<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Windelband: Gutachten über Paul Häberlin als Kandidat für die psychologisch-pädagogische Professur (Beilage zur Sitzungseinladung des Dekans Alfred Weber an die Mitglieder der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg vom 30.7.1913), Heidelberg, 29.7.1913, 6 S., Ts. (Hektographie), vereinzelte hs. Korrekturen von Windelbands Hd., UA Heidelberg, H-IV-102/140, Bl. 7–12</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000038-9"/><style type="text/css">
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Aktenzuordnung mit Bleistift: 2c">[a]</a> von der Fakultät gewünschten gutachterlichen Bericht über den <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Basler Privatdozenten Häberlin ] vgl. den Briefwechsel Windelband–Häberlin in der vorliegenden Edition. Zum ganzen Vorgang vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 327–336 u. S. 370–413 sowie 427–432.&#xD;&#xA;">Basler Privatdozenten </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Basler Privatdozenten Häberlin ] vgl. den Briefwechsel Windelband–Häberlin in der vorliegenden Edition. Zum ganzen Vorgang vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 327–336 u. S. 370–413 sowie 427–432.&#xD;&#xA;">Häberlin</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Basler Privatdozenten Häberlin ] vgl. den Briefwechsel Windelband–Häberlin in der vorliegenden Edition. Zum ganzen Vorgang vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 327–336 u. S. 370–413 sowie 427–432.">[1]</a></span> schicke ich eine kurze Zusammenfassung der Gesichtspunkte voraus, welche bei der neu in Aussicht genommenen Lehrstelle, in die er eintreten soll, entscheidend in Betracht kommen.</p><p class="ED-p">Die wissenschaftlich längst vollzogene Abzweigung der Psychologie von der Philosophie ist bekanntlich im Lehrbetrieb der philosophischen Fakultäten bisher (von verschwindend geringen Fällen abgesehen) nicht durch die Schaffung eigener Lehrstellen für Psychologie, sondern leider durch die Besetzung philosophischer Katheder mit Psychologen <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> einseitig experimenteller Richtung zum Ausdruck gekommen. Den Missständen, die sich daraus ergeben und in jüngster Zeit auch die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Oeffentlichkeit beschäftigt haben ] gemeint ist die Erklärung gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Vertretern der experimentellen Psychologie, die mit Erscheinen von Logos (4), 1. Heft (S. 115–116) am 19.4.1913 und den nachfolgenden Abdrucken in den großen philosophischen Zeitschriften einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden. Zunächst war diese Erklärung, von Heinrich Rickert initiiert und verfaßt, an alle deutschen Universitäten und die Unterrichtsministerien (Baden: 16.2.1913) versandt worden; vgl. Windelband an Rickert vom 8.1. u. 7.3.1913. Vgl. zu dieser Vorgeschichte und zur Abstimmung des Textes mit den Erstunterzeichnern Rudolf Eucken, Edmund Husserl, Paul Natorp, Alois Riehl und Windelband den editorischen Bericht zu Georg Simmel Gesamtausgabe Bd. 17, S. 482–485. Der Text der Erklärung ist im selben Bd. S. 177–179 abgedruckt. Zum Kontext vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 289–312 sowie Ulrich Sieg: Aufstieg und Niedergang des Marburger Neukantianismus. Würzburg: Königshausen &amp; Neumann 1994, S. 357–372.&#xD;&#xA;">Oeffentlichkeit beschäftigt haben</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Oeffentlichkeit beschäftigt haben ] gemeint ist die Erklärung gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Vertretern der experimentellen Psychologie, die mit Erscheinen von Logos (4), 1. Heft (S. 115–116) am 19.4.1913 und den nachfolgenden Abdrucken in den großen philosophischen Zeitschriften einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden. Zunächst war diese Erklärung, von Heinrich Rickert initiiert und verfaßt, an alle deutschen Universitäten und die Unterrichtsministerien (Baden: 16.2.1913) versandt worden; vgl. Windelband an Rickert vom 8.1. u. 7.3.1913. Vgl. zu dieser Vorgeschichte und zur Abstimmung des Textes mit den Erstunterzeichnern Rudolf Eucken, Edmund Husserl, Paul Natorp, Alois Riehl und Windelband den editorischen Bericht zu Georg Simmel Gesamtausgabe Bd. 17, S. 482–485. Der Text der Erklärung ist im selben Bd. S. 177–179 abgedruckt. Zum Kontext vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 289–312 sowie Ulrich Sieg: Aufstieg und Niedergang des Marburger Neukantianismus. Würzburg: Königshausen &amp; Neumann 1994, S. 357–372.">[2]</a>, wird man nur entgehen, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="wenn … wird. ] in der Erklärung gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Vertretern der experimentellen Psychologie. In: Logos 4 (1914), S. 115–116 heißt es: Es muß im gemeinsamen Interesse der beiden Wissenschaften sorgfältig darauf Bedacht genommen werden, daß der Philosophie ihre Stellung im Leben der Hochschulen gewahrt bleibt. Daher sollte die experimentelle Psychologie in Zukunft nur durch die Errichtung eigener Lehrstühle gepflegt werden, und überall, wo die alten philosophischen Professuren durch Vertreter der experimentellen Psychologie besetzt sind, ist für die Schaffung von neuen philosophischen Lehrstühlen zu sorgen.&#xD;&#xA;">wenn unter Wahrung des Besitzstandes der Philosophie mit der Errichtung psychologischer Professuren Ernst gemacht wird.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="wenn … wird. ] in der Erklärung gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Vertretern der experimentellen Psychologie. In: Logos 4 (1914), S. 115–116 heißt es: Es muß im gemeinsamen Interesse der beiden Wissenschaften sorgfältig darauf Bedacht genommen werden, daß der Philosophie ihre Stellung im Leben der Hochschulen gewahrt bleibt. Daher sollte die experimentelle Psychologie in Zukunft nur durch die Errichtung eigener Lehrstühle gepflegt werden, und überall, wo die alten philosophischen Professuren durch Vertreter der experimentellen Psychologie besetzt sind, ist für die Schaffung von neuen philosophischen Lehrstühlen zu sorgen.">[3]</a> Dabei steht jedoch die Psychologie, wenn man sie in ihrer allseitigen Bedeutung auffasst, immer noch in so engen Beziehungen zur Philosophie, dass eine gründliche philosophische Vorbildung für ihren wissenschaftlichen Betrieb in ganz anderer Weise und in höherem Masse erforderlich ist, als bei irgend einer andern der im Laufe der Zeit ebenfalls von der Philosophie abgezweigten Wissenschaften. Es wird deshalb immer wünschenswert bleiben, dass der Psychologe zur philosophischen Fakultät gehört und für seine Person eine vollgültige philosophische Bildung besitzt: von ihr aus allein wird er all die einzelnen psychologischen Disziplinen, von der experimentellen Psychophysik bis zu den an die Grenze der <span class="ED-pb">|</span> Soziologie und Geschichte reichenden Teilen der Sozialpsychologie, in fruchtbarer Weise überschauend vereinigen können. Diese <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> praktischen Zweige der Psychologie haben jedoch für ihren akademischen Lehrer auch die Bedeutung, dass sie ihm einen erweiterten Kreis der Wirksamkeit gewähren, und es wird jeweils von Momenten sachlicher und persönlicher Art abhängen, welche dieser Anwendungen besonders hervorgehoben werden sollen.</p><p class="ED-p">Unter den gegenwärtigen Interessen unserer Fakultät steht dabei das pädagogische im Vordergrund. Wie man auch über den Wert pädagogischer Lehre an der Universität denken möge, – es muss anerkannt werden, dass diese Fragen zur Zeit in lebhaftem Fluss sind, dass die akademische Jugend sich mit ihnen beschäftigt und darüber unterrichtet zu sein wünscht, dass es also im Interesse der Universität ist, selber für die Erfüllung dieses Bedürfnisses Sorge zu tragen.</p><p class="ED-p">Aus diesen Erwägungen wünscht die Fakultät die Schaffung einer zunächst ausserordentlichen Professur für theoretische und angewandte Psychologie, insbesondere Pädagogik, und sie begrüsst es dankbar, dass das Grossherzogliche Ministerium sich dem Eingehen auf diesen Wunsch geneigt zeigt. Da jedoch die Errichtung des Extraordinariats formell die Mitwirkung des Grossen Senats und die Einstellung in das Staatsbudget voraussetzt, so wird zunächst der Gedanke erwogen, eine geeignete Persönlichkeit unter Aussicht auf entsprechende <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-4" title="Remuneration ] von Windelband hs. korrigiert aus Renumeration&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Remuneration ] Vergütung, Entschädigung&#xD;&#xA;">Remuneration</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Remuneration ] von Windelband hs. korrigiert aus Renumeration">[b]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Remuneration ] Vergütung, Entschädigung">[4]</a>, Titel und Anwartschaft auf das spätere etatsmässige Extraordinariat zur Habilitierung zu veranlassen. Es würde von einem solchen Mann erwartet werden, dass er in die eigentlich philosophische Lehrtätigkeit nicht <span class="ED-pb">|</span> eingriffe, dagegen die Psychologie im philosophischen Sinne beherrsche und keine der einseitigen Richtungen vertrete. Die Errichtung eines Instituts für physiologische Psychologie wird dabei nicht in Aussicht genommen, da diesem Bedürfnis jetzt durch <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="einen Privatdozenten der medizinischen Fakultät ] Hans W. Gruhle (venia legendi für Psychiatrie und medizinische Psychologie seit 3.3.1913), vgl. Jürgen Klüpfel/C. F. Graumann: https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/willkomm/cfg/instber-2b.html#IIb (3.8.2016).&#xD;&#xA;">einen Privatdozenten der medizinischen Fakultät</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="einen Privatdozenten der medizinischen Fakultät ] Hans W. Gruhle (venia legendi für Psychiatrie und medizinische Psychologie seit 3.3.1913), vgl. Jürgen Klüpfel/C. F. Graumann: https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/willkomm/cfg/instber-2b.html#IIb (3.8.2016).">[5]</a> vollauf genügt wird. Wie weit für die Pädagogik seminaristische Einrichtungen, etwa unter Anlehnung an das philosophische Seminar, sich erforderlich erweisen, wird die Zeit lehren.</p><p class="ED-p">Für den nächsten Anfang durch eine Habilitation ist der Fakultät Herr <span class="ED-name">Häberlin</span> empfohlen und mir der Auftrag gegeben worden, mit ihm in unverbindlicher Weise persönlich Fühlung zu nehmen.</p><p class="ED-p"><abbr title="Doktor" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Dr. Paul Häberlin ] vgl. für das Folgende auch Paul Häberlin: Statt einer Autobiographie. Frauenfeld: Huber 1959.&#xD;&#xA;">Dr.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Dr. Paul Häberlin ] vgl. für das Folgende auch Paul Häberlin: Statt einer Autobiographie. Frauenfeld: Huber 1959.&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Dr. Paul Häberlin ] vgl. für das Folgende auch Paul Häberlin: Statt einer Autobiographie. Frauenfeld: Huber 1959.&#xD;&#xA;">Paul Häberlin</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Dr. Paul Häberlin ] vgl. für das Folgende auch Paul Häberlin: Statt einer Autobiographie. Frauenfeld: Huber 1959.">[6]</a> ist 1878 in Kesswyl am Bodensee geboren und auf dem Gymnasium in Frauenfeld gebildet. Er hat in Basel, Göttingen und Berlin Theologie studiert und sich mehr und mehr den philosophischen Fächern zugewendet, sodass er 1903 in Basel mit einer Dissertation „Ueber den Einfluss der spekulativen Gotteslehre bei <span class="ED-name">Schleiermacher</span>“ promovierte, wobei Botanik und Zoologie seine Nebenfächer waren. Er war dann 1½ Jahre Lehrer an der Realschule in Basel und übernahm darauf die Direktion des Lehrerseminars seines Heimatkantons Thurgau in Kreuzlingen, an dem er den Unterricht in Psychologie und Pädagogik erteilte. Von hier aus habilitierte er sich 1908 an der Universität Basel mit einer Schrift über „<span class="ED-name">Herbert Spencer</span>’s Grundlagen der Philosophie“ und las seitdem mit wachsendem Erfolge über philosophische, psychologische und pädagogische Gegenstände. <span class="ED-pb">|</span> Seit 1909 behandelte er zweimal Geschichte der Erziehung in Deutschland und der Schweiz (2st<span class="ED-add">[ündig]</span>, 23 <abbr title="beziehungsweise" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="bzw. ] bezw.&#xD;&#xA;">bzw.</span></abbr><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="bzw. ] bezw.">[c]</a> 29 Hörer), die analytischen Methoden in der Psychologie (3st<span class="ED-add">[ündig]</span>, 22 H<span class="ED-add">[örer]</span>), Allgemeine Psychologie (3st<span class="ED-add">[ündig]</span>, 37 H<span class="ED-add">[örer]</span>), Leib und Seele (3st<span class="ED-add">[ündig]</span>, 47 H<span class="ED-add">[örer]</span>), Einführung in die moderne Psychologie des Unbewussten (2st<span class="ED-add">[ündig]</span>, 38 H<span class="ED-add">[örer]</span>), Einführung in die Erkenntnistheorie (1st<span class="ED-add">[ündig]</span>, 80 H<span class="ED-add">[örer]</span>), Hauptprobleme der Philosophie (2st<span class="ED-add">[ündig]</span>, 72 H<span class="ED-add">[örer]</span>); in Uebungen Mach’s Analyse der Empfindungen, Aufgabe der Philosophie, Erkenntnistheorie (10–12 Teilnehmer). Während dieser Zeit ist neben kleinen populären Gelegenheitsaufsätzen sein zweibändiges Buch „Wissenschaft und Philosophie[“] (1910 und 1912, 360 und 426 Seiten) erschienen.</p><p class="ED-p">Auch diese Hauptschrift gehört trotz des anscheinend philosophischen Themas wesentlich dem eigentlichen Arbeitsgebiet des Verfassers an: der Psychologie. Denn es ist nichts anderes und will nichts anderes sein, als eine Psychologie der Wissenschaft und der Philosophie, eine psychogenetische Analyse des wissenschaftlichen und des philosophischen Denkens. Auf deren psychologische Unterscheidung lief schon die Habilitationsschrift über Spencer hinaus, und in dieser Richtung bietet das grössere Werk eigenartige und <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> scharfsinnige Untersuchungen. Freilich ist dabei der Wissenschaftsbegriff ziemlich einseitig auf die Naturforschung eingestellt, und die Ausführungen über das Verhältnis von Naturwissenschaft und Psychologie zeigen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="eine ] einen&#xD;&#xA;">eine</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="eine ] einen">[d]</a> wohl noch nicht ganz abgeschlossene Ansicht, die bisher auf den sehr allgemeinen Begriff der Psychologie, wie ihn zuletzt etwa <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Lipps aufgestellt hat ] z. B. in Theodor Lipps: Leitfaden der Psychologie. Leipzig: Engelmann 1903, S. 3.: Die Psychologie ist die Lehre von den Bewußtseinsinhalten oder Bewußtseinserlebnissen als solchen. Es ist dasselbe, wenn ich sage: Sie ist die Lehre von den Bewußtseinserscheinungen oder Bewußtseinsphänomenen. Doch ist dabei zu bedenken: „Erscheinungen“ setzen jedesmal etwas voraus, das in ihnen erscheint.&#xD;&#xA;">Lipps</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Lipps aufgestellt hat ] z. B. in Theodor Lipps: Leitfaden der Psychologie. Leipzig: Engelmann 1903, S. 3.: Die Psychologie ist die Lehre von den Bewußtseinsinhalten oder Bewußtseinserlebnissen als solchen. Es ist dasselbe, wenn ich sage: Sie ist die Lehre von den Bewußtseinserscheinungen oder Bewußtseinsphänomenen. Doch ist dabei zu bedenken: „Erscheinungen“ setzen jedesmal etwas voraus, das in ihnen erscheint.&#xD;&#xA;"> aufgestellt hat</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Lipps aufgestellt hat ] z. B. in Theodor Lipps: Leitfaden der Psychologie. Leipzig: Engelmann 1903, S. 3.: Die Psychologie ist die Lehre von den Bewußtseinsinhalten oder Bewußtseinserlebnissen als solchen. Es ist dasselbe, wenn ich sage: Sie ist die Lehre von den Bewußtseinserscheinungen oder Bewußtseinsphänomenen. Doch ist dabei zu bedenken: „Erscheinungen“ setzen jedesmal etwas voraus, das in ihnen erscheint.">[7]</a>, hinauszulaufen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="scheint. ] scheinen.&#xD;&#xA;">scheint.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="scheint. ] scheinen.">[e]</a> Immerhin ist das Ganze <span class="ED-pb">|</span> ein selbständiger Versuch analytischer Forschung in klarer und leichtverständlicher Darstellung.</p><p class="ED-p">Zeigen diese <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Schriften ] in Windelbands Besitz befanden sich von Häberlin: Die Grundfragen der Philosophie. Basel 1914; Psychoanalyse und Erziehung. Sonderdruck 1914.&#xD;&#xA;">Schriften</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Schriften ] in Windelbands Besitz befanden sich von Häberlin: Die Grundfragen der Philosophie. Basel 1914; Psychoanalyse und Erziehung. Sonderdruck 1914.">[8]</a> den Verfasser in dem zentralen, der Philosophie naheliegenden Teile der Psychologie historisch und systematisch trefflich orientiert und zu eigener Arbeit befähigt, so ist er auch in den weiteren Auszweigungen dieser Wissenschaft mit seltener Vielseitigkeit ausgebildet. In Göttingen war er Schüler G<span class="ED-add">[eorg]</span> E<span class="ED-add">[lias]</span> <span class="ED-name">Müller</span>’s und hat dessen Anerbieten, sein Assistent zu werden, nur deshalb abgelehnt, weil er nicht in dessen nicht philosophiefremde, sondern philosophiefeindliche Richtung hineingezogen werden wollte. Andererseits hat er von Kreuzlingen aus durch die <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Binswanger’sche Heilanstalt ] Häberlin war mit dem Psychiater Ludwig Binswanger (1881–1966) befreundet, Arzt (seit 1910 Direktor) am Kreuzlinger Sanatorium für Nervenkrankheiten. Durch Binswanger lernte Häberlin Sigmund Freud kennen (vgl. Häberlin/Binswanger Briefwechsel 1908–1960. Hg. v. J. Luczak. Basel: Schwabe 1997; Freud/Binswanger Briefwechsel 1908–1938. Hg. v. G. Fichtner. Frankfurt a. M.: S. Fischer 1992).&#xD;&#xA;">Binswanger</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Binswanger’sche Heilanstalt ] Häberlin war mit dem Psychiater Ludwig Binswanger (1881–1966) befreundet, Arzt (seit 1910 Direktor) am Kreuzlinger Sanatorium für Nervenkrankheiten. Durch Binswanger lernte Häberlin Sigmund Freud kennen (vgl. Häberlin/Binswanger Briefwechsel 1908–1960. Hg. v. J. Luczak. Basel: Schwabe 1997; Freud/Binswanger Briefwechsel 1908–1938. Hg. v. G. Fichtner. Frankfurt a. M.: S. Fischer 1992).&#xD;&#xA;">’sche Heilanstalt</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Binswanger’sche Heilanstalt ] Häberlin war mit dem Psychiater Ludwig Binswanger (1881–1966) befreundet, Arzt (seit 1910 Direktor) am Kreuzlinger Sanatorium für Nervenkrankheiten. Durch Binswanger lernte Häberlin Sigmund Freud kennen (vgl. Häberlin/Binswanger Briefwechsel 1908–1960. Hg. v. J. Luczak. Basel: Schwabe 1997; Freud/Binswanger Briefwechsel 1908–1938. Hg. v. G. Fichtner. Frankfurt a. M.: S. Fischer 1992).">[9]</a> Beziehungen zu den psychiatrischen Kreisen Zürichs und speziell der <span class="ED-name">Freud</span>’schen Anhängerschaft gefunden, deren Einseitigkeiten er jedoch mit kritischem Urteil gegenübersteht. Er hat sich mit solchen Fragen praktisch soweit vertraut gemacht, dass er durch die erfolgreiche Erziehung leicht abnormer junger Leute <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> jetzt noch seinen Unterhalt bestreitet. Seine pädagogische Begabung aber hat er allen Nachrichten zufolge besonders in seiner 4½jährigen Seminartätigkeit bewährt, während er literarische Leistungen auf diesem Gebiete bisher nicht aufzuweisen hat. Das letztere mag <abbr class="ED-abbr">z. T.</abbr> damit zusammenhängen, dass er als Basler Dozent bisher systematische Pädagogik aus Rücksicht auf einen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="älteren Extraordinarius ] Friedrich Heman (1839–1919), 1888–1916 ao. Prof. für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel, Leiter der philologisch-historischen Abt. des Pädagogischen Seminars (DBE; Die Universität Basel in ihrer Entwicklung in den Jahren 1885–1895. Im Auftrag des Erziehungsdepartements des Kantons Basel-Stadt … zusammengestellt v. Albert Teichmann. Basel: Reinhardt &amp; Sohn 1895, S. 45). Vgl. die Basler Vorlesungsverzeichnisse: SS 1900–WS 1913/14 liest Heman (Dr. der Phil., Lic. der Theol. und a. o. Professor) u. a. Allgemeine Pädagogik und Didaktik, Geschichte der Pädagogik, Pädagogisches Seminar.&#xD;&#xA;">älteren Extraordinarius</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="älteren Extraordinarius ] Friedrich Heman (1839–1919), 1888–1916 ao. Prof. für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel, Leiter der philologisch-historischen Abt. des Pädagogischen Seminars (DBE; Die Universität Basel in ihrer Entwicklung in den Jahren 1885–1895. Im Auftrag des Erziehungsdepartements des Kantons Basel-Stadt … zusammengestellt v. Albert Teichmann. Basel: Reinhardt &amp; Sohn 1895, S. 45). Vgl. die Basler Vorlesungsverzeichnisse: SS 1900–WS 1913/14 liest Heman (Dr. der Phil., Lic. der Theol. und a. o. Professor) u. a. Allgemeine Pädagogik und Didaktik, Geschichte der Pädagogik, Pädagogisches Seminar.">[10]</a> nicht gelesen hat.</p><p class="ED-p">Persönlich hat mir Herr <span class="ED-name">Häberlin</span> den Eindruck eines verständigen und wohlunterrichteten, nachdenklichen und durchaus zuverlässigen Mannes gemacht, und diesen Eindruck haben mir die eingehenden <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Schilderungen von Prof. Karl Joël ] kein Briefwechsel Joël/Windelband nachgewiesen&#xD;&#xA;">Schilderungen von </span><abbr title="Professor" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Schilderungen von Prof. Karl Joël ] kein Briefwechsel Joël/Windelband nachgewiesen&#xD;&#xA;">Prof.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Schilderungen von Prof. Karl Joël ] kein Briefwechsel Joël/Windelband nachgewiesen&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Schilderungen von Prof. Karl Joël ] kein Briefwechsel Joël/Windelband nachgewiesen&#xD;&#xA;">Karl Joël</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Schilderungen von Prof. Karl Joël ] kein Briefwechsel Joël/Windelband nachgewiesen">[11]</a> vollauf bestätigt, der bei seiner Promotion und Habilitation entscheidend mitgewirkt und seinen ganzen Entwicklungsgang mit dem lebhaftesten Interesse verfolgt hat. Auch er ist, wie ich selbst, überzeugt, dass für die Kombination, welche unsere Fakultät für die neue Lehrstelle in Aussicht nimmt, zur Zeit keine geeignetere Persönlichkeit zu finden wäre, als Herr <span class="ED-name">Häberlin</span>.</p><p class="ED-p">Dieser selbst hat sich mir gegenüber in der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="unverbindlichen Besprechung ] vgl. Windelband an Häberlin vom 20.7. u. 3.8.1913&#xD;&#xA;">unverbindlichen Besprechung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="unverbindlichen Besprechung ] vgl. Windelband an Häberlin vom 20.7. u. 3.8.1913">[12]</a> bereit erklärt, unter den Aussichten, die ich ihm nach den Mitteilungen des Herrn Dekan als die voraussichtlich zu gewährenden eröffnen durfte, sich hierher umzuhabilitieren. Der Verzicht auf die eigentlich philosophische Lehrtätigkeit, der dazu Bedingung wäre, wird ihm zwar subjektiv schwer werden; aber er will sich dazu entschliessen, und ich bin mit <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Joël</span> der Ansicht, dass er objektiv damit den seiner wesentlichen wissenschaftlichen Richtung und Begabung durchaus entsprechenden Weg einschlagen würde.</p><p class="ED-dateline"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="Heidelberg ] gesperrt&#xD;&#xA;">Heidelberg</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="Heidelberg ] gesperrt">[f]</a>, den 29. Juli 1913.</p><p class="ED-signed"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="W Windelband ] eigenhändige Unterschrift&#xD;&#xA;">W Windelband</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-7" id="app-philological-7-ref" title="W Windelband ] eigenhändige Unterschrift">[g]</a></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Dem</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am Kopf der <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> Aktenzuordnung mit Bleistift: <span class="ED-rdg">2<sup><u>c</u></sup></span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Remuneration</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>von Windelband hs. korrigiert aus <span class="ED-rdg">Renumeration</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><abbr title="beziehungsweise" class="ED-abbr">bzw.</abbr></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">bezw.</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">eine</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">einen</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">scheint.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">scheinen.</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Heidelberg</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gesperrt</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-7"><span class="ED-app-num">g</span><a href="#app-philological-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">W Windelband</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>eigenhändige Unterschrift</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Basler Privatdozenten <span class="ED-name">Häberlin</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den Briefwechsel Windelband–Häberlin in der vorliegenden Edition. Zum ganzen Vorgang <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 327–336 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 370–413 sowie 427–432.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Oeffentlichkeit beschäftigt haben</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gemeint ist die <span class="ED-rdg">Erklärung gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Vertretern der experimentellen Psychologie</span>, die mit Erscheinen von Logos (4), 1. Heft (<abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 115–116) am 19.4.1913 und den nachfolgenden Abdrucken in den großen philosophischen Zeitschriften einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden. Zunächst war diese Erklärung, von Heinrich Rickert initiiert und verfaßt, an alle deutschen Universitäten und die Unterrichtsministerien (Baden: 16.2.1913) versandt worden; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Rickert</span> vom 8.1. <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 7.3.1913. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> zu dieser Vorgeschichte und zur Abstimmung des Textes mit den Erstunterzeichnern <span class="ED-name">Rudolf Eucken</span>, <span class="ED-name">Edmund Husserl</span>, <span class="ED-name">Paul Natorp</span>, <span class="ED-name">Alois Riehl</span> und Windelband den editorischen Bericht zu Georg Simmel Gesamtausgabe <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 17, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 482–485. Der Text der Erklärung ist im selben <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 177–179 abgedruckt. Zum Kontext <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 289–312 sowie Ulrich Sieg: Aufstieg und Niedergang des Marburger Neukantianismus. Würzburg: Königshausen &amp; Neumann 1994, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 357–372.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">wenn … wird.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> in der Erklärung gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Vertretern der experimentellen Psychologie. In: Logos 4 (1914), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 115–116 heißt es: <span class="ED-rdg">Es muß im gemeinsamen Interesse der beiden Wissenschaften sorgfältig darauf Bedacht genommen werden, daß der Philosophie ihre Stellung im Leben der Hochschulen gewahrt bleibt. Daher sollte die experimentelle Psychologie in Zukunft nur durch die Errichtung eigener Lehrstühle gepflegt werden, und überall, wo die alten philosophischen Professuren durch Vertreter der experimentellen Psychologie besetzt sind, ist für die Schaffung von neuen philosophischen Lehrstühlen zu sorgen.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Remuneration</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Vergütung, Entschädigung</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">einen Privatdozenten der medizinischen Fakultät</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Hans W. Gruhle</span> (venia legendi für Psychiatrie und medizinische Psychologie seit 3.3.1913), <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Jürgen Klüpfel/C. F. Graumann: <span class="ED-link"><a href="https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/willkomm/cfg/instber-2b.html#IIb ">https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/willkomm/cfg/instber-2b.html#IIb </a></span>(3.8.2016).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name">Paul Häberlin</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> für das Folgende auch Paul Häberlin: Statt einer Autobiographie. Frauenfeld: Huber 1959.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Lipps</span> aufgestellt hat</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> in Theodor Lipps: Leitfaden der Psychologie. Leipzig: Engelmann 1903, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 3.: <span class="ED-rdg">Die Psychologie ist die Lehre von den Bewußtseinsinhalten oder Bewußtseinserlebnissen als solchen. Es ist dasselbe, wenn ich sage: Sie ist die Lehre von den Bewußtseinserscheinungen oder Bewußtseinsphänomenen. Doch ist dabei zu bedenken: „Erscheinungen“ setzen jedesmal etwas voraus, das in ihnen erscheint.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schriften</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>in Windelbands Besitz befanden sich von <span class="ED-name">Häberlin</span>: Die Grundfragen der Philosophie. Basel 1914; Psychoanalyse und Erziehung. Sonderdruck 1914.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Binswanger</span>’sche Heilanstalt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Häberlin</span> war mit dem Psychiater <span class="ED-name">Ludwig Binswanger</span> (1881–1966) befreundet, Arzt (seit 1910 Direktor) am Kreuzlinger Sanatorium für Nervenkrankheiten. Durch Binswanger lernte Häberlin <span class="ED-name">Sigmund Freud</span> kennen (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Häberlin/Binswanger Briefwechsel 1908–1960. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> J. Luczak. Basel: Schwabe 1997; Freud/Binswanger Briefwechsel 1908–1938. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> G. Fichtner. Frankfurt <abbr title="am Main" class="ED-abbr">a. M.</abbr>: S. Fischer 1992).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">älteren Extraordinarius</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Friedrich Heman</span> (1839–1919), 1888–1916 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel, Leiter der philologisch-historischen <abbr title="Abteilung" class="ED-abbr">Abt.</abbr> des Pädagogischen Seminars (<abbr title="Deutsche Biographische Enzyklopädie" class="ED-abbr">DBE</abbr>; Die Universität Basel in ihrer Entwicklung in den Jahren 1885–1895. Im Auftrag des Erziehungsdepartements des Kantons Basel-Stadt … zusammengestellt <abbr title="von" class="ED-abbr">v.</abbr> Albert Teichmann. Basel: Reinhardt &amp; Sohn 1895, S. 45). <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> die Basler Vorlesungsverzeichnisse: <a id="akTop" xml:id="akTop"/>SS 1900–WS 1913/14 liest Heman (<span class="ED-rdg">Dr. der Phil., Lic. der Theol. und a. o. Professor</span>) <abbr title="unter anderem; und andere" class="ED-abbr">u. a.</abbr> Allgemeine Pädagogik und Didaktik, Geschichte der Pädagogik, Pädagogisches Seminar.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schilderungen von <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Karl Joël</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kein Briefwechsel <span class="ED-name">Joël</span>/Windelband nachgewiesen</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">unverbindlichen Besprechung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Häberlin</span> vom 20.7. <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 3.8.1913</div></div></body></html>