<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000188-5</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>15./16.10.1890</date>, <note>Text nach einer </note><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0188" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000188-5"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Straßburg</placeName><date from="1890-10-15" to="1890-10-16">15./16.10.1890</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118580213">Alexius Meinong</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116925272">Alois Höfler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Paul Siebeck</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>15./16.10.1890</date>, <note>Text nach einer </note><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1377"/><note>Transkription von Klaus Christian Köhnke</note><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1377"/><note>, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488</bibl></head></front><body><dateline>Strassburg <abbr>i/E.</abbr> 15.10.90</dateline><salute>Sehr geehrter Herr Siebeck,</salute><p>Der Sicherheit halber schicke ich gleich noch etwas <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1378"/>Manuskript<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1378"/>, womit nach meiner Rechnung <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1379"/>Bogen 15<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1379"/> sicher fertig sein würde: ich werde so weiter schicken, und in nächster Woche sind wir mit der zweiten Lieferung fertig – Revision von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1380"/>Bogen 14<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1380"/> läuft anbei; Setzerrevision erbeten. Für Uebersendung einiger der so bequemen, adressirten <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1381"/>Kreuzbandumschläge<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1381"/> (sie gehen aus) wäre ich dankbar. Die Correctur des Umschlagblattes behalte ich zurück, bis ich die Zahlen einsetzen kann. Hoffentlich sind Sie mit der von mir proponirten Erklärung über die Verlangsamung des Erscheinens einverstanden; wenn Sie irgend noch etwas geändert wünschen, bitte ich um gefällige Mittheilung. Erwünscht wären mir auch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1382"/>Aushängebogen 11–13<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1382"/> (ich erhielt vor den Ferien nur <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1383"/>9 <abbr>u.</abbr> 10<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1383"/>), um zu sehen, ob noch eine dringende Correctur auf dem Umschlagbogen nothwendig wäre.</p><p>Im Drange der Arbeit bin ich garnicht dazu gekommen, Ihnen für die freundliche Uebersendung der beiden Bände <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1384"/>philos<add>[ophische]</add> Propädeutik <name>Höfler</name>-<name>Meinong</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1384"/> zu danken; ich hole es herzlichst nach. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1385"/>Pereant qui ante nos nostra dixerunt!<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1385"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1386"/>Das Lehrbuch<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1386"/> kann man nun nicht gut copiren, obwohl die Auswahl (<name>Kant</name>!?) theilweise sehr beanstandbar ist. Anders steht es mit der Propädeutik selbst. Diese Logik ist für Primaner geradezu – ungeheuerlich! und völlig unbrauchbar. Ueber das Lehrbuch ließe sich aber noch immer reden. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1387"/>Cura posterior.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1387"/> Zunächst wollen wir unsre Geschichte der Philosophie (und <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1388"/>Geschichtsphilosophie?<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1388"/>) zu Ende führen.</p><p>Mit besten Grüßen in hochachtungsvollster Ergebenheit Ihr</p><signed>W Windelband</signed><dateline>Donnerstag 16.10. früh</dateline><p>Nach Empfang Ihres geehrten Schreibens, für das ich bestens danke, füge ich hinzu: wie ich gestern Abend schon schrieb, hoffe ich mit nächster Woche fertig zu sein. Aber vor Montag oder Dienstag kann ich den Abschluß des Manuskripts von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1389"/>Bogen 16<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1389"/> nicht mit völliger Sicherheit zusagen. ich mache in diesen Tagen zu oft die Erfahrung, daß die Umständlichkeit und Schwierigkeit des Quellenmaterials gerade dieser Periode mich bei der Fertigschrift an Stellen, die mir als ganz sicher disponirt galten, von Neuem aufhält, zu umfangreicherer Nachprüfung veranlaßt und eventuell Aenderungen bedingt. Wenn solche Zwischenfälle nicht eintreten, würde das Manuskript schon zum Montag fertig sein.</p><p>So steht es. Gar zu gern sähe ich daher, wenn die Verschickung so früh als möglich geschehen könnte; aber ich kann mehr nicht zusagen. Meines besten Willens sind Sie ja sicher. Correcturen werden schnell gehen. Sie werden hiernach Ihre Entscheidung treffen können. Auf alle Fälle sende ich Manuskript so weiter.</p><p>Empf<add>[ehlungen]</add> des<add>[selben]</add></p><signed>W.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1378"><lem>Manuskript</lem><note>für die Publikation: Geschichte der Philosophie, die in Lieferungen erschien. Vollständig 1892 bei Mohr (Siebeck) in Freiburg.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1379"><lem>Bogen 15</lem><note>entspricht<abbr> S.</abbr> 225–240</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1380"><lem>Bogen 14</lem><note>entspricht<abbr> S.</abbr> 209–224</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1381"><lem>Kreuzbandumschläge</lem><note>Versandform für Drucksachen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1382"><lem>Aushängebogen 11–13</lem><note>entspricht<abbr> S.</abbr> 161–208</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1383"><lem>9 <abbr>u.</abbr> 10</lem><note>entspricht<abbr> S.</abbr> 129–160</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1384"><lem>philosophischen Propädeutik Höfler-Meinong</lem><note> <abbr>vgl.</abbr> Philosophische Propädeutik. Unter Mitwirkung v. Alexius Meinong verfaßt von Alois Höfler. <abbr>Bd.</abbr> 1 Logik. Prag: Tempsky 1890; sowie von denselben: Zehn Lesestücke aus philosophischen Classikern. Als Anhang zum Lehrbuch der philosophischen Propädeutik. Prag, Wien: Tempsky; Leipzig: Freytag 1890.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1385"><lem>Pereant qui ante nos nostra dixerunt!</lem><note><abbr>lat.</abbr> Sentenz nach Aelius Donatus: Mögen die verdammt sein, die vor uns unsere Aussprüche getan haben!</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1386"><lem>Das Lehrbuch</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Siebeck vom 28.1.1889</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1387"><lem>Cura posterior.</lem><note><abbr>lat.</abbr> eine spätere Sorge</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1388"><lem>Geschichtsphilosophie?</lem><note>eine geschichtsphilosophische Arbeit von Windelband erschien 1916 in anderen Zusammenhängen erst nach Windelbands Tod.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1389"><lem>Bogen 16</lem><note>entspricht<abbr> S.</abbr> 241–256 zur Mittelalterlichen Philosophie</note></app></listApp></back></text></TEI>