<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000534-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Eduard Schwartz</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>21.11.1908</date>, <note>1 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Bayerische Staatsbibliothek München; Autographensammlung, Schwartziana II A</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0534" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000534-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1908-11-21">21.11.1908</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118795686">Eduard Schwartz</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118661191">Franz Boll</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116219513">Franz Böhm</name></note><note type="repository">Bayerische Staatsbibliothek München</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Eduard Schwartz</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>21.11.1908</date>, <note>1 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Bayerische Staatsbibliothek München; Autographensammlung, Schwartziana II A</bibl></head></front><body><dateline>Heidelberg, 21.11.08</dateline><salute>Lieber Freund und verehrter Kollege,</salute><p>Mit grosser Befriedigung habe ich eben bei <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3304"/>unserm Jahresfeste<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3304"/> aus dem Munde des Ministerialreferenten gehört, dass er in der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3305"/>Freiburger Frage<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3305"/> bereits an Sie geschrieben hat. ich gratuliere also von ganzem Herzen Ihnen und hoffentlich auch Freiburg! Sie werden einen sehr feinen und liebenswürdigen Unterhändler an <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3306"/>Geheimrat<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3306"/> <name>Böhm</name> finden! er fürchtet die geringen Frequenzen, die bisher die „alten Herrn“ in Freiburg für die philologischen Kollegien erzielt haben, möchten auf Sie abschreckend wirken; er hofft aber, Sie persönlich davon zu überzeugen, dass es bei Ihnen sehr schnell besser werden wird! Was ich selbst bestimmt glaube.</p><p>Die Stellung im <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3307"/>Oberschulrat<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3307"/> ist – ich habe mich schon vorher erkundigt – dem Heidelberger neuen Kollegen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3308"/><name>Boll</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3308"/> übertragen, der übrigens ein sehr netter Mann zu sein scheint. Daher wird vermutlich, weil Freiburg schon seinen Mathematiker im Oberschulrat hat, zunächst in dieser Hinsicht nichts zu machen sein. Aber ich hoffe, dass man Ihnen eine solche Position schaffen kann, die Ihnen genügt und Sie zu uns zieht: <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3309"/>quod dii bene vertant<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3309"/>!</p><p>Die Stunde des <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3310"/>Festmahls<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3310"/> schlägt; ich habe nur die kurze Pause benutzen wollen, Ihnen und Ihrer verehrten Frau sogleich meinen Glückwunsch und den Ausdruck meiner hohen Freude zu schicken! Meine Frau schliesst sich mit besten Wünschen und Grüssen an, und so bleibe ich getreulich der Ihrige</p><signed>Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-3304"><lem>unserm Jahresfeste</lem><note>am 21.11.1908, <abbr>vgl.</abbr> Die Probleme der Biochemie. Akademische Rede zur Erinnerung an den zweiten Gründer der Universität Karl Friedrich Grossherzog von Baden am 21. November 1908 bei dem Vortrag des Jahresberichts und der Verkündigung der akademischen Preise in Gegenwart des Rector Magnificentissimus Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs Friedrich II. gehalten von [Prorektor] Albrecht Kossel. Heidelberg: Universitäts-Buchdruckerei J. Hörning 1908.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-3305"><lem>Freiburger Frage</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Schwartz vom 30.9.1908</note></app><app type="philological" corresp="#ED-3306"><lem>Geheimrat</lem><rdg>GehRt</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-3307"><lem>Oberschulrat</lem><note>mit Sitz in Karlsruhe, u. a. zur Durchführung der Staatsprüfungen zum höheren Lehramt. Windelband gehörte zu den Prüfern.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-3308"><lem><name>Boll</name></lem><note><name>Franz Boll</name> (1867–1924), Klassischer Philologe, 1884–91 Studium in Berlin und München, 1891 Beamter der Bayerischen Staatsbibliothek, 1898 Leiter der Handschriftenabteilung, 1903 <abbr>o. Prof.</abbr> in Würzburg, 1908 in Heidelberg (<abbr>NDB</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-3309"><lem>quod dii bene vertant</lem><note><abbr>lat.</abbr>: es möge beiden zum Segen gereichen</note></app></listApp></back></text></TEI>