<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Unbekannt, Leipzig, 8.5.1873, 2 S., hs. (dt. Schrift), am Briefkopf gedrucktes Signet: zwei ineinandergeschlungene W-Versalien in einem von einem geschlossenen Gürtel gebildeten Ring, darüber eine fünfzackige Krone, UB Leipzig, Kurt-Taut-Slg. 3/W–Z/W/58</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000059-8"/><style type="text/css">
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Windelband an Ehrenberg vom 18.11.1873 und die Schreiben an Lazarus selbst (23.2. u. 22.7.1874, letzteres mit Hinweis auf die von Windelband ausgeschlagene Einladung Lazarus’, eine Abhandlung über Völkerpsychologie zu schreiben). Lazarus besaß ein Landhaus in Schönefeld nahe Leipzig. Andere Projekte, in die Windelband um bzw. nach 1873 involviert war, sind die Mitarbeit an der 12. (und 13.) Auflage von Brockhausʼ Konversationslexikon (vgl. auch Jellinek an Ehrenberg vom 16.5.1874) und eine Einladung der Wiener Zeitung Neue Freie Presse zur Mitarbeit an einem wissenschaftlichen Blatt. Diese Einladung ist nur durch Zeugnisse dritter überliefert, vgl. Jellinek an Ehrenberg vom 9.11.1872 (aus Leipzig): Bald hätte ich vergessen, Dir meine neueste Würde mitzutheilen. Ich bin nämlich für das wissenschaftliche Blatt, welches die N[eue] fr[eie] Presse in Wien herausgeben wird als Mitarbeiter engagirt und wurde sogar ersucht, hier tüchtige Kräfte für diese große Unternehmung zu gewinnen. Dove und Windelband haben bereits zugesagt. Da keine Zeitung so gut bezahlt wie die Neue freie Presse, so hat man neben dem Vergnügen seine Geistesproducte schwarz auf weiß zu sehen, noch einige angenehme Vortheile von der Sache (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 162–163 u. 219). Zur Neuen Freien Presse erschien seit mindestens Anfang 1869 eine Literatur-Beilage. Eine Mitarbeit Windelbands ist daran bisher nicht nachgewiesen; der 1. nachgewiesene Beitrag Windelbands in der Zeitung ist: Schiller und die deutsche Nationalität. In: Neue Freie Presse, Nr. 14620 vom 7.5.1905, Morgenblatt, S. 1–2.&#xD;&#xA;">Herr Professor</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Herr Professor ] die Anrede könnte vielleicht eher auf Moritz Lazarus als auf Heymann Steinthal als Adressaten mit ihrer Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft hinweisen, in der Windelband 1874/75 publizierte, vgl. Windelband an Ehrenberg vom 18.11.1873 und die Schreiben an Lazarus selbst (23.2. u. 22.7.1874, letzteres mit Hinweis auf die von Windelband ausgeschlagene Einladung Lazarus’, eine Abhandlung über Völkerpsychologie zu schreiben). Lazarus besaß ein Landhaus in Schönefeld nahe Leipzig. Andere Projekte, in die Windelband um bzw. nach 1873 involviert war, sind die Mitarbeit an der 12. (und 13.) Auflage von Brockhausʼ Konversationslexikon (vgl. auch Jellinek an Ehrenberg vom 16.5.1874) und eine Einladung der Wiener Zeitung Neue Freie Presse zur Mitarbeit an einem wissenschaftlichen Blatt. Diese Einladung ist nur durch Zeugnisse dritter überliefert, vgl. Jellinek an Ehrenberg vom 9.11.1872 (aus Leipzig): Bald hätte ich vergessen, Dir meine neueste Würde mitzutheilen. Ich bin nämlich für das wissenschaftliche Blatt, welches die N[eue] fr[eie] Presse in Wien herausgeben wird als Mitarbeiter engagirt und wurde sogar ersucht, hier tüchtige Kräfte für diese große Unternehmung zu gewinnen. Dove und Windelband haben bereits zugesagt. Da keine Zeitung so gut bezahlt wie die Neue freie Presse, so hat man neben dem Vergnügen seine Geistesproducte schwarz auf weiß zu sehen, noch einige angenehme Vortheile von der Sache (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 162–163 u. 219). Zur Neuen Freien Presse erschien seit mindestens Anfang 1869 eine Literatur-Beilage. Eine Mitarbeit Windelbands ist daran bisher nicht nachgewiesen; der 1. nachgewiesene Beitrag Windelbands in der Zeitung ist: Schiller und die deutsche Nationalität. In: Neue Freie Presse, Nr. 14620 vom 7.5.1905, Morgenblatt, S. 1–2.">[1]</a>!</p><p class="ED-p">Die gütige Aufforderung, mit der Sie mich in Ihrem gestern früh erhaltenen Schreiben beehrt haben, trifft mich allerdings zu einer Zeit, wo gehäufte Beschäftigungen, wie sie in einem Semester, in dem man die ersten Versuche academischer Thätigkeit beginnt, unvermeidlich sind, und andre Arbeiten meine Zeit reichlich, ja überreichlich in Anspruch nehmen. Es würden daher höchstens zwei bis drei Stunden sein, welche ich wöchentlich dem von Ihnen mir vorgelegten Zwecke widmen könnte, und ich würde, wenn ich Aussicht haben könnte, diese Annahme in keiner Hinsicht zu bereuen, diese Zeit dafür zu gewinnen suchen. In diesem Sinne werde ich in einigen gleichzeitigen Zeilen dem <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Herrn Worms ] nicht ermittelt, auch nicht als etwaiger Mitarbeiter des des Verlages Ferdinand Dümmler, der die Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft herausbrachte. Für den Verlag Brockhaus ebenfalls kein Nachweis.&#xD;&#xA;">Herrn Worms</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Herrn Worms ] nicht ermittelt, auch nicht als etwaiger Mitarbeiter des des Verlages Ferdinand Dümmler, der die Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft herausbrachte. Für den Verlag Brockhaus ebenfalls kein Nachweis.">[2]</a> den Vorschlag machen, daß er sich, falls ihm diese Bedingungen conveniren, mit mir in Verbindung setzt.</p><p class="ED-p">Zugleich verfehle ich nicht, Ihnen für Ihre gütige Vermittlung meinen besten Dank zu sagen u<span class="ED-add">[nd]</span> Sie sind meiner Absicht, mich mit Ihnen, da wir uns auf gleichem Boden in verwandten Bestrebungen begegnen, in persönliche Beziehung zu versetzen, in liebenswürdigster Weise entgegengekommen, und ich werde mir, sobald es mir meine Zeit irgend erlaubt, die Freiheit nehmen, Ihnen meine Aufwartung zu machen.</p><p class="ED-p">Inzwischen verbleibe ich mit verbindlichstem Gruße Ihr ergebenster</p><p class="ED-signed">W Windelband</p><hr class="ED-back"/><p class="ED-p">Leipzig, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Waisenhausstr. ] Straßenname 1860–79, seitdem Liebigstraße (Gina Klank, Gernot Griebsch (Hg.): Lexikon Leipziger Straßennamen. Leipzig 1995).&#xD;&#xA;">Waisenhausstr.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Waisenhausstr. ] Straßenname 1860–79, seitdem Liebigstraße (Gina Klank, Gernot Griebsch (Hg.): Lexikon Leipziger Straßennamen. Leipzig 1995).">[3]</a> 6. II</p><p class="ED-p">8 Mai. 1873 <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Abend ] Abd&#xD;&#xA;">Abend</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Abend ] Abd">[a]</a></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Abend</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Abd</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herr Professor</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die Anrede könnte vielleicht eher auf <span class="ED-name">Moritz Lazarus</span> als auf <span class="ED-name">Heymann Steinthal</span> als Adressaten mit ihrer Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft hinweisen, in der Windelband 1874/75 publizierte, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Ehrenberg</span> vom 18.11.1873 und die Schreiben an <span class="ED-name">Lazarus</span> selbst (23.2. <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 22.7.1874, letzteres mit Hinweis auf die von Windelband ausgeschlagene Einladung Lazarus’, eine Abhandlung über Völkerpsychologie zu schreiben). Lazarus besaß ein Landhaus in Schönefeld nahe Leipzig. Andere Projekte, in die Windelband um <abbr title="beziehungsweise" class="ED-abbr">bzw.</abbr> nach 1873 involviert war, sind die Mitarbeit an der 12. (und 13.) Auflage von Brockhausʼ Konversationslexikon (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> auch <span class="ED-name">Jellinek</span> an Ehrenberg vom 16.5.1874) und eine Einladung der Wiener Zeitung Neue Freie Presse zur Mitarbeit an einem <span class="ED-rdg">wissenschaftlichen Blatt</span>. Diese Einladung ist nur durch Zeugnisse dritter überliefert, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Jellinek an Ehrenberg vom 9.11.1872 (aus Leipzig): <span class="ED-rdg">Bald hätte ich vergessen, Dir meine neueste Würde mitzutheilen. Ich bin nämlich für das wissenschaftliche Blatt, welches die N[eue] fr[eie] Presse in Wien herausgeben wird als Mitarbeiter engagirt und wurde sogar ersucht, hier tüchtige Kräfte für diese große Unternehmung zu gewinnen. Dove und Windelband haben bereits zugesagt. Da keine Zeitung so gut bezahlt wie die Neue freie Presse, so hat man neben dem Vergnügen seine Geistesproducte schwarz auf weiß zu sehen, noch einige angenehme Vortheile von der Sache</span> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr title="am Main" class="ED-abbr">a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S. </abbr>162–163 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 219). Zur Neuen Freien Presse erschien seit mindestens Anfang 1869 eine Literatur-Beilage. Eine Mitarbeit Windelbands ist daran bisher nicht nachgewiesen; der 1. nachgewiesene Beitrag Windelbands in der Zeitung ist: Schiller und die deutsche Nationalität. In: Neue Freie Presse, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 14620 vom 7.5.1905, Morgenblatt, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1–2.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herrn Worms</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt, auch nicht als etwaiger Mitarbeiter des des Verlages Ferdinand Dümmler, der die Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft herausbrachte. Für den Verlag Brockhaus ebenfalls kein Nachweis.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Waisenhausstr.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Straßenname 1860–79, seitdem Liebigstraße (Gina Klank, Gernot Griebsch (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Lexikon Leipziger Straßennamen. Leipzig 1995).</div></div></body></html>