<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000060-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Victor Ehrenberg</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>29.7.1873</date>, <note>4 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL Ehrenberg acc. Darmst. 1924.138</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0060" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000060-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Leipzig</placeName><date when="1873-07-29">29.7.1873</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116382813">Victor Ehrenberg</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/119555883">Alfred Dove</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/138343519">Eduard Meyer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118681559">Georg Ebers</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118711989">Georg Jellinek</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118535455">Gustav Freytag</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118623761">Heinrich Treitschke</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118656317">Jacob Bernays</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118630628">Josef Weisz</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116056118">Karl von Bardeleben</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118533401">Kuno Fischer</name><name>Martha Windelband</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116137258">Michael Bernays</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116916656">Rudolf Hirzel</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116382813">Victor Ehrenberg</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Victor Ehrenberg</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>29.7.1873</date>, <note>4 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL Ehrenberg acc. Darmst. 1924.138</bibl></head></front><body><dateline>Leipzig. 29. Juli 1873</dateline><salute>Mein lieber Freund!</salute><p>Kaum sollte ich es wagen, mit so schuldbeladenem Bewußtsein vor Ihre reine Seele zu treten. Aber Sie wissen, es giebt dämonische Mächte, welche sich darin gefallen, den Menschen gerade gegen sein besseres Wollen sündigen zu lassen, und zu diesen Mächten gehört die Faulheit. Meine in diesem Semester allerdings ziemlich reichlich zugemessenen Arbeiten können mich doch nicht vor mir selber entschuldigen, daß ich zwei so freundliche Briefe eines lieben Menschen so lange nicht beantwortet habe; und Sie müssen sich schließlich mit allen meinen andern Freunden trösten, denen ich auch nicht geschrieben – und die mir darauf in diesem Semester den Ehrenbeinamen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-484"/>Taciturans<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-484"/> zuerkannt haben.</p><p>Wenn Sie freilich meinen, daß aus dieser „gedankenvollen Schweigsamkeit“ sich eine minervahaft an Haupt und Schultern gewappnete Metaphysik entpuppen würde, so ist das eine entschiedene Täuschung. ich bin zum Glück von einem „System“ noch so weit entfernt, wie die Menschheit überhaupt, und habe keine Lust, den Träumen der Metaphysik fürs Erste eine neue, verschlechterte Auflage zu geben. Um so emsiger arbeite ich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-485"/>in<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-485"/> den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-486"/>Fundamenten des Erkennens<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-486"/> – aber man baut jetzt mit so großen Quadern, und die sind so schwer zu transportiren. Und wenn es denn gar so sommerliche Staubhitze ist, wie jetzt hier trotz aller schönen Gewitter, dann schwitzt man dabei etwas Ehrliches zusammen. Der Hörsaal ist dabei gewissermaßen eine angenehme Erholung. Die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-487"/>Kathederthätigkeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-487"/> macht mir sehr viel Freude, und was mehr sagen will, ich lerne dabei außerordentlich viel – mehr vermutlich, als meine Zuhörer zusammengenommen. Zu Anfang giebt es natürlich ein Tasten und Suchen nach dem rechten Ton des Vortrags; man muß es erst lernen, den Stoff zu gruppiren und zu beherrschen, und aus den Gesichtern ab<pb/>zulauschen, wie man den richtigsten Weg in das studentische Gemüth und in das Verständniß Aller findet. Dies ist die schwerste Kunst: denn die Standpuncte sind verschieden, und wo der Eine ein erleuchtetes Gesicht macht, da schaut der Andre verständnißlos ins Blaue. Die Genugthuung habe ich wenigstens gehabt, daß meine Collegien trotz der späten Ankündigung ihrer Stunden zu Stande gekommen sind. In der <name>Kant</name>-Vorlesung gebiete ich zwar nicht wie K<add>[uno]</add> <name>Fischer</name> über Hundert, aber doch über etwa acht constante Zuhörer; mein Publicum, von einem Dutzend belegt, zählt fast immer noch einige Zuhörer mehr, die ob meiner Ketzerlehren über die nahe Grenze der Erkenntnißmöglichkeit erschrecken. Endlich zu den Uebungen über die Kritik der reinen Vernunft meldeten sich dreizehn wahrheitsdurstige Jünglinge, sodaß wir uns nicht bei mir zu Hause versammeln können. Von diesen sind aber höchstens fünf oder sechs zu zählen, da die Andern zwar ihre Ohren aber niemals ihre Münder zu öffnen lieben. Dabei macht mir gerade dieser Verkehr Freude, und ich denke ihn fortzusetzen. Auch den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-488"/>philosophischen Verein<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-488"/> habe ich durch zwei Vorträge aus der Vortragsnoth gerissen und dafür die Ehrenmitgliedschaft desselben errungen. Sie sehen mich also in zwar kleiner, aber reger Thätigkeit, und das beste ist – ich habe für jetzt genug daran.</p><p>Auch über meine Gesundheit kann ich Ihnen Erfreuliches melden. Nach aller Andern und eignem Urtheile bin ich wohler als je zuvor, bin sogar genügend dick geworden und fühle auch nicht die geringsten Folgen der Krankheit. Meine Lunge benimmt sich sogar nach angestrengtem Sprechen ganz normal, ohne Schmerzen, ohne Heiserkeit. Viel hat zur vollständigen Ausheilung auch das ruhige und bequeme Leben beigetragen, das ich hier führe; ich wohne mit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-489"/><name>Bardeleben</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-489"/> in einer Etage, und wir haben uns so häuslich eingerichtet, daß wir Mittag und Abend zu Hause und zwar sehr gut essen und nur Abends, wenn die Hitze nachläßt, noch in einem Garten ein Glas Bier trinken.</p><p>Wenn ich von der vollständigen Herstellung Ihrer Gesundheit dasselbe wüßte! In dem ernsten Leben, das Sie nach Ihrer Schilderung <pb/> in dem lebensheiteren Heidelberg führen, versäumen Sie doch gewiß nicht, die Gunst seiner göttlichen Natur zu genießen, und das wird Ihnen hoffentlich recht, recht wohlthätig sein. Es ist ja nun gerade ein Jahr her, daß ich Sie nicht gesehen habe; inzwischen haben wir beide Viel erlebt, nicht immer Erfreuliches und – zumal in Anbetracht meiner Schreibfaulheit – wäre es wohl erwünscht, wenn man sich wieder einmal in alter Weise aussprechen, wiedersehend schöne Stunden erneuern könnte. Um so mehr bedaure ich, daß Ihr schöner Vorschlag, uns in den Ferien in einem stillen Winkel der lieben Heimat zu treffen, sich nicht erfüllen läßt. ich werde schon am Sonnabend, wo ich a tout prix schließe, über Potsdam nach <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-490"/>Misdroy<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-490"/> gehen und den schönen August des vorigen Jahres noch einmal, noch schöner verleben. Meine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-491"/>Braut<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-491"/>, von der ich den Winter über so traurig getrennt war, ist schon längere Zeit dort, und ich will mich für die Ungunst des Schicksals gründlich entschädigen. Aber ich gebe damit die Hoffnung nicht auf, daß wir früher oder später einmal uns irgendwo möglichst lange wieder zusammenfinden mögen!</p><p>Von unsern gemeinsamen Freunden kann ich Ihnen wenig berichten. <name>Jellinek</name> hat mich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-492"/>seit Pfingsten ohne Nachricht<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-492"/> gelassen, ich weiß nicht, ob er <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-493"/>meinen letzten Brief<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-493"/> mit zwei Exemplaren der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-494"/>„Gewißheit“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-494"/> für Wiener Zeitschriften erhalten hat. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-495"/><name>Freytag</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-495"/><name/> hat Mitte Mai sein Referendarexamen „gut“ bestanden, dann die landesüblichen acht Wochen in Berlin bei den Gardefüsilieren gedient, und ist jetzt vermuthlich – denn seit Wochen weiß ich auch von ihm nichts – in Hirschberg in Schlesien als Referendar mehr oder minder thätig. Von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-496"/><name>Bernays</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-496"/><name/> verlautet hier fast Nichts; er sollte einen Prager Ruf angenommen, dann wieder ausgeschlagen haben; man colportirte zum Erstaunen der Menschheit seine Verlobung mit einer hiesigen Wittwe (!) und dann erwies sich auch diese Nachricht fürs Erste als falsch. Selbst <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-497"/><name>Hirzel</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-497"/><name/> und <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-498"/><name>Dove</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-498"/><name/> beklagen es, von einem der bedeutendsten Männer des Jahrhunderts so ohne Nachricht getrennt zu sein. Vielleicht erfreut er Sie auch jetzt noch durch sein allerhöchstes Vertrauen, und Sie können vielleicht uns das Wißbare mittheilen.</p><p>Was macht denn der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-499"/>große <name>Kuno</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-499"/><name/>? Man hörte hier und auf der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-500"/>Kösener Zusammenkunft<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-500"/>, daß er halb und halb zwischen sich und <name>Treitschke</name> die Alternative gestellt und, ungewohnt den Beifall der Studentenschaft in erster Reihe mit einem Andern zu theilen, für den Fall, daß der letztere in Heidelberg bliebe, mit seiner Rückkehr nach Jena gedroht habe, wo man in der That seinen Lehrstuhl noch jetzt offen hält und halten zu wollen scheint. Gegen seine Auffassung der Entwicklung <name>Kant</name>’s wird nächstens wieder eine sehr große <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-501"/>Promotionsschrift von einem hier studirenden Ungarn<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-501"/> erscheinen, worauf ich ganz außerordentlich gespannt bin.</p><p>Wenn Sie in die Schwarzwälder gehen, grüßen Sie von mir die hohen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-502"/>Edeltannendamen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-502"/>, an welche sich auch für mich angenehme Erinnerungen knüpfen: ich werde Ihrer an der See mit der unveränderlichen Freundschaft gedenken, die ich Ihnen, wenn ich auch ihre Pflichten nicht immer streng im Schreiben erfüllte, stets bewahren werde. Leben Sie wohl und vergessen Sie nicht Ihren</p><signed>W Windelband</signed><postscript><p>Adresse</p><p>August 4 Victoriastrasse. Seebad Misdroy (Wollin)</p><p>September 9 Spandauerstraße Potsdam</p><p>October u. s. f. 6 <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-503"/>Waisenhausstr.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-503"/> Leipzig, wie jetzt.</p></postscript></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-484"><lem>Taciturans</lem><note><abbr>lat.</abbr> der Schweigende</note></app><app type="philological" corresp="#ED-485"><lem>in</lem><note>kann auch </note><rdg>an</rdg><note> heißen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-486"><lem>Fundamenten des Erkennens</lem><note><abbr>vgl.</abbr> <name>Jellinek</name> an <name>Ehrenberg</name> aus Mödling (bei Wien) vom 9.6.1873: </note><rdg>Der Titel von Windelbands Schrift lautet: „Ueber die Gewißheit der Erkenntniß“. Er frug bei mir um Deine Adresse an, ob er meine Antwort erhalten, weiß ich nicht, ich habe Gründe, es zu bezweifeln. Die Schrift ist geschriebener Fleischextract, selten sind auf so wenig Seiten so viel Gedanken zusammengedrängt worden</rdg><note> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr>a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr>S.</abbr> 192).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-487"><lem>Kathederthätigkeit</lem><note><abbr>vgl.</abbr> <name>Jellinek</name> an <name>Ehrenberg</name> aus Mödling (bei Wien) vom 19.5.1873: </note><rdg>Von Windelband hatte ich dieser Tage Brief, er erkundigte sich nach Deiner Adresse. Seine Probevorlesung hielt er vor hundert Zuhörern ab, seine Collegien sind von zehn bis zwanzig besucht. Er wird mich vielleicht diesen Sommer hier besuchen</rdg><note> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr>a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr>S.</abbr> 186). Das von Jellinek erwähnte Schreiben Windelbands ist nicht ermittelt.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-488"><lem>philosophischen Verein</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Ehrenberg</name> vom 18.11.1873</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-489"><lem><name>Bardeleben</name></lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Victor Ehrenberg</name> vom 24.10.1872</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-490"><lem>Misdroy</lem><note>heute Międzyzdroje, Ostseebad auf der Insel Wollin (Polen)</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-491"><lem>Braut</lem><note><name>Martha Wichgraf</name></note></app><app type="editorial" corresp="#ED-492"><lem>seit Pfingsten ohne Nachricht</lem><note><abbr>vgl.</abbr> <name>Ehrenberg</name> an <name>Jellinek</name> aus Heidelberg vom 31.7.1873: </note><rdg>Auch Windelband beklagt sich über Dein Schweigen […]. Er frägt, ob Du die 2 Expl. seiner Schrift erhalten und auftragsgemäß verwendet hast. Er geht nächster Tage nach Misdroy; seine Adresse dort ist: 4 Victoriastrasse, Seebad Misdroy (Wollin</rdg><note>); sowie Jellinek an Ehrenberg aus Mödling (bei Wien) vom 5.8.1873: </note><rdg>An Windelband schrieb ich übrigens aus besonderem Grunde nicht. Vor einiger Zeit machte das hiesige Professorencollegium einen Triasvorschlag behufs Besetzung der philosophischen Professur. Primo loco ward Lange (Gesch. des Materialismus) secundo loco Stumpf in Göttingen, tertio loco wenn ich mich nicht sehr irre Windelband vorgeschlagen. Seit drei Wochen fahnde ich vergebens auf einen Ordinarius, die fast alle ausgeflogen sind, um mir Gewißheit zu verschaffen. Drum schrieb ich bis heute nicht, um ihm die mir und wohl auch ihm angenehme Nachricht positiv mittheilen zu können. Vielleicht hat sich meine Freundesgesinnung zu einem voreiligen Schlusse hinreissen lassen</rdg><note> (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr>a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr>S.</abbr> 195–197).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-493"><lem>meinen letzten Brief</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-494"><lem>„Gewißheit“</lem><note>Windelbands Habilitationsschrift Ueber die Gewissheit der Erkenntniss, 1873.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-495"><lem><name>Freytag</name></lem><note>der Neffe <name>Gustav Freytag</name>s, der ebenfalls <name>Gustav Freytag</name> hieß (<abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Gustav Freytag</name> vom 12.7.1872)</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-496"><lem><name>Bernays</name></lem><note>wahrscheinlich der Literaturhistoriker <name>Michael Bernays</name> (1834–1897, 1873 Prof. für neuere Sprachen und Literatur in München), Bruder des Philologen <name>Jacob Bernays</name>, der sich 1872 in Leipzig habilitierte (Christian Keller: Victor Ehrenberg und Georg Jellinek Briefwechsel 1872–1911. Frankfurt <abbr>a. M.</abbr>: Klostermann 2005, <abbr>S.</abbr> 161).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-497"><lem><name>Hirzel</name></lem><note><name>Rudolf Hirzel</name> (1846–1917), klassischer Philologe, 1871 in Leipzig habilitiert, <abbr>ao. Prof.</abbr> 1877, 1886 <abbr>ao. Prof.</abbr> Jena, 1888 <abbr>o. Prof.</abbr> (<abbr>NDB</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-498"><lem><name>Dove</name></lem><note>der Historiker <name>Alfred Dove</name> (1844–1916), der 1873 in Leipzig habilitierte, zuvor Redakteur der Grenzboten, Herausgeber der Zeitschrift Im Neuen Reich seit 1870 (<abbr>NDB</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-499"><lem>große <name>Kuno</name></lem><note><name>Kuno Fischer</name></note></app><app type="editorial" corresp="#ED-500"><lem>Kösener Zusammenkunft</lem><note>der Professoren der Universitäten Jena, Halle u. Leipzig (<abbr>vgl.</abbr> <name>Eduard Meyer</name> an <name>Georg Ebers</name> vom 29.6.1895, <ref type="link">https://www.kohring-digital.de/mediapool/28/282725/data/Ebers/1895ebers.pdf</ref>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-501"><lem>Promotionsschrift von einem hier studirenden Ungarn</lem><note>womöglich gemeint: <name>Josef Weisz</name> (* 4.7.1849 in Szt.-Gál, Ungarn) mit dessen Promotionsschrift: Kant’s Lehre von Raum und Zeit. Budapest: Fanda &amp; Frohna <abbr>o. J.</abbr> [1875] 24 <abbr>S.</abbr>: </note><rdg>Diese Capitel sind einer grösseren Schrift über Kant’s Kritik entnommen und mit Bewilligung der löbl. philosophischen Facultät zu Leipzig anstatt der ganzen Arbeit gedruckt.</rdg><note> In dieser Fassung keine Auseinandersetzung mit <name>Kuno Fischer</name>.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-502"><lem>Edeltannendamen</lem><rdg>Edeltannendame</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-503"><lem>Waisenhausstr.</lem><note>Straßenname 1860–79, seitdem Liebigstraße (Gina Klank, Gernot Griebsch (<abbr>Hg.</abbr>): Lexikon Leipziger Straßennamen. Leipzig 1995).</note></app></listApp></back></text></TEI>