<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000092-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Freiburg i. Br.</placeName>, <date>11.6.1877</date>, <note>4 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0092" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000092-0"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Freiburg i. Br.</placeName><date when="1877-06-11">11.6.1877</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116128194">Karl Dilthey</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118601261">Albrecht Ritschl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118616242">Baruch de Spinoza</name><name>Dora Windelband</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118546252">Eduard von Hartmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/173834272">Ernst Kuhn</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/119130882">Ferdinand Frankenhäuser</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118745441">Friedrich Ritschl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/101767595">Friedrich Schöll</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/119066874">Hermann Osthoff</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116205849">Hugo Blümner</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118540238">Johann Wolfgang von Goethe</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11721714X">Karl Bernhard Stark</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116128194">Karl Dilthey</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118533401">Kuno Fischer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116389311">Richard Avenarius</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/1024118061">Theodor Borsdorf</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117353965">Wilhelm Studemund</name><name>Wilhelmine Wichgraf</name></note><note type="repository">Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Karl Dilthey</persName>, <placeName type="sent">Freiburg i. Br.</placeName>, <date>11.6.1877</date>, <note>4 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Niedersächsische Staats- und UB Göttingen, Dilth. 141</bibl></head></front><body><dateline>Freiburg <abbr>i B.</abbr> 11 VI 77</dateline><salute>Liebster Freund</salute><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-747"/>Ex ungue leonem – ex aure asinum!<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-747"/> Daran erkenne ich die Gesellschaft, also auch diesen letzten Aerger bereitet man Dir. Und dabei trägst Du doch wieder eigentlich meine Sünden. Die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-748"/>Verweigerung der Zuzugsgelder für Av<add>[enarius]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-748"/>, die Desavouirung des mir gegebenen Versprechens, meine Gesch<add>[ichte]</add> d<add>[er]</add> Päd<add>[agogik]</add> besonders <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-749"/>zu honoriren<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-749"/>, diese <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-750"/>filzige Knapserei<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-750"/> jetzt bei Dir – es sind drei Capitel desselben Buches. Nun weiß ich in der That nicht, wie die Rechtsverhältnisse liegen, und wo man, wo gar der Deutsche sich das Recht holt, erst recht nicht. Das Gewohnheitsrecht spricht jedenfalls für Dich: Denn noch mir ist das Gehalt bis zum 31 März vollständig ausgezahlt worden, obwohl ich meinen Rücktritt auf Schluß des Semesters angezeigt und bestätigt erhalten. Aber als es sich um 12 Tage handelte, waren sie nobel, wo es sich um 1 1/2 Monat handelt, zeigen sie sich in der wahren Gesinnung. Es ist ein Ekel. Was mich betrifft, so habe ich an die Tit. Behörde eine Kabinetsordre erlassen des Inhalts, daß, nachdem ich von derselben belehrt worden sei, daß eine in amtlicher Unterredung gegebene Zusage nicht als amtlich anzusehen sei, ich mich gern bescheide, jenen Unterricht gratis ertheilt zu haben. In dieser Lage würde ich auf der vollen Gehalts<pb/>auszahlung bis zum Äußersten bestehen. Die Sitten Europa’s lassen über Dein Recht keinen Zweifel bestehen: wo vierteljährliche Zahlung ist, da gilt selbstverständlich jedes angebrochene Dienstjahr für voll. Und für Dich wäre es ja ein sehr bedeutender Ausfall.</p><p>Aber liebster Carlo, noch sechs Wochen, und Du wirst wieder frei athmen! Du glaubst nicht, wie viel Leute sich freuen, daß es endlich geglückt ist, Dich aus der Züricher Gewohnheit herauszureißen! – Schöll <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-751"/>und<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-751"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-752"/><name>Studemund</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-752"/>, die ich beide in Baaden sah, gehören vor Allem dazu – auch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-753"/><name>Stark</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-753"/> versicherte mich freundlichst seiner großen Freude darüber!! In der That, das fand ich „stark“! Stärker aber finde ich – <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-754"/>salva Rudolphi amicitia<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-754"/> – die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-755"/>Berufung des Knaben Sch<add>[öll]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-755"/> nach Heidelberg. Der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-756"/>Leipziger Ritschelianismus<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-756"/> ist doch wahrhaftig wie eine Wurstmaschine, die wo nur eine Lücke entsteht mit echtem horror vacui sogleich wieder nachstopft und schließlich zu sehr frisch eingeschlachtetem Fleische greift. Und hier liegt noch die größere Rücksichtslosigkeit vor, daß sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-757"/><name>Osthoff</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-757"/>, der an <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-758"/><name>Kuhn</name>’s<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-758"/> Stelle dorthin kam und in Leipzig schon zwei Jahre Docent <pb/> war, noch immer als Extraordinarius da lassen und ihm nun dies Jüngelchen, das kaum ein Semester sich versucht hat, gleich als Ordin<add>[arius]</add> vorsetzen.</p><p>Uns geht es abgesehen von Dienstbotennöthen, die erst in einigen Wochen sich beendigen werden und meiner Frau manchmal den Kopf heiß machen, und abgesehen von der sonstigen, auch hier tropischen und nur durch die wunderbar kühlen Nächte erträgliche Hitze, recht gut. Beide Töchterlein sind sehr wohl und machen uns viel Freude. Deine kleine Freundin <name>Dora</name> hat die Impfung fast erfreulich überstanden, und fängt jetzt an, recht vergnüglich zu plappern, wobei ich tiefe sprachphilosophische Studien anstelle. Als erstes Resultat vertraue ich Dir an, daß der Beginn des Sprachbedürfnisses nicht aus Nachahmung entspringt, sondern sich ganz spontan entwickelt. Wieviel Antheil daran der Darwinismus und die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-759"/>Philosophie des Unbewußten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-759"/> haben, bleibt noch dahingestellt.</p><p>Meine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-760"/>Schwiegermama<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-760"/> ist vor einigen Tagen abgereist, wird aber in vermutlich acht bis vierzehn Tagen durch eine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-761"/>Tante<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-761"/> von mir abgelöst werden, da die Wirthschaft mit den beiden kleinen Rangen für meine Frau, solange daran physische Kräfte noch nach anderer Seite hin reichlich in Anspruch genommen sind, doch etwas angreifender Natur ist. ich selbst gewinne, da die Collegs <pb/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-762"/>mir<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-762"/> nicht viel Mühe machen, allmälig Zeit für meine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-763"/>heranwachsende Psychologie<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-763"/>. Doch bleibe es unentschieden, ob ich noch im Semester fertig werde, da ich bei solcher Hitze, wie sie jetzt hereingebrochen ist, absolut arbeitsunfähig bin und nur die Nachtstunden zur Verfügung habe.</p><p>Grüße <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-764"/><name>Frankenhäuser</name>s<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-764"/> recht herzlich und sage Ihnen, sobald es die Hitzeverhältnisse etwas weniger unbequem für sie erscheinen ließen, würde ich an die Erfüllung des Versprechens einer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-765"/>Spritze<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-765"/> hierher mahnen, wobei hoffentlich auch Du Dich mahnen läßt. Ueber ein Treffen in Waldshut <abbr>etc.</abbr> müssen wir so wie so noch genaueres verabreden. Vor 14 Tagen kann ich kaum fort.</p><p>Bis dahin, lieber Carlo, leb mir wohl und laß Dich nicht ärgern. „Wenn sie mich ärgern, was geht’s mich an?“ können wir <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-766"/><name>Goethe</name> parodiren<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-766"/>. Meine Frau sendet Dir herzlichen Gruß!</p><p>Dein</p><signed>W Windelband</signed><postscript><p>Hast Du <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-767"/>meinen <name>Spinoza</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-767"/> bekommen? Es freut mich daß er gerade in dieser Zeitschrift steht als ein Moment, das ich überhaupt darin vertreten werde, – als Gegengewicht gegen allzu große Einseitigkeit. Grüße die wägende Tafelrunde. Hat <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-768"/>Av<add>[enarius]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-768"/> sich entschlossen, zu prüfen?</p></postscript></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-747"><lem>Ex … avinum!</lem><note> geflügeltes Wort (Büchmann) nach Alkäus oder Phidias: Den Löwen nach der Klaue (malen), d. h. aus einem Detail aufs Ganze schließen; Windelband ergänzt: aus dem Geruch den Esel.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-748"><lem>Verweigerung … Avenarius</lem><note> <abbr>vgl.</abbr> <abbr>Prof.</abbr> <name>Richard Avenarius</name>, Besoldungserhöhung; Staatsarchiv des Kantons Zürich, MM 2.224 RRB 1879/1093, <abbr>S.</abbr> 401–302 – Regierungsratsbeschlüsse seit 1803 online: <ref type="link">http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=3441348</ref> (eigene Transkription): </note><rdg>Herr Avenarius welcher seit Frühjahr 1877 als ordentlicher Professor für induktive Philosophie an unserer Hochschule wirkt und eine jährliche Besoldung von 4000 Fr. bezieht gegen eine Verpflichtung von 10–12 wöchentlichen Unterrichtsstunden, gelangt mit dem Gesuch um Besoldungserhöhung an den Er|ziehungsrath unter Hinweis darauf, daß ihm sr. Zt. keine Umzugsentschädigung verabreicht, dagegen eine Erhöhung seines Jahresgehalts in nahe Aussicht gestellt worden sei.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-749"><lem>zu honoriren</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Erziehungsdirektion des Kantons Zürich vom 23.5. <abbr>u.</abbr> 6.6.1877</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-750"><lem>filzige Knapserei</lem><note>wahrscheinlich im Zusammenhang der Überprüfung des Lehrdeputats von <name>Karl Dilthey</name> vom 21.7.1876 gemeint, die am 24.3.1877 dem Regierunsrat des Kantons Zürich zur Beschlußfassung vorgelegt wurde. Die Überprüfung hatte eine Diskrepanz von 4–6 wöchentlichen Stunden in der Ernennungsurkunde zu 10–12 Stunden nach gesetzlicher Verpflichtung ergeben, <abbr>vgl.</abbr> Staatsarchiv des Kantons Zürich, MM 2.224 RRB 1877/0624 – Regierungsratsbeschlüsse seit 1803 online: <ref type="link">http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=3375318</ref>. Karl Dilthey trat im Sommer 1877 von seiner Professur für Archäologie und klassische Philologie zurück und ging nach Göttingen. Sein Nachfolger wurde <name>Hugo Blümner</name> (1844–1919), zuvor <abbr>ao. Prof.</abbr> in Königsberg (Amtsantritt in Zürich am 17.10.1877), <abbr>vgl.</abbr> den Regierungsratsbeschluß <abbr>Nr.</abbr> 267 vom 18.8.1877, Staatsarchiv des Kantons Zürich, MM 2.224 RRB 1877/1477: <ref type="link">http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=3405441</ref></note></app><app type="philological" corresp="#ED-751"><lem>und</lem><rdg>d</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-752"><lem><name>Studemund</name></lem><note>wahrscheinlich <name>Wilhelm Studemund</name> (1843–1889), Philologe, 1864 Promotion in Halle, 1864–1868 Forschungsaufenthalte in Italien, 1868 ao. Prof. in Würzburg, 1869 <abbr>o. Prof.</abbr>, 1870 in Greifswald, 1872 in Straßburg, 1885 in Breslau (<abbr>ADB</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-753"><lem><name>Stark</name></lem><note>vermutlich <name>Karl Bernhard Stark</name> (1824–1879), Klassischer Philologe <abbr>u.</abbr> Archäologe, seit 1855 <abbr>o. Prof.</abbr> für Archäologie in Heidelberg, 1873 <abbr>u.</abbr> 1874/75 Prorektor (<abbr>NDB</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-754"><lem>salva Rudolphi amicitia</lem><note><abbr>lat.</abbr> Formel salva amiticia: unbeschadet der Freundschaft (hier: „Rudolfs“); Bezug unklar.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-755"><lem>Berufung des Knaben Schöll</lem><note> der Klassische Philologe <name>Friedrich Schöll</name> (1850–1919), 1876 an der Universität Leipzig habilitiert, wurde 1877 als <abbr>o. Prof.</abbr> nach Heidelberg berufen (Wer ist’s (1912) S. 1430).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-756"><lem>Leipziger Ritschelianismus</lem><note>als Schulbezeichnung sonst mit dem Namen des Göttinger evangelischen Theologen <name>Albrecht Ritschl</name> (1822–1899) verbunden, hier aber bezogen auf dessen Verwandten und Windelbands ehemaligen Leipziger Kollegen <name>Friedrich Ritschl</name> (1806–1876), 1865–75 Klassischer Philologe an der Universität Leipzig (<abbr>NDB</abbr>). <abbr>Vgl.</abbr> Ritschls Separatvotum für <name>Kuno Fischer</name> vom 3.12.1874 in der vorliegenden Edition.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-757"><lem><name>Osthoff</name></lem><note><name>Hermann Osthoff</name> (1847–1909), Sprachwissenschaftler, 1869 Promotion in Bonn, 1871 Gymnasiallehrer in Kassel, 1874 erneutes Studium der vergleichenden Sprachwissenschaften in Leipzig, 1875 Habilitation in Leipzig, 1877 <abbr>Prof.</abbr> für vergleichende Sprachwissenschaft und Sanskrit in Heidelberg, 1884/85 und 1894/95 Dekan, 1899/1900 Prorektor (<abbr>NDB</abbr>). Laut <abbr>NDB</abbr> wurde <name>Osthoff</name> 1877 nach Heidelberg berufen und im selben Jahr zum <abbr>o. Prof.</abbr> ernannt. <name>Osthoff</name> ist jedoch für das <abbr>WS</abbr> 1877/78 im Heidelberger Vorlesungsverzeichnis als <abbr>ao. Prof.</abbr> aufgeführt und erst im SS 1878 als <abbr>o. Prof.</abbr></note></app><app type="editorial" corresp="#ED-758"><lem><name>Kuhn</name>’s</lem><note>Lesung unsicher, kann auch </note><rdg>Rahn</rdg><note> heißen. Ein solcher Name ist indes an der Universität Heidelberg im fraglichen Zeitraum nicht nachgewiesen. Wahrscheinlich ist gemeint: <name>Ernst Kuhn</name> (1846–1920), Indologe <abbr>u.</abbr> Indogermanist, 1869 promoviert, 1871 <abbr>PD</abbr> in Halle, 1872 in Leipzig, 1875 <abbr>o. Prof.</abbr> in Heidelberg, 1877–1917 <abbr>o. Prof.</abbr> für arische Philologie und vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft in München (<abbr>NDB</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-759"><lem>Philosophie des Unbewußten</lem><note>Anspielung auf das gleichnamige Buch von <name>Eduard von Hartmann</name>, erschienen 1869.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-760"><lem>Schwiegermama</lem><note><name>Wilhelmine Wichgraf</name>, <abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Karl Dilthey</name> vom 20.4.1877</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-761"><lem>Tante</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="philological" corresp="#ED-762"><lem>mir</lem><note>am Kopf der <abbr>S.</abbr> nicht zugehörige Notizen (Literaturangaben zum Theokritos-Kommentar von <name>Theodor Borsdorf</name> 1874) von anderer Hand (Karl Dilthey) mit Bleistift</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-763"><lem>heranwachsende Psychologie</lem><note>das Projekt gelangte nicht zur Ausführung, <abbr>vgl.</abbr> Windelband an Karl Dilthey vom 3.8.1878.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-764"><lem><name>Frankenhäuser</name>s</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an Karl Dilthey vom 20.4.1877</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-765"><lem>Spritze</lem><note>im Sinne von Spritztour</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-766"><lem><name>Goethe</name> parodiren</lem><note>nach Wilhelm Meisters Lehrjahre 4,9: </note><rdg>Wenn ich dich lieb habe, was geht’s dich an!</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-767"><lem>meinen <name>Spinoza</name></lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband: Zum Gedächtniss Spinoza’s (An seinem zweihundertjährigen Todestage gesprochen an der Universität Zürich). In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 1 (1877), <abbr>S.</abbr> 419–440.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-768"><lem>Avenarius</lem><note> <name>Richard Avenarius</name>, der Nachfolger Windelbands in Zürich.</note></app></listApp></back></text></TEI>