<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000829-7</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>11.4.1914</date>, <note>3 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <note>Wasserzeichen: </note><quote type="rdg">HOFLIEFERANT | DIEFFENBACHER</quote>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0362,3</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0829" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000829-7"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1914-04-11">11.4.1914</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118532847">Johann Gottlieb Fichte</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>11.4.1914</date>, <note>3 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <note>Wasserzeichen: </note><quote type="rdg">HOFLIEFERANT | DIEFFENBACHER</quote>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0362,3</bibl></head></front><body><dateline><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5351"/>Heidelberg, 11.4.14<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5351"/></dateline><salute>Hochgeehrter Herr Doctor,</salute><p>Die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5352"/>Nachricht<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5352"/> von der Erforderlichkeit einer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5353"/>neuen Auflage meiner Praeludien<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5353"/> hat mich natürlich sehr erfreut, und ich schicke Ihnen sofort <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5354"/>zwei kleine Stücke<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5354"/>, die ich dafür bestimmt habe: sie werden im ersten Bande ihre chronologische Stelle finden: über „<name>Fichte</name>’s Geschichtsphilosophie“ nach <abbr>N.o</abbr> 9 und „Von der Mystik unsrer Tage“ nach <abbr>N.o</abbr> 10. Für den zweiten Band habe ich einen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5355"/>Vortrag „Mitfreude und Mitleid“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5355"/> (nach <abbr>N.o</abbr> 6 dort); für den besteht eine sehr ausführliche Inhaltsniederschrift, nach der ich in ein paar Stunden den Text diktieren kann. Das soll nächstens geschehen. Es scheint mir, das ist genug des Neuen. An dem älteren, so oft stilistisch durchgesehenen Text ist kaum etwas zu ändern, den können Sie, wann es Ihnen paßt, in den Satz geben.</p><p>Eine Frage wird nur sein, ob wir nicht diesmal <pb/> den Titel abkürzen: „Praeludien. Aufsätze und Reden von W. W.“ Der Zusatz „zur Einleitung in die Philosophie“ traf für die erste oder die ersten Auflagen zu; aber nicht mehr für die letzten und für die neue, indem allmählich allerlei aufgenommen ist, was man nicht mehr als zur Einleitung gehörig bezeichnen darf. Und nachdem ich eine eigne Einleitung in die Ph<add>[ilosophie]</add> geschrieben habe, ist die Aufgabe der Praeludien überhaupt nicht mehr die, als Einleitung zu dienen. Sollte Ihnen aber die Abkürzung mißfallen, so würde ich vorschlagen: <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5356"/>„Praeludien. Aufsätze und Reden zur Philosophie und ihrer Geschichte.“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5356"/> Was meinen Sie dazu?</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5357"/>Die Frage der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5358"/>„Lehren vom Zufall“ werde ich jetzt, nachdem ich eine recht mässigen <pb/> März überwunden habe und etwas aufzuatmen beginne, in die Hand nehmen, und ebenso dann das „Negative Urteil.“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5357"/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5358"/></p><p>In der neulich übersandten Rechnung vermisse ich die Porti und Spesen für die freundliche Versendung der Freiexemplare: dass das nicht vergessen wird!</p><p>Mit den besten Wünschen für ein frohes und gesundes <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5359"/>Osterfest<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5359"/> in treuer Gesinnung der Ihrige</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-5351"><lem>Heidelberg, 11.4.14</lem><note>darunter Eingangsvermerk von anderer <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg>16.IV.14.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-5352"><lem>Nachricht</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5353"><lem>neuen Auflage meiner Praeludien</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband: Präludien. 5., vermehrte Aufl. 2 Bde. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1915. Mit verändertem Untertitel: Aufsätze und Reden zur Philosophie und ihrer Geschichte.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5354"><lem>zwei kleine Stücke</lem><note><abbr>Ms.</abbr> nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5355"><lem>Vortrag „Mitfreude und Mitleid“</lem><note>laut Inhaltsverzeichnis der Präludien von 1911, im November 1911 in Karlsruhe gehalten, <abbr>vgl.</abbr> Windelband an Rickert vom 30.11.1911.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5356"><lem>„Praeludien. Aufsätze und Reden zur Philosophie und ihrer Geschichte.“</lem><note>dieser Vorschlag wurde umgesetzt.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-5357"><lem>Die … Urteil“.</lem><note> Absatz am Rand angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5358"><lem>„Lehren … Urteil.“</lem><note> <abbr>vgl.</abbr> Siebeck an Windelband vom 25.10.1913 sowie Windelband an Siebeck vom 10.11.1913 <abbr>u.</abbr> 23.2.1914</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5359"><lem>Osterfest</lem><note>12.4./13.4.1914</note></app></listApp></back></text></TEI>