<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000079-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Wilhelm Nokk</persName>, <placeName type="sent">Zürich-Riesbach</placeName>, <date>22.1.1877</date>, <note>3 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Generallandesarchiv Karlsruhe, 52 Nokk 201</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0079" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000079-0"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Zürich-Riesbach</placeName><date when="1877-01-22">22.1.1877</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117040096">Wilhelm Nokk</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/140303499">Gottlieb Ziegler</name></note><note type="repository">Generallandesarchiv Karlsruhe</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Wilhelm Nokk</persName>, <placeName type="sent">Zürich-Riesbach</placeName>, <date>22.1.1877</date>, <note>3 S., hs. 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Ich verfehle jedoch nicht, Ihnen mit großer Offenheit mitzutheilen, daß auf Verlautbarung von Euer Hochwohlgeboren ehrenvollem Anerbieten die hiesigen Behörden sich dahin vereinbart haben, mir eine combinirte Professur an der Hochschule und am Polytechnikum mit einer Gesammtbesoldung von 6500 <abbr>fr</abbr> für den Sommer zuzusichern: ich verfehle aber noch weniger, Ihnen mit gleicher Offenheit zu bekennen, daß ich aus diesem Arrangement, so schmeichelhaft es an sich ist, eine mir durchaus nicht willkommene Distraction <pb/> meiner Arbeit wie meiner Lehrthätigkeit resultiren zu sehen befürchtete und daß ich die geschlossene Wirksamkeit, welche mir an der Freiburger Universität eröffnet werden soll, entschieden vorzuziehen meinen persönlichen Wünschen nach keinen Augenblick im Zweifel bin.</p><p>Es fragt sich daher für mich nur, ob, falls die Großherzogliche Regierung den Betrag Ihres heutigen geehrten Schreibens nicht zu überschreiten geneigt ist, die Differenz von ca. 1000 <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-684"/><abbr>Mk.</abbr><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-684"/><abbr/>, um welches dieses Anerbieten hinter dem hiesigen zurückbleibt, einerseits durch die hier fast völlig mangelnde Wittwenpension, andrerseits durch die Verschiedenheit der ökonomischen Verhältnisse beider Städte wenigstens annähernd aufgehoben würde. Unter diesen Umständen ersuche ich Sie ergebenst, mir einige Tage Bedenkzeit zu geben, damit ich mich über die Freiburger Verhältnisse in dieser Beziehung zu informiren Zeit gewinne: Euer Hochwohlgeboren würden mich außerdem sehr verbinden, wenn Sie die Güte hätten, mir nähere Mittheilung über die dortigen Pensionsverhältnisse, über die Verpflichtungen, welche mit der dortigen Professur zu übernehmen wären, über die ergebne Anfrage, ob zu einer Uebersteigung Ihres heutigen <pb/> Angebotes keinerlei Aussicht vorhanden sei, endlich auch darüber zu geben, ob Sie gewohnt sind, das Zuzugsgeld in der Form directer Liquidation der Kosten oder eines vorher zu bestimmenden Pauschquantums zu bewilligen.</p><p>Sofern unsre Verhandlungen, wie ich nun immer bestimmter hoffe, in Bälde zu einem günstigen Resultate führten, würde ich im Stande sein, noch zum Sommer dieses Jahres in den Großherzoglichen Dienst überzutreten; doch verlangen die hiesigen Verhältnisse für diesen Fall eine baldige Entscheidung meinerseits.</p><p>Indem ich nur noch geringe Zweifel hege, daß diese für meine Befolgung Ihrer werthen Berufung ausfallen wird, verbleibe ich</p><p>mit vorzüglicher Hochachtung</p><p>Euer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-685"/>Hochwohlgeboren<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-685"/></p><p>ergebenster</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-680"><lem>Zürich-Riesbach 22 Januar 1877.</lem><note> in lat. Schrift</note></app><app type="philological" corresp="#ED-681"><lem>Hochwohlgeboren</lem><note>danach 4 Zeilen freigelassen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-682"><lem>Schreiben vom 21.</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-683"><lem>hiesigen Anerbietungen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Kommentar zu Windelband an <name>Gottlieb Ziegler</name> vom 20.1.1877</note></app><app type="philological" corresp="#ED-684"><lem><abbr>Mk.</abbr></lem><note>in <abbr>lat.</abbr> Schrift</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-685"><lem>Hochwohlgeboren</lem><note>danach 2 Zeilen freigelassen</note></app></listApp></back></text></TEI>