<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000422-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Hugo Münsterberg</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>29.6.1904</date>, <note>Text nach einer </note><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Boston Public Library, Hugo Münsterberg Collection, MS Acc 1501-2500: Series 7, Box 51, Folder 750</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0422" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000422-0"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1904-06-29">29.6.1904</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118785281">Hugo Münsterberg</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116343338">Albrecht Kossel</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118607626">Friedrich Schiller</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118711989">Georg Jellinek</name><name>Heuer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118785281">Hugo Münsterberg</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118789643">Robert Ezra Park</name></note><note type="repository">Boston Public Library</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Hugo Münsterberg</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>29.6.1904</date>, <note>Text nach einer </note><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2656"/><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2656"/><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Boston Public Library, Hugo Münsterberg Collection, MS Acc 1501-2500: Series 7, Box 51, Folder 750</bibl></head></front><body><dateline>Heidelberg, 29.6.04.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr College</salute><p>Es ist mir Bedürfnis, unserer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2657"/>Kollektiv-Antwort<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2657"/> noch ein paar Worte hinzufügen, – des aufrichtigen und herzlichen Bedauerns zunächst darüber, dass ich selbst mit meiner späten Absage dazu betragen musste, Ihnen zu all der Mühe und Sorge, die Sie für den Congress auf sich genommen haben, nun auch den bei solchen Dingen unvermeidlichen Aerger zu bereiten. Aber ich möchte Sie, gerade aus meiner Gesinnung gegen Sie, die Sie seit langem kennen, herzlich bitten überzeugt zu sein, dass, sowenig wie ich, irgend einer meiner Collegen daran denkt, Ihnen persönlich etwa Vorwürfe zu machen, um deren willen Sie Sich rechtfertigen zu müssen meinen dürften. Wenn man im Preuss<add>[ischen]</add> Kultusministerium über den Lebensstil von uns Durchschnittsprofessoren anderer Meinung gewesen ist, als wir selber, so wundern wir uns darüber so wenig, dass es uns nicht einfällt, Sie dafür auch nur im allergeringsten verantwortlich zu machen: darüber bitte ich Sie ganz beruhigt zu sein. Wir <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2658"/>legen das zu dem Uebrigen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2658"/>.</p><p>Leid tut es mir aber doch sehr, dass aus dem Gedanken, den ich so lebhaft ergriffen habe, schliesslich doch nichts werden kann, und es tut mir um so mehr leid, seitdem ich in Ihrem schönen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2659"/>Werke<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2659"/> gelesen habe. Empfangen Sie meinen herzlichen Dank für dieses erfreuliche, gerade in dieser Zeit mir wehmütig erfreuliche Geschenk. Sie erweisen sich mit dieser Leistung, von der ich bewundre, dass Sie sie Ihrer schon so stark besetzten Arbeitskraft und -zeit abgerungen haben, als einen berufenen Vermittler, und ich wünsche Ihnen herzlich, dass Sie an der segensreichen Wirkung, die nicht ausbleiben wird, reiche Freude haben mögen! Das Kapitel über die Universitäten habe ich mit höchstem Interesse und vieler Belehrung gelesen.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2660"/>Herr<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2660"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2661"/><name>Park</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2661"/> hat mir jetzt durch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2662"/>Herrn<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2662"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2663"/><name>Heuer</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2663"/> die Umarbeitung seiner Dissertation zugestellt, und ich freue mich, dass sie ganz genügend ausgefallen zu sein scheint.</p><p>Mit bestem Gruss in treuer Gesinnung der Ihrige</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-2657"><lem>Kollektiv-Antwort</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband, <name>Albrecht Kossel</name>, <name>Georg Jellinek</name> an Münsterberg vom 3.5.1904. Gemeint ist aber offenbar ein weiteres Schreiben der drei genannten auf eine inzwischen erfolgte Antwort Münsterbergs hin. Entsprechende Schreiben sind indes nicht ermittelt.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2658"><lem>legen das zu dem Uebrigen</lem><note>geflügeltes Wort nach <name>Schiller</name>s Kabale und Liebe (Büchmann).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2659"><lem>Werke</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Münsterberg: Die Amerikaner. 2 <abbr>Bde.</abbr> Berlin: Mittler <abbr>u.</abbr> Sohn 1904. <abbr>Bd.</abbr> 2: Das geistige und soziale Leben, <abbr>S.</abbr> 36–92 <abbr>Kap.</abbr> 19: Die Universitäten.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2660"><lem>Herr</lem><rdg>Hr.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2661"><lem><name>Park</name></lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Münsterberg</name> vom 7.5.1904</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2662"><lem>Herrn</lem><rdg>Hrn.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2663"><lem><name>Heuer</name></lem><note>nicht ermittelt</note></app></listApp></back></text></TEI>