<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000082-3</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Gottlieb Ziegler</persName>, <placeName type="sent">Riesbach</placeName>, <date>27.1.1877</date>, <note>1 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsarchiv des Kantons Zürich</bibl><bibl type="pubPlace">, U 103.4.40, Bl. 11</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0082" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000082-3"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Riesbach</placeName><date when="1877-01-27">27.1.1877</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/140303499">Gottlieb Ziegler</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/117195596">August Stadler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116722282">Carl Göring</name><name>Florian Christen</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118739603">Friedrich Paulsen</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/140303499">Gottlieb Ziegler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118521411">Hermann Cohen</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116128194">Karl Dilthey</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116389311">Richard Avenarius</name></note><note type="repository">Staatsarchiv des Kantons Zürich</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Gottlieb Ziegler</persName>, <placeName type="sent">Riesbach</placeName>, <date>27.1.1877</date>, <note>1 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-700"/><bibl type="pubPlace">Staatsarchiv des Kantons Zürich</bibl><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-700"/><bibl type="pubPlace">, U 103.4.40, Bl. 11</bibl></head></front><body><dateline>Riesbach 27. Jan<add>[uar]</add> 1877</dateline><salute>Hochverehrter Herr Erziehungsdirector!</salute><p>Indem ich mir erlaube, Ihnen mein <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-701"/>Entlassungsgesuch beiliegend<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-701"/> zu übersenden, bitte ich um gefällige Vergebung, wenn ich Ihnen die Schriften der für die Besetzung meiner Professur zunächst <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-702"/>in Aussicht genommenen Herren<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-702"/> erst in einigen Tagen zusenden werde. Von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-703"/>Herrn<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-703"/> <abbr>Prof.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-704"/><name>Dilthey</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-704"/><name/> erfuhr ich heut Nachmittag, daß Sie die Äußerung der Fakultät über diese Frage beförderlich angeordnet haben: und da ich voraussetzen muß, daß mir darüber eins der Referate zufallen wird, so bedarf ich dieser Schriften für die Ausfertigung derselben. ich werde jedoch, sobald ich sie entbehren kann, nicht verfehlen, sie Ihnen zuzustellen.</p><p>In der frohen Hoffnung, daß die von Ihnen eingeleiteten Schritte die Unterbrechung der Besetzung meiner Professur verhindern werden, verbleibe ich in gewohnter Verehrung Ihr ergebenster</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-701"><lem>Entlassungsgesuch beiliegend</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Gottlieb Ziegler</name> vom 26.1.1877</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-702"><lem>in Aussicht genommenen Herren</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Staatsarchiv des Kantons Zürich, MM 2.215 RRB 1877/0469, <abbr>S.</abbr> 765–766 – Regierungsratsbeschlüsse seit 1803 online: <ref type="link">http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=3372152</ref> (eigene Transkription), über <name>Carl Göring</name> (1841–1879, Philosoph, hielt 1875–79 Vorlesungen in Leipzig, <abbr>vgl.</abbr> Historische Vorlesungsverzeichnisse der Universität Leipzig), <name>Richard Avenarius</name>, <name>Friedrich Paulsen</name> und <name>August Stadler</name>: </note><rdg>Herr Professor Dr. Windelband hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Freiburg angenommen, weßhalb die Erziehungsdirektion und der Erziehungsrath ihren Antrag vom 22. Jenner, soweit er Hrn. Windelband betrifft, zurückzuziehen im Falle sind. Um nicht neuerdings in den philosophischen Studien an der Universität eine Lücke eintreten zu lassen, thaten die Erziehungsdirektion und der Erziehungsrath zur Wiederbesetzung der Stelle die nöthigen Schritte. Das Augenmerk richtete sich auf die Herren Dr. Göring, Dr. Avenarius, Dr. Paulsen und Dr. Stadler. Die Erziehungsdirektion verfügte sich nach Leipzig und Berlin, um über die Lehrweise der drei Erstgenannten und deren Erfolg direkt sich zu informiren. Der letztgenannte, Hr. Stadler, hat sich in akademischer Thätigkeit noch nicht versucht. Uebereinstimmend mit dem Gutachten der Majorität der I. Sektion der philosophischen Fakultät beantragen die Erziehungsdirektion und der Erziehungsrath die Berufung des Hrn. Dr. Avenarius an die erledigte Lehrstelle. Behufs näherer Begründung wird auf dieses Gutachten verwiesen. Der Regierungsrath, nach Einsicht eines Antrages der Erziehungsdirek</rdg><note><pb/></note><rdg>tion, beschließt: I. Herr Dr. R. Avenarius, derzeit Privatdozent der Philosophie an der Universität Leipzig, wird als ordentlicher Professor der philosophischen Fakultät I. Sektion der Hochschule Zürich für induktive Philosophie auf den 16. April l. Js. für eine Amtsdauer von 6 Jahren mit steter Wiederwählbarkeit berufen, mit Verpflichtung zu Vorlesungen von 10–12 wöchentlichen Stunden und allfälliger Betheiligung an der Lehramtsschule gegen einen außer den gesetzlichen Collegiengeldern 4000 Fr. betragenden Jahresgehalt, in der Meinung, daß wenn durch die Betheiligung an der Lehramtsschule sich eine größere Stundenzahl als die oben bezeichnete, ergeben würde, dafür eine besondere Entschädigung auszusetzen ist. II. Mittheilung an die Erziehungsdirektion und durch Urkunde an Hrn. Dr. Avenarius.</rdg><note> <abbr>Vgl.</abbr> außerdem Staatsarchiv des Kantons Zürich, MM 2.238 RRB 1882/2496: Erneuerungswahl und Besoldungserhöhung Prof. Avenarius (<ref type="link">http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=3585764</ref>); ferner <name>Hermann Cohen</name> an <name>August Stadler</name> vom 4.3. <abbr>u.</abbr> 17.4.1877 (Hermann Cohen: Briefe an August Stadler. <abbr>Hg.</abbr> <abbr>v.</abbr> Hartwig Wiedebach. Basel: Schwabe 2015, <abbr>S.</abbr> 105–106).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-703"><lem>Herrn</lem><rdg>Hrn</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-704"><lem><name>Dilthey</name></lem><note><name>Karl Dilthey</name>, <abbr>vgl.</abbr> Korrespondentenverzeichnis</note></app></listApp></back></text></TEI>