<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000777-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Paul Siebeck</persName> an <persName type="received">Windelband</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>5.9.1913</date>, <note>2 S., Ts.-Durchschlag mit eigenhändiger Unterschrift</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße; NL 488 A 0354,2</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0777" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000777-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</persName><placeName>Tübingen</placeName><date when="1913-09-05">5.9.1913</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName></correspAction><note type="mentioned"><name>Alfhild Sylwan</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116701889">Arnold Ruge</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118782819">Fritz Medicus</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11733829X">Hermann Siebeck</name><name>Jacobsson, Übersetzer Göteborg</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Paul Siebeck</persName> an <persName type="received">Windelband</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>5.9.1913</date>, <note>2 S., Ts.-Durchschlag mit eigenhändiger Unterschrift</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße; NL 488 A 0354,2</bibl></head></front><body><dateline>5. September 1913.</dateline><salute><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5001"/>Dr. P. S.-k. A.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5001"/> Herrn Geheimen Rat Professor <abbr>Dr.</abbr> W. Windelband <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5002"/>zur Zeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5002"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5003"/>Villingen. Kurhaus Waldhotel<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5003"/>.</salute><p>Hochverehrter Herr Geheimrat, selbst während einer nur kurzen Abwesenheit vom Arbeitstisch kann es mir manchmal passieren, dass sich sehr viel „Stoff“ ansammelt. So war es auch jetzt, als ich zu Anfang dieser Woche, von einer kleinen Reise zurückgekehrt, die Arbeit wieder aufnahm. Deshalb komme ich erst heute dazu, Ihren freundlichen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5004"/>Brief vom 28. August<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5004"/> zu beantworten.</p><p>Es tut mir herzlich leid zu hören, dass Sie und Ihre Frau Gemahlin längere Zeit gesundheitlich zu klagen hatten, und ich freue mich herzlich darüber, dass der Schwarzwald seine Schuldigkeit tut und mit seiner guten Luft auch Sie erfrischt und erquickt.</p><p>Dass die <name>Ruge</name>’sche Encyklopädie mehr und mehr ins Stocken gerät, ist mir meiner selbst wegen, wie auch mit Rücksicht auf die Ausland-Verleger recht schmerzlich. Es sieht fast so aus, als ob es <name>Ruge</name> nicht gelingen möchte, die Mitarbeiter für den zweiten Band zusammenzubringen.</p><p>Die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5005"/>Separatausgabe Ihrer „Logik“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5005"/> findet viele Freunde und macht mir viel Freude. Der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5006"/>Verfügung <pb/> über<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5006"/> Ihre Freiexemplare der „Geschichte der Philosophie“ bleibe ich gerne gewärtig.</p><p>Der ‚Logos‘ hat seinen respektablen Abonnentenstand bisher aufrecht erhalten, macht mir also auch Freude.</p><p>Was Sie mir über die Neuaufnahmen in die nächste Auflage der „Präludien“ schreiben, merke ich ebenso vor, wie Ihr Einverständnis mit dem Anerbieten des Spaniers, mit dem wir, glaube ich, zufrieden sein können. Der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5007"/>Schwede<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5007"/> hat noch nicht an mich geschrieben.</p><p>Und nun zur grössten Freude, die Ihr freundlicher Brief mir bereitet hat. Sie wollen also die „Einleitung in die Philosophie“ abschliessen. Was ich dazu beitragen kann, soll mit Vergnügen geschehen. Die Kosten des Diktierens übernehme ich ohne weiteres ganz. Das Honorar sieht vielleicht kleiner aus, als es ist, da für das <name>Medicus</name>’sche Sammelwerk Druckseiten in Aussicht genommen sind, die nicht sehr viel Manuscript verschlingen. Aber wir können ja auch da noch ein Separatabkommen treffen, indem wir uns für Ihre „Einleitung“ <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5008"/>auf eine höhere Auflage einigen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5008"/>. Sie finden mich auch dazu gerne bereit. Nur wird es sich empfehlen, mit weiterem abzuwarten, bis das Manuscript fertig vorliegt und auf seinen Umfang hin berechnet werden kann.</p><p>Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau Gemahlin von Herzen weitere recht gute Erholung und schliesse mit dem Wunsche, dass Sie die „Einleitung“ mir bald im fertigen Manuscript vorlegen können.</p><p>In aufrichtiger Verehrung bleibe ich mit herzlichen Grüssen, auch an Ihre Frau Gemahlin, Ihr treu ergebener</p><signed><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-5009"/>P. <name>Siebeck</name>.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-5009"/></signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-5001"><lem>Dr. P. S.-k. A.</lem><note>Namenskürzel des Ausfertigers deutet auf <name>Paul Siebeck</name></note></app><app type="philological" corresp="#ED-5002"><lem>zur Zeit</lem><rdg>zr. Zt.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-5003"><lem>Villingen. Kurhaus Waldhotel</lem><note><abbr>vgl.</abbr> <abbr>z. B.</abbr> Süddeutschland. Handbuch für Reisende von Karl Baedeker. Leipzig: Baedeker 1901, <abbr>S.</abbr> 54.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5004"><lem>Brief vom 28. August</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Siebeck vom 28.8.1913</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5005"><lem>Separatausgabe Ihrer „Logik“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband: Die Prinzipien der Logik. Separatdruck aus: Encyclopädie der philosophischen Wissenschaften. <abbr>Hg.</abbr> <abbr>v.</abbr> W. Windelband <abbr>u.</abbr> A. Ruge 1. <abbr>Bd.</abbr> Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1913.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-5006"><lem>Verfügung <pb/> über</lem><note>am Kopf der neuen <abbr>S.</abbr> Wiederholung der Adresse und Datierung unter Ergänzung der Ortsangabe Tübingen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5007"><lem>Schwede</lem><note>ein gewisser<name> Jacobssohn</name> <abbr>bzw.</abbr> <name>Alfhild Sylwan</name>, <abbr>vgl.</abbr> Siebeck an Windelband vom 28.8. <abbr>u.</abbr> 1.11.1913.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-5008"><lem>auf eine höhere Auflage einigen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Siebeck an Windelband vom 19.12.1913</note></app><app type="philological" corresp="#ED-5009"><lem>P. <name>Siebeck</name>.</lem><note>eigenhändige Unterschrift</note></app></listApp></back></text></TEI>