<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Johannes Overbeck, Leipzig, 11.12.1872, 2 S., hs. (dt. Schrift), UA Leipzig, PA 1071, Bl. 8r/v</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000054-7"/><style type="text/css">
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Dec<span class="ED-add">[ember]</span> 1872</p><p class="ED-salute">Hochverehrter Herr Professor!</p><p class="ED-p">Gestatten Sie mir, für Ihre außerordentliche Güte und Freundlichkeit Ihnen meinen verbindlichsten Dank auszusprechen und zugleich mein Bedauern darüber auszudrücken, daß ich mich der Ehre Ihres Besuchs nicht persönlich habe erfreuen können, da ich auf Rath des <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Herrn ] Hrn.&#xD;&#xA;">Herrn</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Herrn ] Hrn.">[a]</a> <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Braune ] Christian Wilhelm Braune (1831–1892), Chirurg u. Anatom, 1866–1872 ao. Prof. für Kriegsheilkunde u. Topographische Anatomie in Leipzig, 1872–1892 o. Prof. (ADB; Professorenkatalog der Universität Leipzig).&#xD;&#xA;">Braune</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Braune ] Christian Wilhelm Braune (1831–1892), Chirurg u. Anatom, 1866–1872 ao. Prof. für Kriegsheilkunde u. Topographische Anatomie in Leipzig, 1872–1892 o. Prof. (ADB; Professorenkatalog der Universität Leipzig).">[1]</a> mich der in der That ausgezeichneten Pflege des hiesigen Krankenhauses übergeben habe. Ein <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Verzeichniß … Vorlesungen ] liegt nicht bei. Laut Vorlesungsverzeichnis kündigte Windelband für das SS 1873 an: Darstellung und Kritik der Kant’schen Philosophie, vierstündig; Über das Grundproblem der Erkenntnisstheorie, einstündig; Philosophische Gesellschaft (Kant’s Kritik der reinen Vernunft). Vgl. in derselben Akte Bl. 9 r/v den Antrag (Entwurf) der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig an das Königliche Ministerium des Cultus und öffentlichen Unterrichts Dresden (o. D.): Windelband sei erkrankt, die Ärzte weisen ihn nach Süden, so dass sich der ursprüngliche Termin für die Probevorlesung nicht halten lasse, weshalb die Facultät beschlossen hat, ihm zu gestatten, dieselbe nach seiner Rückkunft im Beginne des Sommersemester und bevor er seine Vorlesungen eröffnet nachzuholen, aber, unerwartet ihrer Abhaltung, seine Vorlesungen für das folgende Semester schon jetzt im Verzeichniß der Vorlesungen anzuzeigen. Angesichts der in der That ausgezeichneten Leistungen des Genannten hält die Facultät dies außergewöhnliche Verfahren in diesem Falle für durchaus unbedenklich und bittet das Königl[iche] Ministerium um dessen Genehmigung; diese wird erteilt mit Schreiben vom 19.12.1872 (Bl. 19r).&#xD;&#xA;">Verzeichniß der im Sommer von mir beabsichtigten Vorlesungen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Verzeichniß … Vorlesungen ] liegt nicht bei. Laut Vorlesungsverzeichnis kündigte Windelband für das SS 1873 an: Darstellung und Kritik der Kant’schen Philosophie, vierstündig; Über das Grundproblem der Erkenntnisstheorie, einstündig; Philosophische Gesellschaft (Kant’s Kritik der reinen Vernunft). Vgl. in derselben Akte Bl. 9 r/v den Antrag (Entwurf) der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig an das Königliche Ministerium des Cultus und öffentlichen Unterrichts Dresden (o. D.): Windelband sei erkrankt, die Ärzte weisen ihn nach Süden, so dass sich der ursprüngliche Termin für die Probevorlesung nicht halten lasse, weshalb die Facultät beschlossen hat, ihm zu gestatten, dieselbe nach seiner Rückkunft im Beginne des Sommersemester und bevor er seine Vorlesungen eröffnet nachzuholen, aber, unerwartet ihrer Abhaltung, seine Vorlesungen für das folgende Semester schon jetzt im Verzeichniß der Vorlesungen anzuzeigen. Angesichts der in der That ausgezeichneten Leistungen des Genannten hält die Facultät dies außergewöhnliche Verfahren in diesem Falle für durchaus unbedenklich und bittet das Königl[iche] Ministerium um dessen Genehmigung; diese wird erteilt mit Schreiben vom 19.12.1872 (Bl. 19r).">[2]</a> lege ich bei. Zugleich bemerke ich, daß meine Habilitationsschrift, bereits seit acht Tagen vollständig gedruckt, in der nöthigen Anzahl von Exemplaren bei mir liegt, und daß, wenn es der Facultät genehm ist, ich dieselbe in wenigen Tagen zur Verfügung stellen kann. Druck des Titels und Broschierung werden höchstens <span class="ED-pb">|</span> vier Tage in Anspruch nehmen. Nur müßte ich dann wissen, wie unter diesen Umständen der Titel zu fassen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="sein sollte. Sollte ] sein Sollte&#xD;&#xA;">sein sollte. Sollte</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="sein sollte. Sollte ] sein Sollte">[b]</a> dies nach meiner etwa in acht Tagen erfolgenden Abreise wünschenswerth erscheinen, so wird mein (in derselben Etage mit mir wohnender) Freund <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Bardeleben ] vgl. Windelband an Victor Ehrenberg vom 24.10.1872&#xD;&#xA;">Bardeleben</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Bardeleben ] vgl. Windelband an Victor Ehrenberg vom 24.10.1872">[3]</a>, Assistent an der hiesigen Anatomie die Besorgung gern übernehmen. Ich bemerke dies nur für den Fall, daß die Facultät jetzt schon die Versendung der Schrift wünschen sollte; mir selbst ist es gleichgiltig, ob ich damit bis zur Probevorlesung zu Anfang nächsten Semesters warte.</p><p class="ED-p">Genehmigen Sie, hochverehrter Herr Professor, noch einmal die Versicherung meines innigsten Dankes und meiner vorzüglichen Verehrung, mit der ich verbleibe Ihr ergebenster</p><p class="ED-signed">W. Windelband.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herrn</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Hrn</span>.</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">sein sollte. Sollte</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">sein Sollte</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Braune</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Christian Wilhelm Braune</span> (1831–1892), Chirurg <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Anatom, 1866–1872 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> für Kriegsheilkunde <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Topographische Anatomie in Leipzig, 1872–1892 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> (<abbr title="Allgemeine Deutsche Biographie" class="ED-abbr">ADB</abbr>; Professorenkatalog der Universität Leipzig).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Verzeichniß … Vorlesungen</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> liegt nicht bei. Laut Vorlesungsverzeichnis kündigte Windelband für das <abbr title="Sommersemester" class="ED-abbr">SS</abbr> 1873 an: Darstellung und Kritik der Kant’schen Philosophie, vierstündig; Über das Grundproblem der Erkenntnisstheorie, einstündig; Philosophische Gesellschaft (Kant’s Kritik der reinen Vernunft). <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> in derselben Akte Bl. 9 r/v den Antrag (Entwurf) der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig an das Königliche Ministerium des Cultus und öffentlichen Unterrichts Dresden (<abbr title="ohne Datum" class="ED-abbr">o. D.</abbr>): Windelband sei erkrankt, die Ärzte weisen ihn nach Süden, so dass sich der ursprüngliche Termin für die Probevorlesung nicht halten lasse, <span class="ED-rdg">weshalb die Facultät beschlossen hat, ihm zu gestatten, dieselbe nach seiner Rückkunft im Beginne des Sommersemester und bevor er seine Vorlesungen eröffnet nachzuholen, aber, unerwartet ihrer Abhaltung, seine Vorlesungen für das folgende Semester schon jetzt im Verzeichniß der Vorlesungen anzuzeigen. Angesichts der in der That ausgezeichneten Leistungen des Genannten hält die Facultät dies außergewöhnliche Verfahren in diesem Falle für durchaus unbedenklich und bittet das Königl[iche] Ministerium um dessen Genehmigung</span>; diese wird erteilt mit Schreiben vom 19.12.1872 (<abbr title="Blatt" class="ED-abbr">Bl.</abbr> 19r).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Bardeleben</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Victor Ehrenberg</span> vom 24.10.1872</div></div></body></html>