<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000062-1</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Moritz Lazarus</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>23.2.1874</date>, <note>2 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">UB der Humboldt-Universität zu Berlin, Nachl. Laz. I, 213</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0062" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000062-1"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Leipzig</placeName><date when="1874-02-23">23.2.1874</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118570439">Moritz Lazarus</persName></correspAction><note type="repository">Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Moritz Lazarus</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>23.2.1874</date>, <note>2 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">UB der Humboldt-Universität zu Berlin, Nachl. Laz. I, 213</bibl></head></front><body><dateline>Leipzig. 23.II 74.</dateline><salute>Sehr verehrter Herr Professor!</salute><p>Anbei habe ich die Ehre, Ihnen meinen Versuch über die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-532"/>völkerpsychologische Betrachtungsweise des logischen Problems<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-532"/> zur Verfügung zu stellen: ich wiederhole die Bitte um Entschuldigung, daß um die Weihnachts- und Neujahrzeit herum, mir meine Gesundheitsverhältnisse durchaus nicht gestatteten, dem Versprechen nachzukommen: übrigens hätte ich, wenn ich geahnt hätte, daß Sie diesen Versuch doch noch in das erste Heft aufzunehmen beabsichtigen, Ihnen denselben schon vor einigen Wochen fertig stellen können. – Was den In<pb/>halt desselben betrifft, so habe ich dessen hypothetischen Charakter besonders betonen wollen. Es ist eben ein Erklärungsversuch, der sich zunächst seine Möglichkeit neben anderen feststellen muß. Es würde mir jedoch eine große Freude sein, wenn irgendwie einmal von competenter Sprachwissenschaftlicher Seite der Versuch, die Genesis der logischen Gesetzgebung völkerpsychologisch zu belauschen, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-533"/>weiter verfolgt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-533"/> würde.</p><p>Wenn Sie die Arbeit zum Abdruck bringen, so würden Sie mich außerordentlich verbinden, wenn Sie mir (eventuell auf meinen Kosten) etwa zehn Abzüge besorgen ließen.</p><p>Mit treuer Verehrung ergebenst</p><signed>W Windelband</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-532"><lem>völkerpsychologische Betrachtungsweise des logischen Problems</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband: Die Erkenntnisslehre unter dem völkerpsychologischen Gesichtspunkte. Mit Rücksicht auf Sigwart, Logik I. Tübingen. Laupp’sche Bchhdlg.</note><rdg> 1873. In: Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft 8 (1875), 2. Heft 1874 (!), S. 166–178.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-533"><lem>weiter verfolgt</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Heymann Steinthal: Zusatz zum vorstehenden Artikel. In: Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft 8 (1875), <abbr>S.</abbr> 178–189.</note></app></listApp></back></text></TEI>