<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Gustav Glogau, Freiburg i. Br., 27.7.1882, 4 S., hs. (dt. Schrift), UB Kiel, NL Glogau, Fasz. 28</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000131-2"/><style type="text/css">
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(dt. Schrift)</span>, <span class="ED-pubPlace">UB Kiel, NL Glogau, Fasz. 28</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Freiburg <abbr class="ED-abbr">i B.</abbr> 27 Juli 82.</p><p class="ED-salute">Verehrtester Herr College,</p><p class="ED-p">Ihre freundliche Zuschrift trifft mich in dem Momente, wo ich mich anschicke, Ihnen hinsichtlich der Frage meines Nachfolgers in der hiesigen Professur die Nachricht zu senden, welche ich kürzlich schon dem Collegen <span class="ED-name">Siebeck</span> mittheilte und auch Ihnen zu schreiben bisher nur durch <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="manichfache ] so wörtlich&#xD;&#xA;">manichfache</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="manichfache ] so wörtlich">[a]</a> Zerstreuung und Beschäftigung verhindert gewesen bin.</p><p class="ED-p">Gleich nachdem ich mich für die Annahme der Straßburger Vocation entschieden hatte, faßte ich, wie Sie wissen, in erster Linie unsern gemeinsamen Freund <span class="ED-name">Siebeck</span> in’s Auge, nicht ohne dabei, wie ich diesem persönlich mittheilte, die weitere Consequenz zu verfolgen, daß wenn er hierher käme, Sie ihm auf dem Basler Katheder folgen würden. Die persönliche Unterredung, welche ich mit S<span class="ED-add">[iebeck]</span> bald nach Pfingsten aufsuchte, überzeugte mich, daß es eventuell möglich sein würde, ihn für uns zu gewinnen, daß aber nicht volle Gewißheit dafür bestand. Wenn ich für den Fall seiner Ablehnung weiter dachte, so standen Sie <span class="ED-pb">|</span> unbedingt im Vordergrunde meines Interesses und ich habe der Fakultät für diesen Fall zunächst Sie empfohlen; daher ich mir auch erlaubte, nicht mir von Ihnen selbst das Verzeichniß Ihrer Vorlesungen zu erbitten, sondern mir weitere Berichte zu verschaffen, die so günstig als nur denkbar ausfielen.</p><p class="ED-p">Indessen hat diese Angelegenheit eine damals unerwartete Wendung genommen. Einerseits sprach die Fakultät im Hinblick auf das Wachsthum unsrer Hochschule und die Wichtigkeit des einzigen Vertreters der Philosophie den Wunsch und das Princip aus, zunächst nur solche Candidaten in’s Auge zu fassen, welche bereits allein mit Erfolg an anderen Universitäten die Philosophie vertreten hätten, und gab mir ausdrücklich auf, ihr in erster Linie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="nur Ordinarien vorzuschlagen ] vgl. Windelband an Eduard Zeller vom 10.6.1882&#xD;&#xA;">nur Ordinarien vorzuschlagen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="nur Ordinarien vorzuschlagen ] vgl. Windelband an Eduard Zeller vom 10.6.1882">[1]</a>. Andererseits wurde ich darüber in Kenntniß gesetzt, daß, was ich nicht erwartet hatte, der College <span class="ED-name">Riehl</span> in Graz bereit sei, einem Rufe hierher Folge zu geben. Sie selbst, – und ich hoffe, auch unser Freund <span class="ED-name">Siebeck</span> –, werden mir zugeben, daß ich diese Chance der Fakultät nicht vorenthalten konnte; und indem ich daher erklärte, daß vor anderen Ordinarien, die außerdem erwähnt worden <span class="ED-pb">|</span> waren, meiner Ansicht nach Sie und noch der eine oder der andere der auch genannten Extraordinarien den Vorzug verdienten, schlug ich schließlich vor, unsern Antrag darauf zu beschränken, daß <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Siebeck und Riehl pari loco präsentirt ] vgl. UA Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans Emil Warburg 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan. Daraufhin moniert Prorektor Alfred Hegar (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 o. Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, vgl. NDB; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. Glogaus Name taucht in der Akte nicht auf.&#xD;&#xA;">Siebeck</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Siebeck und Riehl pari loco präsentirt ] vgl. UA Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans Emil Warburg 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan. Daraufhin moniert Prorektor Alfred Hegar (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 o. Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, vgl. NDB; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. Glogaus Name taucht in der Akte nicht auf.&#xD;&#xA;"> und </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Siebeck und Riehl pari loco präsentirt ] vgl. UA Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans Emil Warburg 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan. Daraufhin moniert Prorektor Alfred Hegar (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 o. Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, vgl. NDB; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. Glogaus Name taucht in der Akte nicht auf.&#xD;&#xA;">Riehl</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Siebeck und Riehl pari loco präsentirt ] vgl. UA Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans Emil Warburg 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan. Daraufhin moniert Prorektor Alfred Hegar (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 o. Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, vgl. NDB; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. Glogaus Name taucht in der Akte nicht auf.&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2 app-philological-2" title="Siebeck und Riehl pari loco präsentirt ] vgl. UA Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans Emil Warburg 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan. Daraufhin moniert Prorektor Alfred Hegar (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 o. Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, vgl. NDB; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. Glogaus Name taucht in der Akte nicht auf.&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;pari loco ] in lat. Schrift&#xD;&#xA;">pari loco</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="pari loco ] in lat. Schrift">[b]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Siebeck und Riehl pari loco präsentirt ] vgl. UA Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans Emil Warburg 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan. Daraufhin moniert Prorektor Alfred Hegar (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 o. Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, vgl. NDB; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. Glogaus Name taucht in der Akte nicht auf.&#xD;&#xA;"> präsentirt</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Siebeck und Riehl pari loco präsentirt ] vgl. UA Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans Emil Warburg 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan. Daraufhin moniert Prorektor Alfred Hegar (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 o. Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, vgl. NDB; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. Glogaus Name taucht in der Akte nicht auf.">[2]</a>, sonst aber zunächst Niemand genannt werden sollte.</p><p class="ED-p">Dies geschah, und die Regierung hat nun ihrerseits – ich weiß nicht, aus welchen Gründen – sich zuerst an <span class="ED-name">Riehl</span> gewendet, und dieser hat acceptirt.</p><p class="ED-p">Unter diesen Umständen hege ich nun den lebhaften Wunsch, daß trotzdem diese Bewegung sich noch auf Sie erstrecken möchte, und ich frage daher bei Ihnen an, 1) ob Sie überhaupt Lust hätten, nach Graz zu gehen, 2) ob Sie, das Erste vorausgesetzt, Sich zu <span class="ED-name">Riehl</span> in dem Verhältnisse befinden, an ihn darüber schreiben zu können, 3) ob, wie es auch damit stehe, Sie damit einverstanden wären, wenn ich, sei es allein, sei es neben Ihnen, in diesem Sinne an <span class="ED-name">Riehl</span> schriebe. Derselbe befindet sich zur Zeit in Tirol (Bruneck, bei <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="Herrn ] Hrn&#xD;&#xA;">Herrn</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="Herrn ] Hrn">[c]</a> Jos. Mayr). Er hat mir bei der Mittheilung über seine Annahme Nichts über seine Nachfolgerfrage geschrieben; ich weiß daher weder ob dieselbe schon in Fluß ist noch in welchem Grade er auf die Entscheidung derselben Einfluß hat. Aber mein, <span class="ED-pb">|</span> freilich nur auf brieflicher Bekanntschaft beruhendes Verhältniß zu ihm würde mir immerhin gestatten, diese Frage bei ihm anzuregen.</p><p class="ED-p">Ueber diese Dinge wird man sich am besten mündlich aussprechen, und es trifft sich daher ausgezeichnet, daß Ihr Weg Sie bei uns in den nächsten Tagen vorüberführt: ich bitte Sie deshalb dringend, bei uns die von Ihnen in Aussicht genommene Rast zu machen, und wenn ich keine Contre-Ordre erhalte, so werde ich Sie am Sonntag 4 Uhr auf dem Bahnhof erwarten, um mit Ihnen und <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Hense ] vgl. Windelband an Karl Dilthey vom 8.8.1877&#xD;&#xA;">Hense</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Hense ] vgl. Windelband an Karl Dilthey vom 8.8.1877">[3]</a> einen frohen Nachmittag und Abend zu verleben.</p><p class="ED-p">Inzwischen mit herzlichem Gruß Ihr ergebner</p><p class="ED-signed">Windelband</p><hr class="ED-postscript"/><p class="ED-p"><abbr class="ED-abbr">NB.</abbr> Was die <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Steinthal’sche Sache ] nicht ermittelt, kam offenbar nicht zustande, vgl. Windelband an Glogau vom 11.1.1883&#xD;&#xA;">Steinthal</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Steinthal’sche Sache ] nicht ermittelt, kam offenbar nicht zustande, vgl. Windelband an Glogau vom 11.1.1883&#xD;&#xA;">’sche Sache</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Steinthal’sche Sache ] nicht ermittelt, kam offenbar nicht zustande, vgl. Windelband an Glogau vom 11.1.1883">[4]</a> betrifft, so wissen Sie vielleicht durch <span class="ED-name">Siebeck</span> meine Stellung zu derselben; in der jetzigen Form bin ich sehr gerne dabei! Das Thema meines Beitrags werde ich Ihnen rechtzeitig senden; augenblicklich schwanke ich noch darüber.</p><p class="ED-signed">Wdbnd</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">manichfache</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">pari loco</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>in <abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Schrift</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herrn</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Hrn</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">nur Ordinarien vorzuschlagen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Eduard Zeller</span> vom 10.6.1882</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Siebeck</span> und <span class="ED-name">Riehl</span> pari loco präsentirt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr class="ED-abbr">vgl</abbr>. <abbr title="Universitätsarchiv" class="ED-abbr">UA</abbr> Freiburg, B 38/125 Beilagen zu den Protokollverhandlungen des Dekans <span class="ED-name">Emil Warburg</span> 1882–1883: Schreiben der Philosophischen Fakultät an den Senat der Universität Freiburg vom 27.6.1882: <span class="ED-rdg">Dem academischen Senat beehrt sich die philosophische Facultät in Veranlassung des Directorialschreibens vom 12ten Juni d[es] J[ahres] als Nachfolger für den zum 1ten Oct[ober] d[es] J[ahres] aus dem badischen Staatsdienst ausscheidenden Hofrath Prof. Dr. Windelband pari loco Herrn Dr. Hermann Siebeck, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Basel und Herrn Dr. Alois Riehl, z[ur] Z[eit] o[rdentlicher] P[rofessor] a[n] d[er] Univers[ität] Graz in Vorschlag zu bringen. Herr Hofrath Prof. Dr. Windelband hatte die Güte, in der Anlage eine Verzeichnis der wichtigsten Schriften der genannten Herren zu geben und die Personalien anzuführen, soweit ihm diese bekannt sind. Dem vorstehenden haben wir nur noch hinzuzufügen, daß die zur Einziehung von Erkundigungen erforderliche Zeit die Einreichung unserer Vorschläge bis jetzt verzögert hat. Dr. E. Warburg z. Z. Decan.</span> Daraufhin moniert Prorektor <span class="ED-name">Alfred Hegar</span> (1830–1914, Gynäkologe, seit 1864 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> für Geburtshilfe und Gynäkologie in Freiburg, 1881/82 Prorektor, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>; Personalverzeichnis Universität Freiburg Sommer-Halbjahr 1877) am 28.6.1882 das Fehlen jeglicher Begründung, sieht aber wegen der Dringlichkeit der Wiederbesetzung davon für diesmal ab. <span class="ED-name">Glogau</span>s Name taucht in der Akte nicht auf.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Hense</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Karl Dilthey</span> vom 8.8.1877</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Steinthal</span>’sche Sache</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt, kam offenbar nicht zustande, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Glogau</span> vom 11.1.1883</div></div></body></html>