<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000251-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>11.10.1896</date>, <note>3 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0251" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000251-0"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Straßburg</placeName><date when="1896-10-11">11.10.1896</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116128194">Karl Dilthey</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/117122025">Otto Wallach</name></note><note type="repository">Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>11.10.1896</date>, <note>3 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></head></front><body><dateline>Strassburg <abbr>iE.</abbr> 11.10.96</dateline><salute>Lieber Freund,</salute><p>Nun darf ich Dich schon <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1650"/>in Göttingen aufsuchen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1650"/>; auf der Reise warst Du mir entschlüpft. Die Karte, welche ich von Dir noch in unserm schönen Nunalphorn erhielt, gewährte keine Adresse, – eine zweite erhielt ich dort nicht mehr, und auch hierher kam keiner nach. Auch <name>Wallach</name>s Karten gaben weder für ihn noch für Dich die Spur einer Adresse. Jetzt hoffe ich nun, daß Ihr beide recht erholt zu den Semesterleiden zurückgekehrt seid, und wünsche, daß Dir der Winter günstiger sei als es der Sommer war. Dieses Herbstes, der Dich uns zuführte, gedenke ich mit herzlicher Freude, und sage Dir nochmals meinen vollen Dank für die <pb/> schönen Tage, die Du uns dort geschenkt hast. Wir ließen nachher, wie beabsichtigt, noch bis zum 10. September den Wechsel des Wetters auf jenem hübschen Flecken Erde über uns ergehen, hatten dann das Glück, noch zwei wunderschöne Tage auf und an dem Vierwaldstätter See zu genießen, und haben uns nun hier wieder zum Winter eingerichtet. Meine Frau und die Töchter hatten gleich die Unbequemlichkeit, für eine erkrankte Köchin bei schwachem Ersatz einspringen zu müssen; erst jetzt sind sie so weit frei, daß die Mädels an ihre Photographien gehen können und die Hoffnung haben, Dir bald ein paar der nicht ganz mißlungenen Erinnerungsblättchen <pb/> zuschicken zu dürfen. Mir hat der Aufenthalt sehr wohl getan; ich fühle mich rüstiger als seit langer Zeit, gehe jetzt bei dem schönen Spätherbstwetter viel spazieren und bin doch schon wieder ganz nett in die Arbeit hineingeraten. Nun hoffe ich auch von Dir Gutes zu hören und sende Dir für heut die herzlichsten Grüße meiner ganzen Familie.</p><p>Dein getreuer</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1650"><lem>in Göttingen aufsuchen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Karl Dilthey vom 7.8. <abbr>u.</abbr> 10.8.1896</note></app></listApp></back></text></TEI>