<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000639-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Paul Siebeck </persName>an <persName type="received">Windelband</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>26.3.1910</date>, <note>Text nach einer </note><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0639" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000639-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</persName><placeName>Tübingen</placeName><date when="1910-03-26">26.3.1910</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116701889">Arnold Ruge</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117002747">Georg Mehlis</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600605">Heinrich Rickert</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11890003X">Richard Kroner</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Paul Siebeck </persName>an <persName type="received">Windelband</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>26.3.1910</date>, <note>Text nach einer </note><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3993"/><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3993"/><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</bibl></head></front><body><dateline>26. März 1910</dateline><salute><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3994"/>wz.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3994"/> Herrn Geheimen Rat Professor <abbr>Dr.</abbr> W. Windelband <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3995"/>zur Zeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3995"/> in Bordighera.</salute><p>Hochverehrter Herr Geheimrat, haben Sie herzlichen Dank für Ihren freundlichen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3996"/>Brief vom 23.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3996"/>, den ich postwendend beantworte, um Ihnen zu sagen, dass die Ruhe und Schönheit Ihres südlichen Aufenthalts durch den Logos nicht weiter gestört werden soll. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3997"/>Unterm 21. und 22.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3997"/> hat Herr <abbr>Dr.</abbr> <name>Ruge</name> mir ausführliche Briefe geschrieben, aus denen hervorgeht, dass eine Einigung erzielt ist. Die Einzelheiten derselben werden Sie nach Ihrer Rückkehr von Herrn <abbr>Dr.</abbr> <name>Ruge</name> zeitig genug erfahren. Ich beschränke mich deshalb darauf, Ihnen mitzuteilen, dass zwischen Herrn Professor <name>Rickert</name> und Herrn <abbr>Dr.</abbr> <name>Ruge</name> vereinbart wurde, auf der Vorderseite des Titels <abbr>bzw.</abbr> Umschlags solle Herr <abbr>Dr.</abbr> <name>Mehlis</name> allein als Herausgeber zeichnen, während auf der Rückseite des Titels die deutsche Redaktion <name>Kroner</name>, <name>Mehlis</name>, <name>Ruge</name> namentlich aufgeführt werden solle. Ich habe mein Einverständnis dazu ausgesprochen, nachdem ich auch von Herrn Professor <name>Rickert</name> die Nachricht erhalten hatte, dass die Einigung erzielt sei. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3998"/>Meine<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3998"/> Aufgabe habe ich lediglich darin erblickt, nach beiden Seiten hin möglichst beruhigend zu wirken. Ich habe ja in solchen Dingen schon einige Erfahrung, und habe namentlich gelernt, abzuwarten.</p><p>Ich schrieb an Sie, weil ich nicht ganz sicher war, ob Ihre Mitarbeit dem Logos erhalten bleibt, nicht ahnend, dass Sie schon nach dem Süden abgereist waren. Es tut mir sehr leid, dass mein Brief Sie dort gestört hat, und ich bitte dies zu entschuldigen. Durch Ihren Brief bin ich ja nun darüber beruhigt, dass Ihre Mitarbeit durch die Freiburger Vereinbarungen nicht gefährdet ist.</p><p>Herrn <name>Ruge</name> beurtheile ich ebenso, wie Sie, nachdem ich ihn näher kennen gelernt habe. Es ist tatsächlich nur das Wesen, nicht der Charakter, was an ihm zunächst befremdet. Kommt man ihm näher, so wird man bald gewahr, dass er nicht bloss ein sehr anständiger, sondern auch ein gutmütiger Mensch ist, und deshalb tut es mir leid, dass ihm sein Wesen in der Logossache diesen Streich gespielt hat.</p><p>Damit aber genug. Nur noch die besten Wünsche für Ihre Erholung am Mittelmeerstrande.</p><p>Mit herzlichem Gruss bleibe ich in aufrichtiger Ergebenheit Ihr</p><signed>P. Siebeck.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-3994"><lem>wz.</lem><note>Namenskürzel des Ausfertigers nicht aufgelöst</note></app><app type="philological" corresp="#ED-3995"><lem>zur Zeit</lem><rdg>zr Zt.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-3996"><lem>Brief vom 23.</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Siebeck vom 23.3.1910</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-3997"><lem>Unterm 21. und 22.</lem><note><abbr>vgl.</abbr> den Kommentar zu Siebeck an Windelband vom 19.3.1910</note></app><app type="philological" corresp="#ED-3998"><lem>Meine</lem><note>unterstrichen</note></app></listApp></back></text></TEI>