<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000514-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Werner von Melle</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>8.6.1908</date>, <note>1 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und UB Hamburg Carl von Ossietzky, NvM: AG: Windelband: 1–2</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0514" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000514-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1908-06-08">8.6.1908</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116875356">Werner von Melle</persName></correspAction><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Werner von Melle</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>8.6.1908</date>, <note>1 S., hs. (lat. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und UB Hamburg Carl von Ossietzky, NvM: AG: Windelband: 1–2</bibl></head></front><body><dateline>Heidelberg, 8 Juni 08</dateline><salute>Hochgeehrter Herr Senator,</salute><p>Der liebenswürdige Gruss, mit dem Sie mich zu meinem sechzigsten Geburtstage beehrt haben, hat in mir neben den Gefühlen des Dankes auch die Erinnerung an ein unerfülltes Versprechen erweckt: Sie hatten bei meinem Aufenthalt in Hamburg die Güte, mein Bild Ihrer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3175"/>Sammlung von Portraits<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3175"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3176"/>der Vortragenden<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3176"/> bei den von Ihnen geleiteten academischen Vorlesungen einverleibt zu sehen. Dieser Wunsch – ich muss dafür um Verzeihung bitten – ist damals bei mir in Vergessenheit geraten; ich hole das Versäumte hiermit nach und bitte Sie darin den Beweis dafür zu sehen, dass ich jener Hamburger Tage und der liebenswürdigen Aufnahme in Ihrem Hause dankbar gedenke. Erlauben Sie in dieser Gesinnung den Ausdruck der vorzüglichsten Hochachtung, in der ich verbleibe Ihr ergebenster</p><signed><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-3177"/>W Windelband<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-3177"/></signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-3175"><lem>Sammlung von Portraits</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-3176"><lem>der Vortragenden</lem><note>im öffentlichen Allgemeinen Vorlesungswesen, das der Gründung der Universität Hamburg (28.3.1919) voranging, <abbr>vgl.</abbr> Werner von Melle: Dreißig Jahre Hamburger Wissenschaft 1891–1921. Rückblicke und persönliche Erinnerungen [<abbr>Bd.</abbr> 1]. <abbr>Hg.</abbr> auf Anregung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung. Hamburg: Boschek 1923, <abbr>S.</abbr> 585–586 (Das Vorlesungswesen bis zum Jahre 1908): </note><rdg>Die Philosophie war in diesen Jahren wieder vertreten durch Geheimrat Eucken […]. Als neue Dozenten kamen von auswärts […] Geheimrat Windelband (Heidelberg). Wilhelm Windelband stand unter den Philosophen Deutschlands in erster Reihe. Mit dem alten Kuno Fischer, […] sah ich in zuerst im Jahre 1903 beim Heidelberger Universitätsjubiläum. […] Wohl von dem gleichen Gesichtspunkt [</rdg><note>wie sein Lehrbuch der Geschichte der Philosophie</note><rdg>] ausgehend, las Windelband bei uns über „Die Grundformen der philosophischen Weltanschauung“. Noch nach Jahren schrieb er mir, daß er der Hamburger Tage dankbar gedenke. Auch sandte er mir wiederholt freundliche Wünsche für unsere werdende Universität, die Hamburg zum Ruhm und dem deutschen Geistesleben zum Segen gereichen müsse</rdg><note> (<abbr>vgl.</abbr> Windelband an Werner von Melle vom 31.12.1912).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-3177"><lem>W Windelband</lem><note>unter der Unterschrift mit Bleistift von anderer Hand: </note><rdg>Windelband</rdg></app></listApp></back></text></TEI>