihinger</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr"> vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Althoff</span> vom 30.11.1882</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-17"><span class="ED-app-num">17</span><a href="#app-editorial-17-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">H. <span class="ED-name">Witte</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gemeint ist vermutlich <span class="ED-name">Johannes Heinrich Witte</span> (* 1846), nach den Titelblättern seiner Publikationen <span class="ED-rdg">Docent der Philosophie an der Universität Bonn</span> (1876), 1885 dort <span class="ED-rdg">Professor der Philosophie</span>, 1889 <span class="ED-rdg">Professor der Philosophie und Pädagogik</span> – mit jeweils unklarem Status. Näheres nicht ermittelt. <span class="ED-name">Witte</span> verfaßte <abbr title="unter anderem; und andere" class="ED-abbr">u. a.</abbr>: Beiträge zum Verständniss Kant’s (1874), Salomon Maimon: die merkwürdigen Schicksale und die wissenschaftliche Bedeutung eines jüdischen Denkers aus der Kantischen Schule (1876), Vorstudien zur Erkenntnis des unerfahrbaren Seins. Philosophische Abhandlungen spekulativ- und historisch-kritischen Inhalts (1876), Zur Erkenntnistheorie und Ethik. Drei philosophische Abhandlungen (1877), Über Anschaulichkeit in den Sinnen und Anschaulichkeit im Denken (1879), Die Philosophie unserer Dichterheroen. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Idealismus (1880), Über Freiheit des Willens, das sittliche Leben und seine Gesetze. Ein Beitrag zur Reform der Erkenntnistheorie, Psychologie und Moralphilosophie (1882), Kantischer Kritizismus gegenüber unkritischem Dilettantismus (1885), Das Wesen der Seele und die Natur der geistigen Vorgänge im Lichte der Philosophie seit Kant und ihrer grundlegenden Theorien historisch-kritisch dargestellt (1888), Sinnen und Denken. Gesammelte Abhandlungen und Vorträge aus den Gebieten der Litteratur, Philosophie und Pädagogik sowie ihrer Geschichte (1889).</div></div></body></html>