<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Kuno Fischer an die philosophische Fakultät der Universität Heidelberg, Heidelberg, 13./14.7.1902, 7 S., hs., UA Heidelberg, H-IV-102/132 (Philosophische Fakultät Akten 1901-02., Dekan: Bezold), Bl. 715–716</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000029-0"/><style type="text/css">
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Oktober 1902) ausgeübt habe, nicht mehr, wie bisher, vorzustehen vermag, so <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="beantrage ich ] vgl. in derselben Akte das Protokoll der Fakultätssitzung von Samstag, 19.7.1902, 6 Uhr nachmittags: Excellenz Fischer unterrichtet die Mitglieder von dem Empfang eines Briefes des Prof. W. Windelband in Strassburg i/E, wodurch dessen in Aussicht genommene Berufung eine wesentliche Grundlage erhält. Der betreffende Brief circuliert bei den anwesenden Mitgliedern. Der Antrag seiner Excellenz wird auf’s wärmste befürwortet von Herrn Coll[egen] Schöll, der zugleich der Hoffnung Ausdruck giebt, dass grade durch Berufung von Professor Windelband auch die bewährte Kraft unseres Seminars noch möglichst lang der Universität erhalten bleiben wird. Nach einigen weiteren Bemerkungen seitens der Herrn Collegen Weber, Osthoff und Schöll über den formellen Act der Wiederbesetzung der zweiten Professur für Philosophie wird der Antrag Exc[ellenz] Fischer einstimmig und ohne Debatte angenommen und beschlossen, den Engeren Senat zu ersuchen, er wolle diesen Antrag dem Grossherzoglichen Ministerium mit besonderem Nachdruck empfehlen; sowie die parallele Rektoratsakte, UA Heidelberg, RA 6859 (Lehrstühle für Philosophie 1836 (1830) bis 1918): Am 21.7.1902 teilt die Fakultät dem Engeren Senat ihren einstimmigen Beschluß vom 19.7. mit, Windelband als einzigen zu nennen, und bittet um Befürwortung beim zuständigen Ministerium. Das Ministerium teilt dem Senat am 20.11.1902 die Berufung Windelbands zum 1.4.1903 mit, unter Verleihung des Charakters als Geheimer Rat II Klasse.&#xD;&#xA;">beantrage ich</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="beantrage ich ] vgl. in derselben Akte das Protokoll der Fakultätssitzung von Samstag, 19.7.1902, 6 Uhr nachmittags: Excellenz Fischer unterrichtet die Mitglieder von dem Empfang eines Briefes des Prof. W. Windelband in Strassburg i/E, wodurch dessen in Aussicht genommene Berufung eine wesentliche Grundlage erhält. Der betreffende Brief circuliert bei den anwesenden Mitgliedern. Der Antrag seiner Excellenz wird auf’s wärmste befürwortet von Herrn Coll[egen] Schöll, der zugleich der Hoffnung Ausdruck giebt, dass grade durch Berufung von Professor Windelband auch die bewährte Kraft unseres Seminars noch möglichst lang der Universität erhalten bleiben wird. Nach einigen weiteren Bemerkungen seitens der Herrn Collegen Weber, Osthoff und Schöll über den formellen Act der Wiederbesetzung der zweiten Professur für Philosophie wird der Antrag Exc[ellenz] Fischer einstimmig und ohne Debatte angenommen und beschlossen, den Engeren Senat zu ersuchen, er wolle diesen Antrag dem Grossherzoglichen Ministerium mit besonderem Nachdruck empfehlen; sowie die parallele Rektoratsakte, UA Heidelberg, RA 6859 (Lehrstühle für Philosophie 1836 (1830) bis 1918): Am 21.7.1902 teilt die Fakultät dem Engeren Senat ihren einstimmigen Beschluß vom 19.7. mit, Windelband als einzigen zu nennen, und bittet um Befürwortung beim zuständigen Ministerium. Das Ministerium teilt dem Senat am 20.11.1902 die Berufung Windelbands zum 1.4.1903 mit, unter Verleihung des Charakters als Geheimer Rat II Klasse.">[1]</a>, daß die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="zweite … Philosophie ] dieses Ordinariat existierte nach dem Tode Carl Alexander Freiherr von Reichlin-Meldeggs (1801–1877) nur auf dem Papier und war nie im Stellenplan für die Philosophische Fakultät vorgesehen. Reichlin-Meldegg, geweihter Priester und Professor für Historische Hilfswissenschaften, hatte sein Freiburger Lehramt nach seiner Konversion zum Protestantismus aufgeben müssen. 1840 wurde er in Heidelberg zum Professor für Philosophie berufen, ein Akt der Protektion durch das protestantische Großherzogtum Baden, vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 178.&#xD;&#xA;">zweite, seit sechsundzwanzig Jahren unbesetzt gebliebene ordentliche Professur der Philosophie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="zweite … Philosophie ] dieses Ordinariat existierte nach dem Tode Carl Alexander Freiherr von Reichlin-Meldeggs (1801–1877) nur auf dem Papier und war nie im Stellenplan für die Philosophische Fakultät vorgesehen. Reichlin-Meldegg, geweihter Priester und Professor für Historische Hilfswissenschaften, hatte sein Freiburger Lehramt nach seiner Konversion zum Protestantismus aufgeben müssen. 1840 wurde er in Heidelberg zum Professor für Philosophie berufen, ein Akt der Protektion durch das protestantische Großherzogtum Baden, vgl. Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, S. 178.">[2]</a> nunmehr wiederbesetzt <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="werde, | und ] vor Seitenwechsel Kustode: und&#xD;&#xA;">werde, </span><span class="ED-pb"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="werde, | und ] vor Seitenwechsel Kustode: und&#xD;&#xA;">|</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="werde, | und ] vor Seitenwechsel Kustode: und&#xD;&#xA;"> und</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="werde, | und ] vor Seitenwechsel Kustode: und">[a]</a> zwar erlaube ich mir, den ordentlichen Professor der Philosophie an der Kaiser Wilhelms Universität zu Straßburg <abbr title="im Elsaß" class="ED-abbr"><sup>i</sup>/E.</abbr> Herrn <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> Wilhelm Windelband zur Berufung in die genannte Stelle vorzuschlagen.</p><p class="ED-p">Da ich voraussetzen darf, daß Herr Professor W. Windelband in Ansehung seines Namens, seiner Bedeutung und <span class="ED-pb">|</span> Wirksamkeit Ihnen Allen wohlbekannt ist, so enthalte ich mich aller weiteren <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Charakteristik ] vgl. die von Alexander Moszkowski (Berlin) in: Neues Wiener Journal, Nr. 10837 vom 20.1.1924, S. 12 (ANNO) u. d. T. Von prominenten Menschen. Unverbürgte Berichte kolportierte Anekdote: Ich habe als junger Student noch bei […] Kuno Fischer gehört […] Er las auch über rein philosophische Probleme und war […] beflissen, seine eigene Stellung in der Geisteswelt immer deutlicher hervortreten zu lassen. Endlich hatte er hierfür die richtige Formulierung gefunden […]: „Genau genommen, gibt es heute in ganz Deutschland nur zwei wirkliche Philosophen, nur zwei Denker ersten Ranges, – – der andere ist Professor Windelband in Straßburg!“&#xD;&#xA;">Charakteristik</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Charakteristik ] vgl. die von Alexander Moszkowski (Berlin) in: Neues Wiener Journal, Nr. 10837 vom 20.1.1924, S. 12 (ANNO) u. d. T. Von prominenten Menschen. Unverbürgte Berichte kolportierte Anekdote: Ich habe als junger Student noch bei […] Kuno Fischer gehört […] Er las auch über rein philosophische Probleme und war […] beflissen, seine eigene Stellung in der Geisteswelt immer deutlicher hervortreten zu lassen. Endlich hatte er hierfür die richtige Formulierung gefunden […]: „Genau genommen, gibt es heute in ganz Deutschland nur zwei wirkliche Philosophen, nur zwei Denker ersten Ranges, – – der andere ist Professor Windelband in Straßburg!“">[3]</a>.</p><p class="ED-p">Ich nenne denselben, wie er es verdient primo und unico loco.</p><p class="ED-p">Ich bitte die Facultät, diesen meinen Antrag unterstützen zu wollen u<span class="ED-add">[nd]</span> auf dem vorschriftsmäßigen Wege an das Großherzogliche Ministerium des Unterrichts gelangen zu lassen.</p><p class="ED-p">Hochachtungsvoll</p><p class="ED-signed">Kuno Fischer</p><p class="ED-dateline">Heidelberg. d<span class="ED-add">[en]</span> 13. Juli 1902. <span class="ED-pb">|</span></p><hr class="ED-postscript"/><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Nachschriftlich. ] unterstrichen&#xD;&#xA;">Nachschriftlich.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Nachschriftlich. ] unterstrichen">[b]</a></p><p class="ED-p">Ich glaube, soeben in sichere Erfahrung gebracht zu haben, daß Herr <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> Windelband nach <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Ablehnung seines Rufes nach Tübingen ] vgl. Windelband an Kuno Fischer vom 15.7.1902&#xD;&#xA;">Ablehnung seines Rufes nach Tübingen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Ablehnung seines Rufes nach Tübingen ] vgl. Windelband an Kuno Fischer vom 15.7.1902">[4]</a> in seine Stellung zu Straßburg durch unmittelbare Einwirkung des Statthalters eine <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="höchst beträchtliche ] unterstrichen&#xD;&#xA;">höchst beträchtliche</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="höchst beträchtliche ] unterstrichen">[c]</a> Gehaltserhöhung davon getragen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="hat ] kann auch habe heißen&#xD;&#xA;">hat</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="hat ] kann auch habe heißen">[d]</a>, so daß ich zu meinem großen Leidwesen zweifeln muß, ob er gegenwärtig für uns zu gewinnen ist.</p><p class="ED-p">Ich erlaube mir deshalb abgesehen von ihm, noch zwei Namen zu nennen, die ich in <span class="ED-pb">|</span> Erwägung zu nehmen bitte:</p><p class="ED-p">1. <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="Karl Groos ] unterstrichen&#xD;&#xA;">Karl Groos</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="Karl Groos ] unterstrichen">[e]</a> aus Heidelberg, der hier seine Studien gemacht auch s<span class="ED-add">[einer]</span> Z<span class="ED-add">[eit]</span> eine Preisaufgabe in der Philosophie gewonnen hat, er hat sich dann in Gießen habilitiert und ist erst nach Basel, dann nach Gießen als <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="ordentlicher Professor der Philosophie ] unterstrichen&#xD;&#xA;">ordentlicher Professor der Philosophie</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="ordentlicher Professor der Philosophie ] unterstrichen">[f]</a> berufen worden, wo er gegenwärtig <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="lehrt ] stark verschrieben&#xD;&#xA;">lehrt</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-7" id="app-philological-7-ref" title="lehrt ] stark verschrieben">[g]</a>. Er hat über <span class="ED-name">Schelling</span>, über Aesthetik u<span class="ED-add">[nd]</span> ein Werk über „Die Spiele der Thiere“ geschrieben, welches <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8 app-philological-9" title="günstige ] kann auch geistige heißen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;günstige | Aufnahme ] vor Seitenwechsel Kustode: Aufnahme&#xD;&#xA;">günstige</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-8" id="app-philological-8-ref" title="günstige ] kann auch geistige heißen">[h]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-9" title="günstige | Aufnahme ] vor Seitenwechsel Kustode: Aufnahme&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-pb"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-9" title="günstige | Aufnahme ] vor Seitenwechsel Kustode: Aufnahme&#xD;&#xA;">|</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-9" title="günstige | Aufnahme ] vor Seitenwechsel Kustode: Aufnahme&#xD;&#xA;"> Aufnahme</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-9" id="app-philological-9-ref" title="günstige | Aufnahme ] vor Seitenwechsel Kustode: Aufnahme">[i]</a> gefunden hat.</p><p class="ED-p">2. <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-10" title="Eugen Kühnemann ] unterstrichen&#xD;&#xA;">Eugen Kühnemann</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-10" id="app-philological-10-ref" title="Eugen Kühnemann ] unterstrichen">[j]</a>, außerordentl<span class="ED-add">[icher]</span> Professor der Philosophie in Marburg, der, wie ich zu wissen glaube, sehr anregend lehrt, gern und viel gehört wird. Abhandlungen über Themata aus der Geschichte der Philosophie, über <span class="ED-name">Kant</span> <span class="ED-add">[un]</span>d <span class="ED-name">Schiller</span>, unlängst ein Buch über <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-11 app-editorial-5" title="Herders Leben ] unterstrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Herders Leben ] München: C. H.Beck 1895.&#xD;&#xA;">Herders</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-11 app-editorial-5" title="Herders Leben ] unterstrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Herders Leben ] München: C. H.Beck 1895.&#xD;&#xA;"> Leben</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-11" id="app-philological-11-ref" title="Herders Leben ] unterstrichen">[k]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Herders Leben ] München: C. H.Beck 1895.">[5]</a> geschrieben hat. Über seine amtliche <span class="ED-pb">|</span> Stellung in Marburg weiß ich nichts Näheres.</p><p class="ED-signed">K. Fischer</p><p class="ED-dateline">Heidelberg d<span class="ED-add">[en]</span> 14 Juli 1902</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">werde, <span class="ED-pb">|</span> und</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vor Seitenwechsel Kustode: <span class="ED-rdg">und</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Nachschriftlich.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">höchst beträchtliche</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">hat</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kann auch <span class="ED-rdg">habe</span> heißen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Karl Groos</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">ordentlicher Professor der Philosophie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-7"><span class="ED-app-num">g</span><a href="#app-philological-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">lehrt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>stark verschrieben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-8"><span class="ED-app-num">h</span><a href="#app-philological-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">günstige</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kann auch <span class="ED-rdg">geistige</span> heißen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-9"><span class="ED-app-num">i</span><a href="#app-philological-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">günstige <span class="ED-pb">|</span> Aufnahme</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vor Seitenwechsel Kustode: <span class="ED-rdg">Aufnahme</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-10"><span class="ED-app-num">j</span><a href="#app-philological-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Eugen Kühnemann</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-11"><span class="ED-app-num">k</span><a href="#app-philological-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Herders</span> Leben</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>unterstrichen</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">beantrage ich</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> in derselben Akte das Protokoll der Fakultätssitzung von Samstag, 19.7.1902, 6 Uhr nachmittags:<span class="ED-rdg"> Excellenz Fischer unterrichtet die Mitglieder von dem Empfang eines Briefes des Prof. W. Windelband in Strassburg i/E, wodurch dessen in Aussicht genommene Berufung eine wesentliche Grundlage erhält. Der betreffende Brief circuliert bei den anwesenden Mitgliedern. Der Antrag seiner Excellenz wird auf’s wärmste befürwortet von Herrn Coll[egen] Schöll, der zugleich der Hoffnung Ausdruck giebt, dass grade durch Berufung von Professor Windelband auch die bewährte Kraft unseres Seminars noch möglichst lang der Universität erhalten bleiben wird. Nach einigen weiteren Bemerkungen seitens der Herrn Collegen Weber, Osthoff und Schöll über den formellen Act der Wiederbesetzung der zweiten Professur für Philosophie wird der Antrag Exc[ellenz] Fischer einstimmig und ohne Debatte angenommen und beschlossen, den Engeren Senat zu ersuchen, er wolle diesen Antrag dem Grossherzoglichen Ministerium mit besonderem Nachdruck empfehlen</span>; sowie die parallele Rektoratsakte, <abbr title="Universitätsarchiv" class="ED-abbr">UA</abbr> Heidelberg, RA 6859 (Lehrstühle für Philosophie 1836 (1830) bis 1918): Am 21.7.1902 teilt die Fakultät dem Engeren Senat ihren einstimmigen Beschluß vom 19.7. mit, Windelband als einzigen zu nennen, und bittet um Befürwortung beim zuständigen Ministerium. Das Ministerium teilt dem Senat am 20.11.1902 die Berufung Windelbands zum 1.4.1903 mit, <span class="ED-rdg">unter Verleihung des Charakters als Geheimer Rat II Klasse</span>.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">zweite … Philosophie</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> dieses Ordinariat existierte nach dem Tode <span class="ED-name">Carl Alexander Freiherr von Reichlin-Meldegg</span>s (1801–1877) nur auf dem Papier und war nie im Stellenplan für die Philosophische Fakultät vorgesehen. Reichlin-Meldegg, geweihter Priester und Professor für Historische Hilfswissenschaften, hatte sein Freiburger Lehramt nach seiner Konversion zum Protestantismus aufgeben müssen. 1840 wurde er in Heidelberg zum Professor für Philosophie berufen, ein Akt der Protektion durch das protestantische Großherzogtum Baden, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Horst Gundlach: <i><span class="ED-rdg">Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, </span></i><abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr><i><span class="ED-rdg"> 178.</span></i></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Charakteristik</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> die von <span class="ED-name">Alexander Moszkowski</span> (Berlin) in: Neues Wiener Journal, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 10837 vom 20.1.1924, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 12 (<abbr title="Australian Newspapers Online" class="ED-abbr">ANNO</abbr>) <abbr title="unter dem Titel" class="ED-abbr">u. d. T.</abbr> <span class="ED-rdg">Von prominenten Menschen. Unverbürgte Berichte</span> kolportierte Anekdote: <span class="ED-rdg">Ich habe als junger Student noch bei […] Kuno Fischer gehört […] Er las auch über rein philosophische Probleme und war […] beflissen, seine eigene Stellung in der Geisteswelt immer deutlicher hervortreten zu lassen. Endlich hatte er hierfür die richtige Formulierung gefunden […]: „Genau genommen, gibt es heute in ganz Deutschland nur zwei wirkliche Philosophen, nur zwei Denker ersten Ranges, – – der andere ist Professor Windelband in Straßburg!“</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ablehnung seines Rufes nach Tübingen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr><span class="ED-persName-sent"> Windelband</span> an Kuno Fischer vom <span class="ED-date">15.7.1902</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Herders</span> Leben</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>München: C. H.Beck 1895.</div></div></body></html>