<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000138-5</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Friedrich Theodor Althoff</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>7.12.1882</date>, <note>8 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, VI. HA Nl Althoff, F. T. Nr. 1020</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0138" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000138-5"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Straßburg</placeName><date when="1882-12-07">7.12.1882</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118644890">Friedrich Theodor Althoff</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118717162">Arnold Geulincx</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116167890">Edmund Pfleiderer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118546252">Eduard von Hartmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116634995">Ernst Laas</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118644890">Friedrich Theodor Althoff</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118571249">Gottfried Wilhelm Leibniz</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116666781">Gustav Glogau</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11762456X">Günther Thiele</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117483117">Heinrich Spitta</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118574574">Hermann Lotze</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11733829X">Hermann Siebeck</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11854943X">Johann Friedrich Herbart</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118532847">Johann Gottlieb Fichte</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/172455359">Johannes Heinrich Witte</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118627724">Johannes Volkelt</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116088524">Julius Baumann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116133171">Julius Bergmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117003646">Otto Liebmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118586548">Paul Natorp</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118594893">Platon</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118524844">René Descartes</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118682555">Rudolf Eucken</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118795619">Wilhelm Schuppe</name></note><note type="repository">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Friedrich Theodor Althoff</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>7.12.1882</date>, <note>8 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, VI. HA Nl Althoff, F. T. Nr. 1020</bibl></head></front><body><dateline><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1047"/>Strassburg<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1047"/> <abbr>i/E.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1048"/>Möllerstr. 4.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1048"/> 7 Dec<add>[ember]</add> 1882.</dateline><salute>Verehrtester Herr Geheimerath!</salute><p>Für Ihr ehrenvoll vertrauliches Schreiben sage ich Ihnen meinen besten Dank, und indem ich mir vorbehalte, auf meine eigne Angelegenheit nach einiger Zeit zurückzukommen, erfülle ich gern Ihren Wunsch hinsichtlich der Breslauer Angelegenheit.</p><p>Daß <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1049"/>P<add>[aulsen]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1049"/><add/> seine Annahme rückgängig gemacht hat, bedaure ich nicht allzu sehr: die Thatsache zeigt, daß eine persönliche Bedürftigkeit nicht vorliegt; sachlich kann ich aber nicht umhin, meine Ansicht dahin auszusprechen: der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1050"/>Posivismus<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1050"/> hat, getragen von der naturwissenschaftlichen Tendenz unserer Tage, unterstützt von den entsprechenden Elementen der in alter Weise constituirten philos<add>[ophischen]</add> Fakultäten, sich auf unsern deutschen Kathedern bereits in einer Ausdehnung heimisch gemacht, die zwar noch nicht eine Majorität, am wenigsten eine solche der Kapacität ist, den ich aber nicht vergrößert wünsch<pb/>te und in die ich eine so wichtige Professur wie die Breslauer nur ungern eingeschlossen gesehen hätte. Ich muß es mir gefallen lassen, wenn Sie diese Ansicht, die auch meinen folgenden Angaben zu Grunde liegt, einen Partei-Standpunct nennen: aber das glaube ich sagen zu dürfen, daß sie gar keine persönlichen Gründe hat, sondern auf der rein sachlichen Ueberzeugung beruht: es sei die Erfüllung der akademischen Aufgabe der Philosophie, den Brod- und Fachstudien gegenüber den Idealismus des wissenschaftlichen Einheitsstrebens zu vertreten, am wenigsten von einer Richtung zu erwarten, die geneigt ist, die Philosophie mit einigen specifischen empirischen Untersuchungen zu identificiren.</p><p>Für Breslau würde ich Ihnen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1051"/><name>Liebmann</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1051"/> nennen, wenn nicht gegen diesen dasselbe Argument, wie gegen mich, in Betracht käme. Neben ihm scheint mir zuerst <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1052"/><name>Siebeck</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1052"/> hervorzutreten, für den ich Sie um so eher zu interessiren wünschte, als er bereits, so viel ich weiß, nach mir und P<add>[aulsen]</add> vorgeschlagen ist. Ich bemerke, daß ich S<add>[iebeck]</add> persönlich von gelegentlichen Begegnungen kenne, und zwar kenne als einen sehr tüchtigen, durchaus gediege<pb/>nen Forscher, vor Allem aber als einen sicheren, ruhigen Character, von dem eine Verletzung anderer confessioneller Standpuncte niemals zu befürchten wäre. S<add>[iebeck]</add> steht der völkerpsychologischen Richtung nahe, ohne ihr eigentlich anzugehören: sein „Wesen der aesthetischen Anschauung“ (Berl<add>[in]</add> 1873) zeigt eine selbständige Vertretung des <name>Herbart</name>’schen Standpunctes. Sein Hauptwerk ist die „Geschichte der Psychologie“ (I,1 Gotha 1880, I,2 im Druck) – ein sehr gediegenes, für seinen, bisher nur ganz ungenügend behandelten Gegenstand maßgebendes Werk. S<add>[iebeck]</add>’s Persönlichkeit ist nicht in hervorragendem Maße anregend, aber von ruhiger Solidität, und ich glaube, daß er seinen Platz ganz vortrefflich ausfüllen würde.</p><p>Nach ihm würde ich mir erlauben, Sie auf <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1053"/><name>Bergmann</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1053"/> in Marburg aufmerksam zu machen. Dessen Philosophiren ist nun zwar garnicht modern; er steht bei <name>Platon</name>, <name>Leibniz</name> und <name>Fichte</name>: aber er ist ein durchaus würdiger und ernster Denker. Die „Beurtheilung des Kriticismus“ (Berl<add>[in]</add> 1875), „Reine Logik“ (79), „Sein und Erkennen“ (80) und die eben erschienenen „Grundprobleme der Logik“ sind außerordentlich tüchtige, tief dringende, <pb/> scharfsinnige Schriften. Man sagt ihm einen großen Lehrerfolg nach; und erzählt sich von seiner <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1054"/>hoch conservativen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1054"/> und kirchlich positiven Gesinnung. Gesehen habe ich ihn nie; auch nie mit ihm correspondirt: über dies persönliche Element werden Sie bessere Wege der Information haben.</p><p>Nach diesen beiden müßte man schon um ein gut Stück tiefer greifen. Das gälte meine Ansicht nach sowol von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1055"/><name>Baumann</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1055"/> (Göttingen), dessen „Philosophie als Orientirung über die Welt“ und „Handbuch der Moral“ immerhin tüchtige und achtungswerthe Leistungen sind, als auch von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1056"/><name>Eucken</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1056"/> (Jena), der in seinen „Grundbegriffen der Gegenwart“ und in der „Geschichte der philos<add>[ophischen]</add> Terminologie im Umriß“ umfassende historische Studien, wenn auch in etwas unbestimmter, schwammiger Darstellung, jedenfalls aber mit echt philosophischem Geiste bewiesen hat (von mehreren kleineren Schriftchen abzusehen), als auch weiterhin von E<add>[dmund]</add> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1057"/><name>Pfleiderer</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1057"/> (Tübingen), der in kleineren Arbeiten über <name>Leibniz</name>, über <name>Lotze</name> über <name>Geulinx</name> hübsche Details geliefert hat, aber auf große Bedeutung keinen Anspruch erheben darf, als auch endlich von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1058"/><name>Schuppe</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1058"/> (Greifswald), <pb/> zwar einen entschiedenen Antipositivisten, dessen dickleibige Bücher jedoch („Erkenntnißtheoretische Logik“ 1878 und „System der Rechtsphilosophie“ 1881) einen etwas verschrobenen Eindruck machen und die Befürchtung nahe legen, sie seien schnell redigirte Vorlesungsabdrucke, in welchem Falle sie für die Vorlesungen auch kein günstiges Vorurtheil indiciren würden.</p><p>Eigenthümlich steht die Sache mit <name>Riehl</name>, meinem Nachfolger in Freiburg. Er war dort neben <name>Siebeck</name>, mit Inversion der alphabetischen Reihenfolge, vorgeschlagen und wurde als Katholik von der Regierung bevorzugt. Er bildet die eigenthümliche Erscheinung auf theoretischem Gebiete, das er bisher allein literarisch behandelt, aprioristischer Kantianer, auf dem practischen aber, wie ich erst hinterher aus einer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1059"/>Recension von ihm über <name>Laas</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1059"/> und aus Privatgespächen erfahren habe, extremer Positivist und Utilist zu sein.</p><p>Soll auf die jüngeren Kräfte gegriffen werden, so nenne ich neben <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1060"/><name>Glogau</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1060"/> und <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1061"/><name>Thiele</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1061"/>, die Sie beide genauer kennen, zunächst <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1062"/><name>Volkelt</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1062"/> (Jena), der seine an <name>Hartmann</name> sich anlehnenden Anfänge („Das Unbewußte <pb/> und der Pessimismus“ und „Die Traumphantasie“) überwunden zu haben scheint und in seinem Buch über „<name>Kant</name>’s Erkenntnißtheorie“ sehr Tüchtiges geleistet hat, sodann, aber nur als psychologischen Specialisten, H. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1063"/><name>Spitta</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1063"/> (Tübingen), dessen verdienstliche Arbeit „über die Schlaf- und Traumzustände“ eben die zweite Auflage erlebt hat und dessen Schrift „Die Willensbestimmungen“ ebenfalls sehr zu loben ist, – endlich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1064"/><name>Natorp</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1064"/> (Marburg), dessen Arbeit über „die Erkenntnißtheorie <name>Descartes’</name>“ meinen vollen und ungetheilten Beifall hat.</p><p>Bei allen diesen habe ich zwar nicht aus persönlicher Kenntniß, wol aber aus dem Eindruck ihrer Schriften die Ueberzeugung, daß sie den entgegengesetzten Richtungen, mit denen sie in Breslau zu rechnen haben würden, nicht durch tactloses und eiferndes Auftreten Anlaß zu Verletzung geben würden; doch würde ich mich immer darauf verlassen, daß Sie Sich im besonderen Fall darüber eingehender zu orientiren vermögen würden.</p><p>Zuletzt möchte ich diese Gelegenheit nicht versäumen, <pb/> Ihrem Wohlwollen einen Mann zu empfehlen, der der Bonner Fakultät ähnliche, wenn auch nicht gleiche Verlegenheit bereitet, wie uns <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1065"/>V<add>[aihinger]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1065"/>, nämlich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1066"/>H. <name>Witte</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1066"/><name/>, einen zwar keineswegs bedeutenden, zu alleiniger Vertretung der Philos<add>[ophie]</add> durchaus noch nicht geeigneten, aber durchaus strebsamen, anständigen und kenntnißreichen Mann, der nur deshalb noch nicht zu einem Extraordinariat gekommen ist, weil er in dem, auf persönlichen Gründen beruhenden Streben danach, sich durch eine Vielschreiberei zu helfen meinte, die ihm den Hals gebrochen hat. Er ist in persönlich bedauernswerther Lage; und ich wünschte ihm wol eine kleine Unterkunft.</p><p>Verzeihen Sie, verehrtester Herr Geheimerath, wenn ich zu ausführlich gewesen bin: ich beschließe diese, selbstverständlich nur für Ihr Auge bestimmte Revue, welche natürlich keinen andern Anspruch macht, als Ihrem Wunsche gemäß meine subjective Meinung vor Ihnen mit aller Offenheit auszubreiten, – ich beschließe sie mit dem <pb/> Ausdruck des Dankes dafür, daß Ihr ehrenvolles Vertrauen mir dazu Gelegenheit geboten hat, und mit der Bitte, unsre besten Empfehlungen von Haus zu Haus freundlichst entgegenzunehmen, als Ihr hochachtungsvoll ergebner</p><signed>Windelband</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1047"><lem>Strassburg</lem><note>links oben von <name>Althoff</name>s <abbr>Hd</abbr>.: </note><rdg>Windelband: Philosophen, besonders in Bezug auf Breslau. Zu der Breslauer Sache.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1048"><lem>Möllerstr. 4.</lem><note>heute Rue du Maréchal Joffre, in der Nähe der <abbr>UB</abbr></note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1049"><lem>Paulsen</lem><note> <abbr>vgl</abbr>. Windelband an <name>Althoff</name> vom 30.11.1882</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1050"><lem>Posivismus</lem><note>so wörtlich</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1051"><lem><name>Liebmann</name></lem><note><name>Otto Liebmann</name> (1840–1912), 1872–1882 in Straßburg, 1882–1911 Jena (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1052"><lem><name>Siebeck</name></lem><note><name>Hermann Siebeck</name> (1842–1920), 1872 in Halle habilitiert, 1875 <abbr>o. Prof.</abbr> Basel, 1883 Gießen (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1053"><lem><name>Bergmann</name></lem><note><name>Julius Bergmann</name> (1839–1904), 1872 in Berlin habilitiert, im selben Jahr <abbr>o. Prof.</abbr> Königsberg, 1874 Marburg (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1054"><lem>hoch conservativen</lem><note>Lesung wegen Aktenheftung unsicher</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1055"><lem><name>Baumann</name></lem><note><name>Julius Baumann</name> (1837–1916), 1863 in Berlin promoviert, Schüler Lotzes, <abbr>o. Prof.</abbr> Göttingen (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1056"><lem><name>Eucken</name></lem><note><name>Rudolf Eucken</name> (1846–1926), seit 1874 in Jena (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1057"><lem><name>Pfleiderer</name></lem><note><name>Edmund Pfleiderer</name> (1842–1902), 1873 <abbr>o. Prof.</abbr> Kiel, 1877 Tübingen (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1058"><lem><name>Schuppe</name></lem><note><name>Wilhelm Schuppe</name> (1836–1913), 1860 in Berlin promoviert, seit 1861 Gymnasiallehrer, auf Empfehlung Lotzes 1873 als <abbr>o. Prof.</abbr> nach Greifswald berufen (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1059"><lem>Recension von ihm über <name>Laas</name></lem><note><name>Alois Riehl</name> rezensierte: Ernst Laas, Idealismus und Positivismus, Teil II. In: Deutsche Literaturzeitung 3 (1882), Sp. 924–925.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1060"><lem><name>Glogau</name></lem><note><name>Gustav Glogau</name> (1844–1895), zunächst im Schuldienst, 1878 in Zürich habilitiert (Polytechnikum), 1882 dort <abbr>Prof.</abbr>, 1883 <abbr>ao. Prof.</abbr> Halle, 1884 <abbr>o. Prof.</abbr> Kiel (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1061"><lem><name>Thiele</name></lem><note><name>Günther Thiele</name> (1841–1910), 1869 in Halle promoviert, danach im Schuldienst, 1875 in Glückstadt habilitiert, 1881 <abbr>ao. Prof.</abbr>, seit 1882 in Königsberg, 1885 <abbr>o.Prof.</abbr> (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1062"><lem><name>Volkelt</name></lem><note><name>Johannes Volkelt</name> (1848–1930), 1876 in Leipzig habilitiert, 1879 <abbr>ao. Prof.</abbr> Jena, 1883 <abbr>o. Prof.</abbr> Basel, 1889 Würzburg, 1894 Leipzig (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1063"><lem><name>Spitta</name></lem><note><name>Heinrich Spitta</name> (<abbr>Jg.</abbr> 1849), 1878 in Tübingen habilitiert, 1883 Titel <abbr>ao. Prof.</abbr> Tübingen, 1887 etatsmäßig, 1902 Honorarprofessor (Wer ist’s (1912), <abbr>S.</abbr> 1540).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1064"><lem><name>Natorp</name></lem><note><name>Paul Natorp</name> (1854–1924), seit 1880 in Marburg (<abbr>BEdPh</abbr>)</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1065"><lem>Vaihinger</lem><note><abbr> vgl.</abbr> Windelband an <name>Althoff</name> vom 30.11.1882</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1066"><lem>H. <name>Witte</name></lem><note>gemeint ist vermutlich <name>Johannes Heinrich Witte</name> (* 1846), nach den Titelblättern seiner Publikationen </note><rdg>Docent der Philosophie an der Universität Bonn</rdg><note> (1876), 1885 dort </note><rdg>Professor der Philosophie</rdg><note>, 1889 </note><rdg>Professor der Philosophie und Pädagogik</rdg><note> – mit jeweils unklarem Status. Näheres nicht ermittelt. <name>Witte</name> verfaßte <abbr>u. a.</abbr>: Beiträge zum Verständniss Kant’s (1874), Salomon Maimon: die merkwürdigen Schicksale und die wissenschaftliche Bedeutung eines jüdischen Denkers aus der Kantischen Schule (1876), Vorstudien zur Erkenntnis des unerfahrbaren Seins. Philosophische Abhandlungen spekulativ- und historisch-kritischen Inhalts (1876), Zur Erkenntnistheorie und Ethik. Drei philosophische Abhandlungen (1877), Über Anschaulichkeit in den Sinnen und Anschaulichkeit im Denken (1879), Die Philosophie unserer Dichterheroen. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Idealismus (1880), Über Freiheit des Willens, das sittliche Leben und seine Gesetze. Ein Beitrag zur Reform der Erkenntnistheorie, Psychologie und Moralphilosophie (1882), Kantischer Kritizismus gegenüber unkritischem Dilettantismus (1885), Das Wesen der Seele und die Natur der geistigen Vorgänge im Lichte der Philosophie seit Kant und ihrer grundlegenden Theorien historisch-kritisch dargestellt (1888), Sinnen und Denken. Gesammelte Abhandlungen und Vorträge aus den Gebieten der Litteratur, Philosophie und Pädagogik sowie ihrer Geschichte (1889).</note></app></listApp></back></text></TEI>