<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000767-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Jaspers</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>8.7.1913</date>, <note>1 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach/Neckar, A:Jaspers</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0767" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000767-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1913-07-08">8.7.1913</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118557106">Karl Jaspers</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/117023159">Franz Nissl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118557106">Karl Jaspers</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118629743">Max Weber</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11862976X">Wilhelm Eduard Weber</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118819275">Willy Hellpach</name></note><note type="repository">Deutsches Literaturarchiv Marbach</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Jaspers</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>8.7.1913</date>, <note>1 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach/Neckar, A:Jaspers</bibl></head></front><body><dateline>Heidelberg, 8.7.13</dateline><salute>Sehr geehrter Herr Doctor,</salute><p>Sehr gern werde ich mich mit Ihnen über Ihre mir vom Koll<add>[egen]</add> <name>Weber</name> angedeuteten <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4865"/>Absichten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4865"/> unterhalten. Heute bekomme ich aber für die nächsten Tage auswärtigen Verwandtenbesuch: ich möchte Ihnen daher vorschlagen, Ihren Besuch etwa für nächsten <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4866"/>Samstag (12.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4866"/> d<add>[iesen]</add> M<add>[onats]</add>) um ½ 12 Uhr in Aussicht zu nehmen, und erwarte Sie dazu, wenn ich keine gegenteilige Mitteilung bekomme.</p><p>Mit ergebenstem Gruss</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-4865"><lem>Absichten</lem><note>auf die Habilitation in der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg, maßgeblich vermittelt durch <name>Max Weber</name>, <abbr>vgl.</abbr> <name>Weber</name> an <name>Jaspers</name> <abbr>bzw.</abbr> <name>Willy Hellpach</name> vom 6.7., 11.7., 19.7., 2.8., 8.8. <abbr>u.</abbr> 8.11.1913 in: Max Weber Gesamtausgabe <abbr>Abt. </abbr>II, <abbr>Bd. </abbr>8. In der medizinischen Fakultät schien eine Habilitation nicht möglich, da <name>Franz Nissl</name> bereits einige seiner Schüler habilitiert hatte, so </note><rdg>daß er der Fakultät die Bereitschaft zu einer weiteren Habilitation innerhalb seines Faches nicht zutraute </rdg><note>(Fulda 1983). <abbr>Vgl.</abbr> Windelband an Jaspers vom 19.10. <abbr>u.</abbr> 24.11.1913; zu den Hintergründen Hans Friedrich Fulda, unter Mitarbeit <abbr>v.</abbr> Peter König <abbr>u.</abbr> Ingeborg von Appen: Der Philosoph Karl Jaspers. In: Joachim-Felix Leonhard (<abbr>Hg.</abbr>): Karl Jaspers in seiner Heidelberger Zeit. Heidelberg: Heidelberger Verlagsanstalt 1983, <abbr>S.</abbr> 83–123, hier <abbr>S. </abbr>83–87 sowie Jürgen Klüpfel/C. F. Graumann: <ref type="link">https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/willkomm/cfg/instber-2b.html#IIb</ref> (3.8.2016). Am 29.11.1913 hielt <name>Jaspers</name> seine Probevorlesung über: Verstehen und Erklären in der Psychologie. Nach anschließendem Kolloquium beantragte Windelband, <name>Jaspers</name> für das Fach der Psychologie für befähigt zu erklären (UA Heidelberg, H-IV-102/140, <abbr>Bl.</abbr> 92) und nach der öffentlichen Antrittsvorlesung über: Die Grenzen der Psychologie vom 13.12.1913 erhielt <name>Jaspers</name> die venia legendi für Psychologie an der Universität Heidelberg.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-4866"><lem>Samstag (12.</lem><note><abbr>vgl.</abbr> <name>Jaspers</name> an seine Eltern vom 12.7.1913: </note><rdg>Heute war ich bei Windelband. Er ist gänzlich für mich und was an ihm liegt, werde ich mich im Winter an der philosophischen Fakultät für Psychologie habilitieren. Aber es ist soviel Abnormes dabei, dass ich nicht weiss, wie die Fakultät sich stellen wird, die die Entscheidung hat. Ausserdem hängt alles daran, dass Windelband leben bleibt, und er ist sehr krank. Also ist die Sache noch sehr unsicher. Abnorm ist 1) dass ich Dr. med. bin (eventuell muss ich in aller Geschwindigkeit Dr. phil. machen) 2), dass es Psychologie als Fach bisher gar nicht gibt. Doch sind die Schwierigkeiten bei gutem Willen ohne weiteres zu umgehen und alles hängt am Einfluss, den Windelband hat</rdg><note> (zitiert nach Horst Gundlach: Wilhelm Windelband und die Psychologie. Heidelberg: University Publishing 2017, <abbr>S.</abbr> 355).</note></app></listApp></back></text></TEI>