<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000226-3</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>11.7.1894</date>, <note>3 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0226" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000226-3"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Straßburg</placeName><date when="1894-07-11">11.7.1894</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116128194">Karl Dilthey</persName></correspAction><note type="repository">Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>11.7.1894</date>, <note>3 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></head></front><body><dateline>Strassburg <abbr>i E.</abbr> 11.7.94</dateline><salute>Lieber Freund,</salute><p>ich hoffe, so darf ich Dich in dankbarer Erinnerung an nie vergessne schöne Zeiten noch immer nennen, obgleich der Faden gegenseitiger Mitteilung schon <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1545"/>lange zwischen uns abgerissen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1545"/> ist. Wie das eigentlich gekommen ist, – ich weiß es nicht; ich habe es oft und stets schmerzlich empfunden; ich mußte schon meinen, daß sich irgend etwas zwischen uns gedrängt hatte, und ich fühlte es um so schmerzlicher, daß ich, da sich gar keine Gelegenheit zum Wiedersehen fand, von <pb/> einer Zeit zur andern den Schritt zur Verständigung schwieriger werden sah. Um so lieber ergreife ich jetzt, wo das persönlichste Bedürfniß, zum alten Freunde das alte Verhältniß zu gewinnen, mir immer stärker wird, die Gelegenheit, Dir einen Gruß zu senden und bitte ihn freundlich aufzunehmen. Der Anfang des nächsten Monats wird mich von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1546"/>Halle, wo ich am Feste teilnehmen muß<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1546"/>, nach Göttingen führen, und wenn ich hoffen dürfte, auch Dich dort zu sehen und von Aug zu Auge wieder mit Dir zu verkehren. – Ich bitte Dich, <pb/> mir diese ersehnte Freude zu gewähren.</p><p>Meine Frau grüßt Dich bestens, sie denkt gern Deiner und der frohen Stunden, welche Du uns in Zürich bereitet hast! Mit herzlichem Gruß Dein</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1545"><lem>lange zwischen uns abgerissen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> zuletzt Windelband an Karl Dilthey vom 23.7./29.7.1883</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1546"><lem>Halle, wo ich am Feste teilnehmen muß</lem><note>als offizieller Vertreter der Universität Straßburg zum 200jährigen Jubiläum der Universität Halle-Wittenberg, <abbr>vgl.</abbr> Das Zweihundertjährige Jubiläum der Universität Halle-Wittenberg. Festbericht erstattet im Auftrag des Academischen Senats von dem Prorector W. Beyschlag. Halle (Saale): Gebauer-Schwetke 1895, <abbr>S.</abbr> 30 u. 85.</note></app></listApp></back></text></TEI>