<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000381-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl>Windelband an <persName type="received">Julius Hamm</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>20.3.1903</date>, <note>2 S., hs. (lat. Schrift), Stempel als Briefkopf:</note> <quote type="rdg">PHILOSOPHISCHES SEMINAR | DER | UNIVERSITÄT | STRASSBURG</quote>, <bibl type="pubPlace">ADBR Strasbourg, 103 AL 887 (Acta der Kaiserlichen Universität in Straßburg, betreffend das philosophische Seminar 1873–1915), Bl. 75</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0381" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000381-4"><correspAction type="sent"><placeName>Straßburg</placeName><date when="1903-03-20">20.3.1903</date></correspAction><correspAction type="received"><persName>Julius Hamm</persName></correspAction><note type="mentioned"><name>Julius Hamm</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116988118">Theobald Ziegler</name></note><note type="repository">Archives Departementales du Bas-Rhin Strasbourg</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head>Windelband an <persName type="received">Julius Hamm</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>20.3.1903</date>, <note>2 S., hs. (lat. Schrift), Stempel als Briefkopf:</note> <quote type="rdg">PHILOSOPHISCHES SEMINAR | DER | UNIVERSITÄT | STRASSBURG</quote>, <bibl type="pubPlace">ADBR Strasbourg, 103 AL 887 (Acta der Kaiserlichen Universität in Straßburg, betreffend das philosophische Seminar 1873–1915), Bl. 75</bibl></head></front><body><dateline>Strassburg, den 20t März 1903</dateline><salute>Dem Kaiserlichen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2447"/>Kuratorium<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2447"/></salute><p>beehre ich mich Folgendes vorzutragen.</p><p>Es ist mein sorgsames Bestreben gewesen, die Anschaffungen für die Bibliothek des philosophischen Seminars derart zu beschränken, dass sie bei meinem Abschied aus Strassburg vollständig aus dem Aversum für das Etatsjahr <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2448"/>1902<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2448"/> gedeckt werden könnten. Hinsichtlich der Neuanschaffungen ist dies auch durch eine sehr enge Auswahl gelungen: dagegen ist es nicht möglich gewesen, aus dieser Summe auch alle die Fortsetzungen zu bestreiten, welche noch während des Winters von Zeitschriften, Werken und Werksammlungen erschienen und deren Annahme, als im voraus bestellt, nicht verweigert werden konnte. Nur ein Teil dieser Fortsetzungen konnte noch auf den letzten Rechnungen aus dem Aversum angewiesen werden; der Rest findet sich auf den beiden Rechnungen verzeichnet, die ich in der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2449"/>Anlage<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2449"/> einzureichen mich beehre. Es handelt sich danach um einen Betrag von 32 + 64,35 = 96 <abbr>Mk.</abbr> 35 <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2450"/>Pfennig<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2450"/>.</p><p>In der Voraussetzung nun, dass es wünschenswert wäre, dem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2451"/>zukünftigen Director<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2451"/> des Seminars dessen Etat möglichst ganz unbelastet zu übergeben, beehre <pb/> ich mich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2452"/>zu beantragen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2452"/>,</p><p>es wolle dem kaiserlichen Kuratorium gefallen, diese beiden Rechnungen aus ausserordentlichen Mitteln begleichen zu lassen.</p><p>Der Director des philosophischen Seminars</p><salute>W Windelband</salute></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-2447"><lem>Kuratorium</lem><note>Kurator der Universität Straßburg war zu diesem Zeitpunkt <name>Julius Hamm</name>, <abbr>vgl.</abbr> Korrespondetenverzeichnis.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2448"><lem>1902</lem><note>korrigiert aus </note><rdg>1892</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2449"><lem>Anlage</lem><note>liegt nicht bei</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2450"><lem>Pfennig</lem><note>₰ (Denarius): Zeichen für Pfennig</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2451"><lem>zukünftigen Director</lem><note><name>Theobald Ziegler</name>, <abbr>s. u.</abbr></note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2452"><lem>zu beantragen</lem><note>am Rand von <abbr>S.</abbr> 1 Notiz über die Genehmigung durch den Kurator <name>Hamm</name> vom 28.3.1903; anläßlich der Inventarübergabe am 31.3.1903 solle die Genehmigung mitgeteilt werden. <abbr>Vgl.</abbr> in derselben Akte <abbr>Bl.</abbr> 76 den Bericht Windelbands zur Übergabe der Geschäfte an <name>Theobald Ziegler</name> vom 30.3.1903: </note><rdg>Der Unterzeichnete bescheinigt hiermit pflichtgemäss, dass die zum Inventar des philosophischen Seminars gehörigen Inventarstücke, soweit es Mobilien etc. sind, am Schluss des Wintersemesters 1902/3 vollständig vorhanden sind. | Dagegen haben sich in Betreff der Bücher während des letzten Jahres auffallend viele Defekte herausgestellt. Es hängt dies wesentlich mit dem ausserordentlich starken Besuch des Seminars zusammen, welche die an sich schon völlig ungenügende Aufsicht ganz illusorisch macht. Langjährige Erfahrung lässt mich erwarten, dass diese Bücher mit wenigen Ausnahmen in kürzerer oder längerer Zeit sicher zurückgeliefert werden: denn sie pflegen – dem bestehenden Verbot gegenüber – nur in der Absicht vorübergehender Benutzung und baldiger Zurückgabe mitgenommen zu werden: das wird dann aber vergessen und hinausgeschoben. Eine absichtliche Entwendung habe ich während meiner Geschäftsführung niemals constatiren können. | Am Ende des Wintersemesters habe ich durch oeffentliche Aufforderung an die Studentenschaft um die Rückgabe der entliehenen Bücher gebeten; aber es sind nur verhältnismäßig wenige eingeliefert worden. Da mir weitere Mittel nicht zu Gebote stehen, habe ich mich darauf beschränken müssen, hier das Verzeichnis aller der Bücher anzufügen welche bei der Revision am Schluss der Wintersemesters vermisst worden sind. </rdg><note>Darauf folgt auf <abbr>Bl.</abbr> 77–78 ein </note><rdg>Verzeichnis der Bücher | welche bei der Revision der Bibliothek des philosophischen Seminars am Ende des Wintersemester 1902/3 vermisst worden sind</rdg><note>, umfassend 56 Nummern.</note></app></listApp></back></text></TEI>