<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband an Victor Ehrenberg, Leipzig, 24.10.1872, 3 S., hs. (dt. Schrift), Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL Ehrenberg acc. Darmst. 1924.138</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000052-5"/><style type="text/css">
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Schrift)</span>, <span class="ED-pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL Ehrenberg acc. Darmst. 1924.138</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Leipzig. 24.10.72</p><p class="ED-salute">Mein lieber <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Ehrenberg ] Victor Ehrenberg hatte sich am 27.10.1871 für Jura in die Matrikel Leipzig eingeschrieben (unter Nr. 0996: aus Wolfenbüttel stammend, Alter 20, jüdisch, Vater: Dr. phil. und Schuldirektor), Wohnung zum Zeitpunkt der Einschreibung: Göttingen, Nicol-Str. 35, 2. Etage.&#xD;&#xA;">Ehrenberg</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Ehrenberg ] Victor Ehrenberg hatte sich am 27.10.1871 für Jura in die Matrikel Leipzig eingeschrieben (unter Nr. 0996: aus Wolfenbüttel stammend, Alter 20, jüdisch, Vater: Dr. phil. und Schuldirektor), Wohnung zum Zeitpunkt der Einschreibung: Göttingen, Nicol-Str. 35, 2. Etage.">[1]</a>!</p><p class="ED-p">Die Nachricht von Ihrem Unwohlsein hat mich mit innigem Bedauern erfüllt, und ich wünsche nur, daß die Genesung, in der Sie Sich glücklicher Weise wieder befinden, einen recht guten und schnellen Fortgang nehmen möge. Schonen Sie nur ja Ihre angegriffne Lunge, und wenn Sie Sich geistiger Arbeit enthalten sollen, so würde ich auch die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Abfassung Deutscher Trauerspiele ] Anspielung nicht aufgelöst&#xD;&#xA;">Abfassung Deutscher </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2 app-philological-1" title="Abfassung Deutscher Trauerspiele ] Anspielung nicht aufgelöst&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Trauerspiele ] Trauerspiel&#xD;&#xA;">Trauerspiele</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Trauerspiele ] Trauerspiel">[a]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Abfassung Deutscher Trauerspiele ] Anspielung nicht aufgelöst">[2]</a> nicht für die günstigste Kur halten. Wenn Sie von meinen Büchern noch irgend welchen Gebrauch zu machen gedenken, so behalten Sie dieselben ruhig: ich kann sie sehr gut entbehren.</p><p class="ED-p">Die Trauergeschichte von der Verzögerung meiner <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Habilitation ] vgl. Windelbands Habilitationsschrift, deren vollständiger Titel im Druck lautet: Ueber die GEWISSHEIT DER ERKENNTNISS. Habilitationsschrift der philosophischen Facultät der Universität zu Leipzig vorgelegt und als Einladung zu der am 26. April 1873 Morgens 11 Uhr im Bornerianum Nr. VI zu haltenden Probevorlesung über das Verhältniss der Erkenntnisstheorie zur Metaphysik ausgegeben von Dr. Wilhelm Windelband. Berlin: F. Henschel 1873. 96 S. Bornerianum war der Name des 1870–71 errichteten dreigeschossigen Collegiengebäudes der Universität Leipzig, mit 10 Hörsälen, die Platz für 55–230 Hörer boten (kriegszerstört).&#xD;&#xA;">Habilitation</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Habilitation ] vgl. Windelbands Habilitationsschrift, deren vollständiger Titel im Druck lautet: Ueber die GEWISSHEIT DER ERKENNTNISS. Habilitationsschrift der philosophischen Facultät der Universität zu Leipzig vorgelegt und als Einladung zu der am 26. April 1873 Morgens 11 Uhr im Bornerianum Nr. VI zu haltenden Probevorlesung über das Verhältniss der Erkenntnisstheorie zur Metaphysik ausgegeben von Dr. Wilhelm Windelband. Berlin: F. Henschel 1873. 96 S. Bornerianum war der Name des 1870–71 errichteten dreigeschossigen Collegiengebäudes der Universität Leipzig, mit 10 Hörsälen, die Platz für 55–230 Hörer boten (kriegszerstört).">[3]</a> muß ich Ihnen aber schleunigst erzählen. Denken Sie, unser gemeinsamer gelehrter Freund <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Ahrens ] Heinrich Ahrens (1808–1874), Mitglied der Habilitationskommission Windelband (vgl. das Protokoll über das Habilitationskolloquium Windelbands vom 13.11.1872), seit 1860 Prof. der Staatswissenschaften in Leipzig. 1873 Gründungsdirektor des Philosophischen Seminars der Universität Leipzig (BEdPh).&#xD;&#xA;">Ahrens</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Ahrens ] Heinrich Ahrens (1808–1874), Mitglied der Habilitationskommission Windelband (vgl. das Protokoll über das Habilitationskolloquium Windelbands vom 13.11.1872), seit 1860 Prof. der Staatswissenschaften in Leipzig. 1873 Gründungsdirektor des Philosophischen Seminars der Universität Leipzig (BEdPh).">[4]</a></span> ist seit August aus L<span class="ED-add">[eipzig]</span> verreist und noch jetzt nicht einmal zurückgekehrt, sodaß, da er zu meiner Kommission gehört, auf sein Orakel noch immer gewartet <span class="ED-pb">|</span> werden muß. Unter diesen Umständen läßt sich voraussehen, daß ich vor Anfang December auch im allergünstigsten Falle <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="nicht zu lesen anfangen ] vgl. Jellinek an Ehrenberg aus Leipzig vom 9.11.1872: Windelband hat seine Schrift bereits von der Fakultät erhalten. Die Leute sind natürlich ganz entzückt von ihm. In drei Wochen wird er wohl seine Antrittsvorlesung halten können. Er hat sich sehr teilnehmend nach Dir erkundigt und giebt die Hoffnung nicht auf, Dich als seinen ersten Famulus begrüssen zu können (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 161).&#xD;&#xA;">nicht zu lesen anfangen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="nicht zu lesen anfangen ] vgl. Jellinek an Ehrenberg aus Leipzig vom 9.11.1872: Windelband hat seine Schrift bereits von der Fakultät erhalten. Die Leute sind natürlich ganz entzückt von ihm. In drei Wochen wird er wohl seine Antrittsvorlesung halten können. Er hat sich sehr teilnehmend nach Dir erkundigt und giebt die Hoffnung nicht auf, Dich als seinen ersten Famulus begrüssen zu können (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 161).">[5]</a> kann, wobei ich dann höchstens noch ein kleines <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Publicum über Spinoza ] nicht im Vorlesungsverzeichnis angekündigt. Erst im SS 1873 sind Windelbands Veranstaltungen dort nachgewiesen (vgl. http://histvv.uni-leipzig.de/vv/index.html).&#xD;&#xA;">Publicum über </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Publicum über Spinoza ] nicht im Vorlesungsverzeichnis angekündigt. Erst im SS 1873 sind Windelbands Veranstaltungen dort nachgewiesen (vgl. http://histvv.uni-leipzig.de/vv/index.html).&#xD;&#xA;">Spinoza</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Publicum über Spinoza ] nicht im Vorlesungsverzeichnis angekündigt. Erst im SS 1873 sind Windelbands Veranstaltungen dort nachgewiesen (vgl. http://histvv.uni-leipzig.de/vv/index.html).">[6]</a></span> anfangen könnte.</p><p class="ED-p">Wenn ich bei dieser langweiligen Geschichte Etwas angenehm finde, so ist es der Umstand, daß die mir so sehr erwünschte und, von Ihnen so liebenswürdig angebotene Hilfe in den academischen Geschäften mir nicht verloren geht, indem ich doch wohl mit Sicherheit hoffen darf, daß Sie in dieser Zeit wieder die volle <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Kraft Ihrer Gesundheit ] vgl. Ehrenberg an Jellinek aus Braunschweig vom 16.11.1872: Meine Reise nach Leipzig ist ad calendas graecas vertagt; der Arzt spricht von Neujahr, ich glaube an gar nichts mehr, sondern lasse stoisch die Tage kommen und gehen. Leid thut es mir, herzlich leid, daß ich nur schwerlich das Freund Windelband gegebene Versprechen werde halten können. Sage ihm das, zuleich mit meinen besten Grüßen, die Du auch den übrigen Bekannten ausrichten magst (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 164).&#xD;&#xA;">Kraft Ihrer Gesundheit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Kraft Ihrer Gesundheit ] vgl. Ehrenberg an Jellinek aus Braunschweig vom 16.11.1872: Meine Reise nach Leipzig ist ad calendas graecas vertagt; der Arzt spricht von Neujahr, ich glaube an gar nichts mehr, sondern lasse stoisch die Tage kommen und gehen. Leid thut es mir, herzlich leid, daß ich nur schwerlich das Freund Windelband gegebene Versprechen werde halten können. Sage ihm das, zuleich mit meinen besten Grüßen, die Du auch den übrigen Bekannten ausrichten magst (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 164).">[7]</a> wiedergefunden haben werden.</p><p class="ED-p">Von <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Jellinek ] Georg Jellinek hatte sich am 14.11.1871 und am 13.11.1872 (als Dr. phil.) jeweils für Philosophie in die Matrikel Leipzig eingeschrieben (unter Nr. 0130 bzw. 0185: aus Leipzig, Vaterland Österreich, Alter 20 bzw. 21, Israelit, Vater: Prediger in Wien), Wohnung 1871: Wien, Burgstraße 7, 2. Etage; 1872: Leipzig, Sternwartenstraße 19. b.&#xD;&#xA;">Jellinek</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Jellinek ] Georg Jellinek hatte sich am 14.11.1871 und am 13.11.1872 (als Dr. phil.) jeweils für Philosophie in die Matrikel Leipzig eingeschrieben (unter Nr. 0130 bzw. 0185: aus Leipzig, Vaterland Österreich, Alter 20 bzw. 21, Israelit, Vater: Prediger in Wien), Wohnung 1871: Wien, Burgstraße 7, 2. Etage; 1872: Leipzig, Sternwartenstraße 19. b.">[8]</a></span> hatte ich im September einen sehr liebenswürdigen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Gratulationsbrief ] vgl. Jellinek an Ehrenberg aus Reichenhall vom 9.9.1872: Die erste Nachricht, die ich nach meiner Rückkehr empfing, war die Anzeige der Verlobung unseres lieben Windelband. Ob Du diese ebenfalls bekommen hast, kann ich aus den Begleitungszeilen meiner Exmatrikel nicht ersehen. Ich habe ihm natürlich von Herzen gratuliert, sowie Ehrenberg an Jellinek aus Kassel vom 16.9.1872: Windelbands Verlobungsanzeige erhielt ich Mitte vorigen Monats, nachdem sie in Leipzig u. Braunschweig umhergeirrt war u. habe ihm gleich geantwortet (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a.M.: Klostermann 2005, S. 152–154).&#xD;&#xA;">Gratulationsbrief</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Gratulationsbrief ] vgl. Jellinek an Ehrenberg aus Reichenhall vom 9.9.1872: Die erste Nachricht, die ich nach meiner Rückkehr empfing, war die Anzeige der Verlobung unseres lieben Windelband. Ob Du diese ebenfalls bekommen hast, kann ich aus den Begleitungszeilen meiner Exmatrikel nicht ersehen. Ich habe ihm natürlich von Herzen gratuliert, sowie Ehrenberg an Jellinek aus Kassel vom 16.9.1872: Windelbands Verlobungsanzeige erhielt ich Mitte vorigen Monats, nachdem sie in Leipzig u. Braunschweig umhergeirrt war u. habe ihm gleich geantwortet (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a.M.: Klostermann 2005, S. 152–154).">[9]</a> aus Tyrol, den ich längst beantwortet haben würde, wenn ich seine <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Adresse ] vgl. Ehrenberg an Jellinek aus Braunschweig vom 25.10.1872: Auch von Windelband hatte ich ein Schreiben; er wünschte auch Deine Adresse, die ich ihm mittheilte; doch bist Du jetzt am Ende schon in Leipzig (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 160).&#xD;&#xA;">Adresse</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Adresse ] vgl. Ehrenberg an Jellinek aus Braunschweig vom 25.10.1872: Auch von Windelband hatte ich ein Schreiben; er wünschte auch Deine Adresse, die ich ihm mittheilte; doch bist Du jetzt am Ende schon in Leipzig (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt a. M.: Klostermann 2005, S. 160).">[10]</a> in Wien wüßte, wohin er doch offenbar schon zurückgekehrt ist. Sie würden mich um so mehr verbinden, liebster Ehrenberg, je eher Sie mir – aber ohne sich anzugreifen – diese Adresse mittheilen wollten.</p><p class="ED-p"><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Bardeleben ] Karl (von) Bardeleben (1849–1918), Anatom, Prof. an der Universität Jena. Studium in Greifswald, Heidelberg, Berlin, Leipzig. Im Krieg 1870/71 als Assistenzarzt (vgl. Wer ist’s (1912); Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin/Wien 1901, Sp. 86-90).&#xD;&#xA;">Bardeleben</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Bardeleben ] Karl (von) Bardeleben (1849–1918), Anatom, Prof. an der Universität Jena. Studium in Greifswald, Heidelberg, Berlin, Leipzig. Im Krieg 1870/71 als Assistenzarzt (vgl. Wer ist’s (1912); Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin/Wien 1901, Sp. 86-90).">[11]</a></span> und ich wohnen nun in der projec<span class="ED-pb">|</span>tirten Weise <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Thalstraße 15. II ] vgl. Windelband an die Philosophische Fakultät der Universität Leipzig vom 25.7.1872&#xD;&#xA;">Thalstraße 15. II</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Thalstraße 15. II ] vgl. Windelband an die Philosophische Fakultät der Universität Leipzig vom 25.7.1872">[12]</a> und stören einander trotz des Zusammenwohnens garnicht, weil wir uns sehr gemüthlich dabei einrichten.</p><p class="ED-p">Mit den besten Grüßen und den innigsten Wünschen für Ihre völlige Genesung verbleibe ich Ihr</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Trauerspiele</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Trauerspiel</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ehrenberg</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Victor Ehrenberg</span> hatte sich am 27.10.1871 für Jura in die Matrikel Leipzig eingeschrieben (unter <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 0996: aus Wolfenbüttel stammend, Alter 20, jüdisch, Vater: Dr. phil. und Schuldirektor), Wohnung zum Zeitpunkt der Einschreibung: Göttingen, Nicol-<abbr class="ED-abbr">Str.</abbr> 35, 2. Etage.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Abfassung Deutscher Trauerspiele</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Anspielung nicht aufgelöst</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Habilitation</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelbands Habilitationsschrift, deren vollständiger Titel im Druck lautet: <span class="ED-rdg">Ueber die GEWISSHEIT DER ERKENNTNISS. Habilitationsschrift der philosophischen Facultät der Universität zu Leipzig vorgelegt und als Einladung zu der am 26. April 1873 Morgens 11 Uhr im Bornerianum Nr. VI zu haltenden Probevorlesung über das Verhältniss der Erkenntnisstheorie zur Metaphysik ausgegeben von Dr. Wilhelm Windelband. Berlin: F. Henschel 1873. 96 </span><abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr><span class="ED-rdg"> </span>Bornerianum war der Name des 1870–71 errichteten dreigeschossigen Collegiengebäudes der Universität Leipzig, mit 10 Hörsälen, die Platz für 55–230 Hörer boten (kriegszerstört).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Ahrens</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Heinrich Ahrens</span> (1808–1874), Mitglied der Habilitationskommission Windelband (vgl. das Protokoll über das Habilitationskolloquium Windelbands vom 13.11.1872), seit 1860 <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> der Staatswissenschaften in Leipzig. 1873 Gründungsdirektor des Philosophischen Seminars der Universität Leipzig (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">nicht zu lesen anfangen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Jellinek</span> an <span class="ED-name">Ehrenberg</span> aus Leipzig vom 9.11.1872: <span class="ED-rdg">Windelband hat seine Schrift bereits von der Fakultät erhalten. Die Leute sind natürlich ganz entzückt von ihm. In drei Wochen wird er wohl seine Antrittsvorlesung halten können. Er hat sich sehr teilnehmend nach Dir erkundigt und giebt die Hoffnung nicht auf, Dich als seinen ersten Famulus begrüssen zu können</span> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr title="am Main" class="ED-abbr">a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 161).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Publicum über <span class="ED-name">Spinoza</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht im Vorlesungsverzeichnis angekündigt. Erst im SS 1873 sind Windelbands Veranstaltungen dort nachgewiesen (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-link"><a href="http://histvv.uni-leipzig.de/vv/index.html">http://histvv.uni-leipzig.de/vv/index.html</a></span>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Kraft Ihrer Gesundheit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Ehrenberg</span> an <span class="ED-name">Jellinek</span> aus Braunschweig vom 16.11.1872: <span class="ED-rdg">Meine Reise nach Leipzig ist ad calendas graecas vertagt; der Arzt spricht von Neujahr, ich glaube an gar nichts mehr, sondern lasse stoisch die Tage kommen und gehen. Leid thut es mir, herzlich leid, daß ich nur schwerlich das Freund Windelband gegebene Versprechen werde halten können. Sage ihm das, zuleich mit meinen besten Grüßen, die Du auch den übrigen Bekannten ausrichten magst</span> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr title="am Main" class="ED-abbr">a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S. </abbr>164).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Jellinek</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Georg Jellinek</span> hatte sich am 14.11.1871 und am 13.11.1872 (als <abbr class="ED-abbr">Dr. phil.</abbr>) jeweils für Philosophie in die Matrikel Leipzig eingeschrieben (unter <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 0130 <abbr title="beziehungsweise" class="ED-abbr">bzw.</abbr> 0185: aus Leipzig, Vaterland Österreich, Alter 20 <abbr title="beziehungsweise" class="ED-abbr">bzw.</abbr> 21, Israelit, Vater: Prediger in Wien), Wohnung 1871: Wien, Burgstraße 7, 2. Etage; 1872: Leipzig, Sternwartenstraße 19. b.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Gratulationsbrief</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Jellinek</span> an <span class="ED-name">Ehrenberg</span> aus Reichenhall vom 9.9.1872: <span class="ED-rdg">Die erste Nachricht, die ich nach meiner Rückkehr empfing, war die Anzeige der Verlobung unseres lieben Windelband. Ob Du diese ebenfalls bekommen hast, kann ich aus den Begleitungszeilen meiner Exmatrikel nicht ersehen. Ich habe ihm natürlich von Herzen gratuliert</span>, sowie Ehrenberg an Jellinek aus Kassel vom 16.9.1872: <span class="ED-rdg">Windelbands Verlobungsanzeige erhielt ich Mitte vorigen Monats, nachdem sie in Leipzig u. Braunschweig umhergeirrt war u. habe ihm gleich geantwortet</span> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr class="ED-abbr">a.M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 152–154).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Adresse</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Ehrenberg</span> an <span class="ED-name">Jellinek</span> aus Braunschweig vom 25.10.1872: <span class="ED-rdg">Auch von Windelband hatte ich ein Schreiben; er wünschte auch Deine Adresse, die ich ihm mittheilte; doch bist Du jetzt am Ende schon in Leipzig</span> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr title="am Main" class="ED-abbr">a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 160).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Bardeleben</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Karl (von) Bardeleben</span> (1849–1918), Anatom, <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> an der Universität Jena. Studium in Greifswald, Heidelberg, Berlin, Leipzig. Im Krieg 1870/71 als Assistenzarzt (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Wer ist’s (1912); Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin/Wien 1901, <abbr title="Spalte" class="ED-abbr">Sp.</abbr> 86-90).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Thalstraße 15. II</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an die Philosophische Fakultät der Universität Leipzig vom 25.7.1872</div></div></body></html>