<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000858-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Hampe</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>23.9.1914</date>, <note>2 S., hs. (lat. Schrift), Briefkopf</note> <quote type="rdg">Akademie der Wissenschaften| Stiftung Heinrich Lanz | Philos.-Histor. Klasse. | Heidelberg, den …</quote>, <bibl type="pubPlace">UB Heidelberg, </bibl><ref type="link">digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhsIIIA_449-4</ref></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0858" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000858-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1914-09-23">23.9.1914</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118701282">Karl Hampe</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118646338">Friedrich Baethgen</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11733829X">Hermann Siebeck</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118701282">Karl Hampe</name></note><note type="repository">Universitätsbibliothek Heidelberg</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Hampe</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>23.9.1914</date>, <note>2 S., hs. (lat. Schrift), Briefkopf</note> <quote type="rdg">Akademie der Wissenschaften| Stiftung Heinrich Lanz | Philos.-Histor. Klasse. | Heidelberg, den …</quote>, <bibl type="pubPlace">UB Heidelberg, </bibl><ref type="link">digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhsIIIA_449-4</ref></head></front><body><dateline>23 Sept<add>[ember]</add> 1914</dateline><salute>Hochgeehrter Herr Kollege,</salute><p>Es kann <abbr>m. E.</abbr> gar keine Frage sein, dass die Akademie die für Herrn <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5539"/><abbr>Dr.</abbr> Bätghen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5539"/> beschlossene <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5540"/>Remuneration<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5540"/> unverändert weiter zahlt: formell schon deshalb nicht, weil dafür gar keine Bedingung hinsichtlich des tatsächlichen Fortgangs der Arbeit gemacht worden ist und weil lediglich die Frage, wie lange die Remuneration in das Jahr 1915 hinein andauern soll, von Ihrem seinerzeit zu gebenden <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5541"/>Bericht<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5541"/> und Antrag abhängig sein <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5542"/>wird<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5542"/>, – sachlich aber erst recht, wenn eine Verzögerung der Arbeit und eine Hinausschiebung ihres Abschlusses durch eine Tätigkeit herbeigeführt wird, wie Sie Herr Bätghen jetzt <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5543"/>im Dienst des Vaterlandes<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5543"/> ausübt. Wenn also durch diese Verhältnisse die Dauer der Remuneration schliesslich um einige Monate verlängert werden sollte, so dürfen wir bedenken, dass infolge der Kriegslage andere von unserer Klasse beschlossene Aufwendungen ebenfalls hin<pb/>ausgeschoben, <abbr>z. T.</abbr> vielleicht sogar aufgehoben werden und dass somit Mittel genug vorhanden sein werden. Ich glaube, dass diese Ueberlegungen für die Beantwortung Ihrer Frage in meinem Sinne auch in der Klasse massgebend sein werden, wenn ich sie – bei erster Gelegenheit, wahrscheinlich allerdings nicht vor November – in der Sitzung zur Sprache bringe. Vorerst sehe ich keinen Anlass, an der schon im voraus erteilten Anweisung irgend eine Aenderung eintreten zu lassen.</p><p>Mein Gichtanfall, der meine Frau und mich von der kurzen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5544"/>Erholung auf dem Kohlhof<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5544"/> nach Hause trieb, ist glücklich wieder gehoben. Ich hoffe, dass Sie und die Ihrigen sich wohl befinden. Wie gut, dass Sie jetzt <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5545"/>nicht nach Frankfurt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5545"/> umzuziehen brauchen!</p><p>Mit herzlichem Gruss von Haus zu Haus hochachtungsvoll der Ihrige</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-5539"><lem><abbr>Dr.</abbr> Bätghen</lem><note><name>Friedrich Baethgen</name> (1890–1972), Historiker, 1920 habilitiert, 1924 Professor für mittlere Geschichte an der Universität in Heidelberg und 2. Sekretär am Preußischen Historischen Institut in Rom. 1927 Professor für mittlere Geschichte in Berlin, 1929 in Königsberg, 1939 in Berlin. 1948 Honorarprofessor in München. 1948–59 Präsident der Monumenta Germaniae Historica, 1956–64 Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (<ref type="link">http://www.bbaw.de/die-akademie/akademiegeschichte/mitglieder-historisch/alphabetische-sortierung?altmitglied_id=92</ref>; <ref type="link">http://www.historischekommission-muenchen.de/organisation/mitglieder-seit-1858/b.html#476</ref>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5540"><lem>Remuneration</lem><note>Vergütung, Entschädigung</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5541"><lem>Bericht</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Karl Hampe <abbr>u.</abbr> Friedrich Baethgen: Mitteilungen aus der Capuaner Briefsammlung I–IV. Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse der Akadameie der Wissenschaften Heidelberg: 1910, <abbr>Abh.</abbr> 13; 1911, <abbr>Abh.</abbr> 5; 1912, <abbr>Abh.</abbr> 14. Mehr nicht erschienen.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-5542"><lem>wird</lem><note>statt <abbr>gestr.</abbr>: </note><rdg>soll</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-5543"><lem>im Dienst des Vaterlandes</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Jahresbericht des geschäftsführenden Sekretärs der Akademie, Otto Bütschli. In: Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Jahresheft 1915. Heidelberg: C. Winter 1916, <abbr>S.</abbr> X: </note><rdg>Für die Edition der Capuaner Briefsammlung hat Herr Hampe einen größeren Teil der Abschriften mit der Photographie nachverglichen. Im übrigen konnte auch diese Arbeit infolge der Einberufung des Mitarbeiters, Herrn Dr. Baethgen, zum Sanitätsdienst nicht gefördert werden.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-5544"><lem>Erholung auf dem Kohlhof</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Siebeck</name> vom 2.9.1914</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5545"><lem>nicht nach Frankfurt</lem><note><name>Hampe</name> hatte einen Ruf an die neu gegründete Universität Frankfurt abgelehnt (<abbr>NDB</abbr>).</note></app></listApp></back></text></TEI>