<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000833-6</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)</persName> an <persName type="received">Windelband</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>6.5.1914</date>, <note>2 S., Ts.-Durchschlag mit eigenhändigen Unterschriften</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0362,3</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0833" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000833-6"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/2016549-3">Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)</persName><placeName>Tübingen</placeName><date when="1914-05-06">6.5.1914</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</name><name>S. Lehmann, Übersetzer in Moskau</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)</persName> an <persName type="received">Windelband</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>6.5.1914</date>, <note>2 S., Ts.-Durchschlag mit eigenhändigen Unterschriften</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0362,3</bibl></head></front><body><dateline>6. Mai 1914.</dateline><salute><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5380"/>W.-h. A.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5380"/> – – Herrn Geheimen Rat Professor <abbr>Dr.</abbr> W. Windelband, Heidelberg. Landfriedstr. 14.</salute><p>Hochverehrter Herr Geheimrat, im Verfolg meines <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5381"/>gestrigen Briefes<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5381"/> habe ich Ihnen noch über Verhandlungen zu berichten, die in Sachen einer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5382"/>russischen Uebersetzung Ihrer Einleitung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5382"/> gepflogen worden sind. Ein Herr <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5383"/>S. <name>Lehmann</name> in Moskau<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5383"/> frug wegen der Bedingungen für die Abtretung des russischen Uebersetzungsrechtes bei mir ein. Im Einvernehmen mit Herrn <abbr>Dr.</abbr> <name>Paul Siebeck</name> wurde von ihm eine Entschädigung von <abbr>M.</abbr> 3000.- für 3000 Exemplaren verlangt. Es wird ihnen bekannt sein, dass Russland mit dem Deutschen Reich ein Abkommen getroffen hat, wodurch die in beiden Ländern erscheinenden Werke gegenseitig vor unrechtmässigen Uebersetzungen geschützt werden. Herr <name>Lehmann</name> de<pb/>peschierte mir auf meinen Brief, dass er die Offerte akzeptiere und dass das Geld und ein Brief folgen werde. Eingetroffen ist beides bis jetzt noch nicht.</p><p>Ich habe es als meine Pflicht erachtet, in meiner Offerte an Herrn <name>Lehmann</name> Ihre Zustimmung vorzubehalten. Sollte Ihnen also eine höhere Entschädigung angemessen erscheinen, so kann ich die Verhandlungen immernoch in diesem Sinn fortführen. Da Herr <name>Lehmann</name> die Offerte so schnell akzeptiert hat, muss ich fast annehmen, dass sie ihm besonders günstig erschienen ist und dass er möglicherweise auch bereit wäre, eine höhere Summe für das <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5384"/>Entschädigungsrecht<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5384"/> zu bezahlen. Lassen Sie mir bitte Ihre Weisungen für meine weiteren Verhandlungen mit Herrn <name>Lehmann</name> zugehen.</p><p>In grösster Verehrung Ihr ergebenster</p><signed><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5385"/>J. C. B. MOHR (Paul Siebeck) in TÜBINGEN <abbr>i. V.</abbr><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5385"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5386"/>R. Wille, R. Pflug.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5386"/></signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-5380"><lem>W.-h. A.</lem><note>Namenskürzel des Ausfertigers nicht aufgelöst</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5381"><lem>gestrigen Briefes</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) an Windelband vom 5.5.1914</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5382"><lem>russischen Uebersetzung Ihrer Einleitung</lem><note>eine russische Übersetzung von Windelbands Einleitung in die Philosophie (1914) gelangte nicht zur Veröffentlichung.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5383"><lem>S. <name>Lehmann</name> in Moskau</lem><note>Inhaber eines Verlags G. Lehmann, <abbr>vgl.</abbr> die Beilage zu Siebeck an Windelband vom 17.6.1914.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-5384"><lem>Entschädigungsrecht</lem><note>so wörtlich; gemeint: Übersetzungsrecht</note></app><app type="philological" corresp="#ED-5385"><lem>J. C. B. MOHR (Paul Siebeck) in TÜBINGEN <abbr>i. V.</abbr></lem><note>Stempel</note></app><app type="philological" corresp="#ED-5386"><lem>R. Wille, R. Pflug.</lem><note>eigenhändige Unterschriften</note></app></listApp></back></text></TEI>