<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000379-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>17.3.1903</date>, <note>Text nach einer </note><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0379" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000379-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Straßburg</placeName><date when="1903-03-17">17.3.1903</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/1201508282">Rüdiger Kramme</name><name>Thekla Elisabethe Siebeck</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>17.3.1903</date>, <note>Text nach einer </note><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2432"/><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2432"/><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</bibl></head></front><body><dateline><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2433"/><add>[17.3.03]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2433"/></dateline><salute>Hochgeehrter Herr Doctor,</salute><p>Morgen werde ich das abgeschlossene Manuskript zur <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2434"/>dritten Auflage meiner „Geschichte der Philosophie“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2434"/> an Sie als Postpaket abgehen lassen: es enthält im Einzelnen viele Aenderungen und Zusätze, aber im Ganzen von so geringer Ausdehnung, daß meiner Schätzung nach das Buch nur vielleicht um ein paar Seiten, noch nicht um einen halben Bogen vermehrt werden wird. ich habe gerade mit Rücksicht auf den Preis mir in den Zusätzen Beschränkung auferlegt.</p><p>Je eher der Druck beginnt, um so willkommner wird es mir sein. Denn gesetzt, es würde in der Woche <abbr>ca.</abbr> 3 Bogen gesetzt (was bei diesem Format und dem ausgedehnten Petit-Druck eine große Leistung wäre, die ich freilich Ihrer Druckerei zutraue), so zöge sich der Satz doch schon durch ein Vierteljahr hin. Mein lebhaftester Wunsch aber wäre es, wenn die Correkturen sich nicht zu weit in die großen Ferien hineinzögen: denn ich sehe voraus, daß ich in diesen eine energische Erholung werde suchen müssen, die ich eigentlich jetzt schon nötig habe, aber wegen der Uebersiedlung nach Heidelberg mir jetzt nicht gönnen kann.</p><p>Wir werden am 4 April hier abgehen und <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2435"/>am 7 dort auspacken<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2435"/>: ich bitte meine dortige Adresse Landfriedstraße 14. vorzumerken, – nicht bloß wegen der Correspondenz, sondern in der Hoffnung, daß Sie sie recht bald in Person benutzen!</p><p>Wäre vielleicht der Druck durch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2436"/>Teilung in zwei Bände<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2436"/> zu beschleunigen? Es wäre sehr gut möglich, mit der Renaissance (<abbr>S.</abbr> 285) – es ist jetzt genau die Hälfte – den zweiten Band zu beginnen. Freilich dürften beide nur zusammen verkauft werden. Der Schwierigkeiten mit den Rückverweisungen und mit dem Register (das notwendig einheitlich am Schluß des Ganzen bleiben müßte) könnte man schon Herr werden. Ueberlegen Sie’s; es ist mir so ein Einfall, der mir eben kommt.</p><p>Endlich noch eine Bitte: wenn wir <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2437"/>den Vertrag<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2437"/> dem vorigen gemäß machen, so möchte ich anfragen, ob sie mir wieder wie im August 1898, jetzt aber nach Empfang des fertigen Manuskipts, die Hälfte des Honorars zahlen könnten. Damals schickten Sie mir abschläglich 3000 <abbr>Mk.</abbr> Es wäre mir jetzt angesichts der Uebersiedlung sehr wertvoll, wenn Sie die Güte hätten, etwa ähnlich zu verfahren.</p><p>Daß Ihre verehrte <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2438"/>Frau Gemahlin<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2438"/> eine Luftkur im Winter nötig hatte, habe ich mit lebhaft bedauernder Teilnahme erfahren: ich wünsche und hoffe, daß die günstigen Wirkungen dauernden Erfolg haben mögen, und verbleibe mit ergebensten Empfehlungen von Haus zu Haus in vorzüglicher Hochachtung der Ihrige</p><signed>Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-2433"><lem><add>[17.3.03]</add></lem><note>Datumsnachtrag stammt von <name>Rüdiger Kramme</name> nach Autopsie (<abbr>ca.</abbr> 1992) im Verlagsarchiv Mohr/Siebeck, damals noch in Tübingen am Verlagssitz.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2434"><lem>dritten Auflage meiner „Geschichte der Philosophie“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband: Lehrbuch der Geschichte der Philosophie. 3., durchgesehene <abbr>Aufl.</abbr> Tübingen/Leipzig: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1903. VIII, 575 <abbr>S.</abbr> (2. <abbr>Aufl.</abbr> 1900: VIII, 571 <abbr>S.</abbr>)</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2435"><lem>am 7 dort auspacken</lem><note><abbr>bzw.</abbr> am 6.4.1903, <abbr>vgl.</abbr> Windelband an Vincenz Czerny vom 1.4.1903.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2436"><lem>Teilung in zwei Bände</lem><note>dieser Vorschlag wurde nicht umgesetzt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2437"><lem>den Vertrag</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2438"><lem>Frau Gemahlin</lem><note><name>Thekla Elisabethe Siebeck</name>, <abbr>geb.</abbr> Landerer (1857–1919; <abbr>NDB</abbr>).</note></app></listApp></back></text></TEI>