<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000682-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>29.6.1911</date>, <note>2 S., hs. (lat. Schrift), Wasserzeichen:</note> <quote type="rdg">HOFLIEFERANT DIEFFENBACHER</quote>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0320,5</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0682" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000682-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1911-06-29">29.6.1911</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116701889">Arnold Ruge</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600605">Heinrich Rickert</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>29.6.1911</date>, <note>2 S., hs. (lat. Schrift), Wasserzeichen:</note> <quote type="rdg">HOFLIEFERANT DIEFFENBACHER</quote>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0320,5</bibl></head></front><body><dateline>Heidelberg, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4334"/>29.6.11.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4334"/></dateline><salute>Hochgeehrter Herr Doctor,</salute><p>Es ist sehr unrecht, dass ich Ihnen nicht längst geschrieben habe: ich hole mit der Bitte um freundliche Nachsicht zunächst meinen Dank für das Geschenk des <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4335"/>neusten Logos-Heftes<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4335"/> und dann meine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4336"/>Antwort inbetreff der Praeludien<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4336"/> nach.</p><p>Der Logos ist auch diesmal wieder interessant, reichhaltig und wertvoll. Was ich ihm wünschte, wäre noch mehr Mitarbeit seitens der nicht streng philosophischen Nebengebiete, damit er nicht eine philosophische Fachzeitschrift zu werden scheine, was er doch nicht sein will und soll und wozu kein Bedürfnis vorläge.</p><p>Zu der Arbeit an den Praeludien bin ich jetzt im Semester nicht gekommen, weil meine durch ärztliche Vorsicht beschränkte Arbeitszeit und Leistungsfähigkeit durch das Lehramt, durch ein paar <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4337"/>Gelegenheitsarbeiten (worunter der nun bald abzuschliessende Aufsatz über Logik für <pb/> die <name>Ruge</name>’sche Encyklopädie) und durch den Neudruck meiner Geschichte der neueren Philosophie, der mit dessen dritten Bande<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4337"/> enden soll, reichlich in Anspruch genommen ist. ich hoffe Ihnen aber in vierzehn Tagen jetzt das <abbr>Ms.</abbr> zustellen zu können. Es werden <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4338"/>vier oder fünf neue Stücke<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4338"/> hinzukommen, und wir machen dann wohl am besten zwei Bändchen, einen mehr historischen und einen mehr theoretischen. Wenn Sie wollen, können Sie ja dann, falls es eilt, beide Baende zugleich absetzen lassen: ich kann diese Korrekturen, die kein Nachschlagen benötigen, erforderlichenfalls auch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-4339"/>auf der Reise<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-4339"/> erledigen. Und ich bitte Sie also hiernach zu bestimmen, wann der Satz beginnen soll.</p><p>Mit vorzüglicher Hochachtung wie stets der Ihrige</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-4334"><lem>29.6.11.</lem><note>darunter Vermerk von anderer Hand: </note><rdg>1/VII.1911</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-4335"><lem>neusten Logos-Heftes</lem><note>Heft 1 des Jahrgangs 1911/12, Inhalt: Der Begriff und die Tragödie der Kultur (Georg Simmel), Das Eine, die Einheit und die Eins (Heinrich Rickert), Metaphysik der Tragödie (Georg von Lukàcs), Mystik und Metaphysik (Sergius Hessen), Neovitalismus (Victor von Weizsäcker).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-4336"><lem>Antwort inbetreff der Praeludien</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Siebeck an Windelband vom 28.6.1911</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-4337"><lem>Gelegenheitsarbeiten … Bande</lem><note> <abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Heinrich Rickert</name> vom 18.6.1911</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-4338"><lem>vier oder fünf neue Stücke</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Rickert vom 31.7.1911 und an Siebeck vom 2.8.1911</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-4339"><lem>auf der Reise</lem><note>in die Schweiz, <abbr>vgl.</abbr> Windelband an Siebeck vom 7.8.1911</note></app></listApp></back></text></TEI>