<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000878-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><note>Nr. 5, Heft mit Fadenheftung und Umschlag aus blauem Papier, ohne Titel, ohne Datum (ca. 1882), Fortsetzung von Heft 4, 1. Textzeile lautet: </note><quote type="rdg">2. Cap. Die Momente des Rechtsbegriffs.</quote><note>, Umfang: 48 S., davon beschrieben: 13, 1 beigelegtes, gefaltetes Bl. mit 2 beschriebenen S., Textbeginn auf Bl. 2r (auf Bl. 1r Signaturetikett, auf Umschlaginnenseite Inventarstempel, auf Bl. 1v ein weiterer Bibliotheksstempel), hs. (dt. Schrift), schwarze Tinte, Maße: 21,2 x 16,8 cm, Beilage (aufgeklappt): 22,4 x 14,0 cm</note>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek der Tohoku Universität Sendai (Japan): II, A 2–2 WW 1, 5</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0878" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000878-0"><note type="repository">Universitätsbibliothek der Tohoku Universität Sendai (Japan)</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><note>Nr. 5, Heft mit Fadenheftung und Umschlag aus blauem Papier, ohne Titel, ohne Datum (ca. 1882), Fortsetzung von Heft 4, 1. Textzeile lautet: </note><quote type="rdg">2. Cap. Die Momente des Rechtsbegriffs.</quote><note>, Umfang: 48 S., davon beschrieben: 13, 1 beigelegtes, gefaltetes Bl. mit 2 beschriebenen S., Textbeginn auf Bl. 2r (auf Bl. 1r Signaturetikett, auf Umschlaginnenseite Inventarstempel, auf Bl. 1v ein weiterer Bibliotheksstempel), hs. (dt. Schrift), schwarze Tinte, Maße: 21,2 x 16,8 cm, Beilage (aufgeklappt): 22,4 x 14,0 cm</note>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek der Tohoku Universität Sendai (Japan): II, A 2–2 WW 1, 5</bibl></head></front><body><head><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-865"/>2. Cap<add>[itel]</add>: Die Momente des Rechtsbegriffs<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-865"/></head><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-866"/>§ 7. Das Recht als Norm für <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-867"/>Handlungen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-866"/> <pb/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-867"/></p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-868"/>§ 8. Der ethische Zweck des <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-869"/>Rechts<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-868"/> <pb/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-869"/></p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-870"/>§ 9. Das Recht als Staatsgesetz.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-870"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-871"/>(Staatssatzung). <pb/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-871"/></p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-872"/>§ <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-873"/>11<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-873"/>. Die Entscheidung des Rechtsstreits durch den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-874"/>Staat<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-872"/> <pb/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-874"/></p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-875"/>§ <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-876"/>10<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-876"/>. Der Rechtszwang des Staates.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-875"/> (Die Erzwingung des Rechts durch den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-877"/>Staat). <pb/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-877"/></p><p>Aus der Recapitulation aller dieser Momente ergiebt sich nun, mit Berücksichtigung des später noch zu betrachtenden Umstandes, daß alle Rechtsbestimmungen einer Gesellschaft sich zu einem Ganzen zusammenschließen, folgende, langathmige, aber dafür erschöpfende Definition: „Recht ist das System der Normen, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-878"/>durch<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-878"/> welche eine staatlich geordnete <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-879"/>Gesellschaft<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-879"/> die unerläßlichen Anforderungen, die sie vermöge ihres sittlichen Gesammtbewußtseins an die Individuen stellt, in der Weise bestimmt, daß die staatliche Gewalt dem Widerstande gegenüber ihre Durchführung erzwingt und in streitigen Fällen über ihre Anwendung entscheidet.“</p><head><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-880"/>3. Cap<add>[itel]</add> Die Realisirung des Rechts.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-880"/></head><p>Alles Recht ist Staatssatzung: alle Realisirung des Rechts also geschieht nur durch den Staat oder durch den Einzelnen in seiner Function als Staatsbürger. Der Proceß des Rechtslebens besteht darin, daß der Staatswille in den Handlungen der Staatsbürger realisirt wird.</p><p>Aber diese Handlungen gehen aus dem individuellen Willen hervor. Der Proceß ist also der, daß der Staatswille die Richtschnur, <abbr>d. h.</abbr> das entscheidende Motiv des individuellen Willens wird. Oder die Unterwerfung des Individuums unter den Staatswillen ist der Charakter des Rechtslebens.</p><p>Zweierlei gehört dazu: die Formulirung des Staatswillens und die Herrschaft desselben über das Individuum.</p><p>Um daher drittens festzustellen, wie sich der Begriff des Rechts im wirklichen Staate verwirklicht, müssen wir untersuchen, wie die Inhaltsbestimmungen des Staatswillens, <abbr>d. h.</abbr> die Rechtssätze zu Stande kommen, und zweitens, wie sie dem Individualwillen gegenüber zur Herrschaft gelangen.</p><p>Das erste bezeichnet man gewöhnlich als Quellen des Rechts: nicht in dem Sinne der Urheberschaft der Rechtssatzung; das ist immer der Staatswillen; sondern in dem Sinne der Motive, welche den Staatswillen bestimmen.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-881"/>§ 12. Die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-882"/>Ergänzung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-882"/> des Rechts.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-881"/></p><p>Die positive Jurisprudenz unterscheidet hier gewöhnlich zwischen Gesetz und Gewohnheit: Gesetzrecht und Gewohnheitsrecht.</p><p>Diese Frage entspricht nicht der hier gestellten. Daher nicht „Quellen“. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-883"/>Dort fragt man: woher stammen die im wirklichen Rechtsleben angewendeten Normen: Antwort: entweder aus Gesetz oder aus Gewohnheit.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-883"/></p><p>Dabei folgt aus der überall gültigen Bestimmung, daß das Gewohnheitsrecht keine Kraft hat, soweit es durch Gesetz für unverbindlich erklärt worden ist; daß das Gesetz das Höhere ist. Wenn umgekehrt, ein Gesetz <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-884"/>per desuetudinem<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-884"/> ungiltig ist, so existirt diese <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-885"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-886"/>desuetudo<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-885"/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-886"/> nur, sofern sie der Staat billigt, indem er es versäumt, seinen veränderten Willen ausdrücklich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-887"/>kundzugeben. <pb/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-887"/></p><p>Hinsichtlich aller dieser Fragen ist es gleichgiltig, ob nach der usuellen Unterscheidung eine Uebung des Volks oder der Juristen vorliegt: das ist Sache der rechtsprechenden Macht – Volk der Juristen. Ebenso, wenn von Autonomie und Observanz die Rede ist, so existirt die rechtserzeugende Kraft der Gemeinden, Familien, Corporationen und Juristen<anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-888"/>collegien<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-888"/> nur insofern ihnen dazu vom Staat die Vollmacht ertheilt ist und – was den Beweis enthält – die Grenze bestimmt ist. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-889"/>(Kirchenrecht als vortreffliches Beispiel! <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-890"/>Mormonen! als <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-891"/>exemplum<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-891"/>.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-890"/>)<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-889"/></p><p>In Wahrheit liegt die Sache so, daß nach unsern Bestimmungen das <abbr>sog.</abbr> Gewohnheitsrecht Sitte ist, worüber der Staat noch nicht gesprochen hat, und worin deshalb eben die Sitte gilt. Daher die Zurückdrängung des Gewohnheitsrechts mit dem Fortschritt des Rechtslebens: <abbr>vgl.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-892"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-893"/>Windscheid, Pandekten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-892"/> § 18 Anm<add>[erkung]</add> 4.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-893"/></p><p>Im Rechtsleben muß <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-894"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-895"/>per consuetudinem<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-894"/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-895"/> gelten, was der Staat noch nicht bestimmt hat: Allgemeinstes und Details: was sich so von selbst versteht, daß es nicht gesetzlich bestimmt zu werden braucht, und Details, die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-896"/><span type="el">ἀδιάφορα</span><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-896"/> sind.</p><p>Das wahre Verhältniß ist ein wesentliches Herauswachsen des Gesetzrechtes aus dem Gewohnheitsrecht. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-897"/>Denn unter den psychischen „Quellen“ des Rechts ist die von ihm vorgefundene Sitte die werthvollste.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-897"/> Sie ist die erste und hauptsächlichste.</p><p>Freilich je nach dem historischen Entwicklungsgange verschieden. Wo sich ein Volk wie das römische, rechtlich ganz selbständig entwickelt, da ist der Proceß der, daß sich die Sitte in Recht umsetzt. Das Recht nur Codification der Gewohnheit.</p><p>Damit aber concurriren <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-898"/>drei<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-898"/> andre Factoren: der Wille der Staatsmacht<anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-899"/>,<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-899"/> die wechselnden Verhältnisse des socialen Lebens und das Bedürfniß des logischen Zusammenhanges: die historischen, individuellen, die nationalöconomischen und die logischen Quellen des <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-900"/>Rechts. <pb/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-900"/></p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-901"/>13. Die rechtliche Gesinnung.</p><p>14. Das Unrecht und die Strafe.</p><p>B. Specieller Theil: Das System der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-902"/>Rechtsbestimmungen.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-902"/></p><p>I. Oeffentliches Recht.</p><p>15. Verfassung</p><p>16. Verwaltung</p><p>17. Rechtspflege</p><p>II. Privates Recht: Die rechtliche Bestimmung über die Individualwillen.</p><p>18. Das subjective Recht.</p><p>19. Die persönlichen Rechte.</p><p>20. Die dinglichen Rechte.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-901"/></p></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-865"><lem>2. … Rechtsbegriffs</lem><note> unterstrichen, danach 6 Zeilen frei gelassen; gegenüber auf <abbr>Bl.</abbr> 1<abbr>v</abbr> Datierung mit blauem Farbstift: </note><rdg>21/6 82</rdg><note>; Fortsetzung von Heft <abbr>Nr.</abbr> 4</note></app><app type="philological" corresp="#ED-866"><lem>§ … Handlungen</lem><note> unterstrichen, Rest der <abbr>S.</abbr> leer</note></app><app type="philological" corresp="#ED-867"><lem>Handlungen <pb/></lem><note><abbr>Bl.</abbr> 2<abbr>v</abbr>–3<abbr>v</abbr> (bis auf Datierung, <abbr>s. u.</abbr>) leer, Fortsetzung <abbr>Bl.</abbr> 4<abbr>r</abbr></note></app><app type="philological" corresp="#ED-868"><lem>§ … Rechts</lem><note> Rest der <abbr>S.</abbr> leer; gegenüber des unteren Drittels der <abbr>S.</abbr> auf <abbr>Bl.</abbr> 3<abbr>v</abbr> Datierung mit blauem Farbstift: </note><rdg>27/6 82</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-869"><lem>Rechts <pb/></lem><note><abbr>Bl.</abbr> 4<abbr>v</abbr>–5<abbr>v</abbr> leer, Fortsetzung <abbr>Bl.</abbr> 6<abbr>r</abbr> Mitte</note></app><app type="philological" corresp="#ED-870"><lem>§ … Staatsgesetz.</lem><note> unterstrichen, Rest der <abbr>S.</abbr> leer</note></app><app type="philological" corresp="#ED-871"><lem>(Staatssatzung). <pb/></lem><note><abbr>Bl.</abbr> 6<abbr>v</abbr>–7<abbr>v</abbr> leer (mit Ausnahme einer Datierung mit blauem Farbstift: </note><rdg>28/6 82)</rdg><note>, <abbr>Bl.</abbr> 8r–9<abbr>r</abbr> leer, Fortsetzung <abbr>Bl.</abbr> 10<abbr>r</abbr></note></app><app type="philological" corresp="#ED-873"><lem>11</lem><note>korrigiert aus: </note><rdg>10</rdg><note>, gegenüber auf <abbr>Bl.</abbr> 9<abbr>v</abbr> geschrieben (unterstrichen): </note><rdg>§ 10 u[nd] 11 zu vertauschen!</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-872"><lem>§ … Staat</lem><note> unterstrichen, Rest der <abbr>S.</abbr> leer</note></app><app type="philological" corresp="#ED-874"><lem>Staat <pb/></lem><note><abbr>Bl.</abbr> 10<abbr>v</abbr>–12<abbr>r</abbr> leer, Fortsetzung <abbr>Bl.</abbr> 13<abbr>r</abbr></note></app><app type="philological" corresp="#ED-876"><lem>10</lem><note>korrigiert aus: </note><rdg>11</rdg><note>, gegenüber auf <abbr>Bl.</abbr> 12<abbr>v</abbr> geschrieben: </note><rdg>§ 10 u[nd] 11 zu vertauschen</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-875"><lem>§ … Staates</lem><note> unterstrichen, Rest der <abbr>S.</abbr> leer</note></app><app type="philological" corresp="#ED-877"><lem>Staat). <pb/></lem><note><abbr>Bl.</abbr> 13<abbr>v</abbr>–15<abbr>r</abbr> leer, <abbr>Bl.</abbr> 15<abbr>v</abbr> Text zur Einfügung auf <abbr>Bl.</abbr> 16<abbr>r</abbr>, Fortsetzung auf <abbr>Bl.</abbr> 16<abbr>r</abbr></note></app><app type="philological" corresp="#ED-878"><lem>durch</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="philological" corresp="#ED-879"><lem>Gesellschaft</lem><note>danach gestrichen: </note><rdg>im Hinblick auf</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-880"><lem>3. … Rechts.</lem><note> unterstrichen; links daneben auf <abbr>Bl.</abbr> 15<abbr>v</abbr> Datierung mit blauem Farbstift: </note><rdg>4/7 82</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-882"><lem>Ergänzung</lem><note>statt gestrichen: </note><rdg>Quellen</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-881"><lem>§ … Rechts.</lem><note> unterstrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-883"><lem>Dort … Gewohnheit.</lem><note> gegenüber auf <abbr>Bl.</abbr> 15<abbr>v</abbr> geschrieben: </note><rdg>Puchta, Das Gewohnheitsrecht, 2 Thle. 1828 u. 37 als Gegner der Lehre vom stillschweigenden Consensus des Gesetzgebers. Dagegen, und für unsre Ansicht hauptsächlich Maurenbrecher, Deutsches Privatrecht I, § 19, Bruns, Holtzendorffs Encyclopädie [der Rechtswissenschaft] I p. 321ff.</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-884"><lem>per desuetudinem</lem><note>in <abbr>lat.</abbr> Schrift</note></app><app type="philological" corresp="#ED-885"><lem>desuetudo</lem><note>in <abbr>lat.</abbr> Schrift</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-886"><lem>desuetudo</lem><note><abbr>lat.</abbr> veraltet, nicht länger in Gebrauch; in der Rechtssprache die Aufhebung oder Änderung von Normen durch Gewohnheitsrecht</note></app><app type="philological" corresp="#ED-887"><lem>kundzugeben. <pb/></lem><note><abbr>Bl.</abbr> 16<abbr>v</abbr> Text zur Einfügung auf <abbr>Bl.</abbr> 17<abbr>r</abbr>, Fortsetzung auf <abbr>Bl.</abbr> 17<abbr>r</abbr>. Zwischen <abbr>Bl. </abbr>16<abbr>v</abbr> und <abbr>17</abbr>r eingelegte Beilage mit Literaturangaben: </note><rdg>Susemihl, Genet[ische] Entwicklung der plat[onischen] Philos[ophie] 2 Thle. Leipzig 1855/60 | Suckow. Die wissenschaftl[iche] und künstler[ische] Form [der Platonischen Schriften in ihrer bisher verborgenen Eigenthümlichkeit dargestellt, 1855] | Munck. Natürliche Ordnung [der Platonischen Schriften, 1857] | Ueberweg. Unters[uchungen] über die Echtheit und Zeitfolge [Platonischer Schriften und über die Hauptmomente aus Plato’s Leben, 1861]</rdg><note>; danach Text um 90° gedreht:</note><rdg> Recht das System von Normen, durch welche eine staatlich geordnete Gesellschaft vermöge [</rdg><note>statt gestrichen:</note><rdg> in Rücksicht auf] ihres sittlichen Gesammtbewußtseins die unerläßlichen Anforderungen, die sie an ihre Mitglieder [</rdg><note>danach gestrichen:</note><rdg> stellt] zur Lösung [</rdg><note>statt gestrichen:</note><rdg> Herbeiführung] ihrer gemeinsamen Aufgaben stellt, in der Weise bestimmt, daß die staatliche Gewalt in zweifelhaften Fällen über ihre Anwendung entscheidet und dem Widerstande gegenüber ihre Durchführung vollzieht. </rdg><note>Diese Definition zitiert Windelband in einem Schreiben an Georg Jellinek aus Straßburg vom 22.3.1883 (Bundesarchiv Koblenz, Nachlass Georg Jellinek, N 1136/32).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-888"><lem>collegien</lem><note>Lesung des Wortteils unsicher</note></app><app type="philological" corresp="#ED-891"><lem>exemplum</lem><note>in <abbr>lat.</abbr> Schrift</note></app><app type="philological" corresp="#ED-890"><lem>Mormonen! als exemplum.</lem><note>mit Einfügungszeichen auf <abbr>Bl.</abbr> 16<abbr>v</abbr> geschrieben</note></app><app type="philological" corresp="#ED-889"><lem>(Kirchenrecht … exemplum.)</lem><note> in eckigen Klammern</note></app><app type="philological" corresp="#ED-892"><lem>Windscheid, Pandekten</lem><note>in <abbr>lat.</abbr> Schrift</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-893"><lem>Windscheid, Pandekten § 18 Anm<add>[erkung]</add> 4.</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Bernhard Windscheid: Lehrbuch des Pandeketenrechts <abbr>Bd.</abbr> 1. 5. <abbr>Aufl.</abbr> Stuttgart: Ebner &amp; Seubert 1879, <abbr>S.</abbr> 50–51, <abbr>Anm.</abbr> 4: </note><rdg>Die neueren Gesetzgebungen sind dem Gewohnheitsrechte nicht günstig.</rdg><note> Es folgen Belege über die nur relative Geltung des Gewohnheitsrechts als Interpretationsmittel für gesatztes Recht aus verschiedenen deutschen Gesetzbüchern.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-894"><lem>per consuetudinem</lem><note>in <abbr>lat.</abbr> Schrift</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-895"><lem>per consuetudinem</lem><note><abbr>lat.</abbr> nach Gewohnheit, Herkommen, Brauch</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-896"><lem><span type="el">ἀδιάφορα</span></lem><note><abbr>gr.</abbr> sittlich gleichgültig</note></app><app type="philological" corresp="#ED-897"><lem>Denn … werthvollste.</lem><note> gegenüber auf <abbr>Bl.</abbr> 16<abbr>v</abbr> geschrieben: </note><rdg>Das Recht als organische Entwicklung der Sitte. Man kann ein Recht nicht auf Rollen stellen und woanders hin fahren (Englische Verfassung). Nur die Reception des römischen Rechts: Die höhere Civilisation (cf. Kirche): aber doch eine Art von Vergewaltigung. Aber es ist den Völkern oft sehr segensreich vergewaltigt zu werden.</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-898"><lem>drei</lem><note>statt gestrichen: </note><rdg>zwei</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-899"><lem>,</lem><note>statt gestrichen: </note><rdg>und</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-900"><lem>Rechts. <pb/></lem><note>Rest der <abbr>S.</abbr> leer; eine Zeile unter dem letzten Absatz gegenüber auf <abbr>Bl.</abbr> 16<abbr>v</abbr> Datierung mit blauem Farbstift: </note><rdg>5/7 82</rdg><note>; <abbr>Bl.</abbr> 17<abbr>v</abbr>–24<abbr>r</abbr> leer, Fortsetzung <abbr>Bl.</abbr> 24<abbr>v</abbr></note></app><app type="philological" corresp="#ED-902"><lem>Rechtsbestimmungen.</lem><note>darunter gestrichen: </note><rdg>Pflichten und Rechte …</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-901"><lem>13. … Rechte.</lem><note> mit Bleistift geschrieben. Rest der <abbr>S.</abbr> leer; Ende des <abbr>Ms.</abbr> und des Heftes.</note></app></listApp></back></text></TEI>